PR 2670
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Perry Rhodan Nr. 2670: Der Weg des Konstrukteurs

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

4581 NRG, 202 Jahre nach Cholaquins Tod, erprobt Sholoubwa seine neueste Erfindung, um den Allhe zu entkommen, die seine MOWENAS STOLZ verfolgen, weil er nicht nur ihnen Waffen geliefert hat, sondern auch ihren Feinden. Sholoubwa aktiviert das Halbraumblasennetz, in dem die feindlichen Schiffe vorübergehend festsitzen, so dass er sich absetzen kann. Sholoubwa steht in ständigem Nullkanal-Kontakt mit der Großpositronik seiner Asteroidenbasis, sowie mit seinen "Externitäten" - Robotern, die er kontrollieren kann, als ob es seine eigenen Körperteile wären. Derselbe Bote der Kosmokraten, der einst Cholaquin kontaktiert hat, besucht Sholoubwa in dessen Basis und rekrutiert ihn für die Hohen Mächte. Auf Evolux wird Sholoubwa von einer Prüfungskommission aus dem Volk der Firr nach längeren Tests für würdig befunden, im Dienst der Kosmokraten zu arbeiten. Man trennt zwar die Verbindung mit der Großpositronik, räumt ihm aber Zugriff auf einen Evolux-Rechner ein. So werden Sholoubwas Fähigkeiten ins Unermessliche gesteigert. Er gewinnt ungeahnte neue Erkenntnisse über den Kosmos und die Kosmokratentechnik.

Jahrzehnte später steht Sholoubwa vor der Fertigstellung des von ihm nach Bauplänen eines Emotio-Transmitters entwickelten Sontaron-Generators. Dieses Gerät kann paranormale Emissionen verstärken. Unterstützt durch seine gut 2000 Externitäten - die Technogarde - arbeitet Sholoubwa an zahlreichen Projekten gleichzeitig, aber in den Augen seiner Auftraggeber ist er nur ein Konstrukteur unter vielen. Und noch dazu ein unbotmäßiger, der immer wieder eigene Interessen verfolgt. Deshalb wird ihm Unterprüfer Voosla aus dem schlangenartigen Volk der Hoapono als Aufpasser zur Seite gestellt. Weitere Jahrhunderte vergehen. Dann erhält Sholoubwa den Auftrag, sein HRB-Netz zu vervollkommnen und daraus das von anderen Evolux-Konstrukteuren entworfene BOTNETZ zu bauen. Zu diesem Zweck wird ein besonderes Metall benötigt, und um dieses zu erhalten, fliegt Sholoubwa mit der SCHRAUBE-B in die Galaxie Remmal. Nikomus Neuntau wird zu seinem Gehilfen bestimmt. Sholoubwa betritt die Immaterielle Stadt Connajent, sobald diese auf dem Planeten Nemkok stofflich wird. Sholoubwa setzt einen Codegeber ein, um Connajent zu zwingen, bei einem weiteren Stopp zu verharren. Dadurch wird die Stadt beschädigt, aber der Auftrag wird erfüllt. Sholoubwa nimmt von einer Kosmischen Fabrik Metall in Empfang, das Spuren von Carit enthält. In dieser Zeit lässt er sich von Eto Thalwaaruu, einem Bewohner Connajents, dazu überreden, Leben herzustellen. Sholoubwa erschafft die Firibirim nach dem Vorbild der Firr.

Die Baustelle für das BOTNETZ, ein Dimensionsgefängnis, das eingesetzt werden soll, um KOLTOROC zu entführen und somit die Terminale Kolonne TRAITOR unschädlich zu machen, befindet sich in Escalian. Renyi-Hemdebb leitet das Projekt. Das BOTNETZ wird schließlich in der Schlacht um TRYCLAU-3 eingesetzt, aber der Einsatz schlägt fehl und die Blütenblätter der Zeitrose werden beschädigt. Sholoubwa erkennt den Fehler und beginnt mit der Erschaffung einer Substanz, die das BOTNETZ verbessern soll. Er beobachtet, wie Renyi-Hemdebb von TAFALLA getötet wird, und erkennt, wie sich die vom BOTNETZ erzeugten Miniatur-Universen stabilisieren lassen. Tausend Jahre nach der Schlacht um TRYCLAU-3 arbeitet Sholoubwa auf Tolmar an der Perfektionierung des BOTNETZES. Es gelingt ihm, eine Hyperperforation zu erschaffen, die dauerhaft bestehen bleibt und eine besondere Konstellation mit Tolmar sowie einem Schwarzen Loch bildet. Danach wird er vom Auflösungskommandanten Vuusla aufgesucht. Sholoubwa wird zurück nach Evolux beordert. Als er sich weigert, wird die Nullkanal-Verbindung mit dem Evolux-Rechner gekappt.

Sholoubwa hat vorgesorgt und sich erneut mit seiner alten Großpositronik verbunden. Doch der Asteroid wird von einem Rapid-Kreuzer der Yakonto angegriffen. Da erscheinen Raumschiffe der Xylthen und vernichten den Rapid-Kreuzer. QIN SHI spricht persönlich mit Sholoubwa. Die Superintelligenz ist am BOTNETZ interessiert. Sholoubwa will die Blütenblätter in der Galaxie Totemhain verstecken. Jahrhunderte später übersteht der Konstrukteur einen Konflikt mit der Entität Tafalla, die Sholoubwas Bauplattform bei Tolmar für das Mahnende Schauspiel vom See der Tränen missbraucht. Weitere 2000 Jahre später erleidet Sholoubwa einen furchtbaren Schock durch die Erhöhung der Hyperimpedanz. Das Basisprogramm der uralten Medodrohne startet. Der größte Teil von Sholoubwas Intellekt wird zerstört. Der Konstrukteur ist jetzt nur noch ein Schatten seiner Selbst.

Kommentar:

Wer hätte das gedacht? Es ist Marc A. Herren gelungen, mich einigermaßen mit der ungeliebten Escalian-Handlungsebene zu versöhnen. Die zweite Hälfte seines Doppelromans ist aufgrund des neuen Blickwinkels völlig anders als die erste, aber genauso faszinierend. Sholoubwa folgt der reinen Logik, schert sich nicht um die Befindlichkeiten der organischen Wesen, mit denen er zusammenarbeiten muss, und folgt nur dem einen Ziel, immer wieder Neues zu konstruieren. Egal für wen; er würde auch für die Chaotarchen arbeiten, wenn die ihm interessante Aufträge erteilen könnten. Skrupel kennt er nicht, denn er hat keine Gefühle und somit keine moralischen Bedenken. Somit ist Sholoubwa der Prototyp des verblendeten Wissenschaftlers, der glaubt, dass es so etwas wie die "reine Forschung" gibt. Auf seine Weise macht er genau dieselben Fehler wie sein einstiger Herr...

Außerdem greift Marc viele lose Enden auf und verknüpft sie zu einem überzeugenden Ganzen. Zum Beispiel die Entstehung der Firibirim und dieser seltsamen Substanz, die als "Schmelzharz" bezeichnet wurde (vgl. PR 2627). Wir erfahren, warum Connajent nicht weiterreisen kann (PR 2558 / 2559), und was es mit der Technogarde auf sich hat - einem solchen Roboter ist Alaska Saedelaere wohl in PR 2609 begegnet. Die Geschichte endet im Jahr 1331 NGZ mit dem Hyperschock. Auch der nächste Roman wird sich mit Sholoubwa befassen - wir müssen ja auch noch erfahren, was er im Nahroin-System treibt - aber leider wurde dieser Roman nicht von Marc verfasst. Warum eigentlich nicht? Eine Trilogie vom selben Autor, das wäre doch mal was gewesen!

Wie's mit Lob immer so ist: Es ist viel schneller ausgesprochen als Tadel. Es macht ja auch viel mehr Spaß, einen Roman in der Luft zu zerreißen, als einen zu loben. Deshalb beschränke ich mich auf den Tipp: Solltet ihr zu der Lesergruppe gehören, die Romane bestimmter Handlungsebenen ignoriert, dann macht diesmal eine Ausnahme. PR 2669 / 2670 sind wirklich lesenswert! Ich glaube, Marc hat da richtig viel Herzblut hineingesteckt.

J. Kreis, 21.10.2012


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