PR 2667
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Perry Rhodan Nr. 2667: Der Diplomat von Maharani

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Ausgehend von den auf Travnor und Thea gewonnenen Erkenntnissen nehmen die Galaktiker überall in der Milchstraße Badakk und Sayporaner fest. Die USO arbeitet hierbei auf Arun Joschannans Wunsch hin mit fremden Geheimdiensten zusammen. Der Erste Terraner will die Gelegenheit zu einer Verbesserung der Beziehungen zwischen den Milchstraßenvölkern nutzen. Die Aktionen sind erfolgreich. Wie es scheint, war das Theatrum-System der Ausgangspunkt der feindlichen Aktivitäten. Während sich die Sayporaner in Gefangenschaft begeben, kämpfen die Badakk meist bis zuletzt und vernichten sich selbst, um den Galaktikern nicht in die Hände zu fallen. Weitere durch Geneseplasma "umgedrehte" Galaktiker werden enttarnt, und es werden auch wieder Jugendliche befreit. Einer davon ist Joschannans Sohn Caio Antwan. Die Mediker bemühen sich vergeblich darum, die auf unbekannte Weise veränderten Jugendlichen zu heilen. In Caios Fall kommt erschwerend hinzu, dass sein Verhältnis zu Joschannan nie besonders gut war - es gelingt dem Ersten Terraner zunächst nicht, vernünftig mit seinem Sohn zu reden. Nach wie vor wird Joschannan auf Schritt und Tritt von seiner oxtornischen "Leibwächterin" begleitet, denn es ist immer noch nicht klar, ob sich das Geneseplasma in seinem Körper weiter ausbreitet. Da übermäßiger Hunger ein schlechtes Zeichen ist, verzichtet Joschannan auf so manche Mahlzeit.

Am 21. Und 22. Februar 1470 NGZ unternehmen die auf dem USO-Stützpunkt T9 sowie auf der zum arkonidischen Imperium gehörenden Extremwelt Trankun internierten Badakk Ausbruchsversuche. Auf unbekannte Weise gelingt es den rätselhaften Wesen, alle möglichen technischen Geräte zu sabotieren und zu übernehmen. Offenbar setzen die Badakk dabei Nanotechnik ein, die in ihren Körpern verborgen ist. Tekener nimmt eine von den Badakk gekaperte Korvette unter Beschuss, obwohl das Schicksal der USO-Besatzung unklar ist. Die Badakk vernichten das Schiff, bevor es aufgebracht werden kann. Die Sayporaner, insbesondere Chourweydes, zeigen sich etwas zugänglicher. Allerdings geht es vielen von ihnen immer schlechter. Joschannan spricht mehrmals mit Chourweydes, kommt aber nicht so recht an den Sayporaner heran, denn die Denkweise dieses Volkes ist den Terranern fremd und Chourweydes spricht gern in Rätseln. Joschannan verlangt, dass die Manipulation der Jugendlichen rückgängig gemacht werden soll. In diesem Punkt zeigt sich Chourweydes überraschend kooperativ. Er sichert die "Rekonstituierung" der Jugendlichen zu.

Bei der Untersuchung der Sayporaner zeigt sich, dass diese Wesen kein einheitliches Erbgut haben. Chourweydes berichtet, dass jeder Sayporaner in regelmäßigen Abständen fremde Organe inkorporieren muss, um zu überleben. Genauso muss vorgegangen werden, wenn die gefangenen Sayporaner gerettet werden sollen. Da Klonorgane nicht ausreichen, muss Joschannan den Sayporanern erlauben, auf Menschen zuzugreifen. Joschannan wendet sich an Faroz Khalais, Caios behandelnden Arzt. Der Mann gehört der parsischen Religionsgemeinschaft an. Die Parsen verbrennen oder beerdigen ihre Toten nicht, sondern überlassen die aufgebahrten Leichen den Vögeln. Bei einer solchen "Himmelsbestattung" dürfen am 1. März die Sayporaner die Rolle der Vögel übernehmen. Zum Dank erzählt Chourweydes dem Ersten Terraner von seinem Volk und den Zielen der Invasion.

Am 4. März nimmt Joschannan an einer Sitzung des aus Vertretern vieler Milchstraßenvölker bestehenden geheimen Sicherheitsbeirats auf Aurora teil. Alle gefangenen Badakk sind inzwischen tot. Die "Doppelpersonen" sind frei, denn das Geneseplasma in ihren Körpern baut sich ab. Die Badakk haben nicht nur Galaktiker mit Geneseplasma "behandelt", sondern auch Sayporaner. Die befreiten Jugendlichen sind auf dem Wege der Besserung, Joschannan und sein Sohn sprechen wieder miteinander. Alle bekannten Hypersturmgebiete, in denen Tryortan-Schlünde entstehen können, werden von Kampfschiffen bewacht. Trotz all dieser guten Nachrichten hebt Bostich den vor fünf Monaten ausgerufenen Kriegsfall nicht auf, denn er geht davon aus, dass es sich um die Ruhe vor dem Sturm handelt.

Kommentar:

Der Roman bildet einen würdigen Abschluss für den guten Milchstraßen-Viererblock. Der Leser erfährt zwar wenig Neues - praktisch alle Informationen, die Joschannan von Chourweydes erhält, sind uns längst bekannt - aber das politische Ränkespiel, Joschannans persönliche Probleme, die Fremdartigkeit der Badakk und die ziemlich bizarre Himmelsbestattung werden von Thurner schön zu einem ebenso interessanten wie unterhaltsamen Roman verbunden.

Anscheinend wurde bei einer der letzten Autorenkonferenzen beschlossen, dass Tekener mehr Profil erhalten soll. Anders kann ich mir nicht erklären, dass drei Autoren den Smiler härter agieren lassen, als man es bisher gewohnt war. Tek reagiert mit begrüßenswerter Konsequenz auf den Fluchtversuch der Badakk, aber es ist doch etwas irritierend, dass er einfach mal annimmt, die Besatzung der Korvette sei ohnehin bestimmt schon tot, so dass man das Schiff einfach abschießen könne. Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen: Es ist besser, einen Vorgesetzten zu haben, der auch mal falsche Entscheidungen trifft, als einen, der überhaupt keine Entscheidungen trifft...

Apropos Entscheidungen. Zu Beginn des Romans herrscht eine eigenartige Konstellation. Zunächst weiß niemand, ob Arun Joschannan, der Erste Terraner, noch frei in seinen Entscheidungen ist. Trotzdem bleibt er im Amt und nimmt seine Regierungsgeschäfte wahr. Dabei wird er von einer USO-Spezialistin bewacht, also von jemandem, der für eine Art private Sicherheitsfirma arbeitet, welche wiederum nicht etwa von der LFT, sondern vom Galaktikum autorisiert wurde. Das muss man sich alles mal auf der Zunge zergehen lassen. Übertragen auf unsere Realität wäre das ungefähr so, als würde der Bundespräsident nach seiner Befreiung aus den Händen von Terroristen, die ihm eine Gehirnwäsche verpassen wollten, ständig von einem Killer begleitet, der von der UNO beauftragt wurde, den "finalen Rettungsschuss" abzugeben, sollte der Präsident sich irgendwie auffällig verhalten. Klingt komisch? Genau.

J. Kreis, 30.09.2012


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