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Perry Rhodan Nr. 2664: Hinter dem Planetenwall

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Arun Joschannan wird am 1. Januar 1470 NGZ zum Ersten Terraner der LFT gewählt. Schon wenige Wochen später macht er sich auf den Weg zu seinen ersten großen offiziellen Missionen. Am 1. Februar soll er die LFT bei der Eastside-Konferenz vertreten, an der fast alle Jülziish-Völker sowie Delegationen der Akonen, Topsider und anderer Völker teilnehmen werden. Danach will Joschannan einer Einladung des Theatrum-Systems folgen, die schon vor zwei Jahren ausgesprochen wurde. Joschannan will das unabhängige System zum Eintritt in die LFT bewegen. Henar Maltczyk, der Sekretär des Ersten Terraners, ist besorgt, denn einem Hinweis von Travnor zufolge ist ein Attentat geplant. Joschannan reist mit der TILL LEYDEN, die von zwei weiteren Schlachtschiffen der APOLLO-Klasse begleitet wird. Er trifft sich am Nabeg-Sonnentransmitter mit Admiral Ipthey-Hüriit, einem Apaso. Ipthey-Hüriit begleitet den terranischen Verband mit 50 eigenen Schiffen. Er berichtet Joschannan von einer Beobachtung, die er schon am 2. Januar gemacht hat. Drei mit überschweren Intervallkanonen bewaffnete Diskusschiffe unbekannter Bauart sind mitten durch einen Hyperorkan geflogen, möglicherweise haben sie einen Tryortan-Schlund als Transportmittel genutzt. Andere Schiffe dieser Art werden beim Weiterflug geortet. Es bleibt fraglich, ob es sich um Blues-Schiffe handelt, denn sie sind allem überlegen, was Ipthey-Hüriit kennt.

Die Eastside-Konferenz findet auf einem von 17 identischen Planeten des Khamashnam-Planetenwalls statt. Quicheramo-Blues haben das System schon vor langer Zeit entdeckt, bisher wurde seine Existenz jedoch verschwiegen. Jetzt soll das System unter die Verwaltung des Galaktikums gestellt werden, denn es ist eines der sieben von den Oldtimern errichteten Suprahet-Fallensysteme. Dieser Tagesordnungspunkt bleibt offen, aber es wird unter anderem beschlossen, dass die ATLAS-Explorerflotte des Galaktikums künftig verstärkt in der Southside aktiv werden soll. Henar Maltczyk findet heraus, dass den Jülziish aus Furcht vor einer arkonidischen Dominanz daran gelegen ist, Akonen und LFT enger zusammenzubringen. Joschannan, der zuvor schon Ipthey-Hüriits Respekt gewonnen hat, erhält aufgrund seiner offenen Art bei der Konferenz den Beinamen "der ehrliche Arun".

Die Reise geht weiter Richtung Theatrum-System. Unterwegs gehen Ipthey-Hüriits Begleitschiffe in einem Hypersturm verloren. Die TILL LEYDEN fängt einen Notruf des terranischen Handelsraumers WELLS FARGO auf, der angeblich von den geheimnisvollen Diskusschiffen angegriffen wird. Da es sich um eine Falle handeln könnte, bleiben Joschannan und sein Sekretär mit einer Korvette zurück, während die drei APOLLO-Schlachtschiffe der WELLS FARGO und ihrem Schwesterschiff WESTERN UNION zu Hilfe eilen. Prompt erscheinen drei Diskusraumer und nehmen die Korvette unter Beschuss. Die fähige Pilotin Vanessa Pateng zwingt das Schiff zwar in den Überlichtflug, aber der Antrieb und die Lebenserhaltungssysteme werden beschädigt. Die Korvette stürzt in den Normalraum zurück und muss auf der Wüstenwelt Mackurat notlanden.

Zur Ablenkung steigt die gesamte Besatzung bis auf die Pilotin und Captain Tyll Brager mit zwei Shifts aus, gleichzeitig werden Roboter ausgeschleust. Die Diskusraumer folgen und kapern einen der Shifts. Es wird klar, dass es ihnen um die Gefangennahme des Ersten Terraners geht. Joschannan und seine Begleiter müssen sich in einer von Riesenwespen bewohnten Höhle verstecken, werden dort aber aufgespürt. Erneut gelingt ihnen die Flucht, und am 8. Februar treffen endlich die APOLLO-Raumer sowie 100 von Ipthey-Hüriit kommandierte Kampfschiffe der Jülziish aus dem Khamashnam-System ein. Zwei der fremden Disken werden vernichtet, der dritte entkommt. Die Untersuchung der Wracks erbringt kein verwertbares Ergebnis. Die Technik der Unbekannten ist nicht spezifisch blues'scher Herkunft, sie könnte ebenso gut von den Arkoniden stammen. Möglicherweise gehören sie zur von Badakk unterwanderten Interessengruppe Ark'Tussan.

Kommentar:

Endlich wieder ein schöner, angenehm lesbarer Roman aus der Milchstraßen-Handlungsebene. Arun Joschannan wird gut eingeführt, die Figurenzeichnung ist gelungen. Der neue Erste Terraner ist eine durch und durch positive Figur mit nachvollziehbaren Stärken und Schwächen. Beim ersten Treffen mit Ipthey-Hüriit fällt es ihm schwer, sein Gegenüber einzuschätzen - dem Blues-Admiral geht es genauso. Bei der Eröffnungsrede während der Eastside-Konferenz verliert Joschannan den Faden, kriegt aber bald wieder die Kurve. Er möchte eine eigenständige Linie fahren, obwohl ihm bewusst ist, dass er im Schatten der Unsterblichen steht. Auf Joschannans Vergangenheit wird kurz eingegangen. So hatte er wohl eine Affäre mit der Topsiderin Petril-Gukzz, deren Tochter Onttril in diesem Roman zu seinen Personenschützern gehört...

Ob der Beschluss, dass sich die Explorerflotte mehr in Richtung Southside orientieren soll, als Hinweis darauf gewertet werden kann, dass hier ein neuer Schauplatz entsteht? Vielleicht für den nächsten Zyklus? Interessant sind auch die letzten Zeilen des Romans. Da scheinen sich die Verschwörer zu unterhalten, und sie überlegen, ob sie mit Hilfe von Tormanac da Hozarius mehr Informationen einholen sollen. Hm. Gehört Tormanac neuerdings zu den Verschwörern? Oder sind diese in derart hohen Positionen, dass sie Bostichs rechter Hand Befehle erteilen können?

Im sechsten Kapitel geht's plötzlich um Abenteuer mit Riesenwespen auf einem Wüstenplaneten, es wird viel geballert und so weiter - das Kapitel wirkt wie ein Fremdkörper. Ich war zunächst irritiert, aber die Erklärung findet sich in der LKS: Ein Fan durfte dieses Kapitel konzipieren. Das hat er auf dem Weltcon 2011 gewonnen.

J. Kreis, 08.09.2012


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Gastkommentare

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Gastkommentar von kidgforce (21.09.2012):

Interessanter Blick auf die galaktische Politik: Ähnlich wie die 17 identischen Planeten des Khamashnam-Planetenwalls als Oldtimer-Kulturerbe der galaktischen Völker müssten eigentlich auch sämtliche Psi-Bastionen der Lemurer unter die Kontrolle des Galaktikums gestellt werden. Sol, wenn das Sonnensystem noch da wäre, als 6-D-Juwel ebenfalls. Die Sonnentransmitter sinds hoffentlich schon.
Es wäre eigentlich die Verpflichtung der galaktischen Völker, das ganze Supertechnik-Zeug älterer Zivilisationen zu erforschen und notfalls nachbauen zu können, falls wieder ähnliche Gefahren auftauchen.


Gastkommentar von Joe (10.09.2012):

Vielleicht sollte man künftig nicht mehr soviele Cons abhalten, damit nicht andauernd irgendwelche Leute eingebaut werden müssen oder gar Kapitel konzipieren dürfen (!!! Hallo?), weil sie das GEWONNEN haben ...

Naja, mir egal. Bei Neo gibt es immerhin diesen Quatsch nicht.



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