PR 2663
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Perry Rhodan Nr. 2663: Der Anker-Planet

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Ramoz bringt den Kalten Raum - eine Erweiterung des Psionischen Netzes - zum Zusammenbruch, weil er so viele Schiffe der eingemotteten Flotte wie möglich einsatzbereit machen will und die Warnungen des Oraccameo-Hologramms ignoriert. Die BASIS-Versorgungskugel pumpt immer mehr Energie in den Kalten Raum, bis die dort schwebenden Hyperkristalle überlastet sind. Das Psionische Netz wird daraufhin in den Urzustand zurückversetzt, was mit schweren Hyperstürmen verbunden ist. Zwar materialisieren die Sternraumer der uralten Flotte im Normalraum, aber 115.000 Einheiten werden dabei vernichtet (253.000 waren zuvor schon irreparabel beschädigt), unzählige weitere müssen ebenfalls als Totalverlust gelten oder zunächst repariert werden. Nur ca. 100.000 Schiffe sind unmittelbar kampfbereit. Im Sternraumer ZASA, den Ramoz zu seinem Flaggschiff erklärt hat, wird am 6. Dezember 1469 NGZ über die weitere Vorgehensweise beraten. Ein aus MIKRU-JON und Ennerhahls Lichtzelle bestehendes Vorauskommando soll QIN SHIS Anker-Planeten erkunden.

Dort steht Kaowens Flotte in Bereitschaft. Ein Splitter QIN SHIS geht auf den Protektor über. Es kommt zu Kämpfen gegen aufständische Dosanthi und Schiffe anderer Völker, die beim sichtbar gewordenen Planeten Shikaqin erscheinen. Besonders gefährlich sind die Quolnäer Keretzen, gegen deren Blitzwelle sich die Xylthen nicht schützen können. Perry Rhodan nutzt das Chaos der Raumschlacht, um sich dem Planeten zu nähern. Inzwischen hat Nemo Partijan herausgefunden, dass es in Anarees Sternjuwel-Fälschung "Sollbruchstellen" gibt, die die explosionsartige Freisetzung der darin gespeicherten Hyperenergie ermöglichen. Das Juwel wird auf den Planeten geschossen, nachdem Gucky telepathischen Kontakt mit der lebenden Welt hatte. Der Mausbiber hat erkannt, dass dort die von der Weltengeißel verschlungenen Bewusstseinsinhalte von QIN SHIS Opfern weiterexistieren und als Anker der Superintelligenz dienen. Ihre Qual ist endlos und sie sehnen sich nach dem endgültigen Tod.

Das Sternjuwel explodiert. Die organische Substanz, die den Planeten überzieht, wird innerhalb von Sekunden vernichtet, QIN SHIS Anker erlischt. Perry Rhodan nimmt an, dass Samburi Yura ihm das Sternjuwel zu genau diesem Zweck in die Hände gespielt hat. Kaowen überlebt. Er weiß, wem er die erneute Niederlage zu verdanken hat.

Kommentar:

Fraglich bleibt, welche Auswirkungen die Vernichtung des Anker-Planeten auf QIN SHI haben wird. Vielleicht gar keine, denn wozu wird der Anker benötigt? Meines Wissens brauchen Superintelligenzen so etwas hauptsächlich, um sich im Normalraum halten zu können (oder so ähnlich). Nun, QIN SHI beabsichtigt ja gar nicht, im Normalraum zu verbleiben. Er will sich in seine Mini-Universen zurückziehen.

Dies ist ein wundervoller Roman - wundervoll, wenn man Selbstdisziplin trainieren will. Schon nach wenigen Zeilen werdet ihr den Drang verspüren, den öden Rest querzulesen. Wehrt euch dagegen! Mal sehen, ob es euch genauso gut gelingen wird wie mir, nämlich gar nicht. Montillon hat die beneidenswerte "Begabung", Seite um Seite mit NICHTS zu füllen. Zum Beispiel darüber, wie Kaowen zu heiß duscht oder wie Ramoz aus purer Überheblichkeit ein Chaos entfesselt, das nur gebraucht wird, damit Rhodan nicht allzu große Machtmittel für den Kampf gegen QIN SHI in die Hände fallen. Man könnte einwenden, dass all diese nichtigen Kapitel der Figurenzeichnung dienen. Nur ist dieses Bemühen bei Kaowen und Ramoz leider verschwendet. Vor allem aber ist Montillon auf dem besten Wege, Kaowen weiter zur Lachnummer zu degradieren und den ohnehin schon kaum erträglichen Ramoz vollends kaputtzuschreiben.

J. Kreis, 01.09.2012


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