PR 2661
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Perry Rhodan Nr. 2661: Anaree

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Perry Rhodan berührt das Sternjuwel. Daraufhin wird die Lebensgeschichte der Proto-Enthonin Anaree in seinen Geist projiziert. Einen Tag lang - Mitternacht des 18. November bis Mitternacht des 19. November 1469 NGZ - ist er für seine Gefährten nicht ansprechbar.

Anaree ist eine von vielen Proto-Enthonen des "Tagvolkes", die in der LEUCHTKRAFT leben. Sie ist Samburi Yura wie aus dem Gesicht geschnitten. Es kommt immer wieder vor, dass jemand aus dem Tagvolk einen der Edelsteine berührt, die manchmal an den Bäumen hängen. Diese Proto-Enthonen verschwinden dann spurlos. So ergeht es auch Anaree, die der Lockung eines Sternjuwels nicht widerstehen kann. Sie ist danach nicht mehr fünf, sondern fünfzehn Jahre alt und hat eine Begegnung mit der "Morgenschwester" Samburi Yura. In der folgenden Zeit wird Anaree (wie andere ihresgleichen vor und nach ihr) durch Hypnoschulungen und intensives Training unter der Leitung des Zwergandroiden M'ian Mor zu Samburi Yuras Leibwächterin ausgebildet. Ihr wird ein "Kampfkokon" zur Verfügung gestellt, ein hyperenergetisches Gespinst aus dem Arsenal der Kosmokraten, das Anaree unangreifbar macht und von ihr als Waffe eingesetzt werden kann.

Anaree begleitet Samburi Yura bei verschiedenen Missionen. Sie beobachtet insgeheim ein Treffen der Kosmokratendienerin mit Delorian Rhodan, bei dem die beiden Pläne schmieden, in denen QIN SHI eine Rolle zu spielen scheint. Anaree erlebt mit, wie Monkey und Alaska Saedelaere in die LEUCHTKRAFT eindringen, und wird von einer Projektionsgestalt des Bordrechners DAN angesprochen. DAN macht dunkle Andeutungen und sichert Anaree seine Hilfe zu. Anaree erhält ein Sternjuwel, von dessen Existenz Samburi Yura nichts weiß. Auf der Heimatwelt der Lokopter erkennt Anaree, dass Samburi Yura gar nicht daran denkt, das BOTNETZ für die Kosmokraten zu sichern, da sie und Delorian es dann nicht für ihre eigenen Zwecke nutzen könnten. Endlich erfährt sie, welche Pläne Samburi Yura wirklich mit ihr hat. Da Anaree genauso aussieht wie die Enthonin, soll sie QIN SHI in die Hände gespielt werden. Die Superintelligenz soll glauben, sie habe Samburi Yura unschädlich gemacht.

Anaree wird von QIN SHI gefangen genommen. Sie ist im Inneren des Kampfkokons zwar sicher, aber ihre Körperzellen beginnen sich allmählich zu zersetzen. Anaree weiß, dass ihr Tod unausweichlich ist, aber wenigstens kann sie dem Sternjuwel die Wahrheit anvertrauen.

Auch Perry Rhodan kennt nun diese Wahrheit.

Kommentar:

Nicht schon wieder eine Lebensgeschichte, dachte ich erst! Und dann auch noch eine, in der diverse Geschehnisse aus früheren Zyklen wiedergekäut (um nicht zu sagen: Abgeschrieben) werden: Alaskas neues Cappin-Fragment (PR 2159), Samburi Yuras unrühmlicher Einsatz beim Mahnenden Schauspiel vom See der Tränen (PR 2579), der Diebstahl des BOTNETZES (PR 2539), die Verhältnisse in Ultramarin-Stadt (PR 2558)...

Musste das sein? Ja, eigentlich schon, denn wir sehen all diese Ereignisse in einem neuen Licht. Dadurch wird klar, wer Samburi Yura wirklich ist. Die kleine Intrigantin hintergeht ihre Auftraggeber, die Kosmokraten, und arbeitet dabei mit Delorian Rhodan zusammen. Sie manipuliert Alaska Saedelaere, weil sie offenbar seinen Zellaktivator braucht. Armer Alaska! Rücksichtslos verheizt sie eine Proto-Enthonin nach der anderen, wenn es ihren Zwecken dient, als ob diese Wesen nur Roboter wären. Sie lässt zu, dass QIN SHI das BOTNETZ stiehlt, um es vielleicht selbst nutzen zu können.

Welche Ziele Samburi Yura und Delorian verfolgen, ist nicht schwer zu erraten. Sie wollen die von QIN SHI erschaffenen Miniaturuniversen annektieren, denn darin wären sie ihre eigenen Herren und müssten sich nicht vor einem Zugriff durch die Kosmokraten fürchten. Dazu brauchen sie das BOTNETZ, einen Zellaktivator, und das Multiversum-Okular / den Anzug der Universen. Dass Samburi Yura und Delorian unter einer Decke stecken, ist schon ein ziemlicher Knüller. Die beiden müssen sich mindestens seit 1312 NGZ kennen, denn das von Anaree beobachtete Treffen hat vor den Geschehnissen von PR 2159 stattgefunden. Inzwischen muss man sich fragen, vor wem sich die Terraner mehr fürchten sollten: Vor QIN SHI, den Sayporanern und anderen Aggressoren - oder vor ihren eigenen Verbündeten...

So wird aus der an sich irrelevanten, wenn auch tragischen Lebensgeschichte doch noch ein wichtiger Roman dieses Zyklus.

J. Kreis, 12.08.2012


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