PR 2657
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Perry Rhodan Nr. 2657: Geheimbefehl Winterstille

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Die TOLBA hört den Residenzfunk ab. So erfährt Reginald Bull, dass die Besatzer Terras auf die Vernichtung ihres wichtigsten Druckmittels reagieren, indem sie die Schutzschirme der Solaren Residenz aktivieren und den "Geheimbefehl Winterstille" erteilen. Mit diesem Code, der die Übernahme der Flotte durch feindliche Kräfte im Krisenfall verhindern soll, werden sämtliche Raumschiffe der Heimatflotte im Solsystem praktisch eingefroren. Bis auf die Lebenserhaltungssysteme und andere grundlegende Funktionen lassen sich die Schiffe nicht mehr steuern. Durch diese Maßnahmen sollen alle Umsturzversuche im Keim erstickt werden. Chossom, der schon immer für ein härteres Vorgehen gegen die Terraner war, setzt sich durch und fordert Verstärkung aus der Heimat an - mehrere zehntausend utrofarische Ovoide machen sich auf den Weg ins Solsystem.

Anicee Ybarri ist über diese Entwicklung nicht erfreut, war sie doch bisher davon überzeugt, ihren Mitmenschen etwas Gutes zu tun und eine friedliche Integration der Menschheit ins Reich der Sayporaner erreichen zu können. Dennoch veranlasst sie die Deaktivierung der Kunstsonnen. Damit soll eine "Abkühlung der Gemüter" erreicht werden. Anicee hält eine Rede, in der sie Delorian Rhodan in die Solare Residenz einlädt. Sie stellt es so dar, als hätte die Nanowaffe ohnehin in naher Zukunft deaktiviert werden sollen. Es ist eine Falle: Durch TARA-Kampfroboter verstärkte Einheiten der Fagesy umstellen die Residenz. Das ist der Moment, in dem Flottillenadmiralin Tanny Abro der Geduldsfaden reißt. Teile der von ihr befehligten 1. terranischen Raumlandedivision haben sich bisher im Untergrund Terranias in Bereitschaft gehalten. Jetzt rücken sie aus und bilden einen zweiten Umschließungsring rund um die Residenz - eine Pattsituation entsteht. Oachono wendet sich vom Kastell aus mit einer Ansprache an seinesgleichen und erhebt schwere Anschuldigungen gegen die Allgegenwärtige Nachhut, die jedoch von Chossom ignoriert werden.

Chourtaird gibt Bull weitere Informationen über die Spenta. In diesem in Sonnen lebenden Volk gibt es eine als "Lichtwirte" bekannte Gruppierung, die die von allen anderen Spenta angestrebte Koexistenz mit Planetenbewohnern ablehnt. Nur die Lichtwirte sind derzeit im Solsystem aktiv. Chourtaird verlangt als Gegenleistung für seine Hilfe die Herausgabe von ARCHETIMS Korpus. Bull stimmt zu. Der Pakt wird besiegelt, indem das Endglied von Bulls linkem Kleinfinger abgetrennt und von Chourtaird inkorporiert wird. Der verstümmelte Finger wird durch Injektion eines Regenerations-Agens repariert.

Gleichzeitig feiern viele Bürger Terranias die erhoffte baldige Befreiung. Eine Gruppe von Jugendlichen verwendet bei einem fröhlichen Umzug Hologramme, die Karikaturen von Fagesy zeigen. Diese Beleidigung lassen sich die Seesternwesen nicht bieten. Sie greifen die Feiernden mit Paralysatoren an und kesseln sie ein. Abro entsendet Kontingente, um sie zu befreien. Die Truppen werden von Toufec und einigen Halutern unterstützt. Am 27. November 1469 NGZ kommt es zu kurzen, aber heftigen Kämpfen, nach denen die Fagesy geschlagen abziehen müssen.

In der Zwischenzeit gelingt es den Besatzungen des 800-Meter-Schlachtschiffes KRAKAU II und der LEIF ERIKSSON IV, den Geheimbefehl Winterstille zu unterlaufen. Im Falle der KRAKAU kommt Sicherheitsoffizier Qester Brnowatz auf die Idee, Störimpulse via Vampirklemme ins Computersystem einzuspeisen, in der LEIF ERIKSSON kann Residenz-Ministerin Vashari Ollaron ihre Überrangberechtigung einsetzen. Bull, der allgemein für tot gehalten wird, setzt sich mit Ollaron und Abro in Verbindung. Weil das Blatt durch die bevorstehende Ankunft neuer Ovoidraumer endgültig zu Ungunsten der Terraner gewendet werden könnte, muss die LFT-Flotte umgehend vom Geheimbefehl Winterstille befreit werden. Zu diesem Zweck muss Bull persönlich in die Residenz gelangen, um die Kontrolle über LAOTSE zu gewinnen. Bull kennt einen Weg, aber nur er allein kann ihn gehen.

Kommentar:

"Der Winter kommt", verkündet ein gewisser Benjen Martin Stark in einem Holozine. Eine von vielen Anspielungen - Leo Lukas macht so was immer gern. In diesem Fall bezieht er sich auf "Das Lied von Eis und Feuer" von George R.R. Martin. Und tatsächlich: Auf Terra gehen die Lichter aus. Leider vergisst Leo Lukas zu erwähnen, wie es mit den Kunstsonnen weitergeht. Sie sind am Ende des Romans, wenn ich mich nicht irre, jedenfalls nicht wieder eingeschaltet worden (bitte korrigiert mich, wenn ich das falsch gelesen habe), so dass Terra eigentlich inzwischen zu Eis erstarrt sein müsste. Oder wie lange kann es der Planet ohne Sonne bzw. Kunstsonnen aushalten?

Während Oachono (der vermutlich unter einem besonders ausgeprägten Fall von Stockholm-Syndrom leidet) eine eher nutzlose Botschaft an die Fagesy schickt, reagieren die Terraner, vor allem Tanny Abro, endlich einmal folgerichtig und konsequent. Es sind ja auch gar nicht so viele Fagesy auf Terra, als dass sie alles und jeden kontrollieren könnten. Gut, sie werden durch umprogrammierte TARAS unterstützt, aber was ist mit der Polizei, den Soldaten, den TLD-Agenten? Sind das alles Kollaborateure? Die Regierungsmitglieder stehen unter Hausarrest, aber es gibt nur einen Grund, der Henrike Ybarri daran hindert, einfach zu ihrer Tochter zu gehen und sie für abgesetzt zu erklären: LAOTSE gehorcht jetzt nur noch den neuen Machthabern. Bull wird das sicher bald rückgängig machen, dann können die Invasoren nach Hause gehen.

J. Kreis, 22.07.2012


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