PR 2654
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Perry Rhodan Nr. 2654: Zeichen der Zeit

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Tormanac da Hozarius arbeitet auf Urengoll, dem zwanzigsten Planeten des Arkon-Systems. Die Eiswelt ist das Lehen des arkonidischen Chefwissenschaftlers Aktakul und wurde zu einem gewaltigen Forschungszentrum ausgebaut. Tormanac wird von Aktakul gefördert und gefordert. Er meistert alle Prüfungen mit Bravour. Nach zweieinhalb Jahren - fünfeinhalb Jahre nach Shallowains Tod - stellt Aktakul seinem Schützling den Naat Ghlesduul aus einem seiner Teams vor. Tormanacs Makel (die fehlgeschlagene Aktivierung des Extrasinns) ist Aktakul nicht verborgen geblieben. Ghlesduul wird abgestellt, um Tormanac als Leibwächter und "externer Extrasinn" zu dienen. Der Naat begleitet den jungen Arkoniden künftig auf Schritt und Tritt als ewiger Mahner, der Tormanacs Entscheidungen immer wieder hinterfragt, festgefahrenen Meinungen widerspricht und für alles einen bissigen Kommentar zu liefern weiß. Darüber hinaus ist er ein fähiger Helfer in allen Situationen. Die beiden werden bald Freunde.

Im Jahre 1417 NGZ verlässt Tormanac Urengoll zu einer Rundreise durch die Milchstraße. Mehr als acht Jahre später wird er von Aktakul zurückgerufen. Tormanacs Mentor ist deutlich gealtert und fühlt sein Ende nahen. Er stellt Tormanac vor die Wahl, zukünftig entweder für die SENTENZA tätig zu werden, zu der Aktakul einst selbst gehört hat, oder sich dem Beratungsgremium "Wissenschaft und Forschung" anzuschließen, das Imperator Bostich untersteht. Tormanac entscheidet sich für letzteres. Außerdem soll Tormanac die Bestattungszeremonie für Aktakul leiten, der am 29. Dezember 1425 NGZ stirbt. Bostich nimmt an der Desintegrationszeremonie am 29. Januar 1426 NGZ teil, bei dieser Gelegenheit begegnet Tormanac dem Imperator erstmals persönlich. Die SENTENZA wird ebenfalls aktiv und versucht Forschungsdaten Aktakuls zu stehlen. Agenten der SENTENZA dringen bis in die sensiblen Bereiche der Einrichtungen auf Urengoll vor. Tormanac setzt sich dafür ein, dass sie zumindest Kopien eines Teils der Daten erhalten und ungehindert abziehen dürfen. Er widerspricht dabei sogar dem Imperator, den er durch seine Eigeninitiative für sich einnimmt.

37 Jahre später ist Tormanac, inzwischen 79-jährig, weiter in der Hierarchie aufgestiegen und leitet Bostichs Beratungsgremium. Er ist Mitglied der arkonidischen Delegation, die auf Einladung der Akonen am 25. März 1463 NGZ ins Blaue System reist. Ein Unbekannter - wahrscheinlich ein Mitglied der Ark'Tussan - informiert ihn über die bevorstehende Zündung des Akon-Fanals. Tormanac gehört zu jenen Wissenschaftlern, die die Katastrophe verhindern. Daraufhin macht Bostich ihn zu seiner inoffiziellen rechten Hand.

Sechseinhalb Jahre später, kurz nach dem Verschwinden des Solsystems und der Entführung der BASIS im September 1469 NGZ, trifft Tormanac mit Ronald Tekener zusammen und warnt den Smiler vor der Interessengruppe Ark'Tussan. So kann das Attentat auf die LFT-Konferenz verhindert werden, bei der Arun Joschannan zum neuen Ersten Terraner gewählt wird. Tormanac selbst versucht immer noch, die Hintermänner für Shallowains Tod, die er ebenfalls in dieser Organisation vermutet, ausfindig zu machen. So gelangt er nach Travnor und in die Gewalt der Badakk...

Kommentar:

Mit urlaubsbedingter Verspätung kommt hier nun meine Handlungszusammenfassung der zweiten Hälfte eines Doppelromans, in dem behauptet wird, Tormanac sei schon in die Geschehnisse der Bände 2531 und 2625 verwickelt gewesen. Die Figurenzeichnung ist trotz (oder wegen?) einer gewissen Dialoglastigkeit der ersten Hälfte des Romans gut gelungen, wobei mir die Idee des "externen Extrasinns" besonders gut gefällt. Sie zeigt, wie nützlich es wäre, wenn man einen ewigen Widersprecher dabeihätte, der festgefahrene Denkschemata aufbricht. Es ist immer gut, eine zweite Meinung einzuholen - ein Extrasinn könnte sie liefern. Man kann sich sowas aber auch antrainieren, und wie es scheint, gelingt Tormanac unter Ghlesduuls Anleitung genau das.

Allerdings überzeugt mich die Einbindung Tormanacs in frühere Ereignisse nicht ganz. War nicht Reino tan Vitar, ein Akone, Tekeners Informant? In den oben verlinken Romanen kommt Tormanac jedenfalls nicht vor. Auf der anderen Seite werden Tekener und Alaska Saedelaere im Zusammenhang mit dem Akon-Fanal nicht erwähnt. Merkwürdig. Die beiden Terraner und nicht Tormanac haben die Zündung des Fanals verhindert. Die Ark'Tussan hatte tatsächlich nichts damit zu tun, sondern die Organisation Achati Uma. Soll Tormanac somit quasi nachträglich als Hauptperson etabliert werden? Dieser ganze Aufwand wäre verschwendet, wenn Tormanac nicht zumindest für den Rest des laufenden Zyklus noch eine wichtige Rolle zu spielen hätte.

Zwei Dinge sind mir schleierhaft geblieben: Erstens die Bedeutung der drei Arkonidinnen (Manta, Sirona und Regori) aus Tormanacs Familie. Die drei Damen spielen in den beiden letzten Heften wie Nornen Schicksal und beeinflussen Tormanacs Werdegang aus dem Hintergrund heraus - wie auch immer sie das anstellen mögen. Zweitens Tormanacs Angst vor den Erinnerungen, die er anscheinend verdrängt hat und die jetzt im "Becken der wahren Gedanken" offengelegt werden. Warum will sich Tormanac an all das nicht erinnern? So schlimm ist sein kometenhafter Aufstieg ja nun wirklich nicht. Oder wollte er nur nicht, dass die Badakk seine Geheimnisse erfahren? So habe ich das in PR 2652 aber nicht gelesen.

J. Kreis, 13.07.2012


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