PR 2650
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Perry Rhodan Nr. 2650: Die Phanes-Schaltung

Autor: Uwe Anton

Inhalt

Nachdem diverse Schwierigkeiten beim Verlassen der Anomalie überwunden sind, fliegen MIKRU-JON und Ennerhahls Lichtzelle zurück zum Standort der BASIS. Das alte Fernraumschiff hat sich komplett in zwei unterschiedlich große Kugeln umgewandelt. Gleichzeitig treffen immer mehr Angriffsschiffe für die Invasion Escalians ein. QIN SHI hat zwar für die Verlegung der BASIS ins Innere der Werft APERAS KOKKAIA gesorgt, aber die Umwandlung konnte nicht verhindert werden. Alle Versuche Kaowens, den Schutzschirm der BASIS zu knacken, waren vergeblich. Plötzlich dehnt sich dieser Schirm in zwei Schüben aus, wodurch die Hyperkristall-Wolke, in die das Schiff gehüllt wurde, vernichtet wird. Außerdem bricht der Schutzschirm APERAS KOKKAIAS zusammen, so dass MIKRU-JON einfliegen kann. Rhodan und Gucky teleportieren ins Innere einer der BASIS-Kugelzellen, denn dort hat der Mausbiber Mentalimpulse geespert und es wurden Energieschüsse geortet. Erik Theonta und andere Besatzungsmitglieder werden vor Haogarths Xylthen gerettet. Nur wenige haben die Kämpfe überlebt.

Ein Raphaelit und der Original-Raphael erscheinen. Ennerhahl wird als Beauftragter von ES (wenn auch nicht als befehlsberechtigt) anerkannt. Rhodan erfährt, dass die umgewandelte BASIS mit dem Multiversum-Okular identisch ist. Das eigentliche Okular befindet sich in der größeren Kugelzelle, in der kleineren sind Unterkünfte und Versorgungseinrichtungen untergebracht. Aufgrund hyperphysikalischer Phänomene kann niemand die größere Kugel betreten. Angeblich waren der Graue Raum, die Konfiguration Phanes und das Multiversum-Okular von Anfang an Bestandteil der BASIS. Sie hätten den Galaktikern gegebenenfalls beim Vorstoß ins Arresum helfen sollen, doch das war seinerzeit nicht nötig. Irgendjemand muss schon während der Zeit, in der die BASIS auf die Rückkehr des Tarkan-Verbandes gewartet hat und dann zerlegt wurde, Zugriff auf den Grauen Raum gehabt und die Phanes-Schaltung blockiert haben. Sie wurde erst kürzlich von einem Unbekannten aktiviert. Rhodan nimmt an, dass Delorian hinter alldem steckt - als er den Namen erwähnt, reagiert Raphael verständnislos. Er kennt den Namen nicht. Rhodan hat allmählich den Verdacht, dass ES selbst womöglich von Delorian manipuliert wird.

Die BASIS nimmt Fahrt auf und nähert sich der zentralen Anomalie im Inneren von APERAS KOKKAIA. Offenbar soll die BASIS nach Escalian gebracht werden. Plötzlich werden Teile der Werft durch eine gewaltige Explosion zerrissen, bei der auch Kaowens letzter Klonkörper vernichtet wird. Es zeigt sich, dass eine Sonnenbombe durch die Anomalie geschleust und gezündet worden ist. Eine Durchquerung der Anomalie ist jetzt nicht mehr möglich. Der Anzug der Universen hält Rhodan inzwischen für "zweite Wahl". Der eigentliche Träger, so behauptet der Anzug, befindet sich irgendwo in der Nähe. Gucky springt mit Rhodan, Ennerhahl und Nemo Partijan in einen Gefängnistrakt der Werft. Dort finden sie Samburi Yura, die nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, und nehmen sie mit zur BASIS. QIN SHI erscheint persönlich, scheint die Galaktiker aber gar nicht wahrzunehmen und begibt sich zur Anomalie. Samburi Yuras Körper zerfällt rapide. Sie erwähnt eine "Morgenschwester" und "Anaree", dann stirbt sie und löst sich vollständig auf. In ihren Überresten findet Partijan einen Sternsaphir.

Kommentar:

Die zweite Zyklushälfte beginnt fast genauso unspektakulär, wie die erste zu Ende gegangen ist. Der Roman ist durchaus lesbar, aber ich hatte einen echten "Paukenschlag" erwartet, einen Schlüsselroman, eine entscheidende Weichenstellung für den weiteren Zyklusverlauf, etwas, das mein Interesse für die nächsten 50 Hefte weckt. Aber irgendwie lässt der Roman das vermissen. Wir erfahren nicht einmal, was aus Trasur Sargons Gruppe geworden ist. Wenigstens sorgt die Rettung der Überlebenden für ein paar gute Gucky-Szenen. Zieht man die vielen Wiederholungen ab, durch die längst Bekanntes aus der ersten Zyklushälfte noch einmal aufgerollt wird, dann erfahren wir nicht sehr viel Neues. Wir sollen glauben, dass die radikale Umwandlung der Basis schon früher jederzeit möglich gewesen wäre. Glaube ich das? Eher nicht. Der ursprüngliche Verwendungszweck der Rekonfiguration wird offenbart, aber was soll's - das ist so gut oder schlecht wie jeder andere an den Haaren herbeigezogene Erklärungsversuch. Derart unfassbar mächtige Instrumente wie der BASIS-Schutzschirm, der sich hier ja als unüberwindlich erweist, und das Okular selbst sollen "Redundanzsysteme" sein, wie Raphael behauptet? Die BASIS bzw. das Multiversum-Okular wird jetzt wohl in Escalian gebraucht. Das führt mich zu der Frage, was man mit dem Okular überhaupt anfangen kann. Mit einem Okular kann man üblicherweise gucken. Klingt nicht besonders aufregend.

Samburi Yura ist gleichzeitig da und doch wieder nicht - der Anzug der Universen erwähnt so etwas. Deshalb bin ich noch nicht davon überzeugt, dass sie wirklich tot ist. Das Fräulein ist die eigentliche Trägerin des Anzugs, wodurch erklärt wird, warum Beine und Ärmel des Kleidungsstücks so kurz sind. Muss lustig aussehen, wenn Rhodan das Ding trägt. Dummerweise bleibt von Frau Yura nichts außer Glibber und einem Sternsaphir übrig, so dass sich der Anzug wohl weiterhin mit Rhodan zufrieden geben muss. Der Edelstein ist zweifellos ein Datenträger. Sicher wird unser superschlauer Nemo Partijan bald irgendwelche Informationen auslesen können. Bestimmt wieder nur Bruchstücke und unkonkretes Geschwurbel wie das Gestammel der Enthonin. "Morgenschwester Anaree". Klingelt da irgendwas? Bei mir nicht.

(Ergänzung vom 04.06.2012: Ich hätte mal bei mir selbst nachschlagen sollen! In PR 2558 ist zu lesen, dass Samburi Yura bei den Proto-Enthonen der LEUCHTKRAFT (die ja vermutlich nur Projektionsgestalten sind) unter dem Namen "Morgenschwester" bekannt ist. Es könnte also sein, dass Rhodan nicht die echte Samburi Yura gefunden hat, sondern nur eine Projektion.)

Vielleicht irre ich mich ja auch, und der Anzug meinte gar nicht Frau Yura, sondern Alaska Saedelaere, den er vielleicht auf der anderen Seite der Anomalie gespürt hat. Die Sonnenbombe ist natürlich dieselbe, die auf der Escalian-Seite in die Anomalie geschmissen wurde. Wenn es beim Durchgang durch diese Anomalien nicht zu irgendwelchen Zeitreisen oder sonstigen Effekten kommt, dann könnte man jetzt endlich ein Datum für die Alaska-Saedelaere-Handlungsebene festlegen. Dann hätten sich die Ereignisse in PR 2643 nämlich am 18. November 1469 NGZ zugetragen.

Es könnte sein, dass Delorian mir doch noch sympathisch wird. Er möchte nach eigener Aussage das tun, wozu sein Vater Perry nie den Mut hatte. Was könnte das sein? Sich aus dem Schatten von ES lösen? Dem alten Intriganten mal so richtig die Meinung geigen und sich dann von ihm lossagen? Das könnte mir gefallen!

J. Kreis, 03.06.2012


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Gastkommentar von Trendy Spacer (04.06.2012):

Nur ein paar wüste Spekulationen, aber immerhin:
- Vielleicht ist Delorian Rhodan ja tatsächlich niemals Chronist von ES gewesen, weil damals im INSHARAM irgend etwas schiefgegangen ist? Oder kommt es im Verlauf des Zyklus zu einer Zeitkorrektur, während der Delorian durch jemand anders ersetzt wird? (Anomalien machen ja so einiges möglich.) Wer tritt dann an Delorians Stelle, denn einen Chronisten von ES hat es zuvor durchaus gegeben? Etwa jemand anders aus dem Rhodan-Pool - Michael, Kantiran, ...?
- Wer sagt eigentlich, dass Delorian (mittlerweile bzw. überhaupt) für eine in welchem Sinn auch immer "gute" Seite arbeitet? Ist er womöglich ein besonders geschickter Doppelagent von QIN SHI? Oder kocht er sein eigenes, auf privaten Machtzuwachs abzielendes Süppchen (wozu sein Vater tatsächlich nie "den Mut hatte" bzw. moralisch zu hochstehend war)? Dann könnte das Zyklusende eine tragische - oder wenigstens traurige - Konfrontation zwischen Vater und Sohn mit sich bringen. Oder erhält konsequenterweise der arme Kantiran, falls er denn tatsächlich wieder aus den Tiefen des Rhodanversums auftauchen sollte, den Job, nach seiner Mutter nun auch seinen Halbbruder töten zu müssen? Wenn dabei der psionische Imprint, den ursprünglich Delorian erhielt, auf Kantiran übergeht, und besagte Anomalie das Übrige tut, hätten wir wieder ein hübsches Zeitschleifchen...



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