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Perry Rhodan Nr. 2644: Die Guerillas von Terrania

Autorin: Verena Themsen

Inhalt

Die Terraner leisten Widerstand gegen die Besetzung ihrer Heimatwelt. Immer wieder verschwinden patrouillierende Fagesy spurlos, zuletzt wird sogar die unautorisierte Benutzung eines Transitparketts in Terrania festgestellt. Der Hohe Marschgeber Chossom würde am liebsten einen Terraner für jeden verschwundenen Fagesy hinrichten lassen, doch Marrghiz rät davon ab und bittet um Geduld. Fydor Riordan, ein gefühlskalter Opportunist (und angeblich ein entfernter Nachkomme Tipa Riordans), der die Leitung des TLD übernommen hat, soll sich um die Angelegenheit kümmern. Die Widerständler sind jedoch nur schwer greifbar, weil sie den offenen Kampf vermeiden und auf Guerillataktik setzen, außerdem kennen sich die verschiedenen Widerstandszellen untereinander nicht und handeln eigenständig - jedenfalls ist nichts von einer gemeinsamen Führung bekannt.

Am 12. Oktober 1469 NGZ formiert sich Zelle X des Widerstands in der Wohnung des Architekten Barisch Ghada, der die Führungsrolle übernimmt. Ghada, drei weitere Männer aus seinem Bekanntenkreis und der Matten-Willy Snacco werden von der ehemaligen TLD-Agentin Sharoun Beffegor trainiert. Jeder von ihnen hat jemanden verloren, als die Auguren die Kinder Terras entführt haben. Sie planen nun ein Attentat gegen die Fagesy. Die benötigten Waffen beschaffen sie sich bei einem Bekannten Sharouns, dem in Peking als Antiquitätenhändler arbeitenden Topsider Chakt-Vachtor. Am 23. Oktober ist es soweit. Zelle X greift mitten in Terrania drei Rüstgeleite an. Der Coup droht zu scheitern, als unerwarteter Weise zwei weitere Fagesy auftauchen. Zwei Mitglieder der Zelle X sterben und Sharoun schließt schon mit ihrem Leben ab, doch da greift ein schattenhafter Unbekannter ein und wendet das Blatt zu Gunsten der Widerständler, bevor er wieder verschwindet.

Sharoun und ihre verbliebenen Gefährten nehmen den letzten überlebenden Fagesy mit. Er wird in Barischs Wohnung gefangen gehalten und verhört. Barisch verhindert, dass Sharoun den Gefangenen erschießt und kann sich mit ihm verständigen. Der Name des Wesens lautet Oachono. Von ihm erfahren die Terraner erstmals, dass man sie für Diebe hält, die ALLDARS Korpus gestohlen haben, und dass es auch bei den Fagesy Unzufriedene gibt, die der Allgegenwärtigen Nachhut Widerstand leisten. Nicht alle Fagesy glauben an die Versprechung, ALLDAR werde bald wiederkehren. Außerdem zeigt sich durch die Untersuchung einer Gewebeprobe Oachonos, dass es sich bei den Fagesy möglicherweise um genetisch manipulierte Kunstgeschöpfe handelt.

Durch seine Sammelleidenschaft kommt Riordan der Zelle X allmählich auf die Spur. Er ist immer auf der Suche nach alten Münzen, und Chakt-Vachtor ist einer seiner Lieferanten. Als sich Riordan neu eingetroffene Stücke bei dem Topsider ansieht, hat er seine Assistentin, die Ferronin Ve Kekolor dabei. Die junge Frau ist schwache Telepathin. Sie liest Chakt-Vachtors Gedanken und erkennt eine Verbindung zu Sharoun. Riordan befürchtet, kompromittiert zu werden, und ermordet den Topsider. Als Sharoun davon erfährt, ist ihr klar, dass sich das Netz um Zelle X zusammenzieht. Ein Mitglied verlässt die Gruppe. Sharoun und Barisch nehmen Kontakt mit Urs von Strattkowitz auf und bieten die Auslieferung Oachonos an. Im Gegenzug soll Dweezil Beffegor freigelassen werden. Bei einem zweiten Gespräch willigt der Staatssekretär ein.

Das Treffen findet am 4. November im Zoo von Terrania statt, doch von Strattkowitz kommt allein. Das Ganze ist ein von Riordan eingefädelter Hinterhalt, wahrscheinlich wurde das zweite Gespräch von ihm geführt. Fagesy greifen an. Erneut erscheint der "Schatten" und ermöglicht den Widerständlern sowie Oachono die Flucht. Von Strattkowitz kommt beim Feuergefecht ums Leben. Das war zwar nicht geplant, kommt Riordan aber durchaus zupass. Der TLD-Chef glaubt, dass von Strattkowitz irgendwie in die Sache mit dem Transitparkett verwickelt war. Am Ort des Geschehens wird etwas gefunden, das der "Schatten" vermutlich verloren hat. Es ist ein Bauteil einer nicht-terranischen Nanomaschine.

Diese Information behält Riordan für sich, als er wenig später von Marrghiz aufgesucht wird. Der Sayporaner teilt mit, dass die neu formatierten Jugendlichen bald nach Terra zurückkehren werden. Sie sollen den Umbrischen Rat bilden - die neue Regierung der Terraner. Marrghiz glaubt, dass die Menschen ihren Widerstand bald aufgeben werden, sobald sie wieder eine aus Artgenossen bestehende Regierung haben, die dann allerdings ganz im Sinne der Sayporaner agieren wird. Riordan ist anderer Ansicht. Der TLD-Chef hat erkannt, dass mit dem "Schatten" eine neue Macht im Spiel ist, deren Ziele noch völlig unbekannt sind. Womöglich ist es an der Zeit, erneut die Seiten zu wechseln…

Kommentar:

Wie ich es nicht anders erwartet habe, liefert Verena Themsen erneut einen fesselnden, gut konstruierten Roman ab, vollgestopft mit interessanten Details, glaubwürdigen Figuren und ein wenig Action. Sehr gutes Lesefutter! Die Unterwanderung der Terraner durch geistig in Sayporaner umgewandelte Menschen ist mal ein ganz anderes Konzept als die -zig Eroberungsversuche der vergangenen Zyklen.

Wer oder was mag der "Schatten" sein? Ich nehme an, dass er derjenige ist, der das Transitparkett benutzt hat. Es war eine eingehende Sendung, also ist er wohl auf diesem Wege nach Terrania gelangt. Nur: Woher ist er gekommen?

Oachono sagt (Zitat): "Die Sayporaner sind die Garanten von Frieden und Wohlstand in diesem Universum." Und sie halten die Fagesy offenbar an der kurzen Leine. So gibt Marrghiz keineswegs alle Informationen an Chossom weiter, über die er verfügt. Marrghiz scheint im Gegensatz zu Chossom sehr gut zu wissen, wer die Fimbul-Kruste errichtet hat. Hm. Das ist alles ziemlich rätselhaft - der Zyklus ist bald zur Hälfte um und irgendwie frage ich mich immer noch, wie all die Handlungsebenen diesmal zusammenpassen. Warum heißt der Zyklus übrigens "Neuroversum"?

Ist es nicht komisch? Wenn ich nichts zu meckern habe, fallen meine Kommentare immer kurz aus. Vielleicht fällt euch, liebe Leser, ja mehr ein? Nutzt das Kontaktformular und schickt mir eure Kommentare!

J. Kreis, 22.04.2012


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Gastkommentare

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Gastkommentar von Joe (27.04.2012):

Erstmal eines vorab: Ja, ich weiß, dass man laut Duden inzwischen "Guerillas" sagen kann, wenn man "Guerilleros" meint. Aber schaurig ist es trotzdem!

Was VT angeht, so stimme ich mit Herrn Kreis ganz generell nicht überein. Gut. es handelt sich sicherlich um ihren bislang besten Roman in der Erstauflage. Aber ihre Schwächen treten auch hier wieder zutage. Der Roman hat zwar starke Szenen, besonders die Gespräche mit dem gefangenen Fagesy (obwohl sein plötzlicher Sinneswandel sehr platt und plötzlich daherkommt).

Generell jedoch scheint VT immer dann besser zu werden, wenn nichts passiert - was wohl der Grund dafür ist, dass sie Actionszenen nach Möglichkeit meidet. Wenn sie aber doch welche schreibt, wirkt das Geschehen merkwürdig flach und unanschaulich, teils sogar verwirrend. In dieser Hinsicht reicht sie leider fast an AE heran.

Auch gibt sie sich anscheinend nicht gern mit der Kärrnerarbeit ab, etwas, das mir schon bei ihrem EA-Erstling aufgefallen war: Statt schwierige Dinge und Aktionen glaubwürdig zu schildern, werden sie in einem Nebensatz abgehandelt. Da hat dann XY dieses oder jenes einfach besorgt, und man denkt sich: Wow, das kann nicht einfach gewesen sein; darüber hätte ich gern mehr erfahren.

Natürlich ist die ganze Aktion von vornherein völliger Unsinn. Das heißt, nicht die Aktion an sich, aber die Absicht, damit Kinder zurückzuholen. Hätte man direkt das Ziel verfolgt, mehr über den Feind zu erfahren, wäre das Ganze weitaus plausibler gewesen. Und dieser Unsinn von ausgebildeten TLD-Leuten! Wenn das alles solche Dilettanten sind, wird einem natürlich manches klarer. Aber dieser Punkt ist wohl nicht VT vorzuwerfen, sondern einem gewissen UA.


Gastkommentar von kidgforce (25.04.2012):

Ein Roman, mit dem ich heute, Mittwoch immer noch nicht durch bin, das zeigt mir, dass da was nicht funktioniert. Vielleicht liegt mir ja Vereneas Stil nicht, jedenfalls schafft sie nicht, mich für diese kleine Guerillatruppe zu interessieren, mir ist etwa in der Mitte des Hefts immer noch nicht klar, wer da wer ist und was ihn motiviert dabei mitzumachen. (Ok, abgesehen davon, dass es einen Matten-Willy und eine Ex-TLD-Agentin gibt).
Und durchdacht ist die Idee, die Fagesy abzuknallen - von denen mir Verena auch kein konkretes Bild vermitteln kann - nun gar nicht: das beschwört ja Repressionen nur herauf. Viel cleverer wäre es doch, einen dieser Sayp... ähm Auguren zu schnappen und ihn mal auszuquetschen, was da läuft und wo die verschwundenen Teens hin sind.



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