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Perry Rhodan Nr. 2639: Die grüne Sonne

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Ramoz ist erwacht, verhält sich jedoch seltsam. Er gibt unverständliche Worte von sich und scheint niemanden zu erkennen. Durch Ennerhahl unterstützte Messungen zeigen, dass der aus dem Auge des ehemaligen Katzenwesens wachsende Dorn als Sender / Empfänger für gepulste Hyperstrukturen dient. Als Ramoz von einer grünen Sonne spricht, kann die Suche nach Zielort bzw. Quelle der Hyperimpulse eingeschränkt werden. Zwei Punkte kommen in Betracht. An einem befindet sich eine Sonne mit dem erwarteten Wellenspektrum. MIKRU-JON und Ennerhahls Lichtzelle brechen dorthin auf. Die langsameren SICHOU-1 und KADURA folgen. Mikru ist fasziniert von Quistus. Aufgrund seiner besonderen Begabungen wäre der Iothone ein weit besser geeigneter Pilot als Perry Rhodan. Ramoz, inzwischen wieder ganz bei Bewusstsein, bietet Mondra Diamond eine Alternative zu ihrem bisherigen "Vagabundenleben" an. Rhodan ist über beides nicht erfreut.

Der Flug wird am 14. November 1469 NGZ unterbrochen, als ein Notruf empfangen wird. Ein xylthisches Schiff von einem Typ, der laut Ennerhahl seit 700 bis 800 Jahren nicht mehr gebaut wird, treibt unaufhaltsam auf ein Schwarzes Loch zu, in dessen Umfeld sich außerdem ein Tryortan-Schlund befindet. Als sich MIKRU-JON dem Schiff nähert - es ist die PARTOGA, ein Frachter, der Heimatkristalle geladen hat - kommt es zu einem pararealen Resonanz-Austausch mit temporalen Phänomenen, der dazu führt, dass ein Besatzungsmitglied namens Jeketi immer und immer wieder erlebt, wie Rhodan an Bord kommt und wieder verschwindet. Die PARTOGA wird mit Traktorstrahlen aus dem gefährlichen Bereich herausgezogen.

MIKRU-JON und die Lichtzelle kommen am 17. November bei der grünen Sonne an. Der umgebende Raum scheint völlig leer zu sein, aber Quistus erkennt eine 85 Millionen Kilometer durchmessende Verwerfung der Raum-Zeit-Struktur. MIKRU-JON kann erst in diese Anomalie eindringen, als Rhodan und Quistus gleichzeitig als Piloten des Obeliskenraumers aktiv werden. Das Innere der Anomalie ist mit blauen Chanda-Kristallen gesättigt. Außerdem befinden sich hier tausende Raumschiffe der unterschiedlichsten Typen. Ramoz behauptet, dies sei seine Flotte, und dirigiert MIKRU-JON zu einem bestimmten Schiff. Rhodan und Ramoz werden eingelassen. Eine Stimme erkennt die beiden als berechtigt an. Das Schiff kennt Ramoz und spricht nur mit ihm.

Kommentar:

Was sollte denn die Episode mit dem alten Xylthenschiff? "Pararealer Resonanz-Austausch mit temporalen Phänomenen" - wenn ich sowas lese, kommt mir die Galle hoch! Hat diese Handlungsebene des Romans irgendeine Relevanz für die Geschichte bzw. für den Zyklus? Oder wollte Haensel sie nur nutzen, um den uralten "Perry Rhodan stirbt - Ätsch, doch nicht" - Gag einzubauen? Jeketi steckt nämlich in einer Zeitschleife fest, in der er Rhodan erschießt. Für mich stellt sich das wie Seitenschinderei dar - genau wie die vielen Seiten, die für eine Rekapitulation der bisherigen Ereignisse ver(sch)wendet werden. Rhodan setzt seine Gefährten ins Bild, und damit natürlich auch den Leser - was nicht nötig wäre, wenn nicht so viele Monate zwischen den Viererblöcken vergehen würden! Was aus der PARTOGA wurde? Keine Ahnung. Haensel verliert kein Wort darüber.

Was für ein überaus praktischer Zufall, die Sache mit der Flotte im Inneren der Anomalie, nicht? Auf diese Weise wollen die Autoren der Existenz der Nervensäge Ramoz offenbar einen Sinn verleihen. Jetzt verfügen die Galaktiker über eine riesige Flotte und Unmengen von Hyperkristallen in Salkrit-Qualität. Wie in jedem der letzten ich-weiß-nicht-wie-vielen Zyklen wurde also wieder etwas aus dem Hut hervorgezaubert, das sich vermutlich als unverzichtbar für den Kampf gegen den bösen Feind erweisen wird. Toll. Wenn ich den Roman richtig verstanden habe, gibt es noch einen zweiten Punkt, der irgendwie mit Ramoz in Verbindung steht. Ob dort eine zweite Flotte versteckt ist?

Wenigstens wurde letzte und diese Woche erwähnt, dass einige Beiboote der BASIS den Weg nach Orontes gefunden haben. Das wurde auch Zeit. Was ist eigentlich aus den Leuten geworden, die in den BASIS-Fragmenten geblieben sind? Von denen haben wir zuletzt in PR 2614 gelesen - das war vor 25 Wochen, also vor einem halben Jahr! Ich fürchte, die Ärmsten sind völlig in Vergessenheit geraten.

Ich muss zugeben, dass ich Rhodans Eifersüchteleien gar nicht so unwitzig finde. Mondra möchte Ramoz streicheln und Mikru würde lieber mit Quistus spielen. Armer Perry. Er hat einfach kein Glück bei den Frauen! Und jetzt wird er auch noch von einem Schiffscomputer als Kretin bezeichnet. Das ist bitter!

Was mir bei Hubert Haensel immer wieder auffällt, ist seine Marotte, nicht nur genaue Momentangaben zu machen (erinnert sich jemand an mein "Moment-O-Meter?"), sondern auch absolut banale Bewegungen o.ä. bis ins Detail zu beschreiben. Hier z.B. auf Seite 32: Rhodan stützt den Kopf in die Hände. Mehr müsste man dazu eigentlich nicht schreiben. Bei Haensel wird daraus: "Er stützte die Ellenbogen auf der Tischplatte ab, verschränkte die Hände und legte das Kinn auf die Kuppen der abgespreizten Daumen". Wer will das wissen?

J. Kreis, 18.03.2012


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Gastkommentare

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Gastkommentar von Claus (22.03.2012):

Diese (alte) Idee mit der Zeitschleife der PARTOGA war zwar ganz nett, aber nachdem die Besatzung gerettet wurde fliegt sie wohl ins Nirwana.

Und MIKRU-JON sucht schon wieder einen neuen Piloten. Wann ist Perry dazu aufgenommen worden? Vor so 80 Heften? Das Schiff wird wohl in diesem Zyklus "abgeschossen". Erinnert mich an das schnelle Verschwinden der GILGAMESCH.

Salkrit-Qualität war bis vor kurzem unbekannt, dann einmalig und selten, jetzt gibt's das Zeug in jedem Kaufhaus. Wie so manch andere Technik. Früher wurden Verstecke in einer Raum-Zeit-Nische, der Paratronblase oder im Dakkardimballon angesiedelt. In der letzten Zeit muss es schon im Psionischen Netz selbst sein.
In zwanzig Jahren, wenn's dann noch Rhodan gibt, wird wieder aufgeschrien "Die Technik ist zu gigantisch" und die Autoren sehen als einzigen Ausweg die Einführung der Blubbersuperhyperimpedanz.

Mit dieser Ramoz-Umwandlung werde ich auch nicht warm.
Und immer diese Gedächtnislücken. Hat da mal jemand eine Statistik gemacht? Die überschneiden sich ja schon fast in der Serie. Erinnerungslücken hier, Hirnquetschungen da, Alzheimer dort.
Oder würfle ich das mit den ganzen geheimnisvollen Andeutungen mehrerer Personen durcheinander?

Ich weiß gar nicht, wie man mit mehreren tausend Jahren Lebenserfahrung eifersüchtig sein kann. Erinnert mich an diese modernen Vampire, die mehrere hundert Jahre alt sind und auf das Wissen und die Intelligenz von 17-jährigen abfahren. Werden die nicht von ihresgleichen ausgelacht? Fällt das nicht unter Kinderschändung bei den Vampirgesetzen?

Oh ja. Diese ständigen Wiederholungen der vergangenen Handlung im Heft. Dabei gibt es vorne eigens eine Extraseite für so was. Das, und unter anderem der minimale Fortschritt vieler Hefte für die Haupthandlung sind der Grund weshalb ich einzelne Hefte auslasse. Ich weiß nicht warum die Zyklen immer so lang und aufgebläht sein müssen. Ich sag nur Hamamesch-Zyklus (der eigenständig ist und nicht zum Kosmischen Rätsel-Zyklus gezählt werden müsste) oder auch STERNENFAUST...
O.K. Thoregon war ganz gut.

Grüße

CLAUS


Gastkommentar von Joe (22.03.2012):

Für einen HuHae außergewöhnlich schwach. Eine große Zahl missglückter Formulierungen (die man bei ihm sonst gar nicht kennt), und erzählerisch war selbst für seine Verhältnisse praktisch gar nichts los. Die Story dieses Romans ist eine Null-Entität.

Ein Punkt, der mir schon im vorigen Heft aufgefallen war (aber da dachte ich noch, er würde vielleicht hier aufgeklärt werden): Wo kommt Ennerhahl auf einmal her? Wo, wann, wie und warum ist er wieder aufgetaucht? Hat es AE verpennt, am Ende seiner Folge Ennerhahls Wiedererscheinen zu erwähnen? Sehr rätselhaft. Außerdem ist E. im aktuellen Roman sehr nachlässig geschildert. Vom geheimnisvollen Beauftragten einer SI ist nichts mehr zu spüren, er wirkt wie irgendeine 08/15-Nebenfigur. Auch das passt eigentlich gar nicht zu HuHae.

Immerhin hat das Heft ein Gutes: Es besteht Hoffnung, dass MIKRU-JON in absehbarer Zeit ihrer Wege geht. Gut so. Ich konnte mit diesem "Schiff" noch nie besonders viel anfangen.


Gastkommentar von S. Gottser (18.03.2012):

Die Beschreibung für das Stützen des Kopfes in die Hände "Er stützte die Ellenbogen auf der Tischplatte ab, verschränkte die Hände und legte das Kinn auf die Kuppen der abgespreizten Daumen" finde ich nicht schlecht. Hebt doch irgendwie das literarische Niveau.

Wenn man's aber ausprobiert und wirklich die Daumen abspreizt, fällt das Kinn glatt durch. Hätte vielleicht noch etwas genauer sein sollen.



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