PR 2638
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Perry Rhodan Nr. 2638: Zielpunkt Morpheus-System

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Die Furcht der Todringer von Orontes vor der Weltengeißel hat in all den Jahrtausenden seit der ersten Heimsuchung nicht nachgelassen. Clanmutter Syb befürchtet, durch die Anwesenheit der Galaktiker könne die Weltengeißel herbeigelockt werden. Eine Seherin behauptet, die Weltengeißel sei jüngst daran gehindert worden, sich zu laben, und suche jetzt nach neuen Opfern. In einem Gespräch mit Mondra Diamond fordert Syb deshalb am 26. Oktober 1469 NGZ den Abzug der Galaktiker. Die Clanmutter gewährt ihnen nur eine kurze Fristverlängerung zur Reparatur des Antriebs der CHISHOLM. In der Zwischenzeit wird nach einer neuen Zuflucht gesucht. Der Kreuzer TUBLIR beobachtet hierbei ein Gefecht zwischen einer Flotte der Quolnäer Keretzen und den an Gottesanbeterinnen erinnernden Raumschiffen der Tiradeure, eines bisher nicht bekannt gewesenen Volkes. Die TUBLIR gerät zwischen die Fronten, kann aber entkommen. Es zeigt sich, dass sich die Kämpfe immer weiter in Richtung Morpheus-System verlagern.

Derweil versucht Mondra Diamond ihre Beziehung zu Ramoz zu klären. Sie stellt dem ehemaligen Katzenwesen Fragen über dessen Vergangenheit, überfordert Ramoz damit jedoch. Er fällt in Schockstarre. Der Mathematiker Martin Felten unterbreitet Mondra eine Theorie, der zufolge die Selbstmord-Blitzwelle der Quolnäer Keretzen durch bestimmte Gesteinsarten von Orontes absorbiert werden kann. Zur Untermauerung der Theorie wäre allerdings ein Experiment mit einem lebenden Vertreter dieses Volkes erforderlich. Die Gelegenheit hierzu bietet sich kurz nach der Rückkehr der TUBLIR, als die ersten Schiffe der beiden feindlichen Flotten das System erreichen. Mondra, Sinaid Velderbilt und Felten nähern sich mit einer Raumlinse heimlich dem Wrack eines Schiffes der Quolnäer Keretzen. Ein Besatzungsmitglied ist noch am Leben, und tatsächlich werden die Galaktiker durch das von Felten mitgebrachte Orontes-Gestein vor den schädlichen Mentalimpulsen des Wesens abgeschirmt - allerdings nur unvollständig. Für einen vollständigen Schutz wären viel größere Mengen des Gesteins erforderlich. Die Galaktiker müssen sich beeilen, das Schwingenschiff zu verlassen, denn die Selbstzerstörung wurde eingeleitet.

Inzwischen sind die kämpfenden Flotten von selbst verschwunden - die Warnung, die seit Jahrtausenden von einem Raumfort im Orbit von Orontes ausgesandt wird, hat ihre abschreckende Wirkung nicht verloren. Am 12. November trifft Perry Rhodan mit MIKRU-JON, der SICHOU-1 und der KADURA ein. Ennerhahl ist mit seiner Lichtzelle zu den drei Schiffen gestoßen. Ramoz erwacht. Er will Mondra sprechen.

Kommentar:

Der LKS zufolge ist Martin Felten eine real existierende Person: Ein Fan, der diesen "Gastauftritt" beim PR-Weltcon 2011 ersteigert hat. Geld ausgeben, um in einem PR-Roman verewigt zu werden? Das geht auch billiger! Man muss nur den Autor erzürnen. Genau das ist mir zufällig beim selben Schriftsteller gelungen: Marc A. Herren hat mich als Johnny Kreisz in PR Action 14 eingebaut, weil seine ersten Romane nicht gut bei mir weggekommen sind. Leider habe ich meine Kritik damals nicht genau genug begründet. Das tut mir heute zwar leid, aber die Ehre, ins Perryversum eingegangen zu sein, wiegt das wieder auf. Mit einer Wiederkehr Johnny Kreiszs ist nicht zu rechnen, denn am vorliegenden Roman habe ich nichts zu bekritteln. Aber der Ärmste ist ja sowieso tot.

Nur zwei Kleinigkeiten:

Der Kampf zwischen den Raumflotten der Tiradeure und Quolnäer Keretzen wird so beschrieben, wie man sich allenfalls ein Seegefecht vorstellen kann. Das ist eine nicht nur bei den PR-Autoren weit verbreitete Schwäche. Im Raumkampf sind die Entfernungen so riesig und die Geschwindigkeiten so enorm, dass keine Rede von Raumern sein kann, die sich im Nahkampf beschießen wie Segelschiffe, die mit feuernden Breitseiten aneinander vorbeiziehen. Wenn man sich vorstellt, wie langsam die Schiffe fliegen müssten und welche komplizierten Kurskorrekturen nötig wären, damit sie so kämpfen können, verbietet sich eine derartige Beschreibung von selbst.

Marc lässt Pic Lershimon sagen, dass bei Ramoz keine organischen Probleme vorliegen, nur neurologische. Damit beweist der Ara-Mediziner einen für jemanden seiner Profession bemerkenswert geringen Sachverstand. Aber vielleicht hat er sich ja einfach nur falsch ausgedrückt.

J. Kreis, 11.03.2012


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Gastkommentare

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Gastkommentar von Joe (19.03.2012):

Seit MAHs jüngstem Neo-Roman bin ich nicht so gut auf ihn zu sprechen. Dieser hier war jetzt gar nicht so schlimm - hauptsächlich ein bisschen öde, als sei er tatsächlich in erster Linie für Martin Felten erfunden und dann storymäßig passend gemacht worden.

Ein bisschen MAH-Unsinn war auch drin: Der CHISHOLM-Verband würde also keine zwei Gravos mehr aushalten, und das würde nicht für die einfachsten Manöver reichen? Hat MAH noch nie was von Andruckabsorbern gehört? Offenkundig fressen die auch statisch-mechanische Probleme, denn ansonsten hätten schon fühere Verbundschiffe den übelsten Ärger bekommen, und zwar bereits bei komplett unbeschädigter Koppelmechanik.

Na egal, auf ein sinnloses Heft mehr oder weniger soll es nicht ankommen, und gegen das Debakel von Markus Heitz ist das hier immer noch Weltliteratur...


Gastkommentar von Dr. Stefan W. Stumpferl (12.03.2012):

Nun, wenn es um Menschen geht, dann verhält es sich so: In den meisten Fällen von neurologischen Problemen liegen organische Ursachen vor. Aber eben nicht immer, also ist die Beobachtung des Aras durchaus möglich und sagt dem Mediziner sogar noch einiges mehr. Kritik abgelehnt!

Außerdem: Nur weil ein Wesen wie Ramoz temporär humanoid erscheint heißt es nicht automatisch, dass dieses Wesen auch physiologisch wie ein Mensch aufgebaut ist bzw. reagiert. Die den Autoren oft vorgeworfene Vermenschlichung fehlt hier erfreulicherweise - und jetzt wird das auch wiederum kritisiert.

Manchmal habe ich den Eindruck die Autoren können es gar nicht recht machen.



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