PR2631
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Perry Rhodan Nr. 2631: Die Stunde der Blender

Autoren: Marc A. Herren / Christian Montillon

Inhalt

Schon wenige Wochen nach seiner Verwandlung in einen Ogok-Atimpal - einen "Dauerängstlichen" - im Jahre 1379 NGZ erholt sich Tokun Gavang soweit, dass er fast wieder zu alter Stärke zurückfindet. Er lässt sich zu seiner Heimatwelt versetzen, wo er auch neunzig Jahre später noch immer Dienst tut. Im Jahre 1469 NGZ wird gemeldet, dass sich die Weltengeißel nähert. Als auch noch Raumschiffe der QIN-SHI-Garde erscheinen und das System abriegeln, steht das Unfassbare fest: QIN SHI greift die Hauptwelt eines seiner Hilfsvölker an, um Milliarden Dosanthi zu töten und sich an ihrer Lebensenergie zu laben. Eine Evakuierung ist unmöglich; alle Großraumschiffe werden durch eine Überrangschaltung am Start gehindert. Das Verhängnis scheint unabwendbar zu sein.

Die CHANDORY ist der Weltengeißel ins Pytico-System gefolgt. Regius und die anderen Oberhäupter des Widerstands halten einen Einsatz des Blenders jedoch nicht für opportun - wenn QIN SHI beabsichtigt, sich durch die Vernichtung eines eigenen Hilfsvolks zu schwächen, dann will man die Superintelligenz nicht daran hindern. Perry Rhodan kann dies nicht dulden. Er macht dem Iothonen klar, dass sich der Verzweifelte Widerstand selbst schwächt, wenn er jetzt nicht hilft. Durch die Rettung der Dosanthi müsse ein Zeichen gesetzt werden, mit dem dieses Volk vielleicht auf die Seite der Untergrundbewegung gezogen werden könne. Tatsächlich rufen Tokun und Terahyr, ein alter Xylthe, der mit ihm zusammenarbeitet, ihre jeweiligen Völker zum Widerstand auf. Es kommt zu Kämpfen gegen die auf Meloudil gelandeten Truppen der QIN-SHI-Garde.

Die Blenderbojen wurden inzwischen weiter verbessert, so dass die Tätigkeit der Weltengeißel erfolgreich behindert werden kann. Doch erneut fallen die Bojen kurz vor Ablauf der 37-Stunden-Frist reihenweise aus. Rhodan hat nur noch eine Chance, eine Katastrophe zu verhindern. Er muss versuchen, die Weltengeißel mit dem Ur-Controller zu einem Systemneustart zu bewegen. Zu diesem Zweck muss er sich der Weltengeißel mit einem Beiboot nähern. Ein riskantes Unterfangen, denn Kaowens Kampfschiffe durchsuchen das System nach den Gegnern. Rhodans Plan geht auf. Der Controller erhält Zugriff auf die Weltgengeißel, deren rot glühende Umhüllungssphäre daraufhin erlischt. Die Weltengeißel entpuppt sich als ausgebrannter, modifizierter Handelsstern. Sie ist nur kurz aktiv, bis Rhodans Neustartbefehl greift.

Auf Meloudil bleiben Tokuns und Terahyrs Kämpfer siegreich. Auch Vetela, Tokuns Nemesis, der seinen Verdacht nie aufgegeben hat und seinem Erzfeind bis Meloudil gefolgt ist, kommt durch die kurze Aktivität der Weltengeißel ums Leben. Die Weltengeißel zieht sich zurück und verharrt untätig in 20 Lichtjahren Entfernung. Perry Rhodan bittet darum, zum BASIS-Kreuzer SICHOU-1 zurückgebracht zu werden. Kaowen wird von QIN SHI zum Rapport einbestellt.

Kommentar:

Tokun wurde am Tag des Hyperschocks im Jahre 1331 NGZ geboren. Im Jahre 1469 NGZ ist er also fast 140 Jahre alt. Ein stolzes Alter! Außerdem ist er leider doch nicht mit Tion Yulder identisch. Ob wir je erfahren, wie es mit ihm und den Bewohnern von Meloudil weitergeht? Könnte durchaus sein, denn durch QIN SHIS nicht nachvollziehbare jüngste Aktion wurden vermutlich alle Dosanthi und sonstigen auf Meloudil lebenden Wesen direkt in die Arme des Verzweifelten Widerstands getrieben - es wäre ungemein praktisch für Perry Rhodan, solch starke neue Verbündete zu finden, nicht? Tja, und die Weltengeißel ist nicht fern. Wer weiß, vielleicht lässt sich das Ding ja erobern?

Wie gesagt: Es ist absolut unverständlich, warum sich QIN SHI über eines seiner wichtigsten Hilfsvölker hermacht. Gibt es denn in Chanda nicht genug mit QIN SHI verfeindete Völker, die einfachere und strategisch sinnvollere Opfer darstellen würden? Und warum hält QIN SHI es überhaupt für nötig, die Weltengeißel zu einem anderen Planeten zu lenken? Die Superintelligenz wird wohl nicht so dumm sein und angenommen haben, die Jungs vom Widerstand seien nicht in der Lage, ihr zu folgen. QIN SHI muss doch bemerkt haben, dass die Blender-Bojen rund um Cruny ausgefallen sind. Na, und wenn sich die Weltengeißel schon nach so kurzer Zeit erneut einsetzen lässt, warum dann nicht gleich vor Ort, wo der Boden schließlich schon ausreichend bereitet wurde? Stattdessen müssen sich die Streitkräfte der QIN-SHI-Garde auf verlustreiche Kämpfe gegen die eigenen Leute einlassen. QIN SHI ist vermutlich noch ein bisschen schlaftrunken. Vielleicht hat die Superintelligenz ja auch einen Kater. Anders kann man sich solche Fehlentscheidungen nicht erklären.

Rhodan denkt im Zusammenhang mit dieser Angelegenheit übrigens dauernd an die Französische Revolution. "Die Revolution frisst ihre Kinder" und so weiter. Komisch, dass ihm nicht die eigene, viel nähere Vergangenheit einfällt. Denn ES hat praktisch genau dasselbe gemacht wie jetzt QIN SHI: Die angeblich so positive Superintelligenz hat vor wenigen Jahren unter anderem hunderte Millionen Neo-Globisten getötet, um sich selbst zu stärken. Vom Verschlingen eines ganzen Volkes (die in den Seelenfallen gefangenen Vatrox-Bewusstseinsinhalte) unter tatkräftiger Mithilfe der Terraner ganz zu schweigen. Rhodan muss also gar nicht erst anfangen, über Ethik und Moral zu lamentieren.

J. Kreis, 22.01.2012


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Gastkommentar von Joe (24.01.2012):

Ich habe lange gebraucht für diesen Roman. Warum? Was weiß ich... Vielleicht weil der Moralinzeigefinger mir auf den Keks ging. Vielleicht weil die schändlichen Absichten von QIN SHI mich mehr schockieren würden, wenn unsere milchstraßoide Haus- und Hof-SI nicht ebenfalls in regelmäßigen Abständen Planetenbevölkerungen in sich hineinfräße. Ja, ja, alles freiwillig. Wer's glaubt...

Noch schlimmer als ich dachte ist dies: Die hübsch blutige Matscherei in Heft 2629, angeblich unbedingt notwendig, damit die Weltengeißel ihr Werk verrichten kann, ist nicht nur einfach eine billige Ausrede, damit die Leser ihre Sensationen bekommen, sie ist schlicht in diesem Heft bereits unnötig und vergessen, denn hier ist keine Rede mehr davon. Hat eigentlich UA das verbrochen oder CM? Ehrlich, das widert mich an!

Auch sonst ist das Heft, sorry, Mist. Irgendwie passen die innere Abstimmung und der Zeitablauf der Handlungsebenen überhaupt nicht zusammen, und plötzlich, in Kapitel 12 (glaube ich), wird auf einer Seite eine Handlung in Rückblende kurz zusammengefasst, die im Roman gar nicht stattfand und geeignet gewesen wäre, ein halbes Heft zu füllen.

Also, das war nix.



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