PR 2628
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Perry Rhodan Nr. 2628: Der verzweifelte Widerstand

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Protektor Kaowen wird bei der Explosion des Transitparketts getötet. Angelockt von "Heimatkristallen" beseelt sein Geist einen neuen Körper, der in der Werft APERAS KOKKAIA bereitgehalten wird - es ist einer von fünf Klonen des ursprünglichen Xylthen, und es handelt sich nicht um seine erste "Wiedergeburt". Zwei Klonkörper wurden bereits verbraucht. Diese Art der Unsterblichkeit ist QIN SHIS Geschenk an seine wertvollsten Diener. Nachdem Kaowen Informationen über Perry Rhodan zusammengetragen hat, die ihn begreifen lassen, dass er seinen Gegner bisher sträflich unterschätzt hat, bricht er mit der RADONJU auf, um an einem Einsatz der Weltengeißel teilzunehmen, durch den eine Aktivierungswelt entvölkert werden soll.

Was es mit der Weltengeißel und den Aktivierungswelten auf sich hat, erfährt Perry Rhodan von den Führern des "Verzweifelten Widerstands", einer mächtigen Untergrundorganisation, deren Mitglieder sich aus vielen Völkern rekrutieren und die in Chanda gegen QIN SHI kämpft. Rhodan und Quistus materialisieren in einer Basis des Widerstands; das Transitparkett, nach dem Kaowen gesucht hat, ist seinerzeit vom Widerstand gestohlen worden und hat zur Beobachtung der Aktivitäten des Feindes gedient. Der Widerstand hat Rhodan und Quistus zu sich geholt, auch die Selbstzerstörung des Transitparketts wurde vom Widerstand ausgelöst. All das erfährt Rhodan von dem Iothonen Regius. Dieser bringt den Terraner Derrayn Anrene mit Rhodan zusammen. Der Oberst ist Kommandant des BASIS-Tenders SICHOU ZHI LU, der nur knapp der Vernichtung durch die Zapfenraumer entgangen ist. Die Besatzungsmitglieder des Tenders, von dem nur die Kommandokugel übrig ist, sind "Gäste" des Widerstands.

Tion Yulder ist ein bei APERAS KOKKAIA eingesetzter Dosanthi, in Wahrheit gehört er jedoch zum Widerstand. In den Trümmern rund um das zerstörte Transitparkett findet er den abgetrennten Arm eines Iothonen - Quistus hatte den Körperteil abgestoßen, weil ein Peilsender darin versteckt war. Tion Yulder versucht den Tentakel zu vernichten, denn dieser darf der QIN SHI-Garde nicht in die Hände fallen. Er hat zwar keinen Erfolg, erbeutet aber Daten über den nächsten Einsatzort der Weltengeißel. Diese Information übermittelt er einer Kontaktperson beim Widerstand.

Nach dem Gespräch mit Regius und Anrene wird Rhodan insgeheim von Högborn Trumeri aus dem Volk der Oracca aufgesucht. Das kleinwüchsige Wesen, das wie ein wandelndes Skelett in einer Kapuzenrobe aussieht, klärt Rhodan über die Entstehung des Verzweifelten Widerstands auf. QIN SHI, so berichtet Trumeri, schläft über lange Zeiträume hinweg und verschlingt ganze Planetenbevölkerungen, um wieder aktiv werden zu können. Die Oracca haben sich einst in QIN SHIS Dienste gestellt, um selbst der Vernichtung zu entgehen und von QIN SHI Hilfe bei der von ihnen angestrebten Vergeistigung zu erhalten. Als Gegenleistung haben die Oracca bei der Erschaffung der Weltengeißel mitgeholfen, einer Art Maschine zur Vernichtung ganzer Planeten. Außerdem haben die Oracca bei den Bevölkerungen der von QIN SHI ausgewählten Aktivierungswelten solange Propaganda betrieben, bis die zukünftigen Opfer der Superintelligenz davon überzeugt waren, QIN SHIS Ankunft sei gleichbedeutend mit der Erreichung einer höheren Existenzstufe. Doch die Oracca wurden genauso betrogen wie alle anderen Völker. QIN SHI schenkte ihnen zwar extreme Langlebigkeit, suchte ihre Heimatwelt aber mit der Weltengeißel heim und verschlang das gesamte Volk. Nur einige Millionen Oracca, die anderswo in der Galaxie unterwegs waren, entgingen dem Untergang. Sie wurden von allen anderen Völkern sowie von QIN SHI gejagt und gründeten unter der Leitung von Nartog dem Weitsichtigen den Verzweifelten Widerstand.

Der Widerstand ist jedoch in sich gespalten. Eine Gruppe strebt die Vernichtung QIN SHIS an, eine andere - zu der auch Regius gehört - will aus Chanda fliehen, hat aber noch keine konkreten Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels ergriffen. Rhodan erfährt, dass QIN SHI seine Macht auf die nur 57 Lichtjahre entfernte Nachbargalaxie Escalian ausdehnen will. Damit ist klar, dass Escalian mit der Galaxie Zagadan identisch ist, die zum Polyport-Netz gehört. Rhodan hofft, irgendwie Zugang zum Netz zu erhalten, um in die Heimat zurückkehren zu können. Zunächst muss jedoch der bevorstehende Einsatz der Weltengeißel verhindert werden, denn QIN SHI ist erwacht und will sich an der Bevölkerung einer Aktivierungswelt laben. Der Widerstand hat eine Waffe konstruiert, die gegen die Weltengeißel arbeitet und jetzt erstmals eingesetzt werden soll. Rhodan darf den Einsatz beobachten. Sollte es gelingen, die Weltengeißel außer Gefecht zu setzen, dann könnte QIN SHI dauerhaft geschwächt und vielleicht sogar in den Schlaf zurückgezwungen werden.

Kommentar:

Drei Monate liegt der letzte Roman zurück, in dem Rhodan vorgekommen ist. Das ist eigentlich viel zu lang, aber "zum Glück" war PR 2615 so grauenhaft schlecht, dass ich mich noch ganz gut daran erinnern kann...

Die Handlungszusammenfassung ist nur deshalb so lang geworden, weil einige neue Informationen eingestreut sind. Die machen den Roman lesenswert. Immerhin hat Montillon daran gedacht, dass Quistus nicht einfach so an der Transitparkett-Gegenstation materialisieren darf, denn in der dortigen Sauerstoffatmosphäre wäre der Iothone sofort gestorben. Stattdessen wird behauptet, der Widerstand habe alles beobachtet und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Mhm. Angeblich wurde die Selbstzerstörung des Transitparketts ebenfalls vom Widerstand eingeleitet. Das habe ich in PR 2615 anders gelesen. Vielleicht irre ich mich, aber ich bringe es nicht über mich, diesen unerträglichen Roman noch einmal zu lesen, um das zu klären.

Kaowen hat das Transitparkett deshalb in aller Heimlichkeit gesucht, weil es ihm gestohlen worden ist und er diese Schande nicht publik machen wollte? Klingt ziemlich unsinnig. Kann man den Diebstahl eines Transitparketts denn mal eben so verheimlichen? Dass Kaowen zwar wirklich gestorben ist, jetzt aber auf eine Art und Weise wiederbelebt wird, die erst im letzten Zyklus bei den Vatrox zum Einsatz gekommen ist, entwertet PR 2615 noch weiter. Wenn das überhaupt möglich ist. Wird Kaowen jetzt zu einem Stehaufmännchen wie Sinnafoch? Für wie vergesslich halten die Autoren ihre Leser eigentlich? Oder ist das Absicht? Es wäre ja nicht die erste herbeigezwungene Parallele zum letzten Zyklus. Das Polyport-Netz, die Handelssterne als Waffe (ich nehme jedenfalls an, dass die Weltengeißel ein Handelsstern ist), Wiedergeburt der Feinde in Klonkörpern, Eroberungspläne von übergeordneten Entitäten - das sind genau dieselben Zutaten, die gerade erst verwendet worden sind. Der neue Zyklus liest sich fast wie eine modifizierte Kopie des alten...

J. Kreis, 01.01.2012


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Gastkommentar von Joe (12.01.2012):

Zunächst liest sich das Heft ganz flockig dahin, aber bald tauchen Widersprüche auf: QIN SHI hat das Geheimnis der Wiedererweckung geklaut (offenbar von der Frequenzmonarchie - ansonsten würde die Bemerkung keinen Sinn ergeben), aber Kaowen muss nicht mühsam neu geschult werden. Wenige Tage, möglicherweise wenige Stunden, und er ist wieder topfit. Nicht, dass man solche Widersprüche nicht auflösen könnte, aber sie werden ja nicht mal angesprochen.

Oder: Kaowen redet in den vorangegangenen Heften immer davon, dass er von QIN SHI den Auftrag habe, die BASIS zu erobern. Jetzt stellt sich heraus, dass QIN SHI in Wahrheit noch seinen Rausch ausschläft. Ja, wie denn nun?

Und dann diese völlig inkohärente Geschichte mit dem Dosanthi-Spion auf der RADONJU: Erst erlebt er ein Suchtrupp-Abenteuer, das offenbar nur dem Zweck dient, ihn den Tentakel finden zu lassen. Keiner weiß, wieso das so dramatisch sein soll: Kaowen hatte noch kürzlich mit den beiden Iothonen ganze Massen an Tentakeln zur Verfügung. Warum soll dieser eine jetzt so einen schrecklichen Unterschied machen?

Anschließend gibt er Informationen weiter über das Ziel der Weltengeißel (Wie ist er an diese Information gekommen? Ich habe den ganzen Text nochmal durchgeblättert und weiß es nach wie vor nicht.) und führt plötzlich, als sei das schon ewig bekannt, ein manipuliertes Terminal ein. Nein, nicht EIN, sondern DAS manipulierte Terminal. Wann hat er das denn manipuliert? Irgendwo später steht es: bereits vor längerer Zeit. Das hätte man gleich dazuschreiben müssen, bevor sich die Leser das Hirn deswegen zermartern.

Am schlimmsten aber: Plötzlich gibt es in einem weit fortgeschrittenen Raumschiff wieder Relais? Och nee, bitte! Hat da einer zuviel in 50 Jahre alten PR-Heften geschmökert?

Also, nee! Dieser Roman war nun wirklich nicht besonders toll...



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