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Perry Rhodan Nr. 2627: Die letzten Tage der GEMMA FRISIUS

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Ronald Tekener führt ein Team ins Wrack der GEMMA FRISIUS. Die Zerstörungen im Inneren lassen darauf schließen, dass die Besatzung nicht nur gegen einen unbekannten Feind gekämpft, sondern auch versucht hat, das Schiff zu stoppen. Überlebende werden nicht gefunden, dafür aber eine seltsame Substanz, eine Art "Schmelzharz", die weite Bereiche des Schiffes überzieht und in die auch viele Tote eingebacken sind. Ein versteckter Datenspeicher wird geborgen. Er enthält Aufzeichnungen des Nexialisten David Campese aus der Zeit vom 2. bis zum 4. September 1469 NGZ, die Licht ins Dunkel der Geschehnisse bringen:

Die GEMMA FRISIUS steht unter der Kontrolle von "Kleber 37", der das Schiff für "Blütenblatt 37" erobert hat. Fluchtversuche oder Widerstand sind aussichtslos und führen nur zu brutalen Gegenmaßnahmen des unheimlichen Feindes. Resignation macht sich breit. Als die Besatzung erkennt, dass sich das Schiff Richtung Solsystem in Bewegung setzt, erwacht ihr Kampfgeist jedoch erneut. In verzweifelten Aktionen, die viele Opfer fordern, gelingt es den Galaktikern, vier der fünf Hawk III - Generatoren und diverse andere Aggregate zu vernichten. Das Schiff bleibt jedoch manövrierfähig und erreicht sein Ziel. Rings um das Solsystem sind bereits 47 weitere Schiffe positioniert, auf unbekannte Weise verborgen vor der Ortung der Terraner. Alle Blütenblätter stehen miteinander sowie mit dem Antares-Riff in Verbindung. Ein energetisches Band entsteht, das sich um das Solsystem zieht. Campese wird bei den Kämpfen schwer verwundet. Mit letzter Kraft zeichnet er seine Erlebnisse auf. Dazu gehört auch eine Meldung, die er auf den Terminals einer Nebenzentrale gelesen hat: "Das BOTNETZ ist bereit... Die 48 Blütenblätter der Zeitrose sind aktiviert..."

Die Strukturpiloten der JULES VERNE haben vor der Entdeckung der GEMMA FRISIUS einen Schock erlitten, sind aber wieder wohlauf. Kempo Doll'Arym erklärt, der Grund für ihre Beschwerden sei ein "Allesfehlen" an der Fundstelle des Wracks; eine Zone des absoluten Nichts, in der die Naturgesetze keine Gültigkeit haben. Es zeigt sich, dass es 48 derartige Stellen rund um das Solsystem gibt. Durch massiven Beschuss aus allen Waffen der JULES VERNE wird das Allesfehlen wieder "aufgefüllt" - Raum und Zeit entstehen neu.

Kommentar:

Ich könnte meinen Kommentar von letzter Woche wiederholen, denn bis auf die Erkenntnis, dass man mit dem BOTNETZ ganze Sonnensysteme entführen kann, gibt es nichts Neues zu erfahren. Das Ende der GEMMA FRISIUS stand im letzten Roman schon fest, der Untergang des Schiffes wird lediglich etwas in die Länge gezogen. Aber genau dieser eher redundante Bestandteil macht den Roman lesenswert, denn der verzweifelte und aussichtslose Abwehrkampf der Besatzung wird recht eindringlich geschildert. Und zum Glück verzichtet Tekener diesmal weitgehend auf seine nervende Selbstbeweihräucherung.

Jetzt wissen also auch die Terraner von der Existenz des BOTNETZES. Was ist das eigentlich für ein seltsames Waffensystem, das fremde Raumschiffe entführen muss, um eingesetzt werden zu können? Wozu werden die Schiffe - bzw. ihre Besatzungen - benötigt? Das wird nicht erklärt. Oder gibt es gar keinen triftigen Grund dafür? Sollte es MMT lediglich ermöglicht werden, das schreckliche Schicksal einiger Lebewesen dramatisch zu schildern? Ich bezweifle übrigens, dass das Auffüllen des "Allesfehlens" zur Rückkehr des Solsystems führen wird. So einfach werden es sich die Autoren hoffentlich nicht machen.

J. Kreis, 25.12.2011


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Gastkommentare

Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentar von Joe (04.01.2012):

Also gut, es hatte schon mit Weihnachten zu tun, dass ich so lange für das Heft brauchte. Aber auch damit, dass es, zusammen mit dem Vorgänger auf ein einziges Heft eingedampft, wesentlich spannender hätte sein können.

Die komplette Tekener-Ebene hätte man sowieso ersatzlos streichen können - das hätte auch den Vorteil gehabt, dass man nicht schon zur Halbzeit definitiv wusste, wie es ausgeht. Wobei es da auch nach Abschluss der Lektüre immer noch erhebliche Lücken gibt:

- Was ist mit Campese geschehen?
- Wieso hat sich der Invasor wieder davongemacht?
- Das mit dem Auffüllen des Allesfehlens durch Beschuss ist nun wirklich ziemlich albern. Das wäre nicht mal anno dunnemals KHS eingefallen. Ist das ernst gemeint?
- Wenn es sich bei dem Angreifer um das berüchtigte Botnetz handelt (was offenbar der Fall ist), dann ist es als ach so schröckliches Werkzeug böser SIs doch ziemlich umständlich zu handhaben und von begrenzter Wirkung: Man kann damit Sonnensysteme entführen, wenn ich das richtig verstehe. Aber wozu? Die Liga kommt auch ohne Terra ganz gut zurecht, wie wir gesehen haben.

Man kann nur hoffen, dass diese Punkte noch einmal Thema sein werden. Naja, oder vielleicht auch nicht, denn das wird wohl frühestens im Sommer passieren, und bis dahin habe ich ohnehin schon wieder alles vergessen. Denn so nachdrücklich haben sich die letzten vier Hefte nicht in meinem Langzeitgedächtnis verankert...



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