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Perry Rhodan Nr. 2625: Das Plejaden-Attentat

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Durch das Verschwinden des Solsystems ist ein Machtvakuum entstanden, das schnellstmöglich ausgefüllt werden muss. Auf Maharani, einer blühenden terranischen Kolonie im Plejaden-Sektor, findet deshalb eine LFT-Konferenz statt, deren Ziel in der Wahl eines kommissarischen Ersten Terraners und der Bestimmung einer neuen terranischen Hauptwelt besteht. USO-Chef Monkey sowie Bostich, Imperator Arkons und Vorsitzender des Neuen Galaktikums, brechen nach Maharani auf, nachdem der Oxtorner klar gemacht hat, dass die USO eine Übernahme der JULES VERNE durch Bostich nicht dulden wird. Das Hantelschiff soll von Ronald Tekener zu Erkundungszwecken ins Innere von Sektor Null geführt werden.

Derzeit ist Tekener inkognito auf Maharani im Einsatz. Der Planet ist in den letzten Wochen aufgrund der bevorstehenden Konferenz zum Tummelplatz der galaktischen Geheimdienste geworden. Der "Smiler" verfolgt einen LFT-Sekretär namens Morasan Jagan, der sich mit gewissen Unregelmäßigkeiten verdächtig gemacht hat. Der Mann wird jedoch von Unbekannten ermordet. Durch eine Autopsie wird festgestellt, dass der Tote Arkonide ist. Sein wahrer Name lautet Gaumarol Tharan - Tharan ist im Jahre 1465 NGZ angeblich bei einem Gleiterunfall ums Leben gekommen. Reino tan Vitar, Oberkommandierender des akonischen Energiekommandos, bestätigt die auf Maharani kursierenden Gerüchte um ein geplantes Attentat. Ein Mann namens Zoron Farsell soll dahinter stecken. Die Auswertung des Bildmaterials einer Überwachungskamera, die den Mord an Jagan aufgezeichnet hat, bestätigt diese Behauptung später: Farsell ist der Täter. Er ist allerdings spurlos verschwunden. Als tan Vitar die Hilfe akonischer Spezialisten bei der Erforschung von Sektor Null anbietet, lädt Tekener ihn im Namen der USO zu einer bevorstehenden Zusammenkunft aller Verantwortlichen ein. Zur Rede gestellt, streitet Bostich eine arkonidische Beteiligung an den Attentatsplänen ab.

Die Konferenz beginnt am 20. Oktober 1469 NGZ. Die Abgeordneten der vielen tausend LFT-Mitgliedswelten kommen zunächst zu keiner Einigung. Der erste Wahldurchgang scheitert. Am Folgetag verhindern USO, TLD und arkonidische Celistas gemeinsam eine Katastrophe. Farsells Ankunft wird registriert, der Mann wird in Energieschirme gehüllt, als er die Bombe zündet. Damit wollte er einen Enthauptungsschlag gegen die LFT durchführen, um dem arkonidischen Imperium zur Vormachtstellung in der Milchstraße zu verhelfen - auch gegen den Willen Bostichs. Die Konferenz geht weiter. Am 22. Oktober wird Arun Joschannan, Administrator des Plejaden-Bundes, der ursprünglich nicht nominiert war, von der ehemaligen Ersten Terranerin Tamira Sakrahan zur Wahl vorgeschlagen. Er wird schließlich zum kommissarischen Ersten Terraner gewählt. Maharani wird zum vorläufigen Regierungssitz der LFT bestimmt. Joschannan legt jedoch Wert darauf, dass die Hoffnung auf eine Rückkehr des Solsystems nicht aufgegeben wird. Der Posten des Terranischen Residenten bleibt zunächst unbesetzt, Neuwahlen sollen bereits am 1. Januar 1470 NGZ stattfinden.

Bostich ist mit der Wahl zufrieden. In einem klärenden Gespräch mit Monkey und Tekener betont er nochmals, dass alle galaktischen Völker zusammenarbeiten müssen, um die Krise zu meistern, und dass er selbst nichts mit dem Anschlag zu tun hatte. Dennoch übernimmt er die politische Verantwortung dafür, denn er glaubt, dass die arkonidische Ark'Tussan-Gruppe ihre Hände im Spiel hat. Er verzichtet auf die Verfügungsgewalt über die JULES VERNE, die daraufhin am 23. Oktober unter Tekeners Kommando aufbricht. Auch das Schicksal der vielen im Ordhogan-Nebel verschwundenen Schiffe soll geklärt werden.

Kommentar:

Obwohl der Roman im Prinzip eine sehr ähnliche Mischung aus Politik, Intrigen und Action enthält wie der Band der letzten Woche, gefällt er mir doch weniger gut. Gute, vor allem bodenständige Unterhaltung wird immerhin geboten. Keine Spur von Hypergedöhns, unerklärlichen Phänomenen oder dem Gefasel übergeordneter Entitäten. Eine Wohltat! Ich finde es gut, dass den Konsequenzen der Entführung des Solsystems so breiter Raum eingeräumt wird. Nachdem nun schon ein Viertel des aktuellen Zyklus hinter uns liegt, wurde das ja auch langsam Zeit.

Mir ist nicht ganz klar geworden, warum Jagan sterben musste. Wusste er zu viel und konnte den Mund nicht halten? Oder sollte das Ganze der Ablenkung dienen? Irgendwie war ich wohl zu unaufmerksam; der Roman konnte mich nicht so richtig fesseln, und so muss ich das wohl überlesen haben. Bostichs Rolle in der Angelegenheit ist auch noch nicht hundertprozentig klar. Er behauptet immer, nichts damit zu tun zu haben, und es scheint so, als sei er ehrlich. Oder ist doch alles nur Fassade? Darf man ihm Glauben schenken, wenn er sagt, das Galaktikum - d.h. das Wohl aller galaktischen Völker - habe bei ihm oberste Priorität? Es sieht fast so aus, als sei Bostich wirklich geläutert. Schön, dass er zwar nicht mehr als Bösewicht herhalten muss, aber doch noch ein wenig undurchsichtig bleibt.

Jedenfalls sind jetzt die Weichen für die weitere Entwicklung gestellt. Die LFT dürfte den lähmenden Schock rasch überwinden, den sie durch das Verschwinden fast der kompletten Führungsriege erlitten hat. Die JULES VERNE ist auf dem Weg zu Sektor Null - Sichu Dorksteiger, Blo Rakane und die von Reino tan Vitar angekündigten akonischen Spezialisten sollen unterwegs zusteigen. Damit werden einige Spitzenwissenschaftler an Bord sein, denen es sicher gelingen wird, dem Solsystem entweder zu folgen oder an seiner Rückführung mitzuwirken. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass die Sonne und ihre Planeten nicht wieder "nach Hause" zurückkehren werden? Spätestens am Ende des Zyklus wird alles wieder in Butter sein.

J. Kreis, 11.12.2011


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Gastkommentare

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Gastkommentar von Joe (11.12.2011):

Erneut stimme ich JK zu: Wie bei HuHae gewohnt ein solider Roman ohne PSI- und Superintelligenzen-Gedöns.

Die Sache mit dem Robot-Gucky hätte jetzt nicht unbedingt sein müssen.



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