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Perry Rhodan Nr. 2624: Todesfalle Sektor Null

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Durch die Entführung des Solsystems ist eine gefährliche Zone des hyperphysikalischen Chaos entstanden, genannt "Sektor Null". Am ehemaligen Standort des Systems setzt sich ein Hypersturm fest, und es besteht die Gefahr, dass er sich mit dem Sturmgebiet des Antares-Riffs vereinigt. Das wäre eine Katastrophe galaktischen Ausmaßes. 5000 Schiffe der mobilen terranischen Einsatzflotte riegeln Sektor Null ab. 50.000 weitere Einheiten werden im näheren Umfeld zusammengezogen. Admiral Lagon Claudrin leitet die Operation. Bostich stellt 20.000 Schiffe der vereinten Galaktischen Flotte zur Verfügung. Sektor Null ist eine Todesfalle - und zwar nicht nur für Raumschiffe, die sich ihr nähern. Sollte das Solsystem an dieser Stelle rematerialisieren, dann würde es durch den Hypersturm vernichtet werden...

Am 9. Oktober 1469 NGZ dringt das zur Erforschung von Hyperstürmen konstruierte Spezialschiff BURNORRAL ins Innere von Sektor Null ein. Das Schiff wird von der GEMINI und drei weiteren Kugelraumern der EXPLORER-Klasse eskortiert. Die "Null-Taucher" kommen jedoch nicht weit. Die BURNORRAL wird von einem Hyperaufriss verschlungen. Dasselbe Phänomen rasiert den größten Teil des unteren Kugelsegments der GEMINI ab. Der Rumaler Wahna Porant, Cheforter der GEMINI, gibt sich die Schuld an dem Desaster, denn er hat die Vor-Ort-Erforschung vorgeschlagen. Er riskiert sein Leben, um so viele Kameraden wie möglich zu retten, bevor das Schiff von den außer Kontrolle geratenen HAWK-Konvertern zerrissen wird. Dabei stellt er fest, dass Fremdwesen in die GEMINI eingedrungen sein müssen. Er nimmt an, dass ein Übergang existiert, durch den man die Dimension erreichen kann, in die das Solsystem entführt wurde. In letzter Minute gelingt es ihm selbst und seiner Stellvertreterin Sibana, sich zu den anderen Überlebenden in die besonders abgesicherte Zentralkugel zu retten. Das Segment wird freigesprengt und entgeht der Vernichtung, aber die Energieversorgung bricht zusammen, so dass die Lebenserhaltungssysteme versagen. Nur die JULES VERNE, die sich zurzeit in der Charon-Wolke befindet, kann den Null-Tauchern jetzt noch helfen.

Für den selben Tag ist eine Vollversammlung des Galaktikums auf dem Planeten Aurora angesetzt, denn das Verschwinden des Solsystems und damit auch fast der gesamten LFT-Führung hat das politische Gefüge in der Milchstraße erschüttert. Demnächst soll eine LFT-Konferenz auf der Siedlungswelt Maharani im Plejaden-Sektor stattfinden. Noch konnte man sich nicht auf eine neue terranische Hauptwelt einigen... Viele Ratsmitglieder glauben nicht, dass der Vorsitzende Bostich, der als Imperator Arkons gleichzeitig an der Spitze der einzigen verbliebenen galaktischen Großmacht steht, nach dem Wegfall des stärksten Gegenpols - der Terraner - weiterhin die Interessen des gesamten Galaktikums vertreten wird. Tatsächlich gibt es im Imperium eine Gruppe namens "Ark'Tussan", die die Wiederherstellung der arkonidischen Hegemonie anstrebt.

Vor der Sitzung wird Bostich von USO-Lordadmiral Monkey aufgesucht. Der Oxtorner informiert den Arkoniden darüber, dass seit August über 800 Schiffe verschiedener Völker im Ordhogan-Nebel verschwunden sind, einem ehemaligen Hyperkokon. Bostich glaubt an einen Zusammenhang mit der Entführung des Solsystems und hält die gesamte Milchstraße für gefährdet. Er lässt die Evakuierung des Arkonsystems vorbereiten und beantragt vor dem Galaktikum die Ausrufung der höchsten militärischen Gefährdungsstufe. Dem Rat sollen alle nötigen Kompetenzen und der Befehl über die stärksten Schiffe - mit der JULES VERNE als Flaggschiff - übertragen werden. LFT-Außenminister Galjo Kajat, der kommissarisch die Aufgaben des Regierungschefs übernommen hat, widerspricht diesem Ansinnen. Die JULES VERNE soll Sektor Null unter dem Befehl Ronald Tekeners als Expeditionsleiter untersuchen. Ma'tam Narvan tan Ra-Osar, der akonische Rat, unterstützt das. Nun lässt Bostich die Katze aus dem Sack. Er ruft den Ausnahmezustand aus und verhängt das Kriegsrecht über die Milchstraße, denn er geht von einem Angriff auf alle Völker der Galaxis aus, zumal inzwischen feststeht, dass die Unbekannten das Polyport-Netz für ihre eigenen Zwecke missbrauchen können. Nach Lage der Dinge können die Räte ihre Zustimmung nicht verweigern.

Am 10. Oktober treibt die Zentralkugel der GEMINI durch Sektor Null. Der Paratronschirm ist zusammengebrochen, die Schiffbrüchigen sind dem Hypersturm hilflos ausgeliefert. Die JULES VERNE trifft gerade noch rechtzeitig ein, um die Überlebenden zu retten. Bostich erscheint und übernimmt persönlich die Sicherung von Sektor Null sowie das Kommando über die JULES VERNE.

Kommentar:

Merkwürdigerweise tue ich mich mit Lob immer viel schwerer als mit Tadel. Deshalb wird mein Kommentar diesmal sehr kurz: Ich finde diesen Roman mit seiner gelungenen Mischung aus Politik, Technik und Action einfach klasse. Als Indiz dafür, wie spannend er mich unterhalten hat, mag die Tatsache dienen, dass ich ihn während einer Dienstreise in einem Auto mit vier Kollegen gelesen habe, die sich laut unterhalten und gleichzeitig Radio gehört haben - und dass ich von alldem nichts mitbekommen habe. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Mancher Leser wird die Ränkespiele beim Galaktikum vielleicht langweilig und zu trocken finden, aber ich meine, dass gerade solche Details das Salz in der Suppe sind. Sie machen das Perryversum glaubwürdiger/realistischer. Auf Technobabble und Hypergeschwurbel wird zwar auch diesmal nicht verzichtet, aber diese Elemente werden doch recht dosiert eingesetzt. Dazu dann noch das Schicksal der "Null-Taucher", an dem man Anteil haben kann - sehr nett!

Die Lage in der Milchstraße ist ein bisschen undurchsichtig. Was treiben QIN SHIS Schergen im Ordhogan-Nebel? Wie soll das Solsystem je "nach Hause" zurückkehren können, wenn sich am alten Standort ein neues permanentes Hypersturmriff gebildet hat? Wie soll es ohne das Solsystem mit der LFT weitergehen - droht den Terranern dasselbe Schicksal wie den Akonen, die ja ihre Heimatwelt durch die Machenschaften TRAITORS verloren haben und jetzt völlig entwurzelt sind? Was hat Bostich wirklich vor? Will er die Schwäche der LFT nutzen und die Arkoniden zu neuer Größe führen? Oder ist er doch verantwortungsbewusst genug, das große Ganze im Auge zu behalten und seine Pflicht als Vorsitzender des Galaktikums zu erfüllen? Wird Ronald Tekener doch noch zurückkehren? Besteht die Möglichkeit, durch den Dimensionsriss ins Solsystem zu gelangen?

Man darf gespannt sein! Erstmals seit geraumer Zeit freue ich mich wirklich wieder auf den Roman der nächsten Woche!

J. Kreis, 02.12.2011


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Gastkommentare

Neueste Kommentare stehen oben.


Gastkommentar von Heribert Pott (11.12.2011):

Ein Roman ohne jegliches PSI-Geschwurbel, wie erfrischend.
Arndt Ellmer ist wirklich ein alter Hase im besten Sinne, da stimmt das Handwerk. Man ist einfach gut unterhalten und bekommt noch eine Menge Information dazu, die ansonsten leider im ganzen Technobabbel und Kosmokratenhype verlorengeht. Politische Hintergründe mit fein dosiertem Humor, Spannung inklusive, das kann keiner besser als Arndt Ellmer.


Gastkommentar von Joe (07.12.2011):

Für ein AE-Heft gar nicht so übel. Nur wenige nicht zentrale Passagen empfand ich als wirr/verwirrend. Die Schilderung der Winkelzüge Bostichs kam sogar gut rüber. Ich hätte die Lektüre also gar nicht so lange aufzuschieben brauchen...



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