PR 2617
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Perry Rhodan Nr. 2617: Der dunkelste aller Tage

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Die Sonne erlischt nicht sofort nach dem Fimbul-Impuls, sondern erst zwei Wochen später. In der Zwischenzeit gelingt es Shanda Sarmotte, den Urheber des seltsamen Miniatur-Universums ausfindig zu machen, in dem AMATERASU gefangen ist. Korbinian Boko scheint schlafend in seiner Kabine zu liegen, ist der Realität jedoch entrückt. Shanda glaubt, Kontakt mit ihm aufnehmen zu können, wenn sie die Station verlässt. Sie wird dabei von Reginald Bull begleitet. Die beiden dringen in Bokos Traumwelt vor. Dort durchlebt der Stardust-Terraner immer wieder den von ihm verschuldeten Brand des elterlichen Hauses, bei dem seine Schwester Lia schwer verletzt worden ist. Shanda nimmt Lias Gestalt an und holt Boko in die Realität zurück. Er materialisiert in seiner Kabine, gleichzeitig erlischt die "Klause". Bull und Shanda erscheinen leicht angesengt in einer Schleuse. Die Station befindet sich plötzlich wieder in der Sonnenkorona, kann diese aber nicht verlassen, denn die Sonne wird von der "Fimbul-Kruste" umhüllt, einer zweidimensionalen Membran aus ephemerer Materie, die keine Photonen durchlässt und auch für AMATERASU undurchdringlich ist.

Derweil trifft sich auf Terra die Society of Absent Friends - eine von Homer G. Adams ins Leben gerufene Gruppe. Zu dieser Gesellschaft gehört auch die Whistler-Robotikerin Toja Zanabazar. Die junge Frau ist Direktorin des Whistler-Museums in Terrania und hat verschiedene kunstvolle Roboter erschaffen, darunter den immer "menschlicher" werdenden Pollux und die auf VARIO-1000-Bauplänen basierenden Maschinen OTHER und WISE mit der Form riesiger Eiszapfen. Im Auftrag von Adams überbringt sie Botschaften an den Plophoser Flint Surtland, den in der Arktis lebenden Einsiedler Vergil Rifeshyd und Enoch Godolphin, Chef des Syndikats Sykonpha. Mit der Springerwalze LADY LAVERNA reist Toja zu einer gigantischen Baustelle im All. Dort arbeitet die Synkopha an der Rekonstruktion des im Jahre 1461 NGZ vernichteten Jupitermondes Ganymed. OTHER und WISE setzen sich zu einem Superrechner zusammen, der zum Zentralcomputer des "Kastells" wird, einer Kontrollstation im Inneren des in Entstehung begriffenen Mondes.

Am 29. September 1469 NGZ beginnt sich die Sonne zu verfinstern. Da sie sich außerdem aufbläht, wird die jenseits der Fimbul-Kruste gefangene AMATERASU an den Rand der Vernichtung gebracht. Shanda nimmt mentalen Kontakt mit dem im Sterben liegenden Boko auf und bringt ihn dazu, ein letztes Mal die "Klause" zu erschaffen. Im Schutz dieses "inverten Raumes" kann AMATERASU die Fimbul-Kruste am 30. September durchstoßen. Boko stirbt. Von außen gesehen gleicht die Sonne einer gigantischen schwarzen Kugel...

Kommentar:

...und somit ist sie keineswegs erloschen, sondern nur gut verpackt. War ja klar. Die PR-Autoren haben einfach nicht den Mut, einen entscheidenden, unwiderruflichen Schritt zu tun. Eine unsterbliche Hauptfigur endgültig zu töten etwa, oder die Voraussetzungen in der Urheimat der Menschen grundlegend zu ändern. Zweifellos wird die Fimbul-Kruste spätestens am Ende des Zyklus aufbrechen und die Sonne wird wieder über Terra scheinen. Das steht für mich so fest wie das Amen in der Kirche, und deshalb kann ich solche lachhaften Versuche, Spannung zu erzeugen, nur endlos langweilig finden. Natürlich war auch Bully nie wirklich in Gefahr. Ich habe diese sinnlosen Cliffhanger so satt! Immerhin interessiert es mich, welche Pläne die Entführer des Solsystems haben mögen. Das ist mir im Moment noch völlig schleierhaft.

Die zweite Handlungsebene dieses Romans gefällt mir besser, weil man ein bisschen was über die terranische Alltagswelt erfährt. Köstlich: Toja muss sich mit ihren Hausservos herumschlagen. Die Toilette nörgelt wegen erhöhten Harnsäurewerten herum, die Zahnbürste besteht darauf, den beginnenden Zahnstein zu entfernen. Allerdings ist mir noch unklar, wohin sich diese Handlungsebene (sofern sie denn weiterverfolgt wird) noch entwickeln soll und welche Ziele die "Society of Absent Friends" hat. Warum eigentlich "abwesende Freunde"? Wer ist damit gemeint? Bully? Natürlich wird hier an die Geschehnisse des Jupiter-Taschenbuchs angeknüpft. Was damals auf Jupiter und Ganymed geschehen ist, könnt ihr hier nachlesen. Aber was soll das jetzt, d.h. wie passt das Ganze in den laufenden Zyklus? Immerhin wäre es schön, wenn Homer G. Adams wieder eine sinnvolle Rolle zu spielen hätte.

J. Kreis, 16.10.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Joe (16.10.2011):

Eine Hälfte des Romans befasst sich mit PSI- und Metaphysik-Geschwurbel, die andere mit einer eigenartig konstruiert wirkenden Handlung, die wohl für einen Mystery-Effekt sorgen soll, tatsächlich aber eher kurios als mysteriös wirkt. Nichtsdestotrotz haben wir hier einen durchaus typischen HuHae: erstaunlich solide und bodenständig.

Was den Autor aber wirklich beinahe einzigartig macht, ist seine außergewöhnlich gute Beherrschung der deutschen Sprache. Das muss angesichts des Gestammels, das uns hin und wieder abgeliefert wird, auch mal gesagt werden.

Und weil es so schön sinnlos ist, nochmal eine Bemerkung zu den Handlungsebenen, die ja selber jetzt auch schon wieder Unter-Handlungsebenen entwickeln: Das nächste Heft zum Thema Sonne/Ganymed/Adams haben wir vermutlich irgendwann im Februar zu erwarten, und danach wird dann vielleicht noch eins folgen, bis wir schon wieder beim 50er-Band sind. Wann sieht UA endlich ein, dass es so nicht weitergehen kann? Zwei Handlungebenen für einen Zyklus sind dicke genug! Besser noch überhaupt nur eine mit gelegentlichen Ausflügen in Nebenhandlungen, so wie KHS selig es über weite Strecken gemacht hat!



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