PR 2613
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Perry Rhodan Nr. 2613: Agent der Superintelligenz

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Mit der Hilfe des Daniel-Roboters finden Trasur Sargon und Gamma Oulhaq weitere in der BASIS zurückgebliebene Besatzungsmitglieder, darunter den Kommandanten Erik Theonta. Dieser ist verwundet und überlässt dem Ertruser die Führung der Gruppe. Als sich herausstellt, dass sich die Parafähigkeit der ebenfalls in den BASIS-Fragmenten gestrandeten Dosanthi erschöpft hat, plant Trasur Sargon den Gegenschlag. Derweil zerlegt sich die BASIS immer weiter, bis von einzelnen Segmenten nur noch winzige Fragmente übrig sind. Perry Rhodan und Ennerhahl suchen erfolglos nach dem Grauen Raum, in dem vermutlich das Multiversum-Okular versteckt ist. Es gelingt Rhodan immer besser, mit dem Anzug der Universen zu kommunizieren. Über ihn erhält er kurzen Kontakt zu Raphael, der sich überrascht über die Aktivierung des Thanatos-Programms äußert - ES habe dies nicht angeordnet. Er sagt, die Konfiguration Phanes leite die "Wiedergeburt" ein.

Die Aktivitäten der beiden Männer bleiben den Xylthen nicht verborgen. Die Eindringlinge werden geortet und mit Traktorstrahlen in Protektor Kaowens Flaggschiff RADONJU geholt. Ennerhahl lässt es geschehen und bleibt selbst dann noch unbeeindruckt, als Reparat Mastarmo mit Folter droht. Ennerhahl lässt Rhodan hierbei den Vortritt, doch Kaowen entscheidet sich für Ennerhahl. Jetzt erst setzt Ennerhahl sein in einem unscheinbaren Armband verborgenes Waffenarsenal ein und aktiviert ein Temporalfeld, das den Zeitablauf für ihn und Rhodan extrem beschleunigt. Ennerhahl demütigt Kaowen, indem er ihm obszöne Bilder ins Gesicht ätzt. Rhodan und Ennerhahl fliehen, verlassen das Schiff jedoch noch nicht. Stattdessen erzählt der dunkelhäutige Humanoide dem Terraner seine Lebensgeschichte, soweit sie ihm selbst bekannt ist.

Ennerhahls Erinnerungen setzen angeblich erst mit dem Beginn einer harten Ausbildung ein, die ihm sein einziger Gefährte, der Roboter Anarch-Gamas, auf dem Planeten Begin angedeihen lässt. Für einen unbekannten Auftraggeber mit undurchschaubarer Moral und rätselhaften Zielen, den er "Schattenlicht" nennt, erledigt Ennerhahl danach einige Missionen. Eines Tages erhält er von einem Androiden den Auftrag, das BOTNETZ für seinen Auftraggeber wiederzubeschaffen. Zu diesem Zweck erhält er eine verbesserte Lichtzelle und eingeschränkten Zugriff auf die Zeitbrunnen. Seine Suche führt ihn nach Totemhain, wo er Alaska Saedelaere begegnet, und schließlich in die Galaxie Chanda, die mit Alkagar identisch ist. Diese Galaxie hätte zum Polyport-Netz gehören sollen, ist aber nicht erreichbar und wird seit 1463 NGZ nicht einmal mehr von den Controllern angezeigt. In der Werft APERAS KOKKAIA begegnet er einem Fremden (Delorian), der das BOTNETZ für sich selbst gewinnen will, und muss gegen ihn kämpfen. Schließlich erfährt er von der geplanten Versetzung der BASIS zur Werft und sabotiert diesen Vorgang, um Perry Rhodan Zeit für Gegenmaßnahmen zu verschaffen.

Ennerhahl bittet Rhodan nach dem Ende seiner Erzählung einmal mehr um Kooperation, hält aber nach Meinung des Terraners wichtige Informationen zurück. Bevor Rhodan dies klären kann, ereignet sich eine Explosion. Gas dringt ein und lähmt die beiden Männer. Ihr Versteck wurde entdeckt.

Kommentar:

Ennerhahl soll das BOTNETZ für einen unbekannten Auftraggeber wiederbeschaffen. Das Multiversum-Okular wird offenbar benötigt, um das BOTNETZ richtig einzusetzen, und das Okular kann nur mit dem Anzug der Universen genutzt werden. Beide Instrumente waren bzw. sind in der BASIS versteckt. Der Bau der BASIS war Teil des von ES initiierten Plans der Vollendung. Ergo ist ES wahrscheinlich Ennerhahls Auftraggeber (Rhodan nimmt dies ebenfalls an) und ehemaliger Besitzer des BOTNETZES. Super. Also haben wir es auch in diesem Zyklus schon wieder mit Machenschaften des alten Geheimniskrämers zu tun. Können die PR-Autoren denn keine Geschichten mehr ohne Superintelligenzen und ähnlichen Kram erzählen? Jetzt löst sich die BASIS offenbar vollständig auf. Wie soll das funktionieren? Das wird wohl nie erklärt werden. Was geschieht eigentlich mit all den Lebewesen an Bord? Außer den zurückgebliebenen Besatzungsmitgliedern sind das Tiere und Pflanzen. Auch dürften sich viele persönliche Besitztümer in der BASIS befinden - löst sich das auch alles auf, oder bleibt es als Müllhaufen im All zurück?

Leider muss ich sagen: Thurners Schreibe gefällt mir diesmal nicht so gut, und zwar nicht nur wegen der eher öden Handlung. Ich kann den Finger nicht genau drauf legen, aber der Stil kommt mir zu flapsig und zu nachlässig vor. Namen werden falsch geschrieben, fragwürdige Formulierungen und sonstige Fehler ziehen sich durch das ganze Heft. MMT lässt kein Klischee aus: Ennerhahl ist der x-te in Rätseln sprechende Beauftragte höherer Mächte, Mastarmo ist ein stereotyper Folterknecht, Kaowen der typische Oberbösewicht am Rande des Wahnsinns. Jeder hasst jeden, die Bösen sind wie immer absolut gewissenlos. PR und Ennerhahl haben nach ihrer Flucht nichts Besseres zu tun, als sich zu streiten und sich Geschichten zu erzählen - es geschieht ihnen ganz Recht, dass sie am Ende wieder eingefangen werden. Nach wie vor verhalten sich unsere Helden so unsagbar dämlich, dass man es einfach nicht fassen kann.

Wenn dieser Roman dazu dienen sollte, Ennerhahl zu einer interessanten Hauptfigur aufzubauen, dann kann ich nur sagen: Setzen, null Punkte, Thema verfehlt! Angeblich erinnert Ennerhahl Rhodan an Atlan. Nein, tut er nicht. Allein die Erwähnung beider Figuren in einem Atemzug ist eine Beleidigung Atlans. Ennerhahl ist einfach nur eine überhebliche Nervensäge. In seiner Ausbildung hat er bedenkenlos andere intelligente Lebewesen getötet (vorausgesetzt, das alles war real), und auch jetzt noch hat er keine Probleme damit, seine Gegner zu verstümmeln und zu demütigen. Was die ebenso kindische wie sinnlose Aktion mit dem Bemalen von Kaowens Gesicht bringen sollte, begreife ich nicht. Muss man seine Feinde auch noch auf so unwürdige Art reizen? Nein, so baut man keine sympathische Figur auf. Nicht mal einen Antihelden.

In seiner Ausbildung hat Ennerhahl gegen Rhoarxi gekämpft. Wer wissen möchte, was es mit diesen Wesen auf sich hat, kann in der Perrypedia nachschlagen oder meine Reviews der Atlan-Zyklen Intrawelt und Flammenstaub lesen. Warum Ennerhahl ausgerechnet gegen sie kämpft, bleibt Thurners Geheimnis. Ich glaube nicht, dass das irgendeine tiefere Bedeutung hat.

J. Kreis, 18.09.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Joe (18.09.2011):

Na bitte, MMT kann es doch noch. Wenn man mal davon absieht, dass Perry vollends zu einer nervtötenden Heulsuse mutiert, war das Heft gar nicht so übel. Zumindest gab es in diesem Zyklus schon weit Übleres. Schade nur, dass offenbar bald schon weiteres SI-Geschwurbel auf uns zukommt.

Und, wenn ich das hinzufügen darf: Falls es denn stimmen sollte, dass ES der Lehrmeister und Auftraggeber von Ennerhahl ist (kann aber natürlich auch eine absichtliche Fehlfährte sein), wird es wirklich allerhöchste Zeit für getrennte Wege. Eine prima Gelegenheit dafür wurde ja im vorigen Zyklus vertan...


Gastkommentar von Ulrich Werth (18.09.2011):

In diesem Roman wurde eigentlich nur das offiziell "aufgeklärt" was man sich eh schon vorher zusammengereimt hat, also keine neuen Enthüllungen / Erkenntnisse und kein wirklicher Fortschritt in der Handlung. Im Perry Rhodan Forum wurde dieser Roman als der beste der Serie bewertet, kann ich nicht nachvollziehen. Am besten fand ich noch die Seitenhandlung mit Trasur Sargon. Dennoch finde ich das ganze Setting interessant und warte auf die nächsten Geschehnisse der diversen Handlungsstränge, besonders wie es mit Shamsur Routh weitergeht und die Expedition auf der interplanetaren Röhre.



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