PR 2612
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Perry Rhodan Nr. 2612: Zielpunkt BASIS

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Die BASIS wurde von den Dosanthi erobert. Die Besatzung ist mit den Beibooten geflohen. Einige Galaktiker sind jedoch zurückgeblieben, darunter der Ertruser Trasur Sargon und der terranische Gärtner Gamma Oulhaq. Nachdem die von den Dosanthi verursachten Panikattacken abgeklungen sind, aktivieren die beiden einen Daniel-Roboter. So erfahren sie, dass sich auch Konteradmiral Erik Theonta noch an Bord befindet. Protektor Kaowen aus dem humanoiden Volk der Xylthen, Oberhaupt der QIN-SHI-Garde, leitet die Eroberung der BASIS. Er muss um jeden Preis den Anzug der Universen und das Multiversum-Okular in seinen Besitz bringen. Die Suche nach den beiden Objekten gestaltet sich schwierig, zumal Kaowen keine Ahnung hat, worum es sich dabei handelt. Der Protektor befiehlt den Transport des gekaperten Schiffes zum ursprünglichen Zielort, der Werft APERAS KOKKAIA.

Perry Rhodan, Gucky und Nemo Partijan brechen mit MIKRU-JON auf, um die BASIS zu suchen. Mondra Diamond bleibt auf Orontes zurück. Sie betreut Ramoz, der die endlosen medizinischen Untersuchungen satt hat, die er seit seiner Verwandlung erdulden musste, und nur noch Rhodans Freundin an sich heranlassen will. Die BASIS befindet sich nicht mehr an ihrer letzten bekannten Position, aber der Speicherkristall, den Rhodan von Ennerhahl erhalten hat, weist den Weg zu einer Sonde. Den darin gespeicherten Daten zufolge wurde die BASIS in den Sektor Kollaron-Viibad gebracht. Dort toben Hyperstürme, die vermutlich durch Wolken blauer Hyperkristalle stabilisiert werden - möglicherweise bereits seit tausenden von Jahren. Die so genannten Viibad-Klüfte sind stabile Hyper-Wirbelstürme, die in Tryortan-Schlünden enden und den Raumsektor wie Säulen durchziehen.

MIKRU-JON erreicht die in der Sonde gespeicherten Koordinaten am 25. September 1469 NGZ. Hier befinden sich sowohl die 149 Kilometer durchmessende kugelförmige Werft APERAS KOKKAIA (wahrscheinlich ein umgebauter Handelsstern) als auch die BASIS. Das terranische Fernraumschiff ist zerlegt - aber nicht nach dem dafür vorgesehenen Schema. Und offenbar ist der Prozess noch immer nicht abgeschlossen. Partijan geht davon aus, dass sich aus den Fragmenten ein neues Objekt unbekannter Form bilden wird. Jedes Fragment ist durch einen Energieschirm vor den Flotten des Feindes geschützt. Für Rhodan steht fest, dass es sich um eine Folge des von Delorian eingeleiteten Thanatos-Programms handelt. Ennerhahls Datenträger gibt weitere Informationen frei, die eine Modifikation von MIKRU-JONS Schutzschirmen ermöglichen. MIKRU-JON kann sich den BASIS-Fragmenten danach unbemerkt nähern.

Rhodan folgt einer aufgezeichneten Botschaft Ennerhahls zu einem Treffen in einem bestimmten Fragment. Der Anzug der Universen ermöglicht es ihm, den Schutzschirm des Fragments zu durchdringen, und erweitert seine Wahrnehmungsmöglichkeiten. Ennerhahl hat bereits auf Rhodan gewartet. Während die beiden miteinander sprechen, verändert sich das Innere des Fragments. Die Materie scheint zu schmelzen und bildet neue Formen. Rhodans nächstes Ziel ist der "Graue Raum". Irgendwo in dessen Nähe materialisiert Raphael.

Kommentar:

Solltet ihr nicht wissen, wer oder was Raphael ist: Er ist eine Art Energiegeschöpf in der Gestalt eines Menschen, im 36. Jahrhundert erschaffen von NATHAN zur Überwachung des Plans der Vollendung. Auch der Bau der BASIS gehört zu diesem Plan. Jetzt sollen wir offenbar glauben, dass der Plan noch immer nicht abgeschlossen ist, und dass sich die BASIS selbsttätig wie ein formenergetisches Gebilde umformen kann. Irgendwie geht mir das zu weit - es passt irgendwie nicht zur Geschichte dieses Raumschiffs. Es ist ja schön, dass sich Rhodan um die BASIS kümmert, aber hat er da nicht was vergessen? Schwirren in Chanda nicht noch ein paar Beiboote der BASIS rum? Es wäre schön, wenn man mal erfahren würde, wie viele das überhaupt sind und was getan wird, damit alle wieder zusammenfinden. Mir scheint, dass sich Rhodan nicht besonders viel Mühe gibt, den Verschollenen zu helfen.

Auf Seite 24 sagt Gucky: "Es geht wohl nicht ohne Superintelligenzen". Jepp. Und es geht offenbar auch nicht ohne irgendwelche Hyperstürme und ähnliches. Mit einigem Technobabble erklärte Phänomene, die sich zweifellos Rainer Castor ausgedacht hat. Zum Glück hält sich das Hypergeschwurbel in diesem Roman noch in Grenzen. Zweifellos nutzen die Bewohner Chandas die stabilisierten Hyperstürme als Transportmittel. Bekanntlich basiert das Polyport-Netz auf demselben Prinzip.

Auf Seite 22 wird eine interessante Theorie wiedergegeben, der zufolge die Beauftragten der Hohen Mächte sich deshalb immer so geheimnisvoll geben, weil sie einer Art "Primärer Direktive" wie in Star Trek folgen müssen. Sprich: Sie dürfen sich nicht in die inneren Angelegenheiten nicht so weit entwickelter Völker einmischen und müssen vermeiden, dass es zu einem Kulturschock kommt, oder dass die armen Bewohner der Niederungen durch zu weitreichende Erkenntnisse schockiert werden. Das ist natürlich Unsinn. Denn die Beauftragten von Superintelligenzen und Kosmokraten nehmen ja prinzipiell nur dann Kontakt mit Perry Rhodan auf, wenn sie etwas von ihm wollen. Wenn wieder mal ein hirnrissiger Plan durchgeführt werden muss, oder wenn sie Hilfe brauchen. Sie mischen sich also immer ein, reden dann aber nur noch in Rätseln.

Ich weiß nicht, wie oft ich schon erklärt habe, was eine Mentalstabilisierung ist. MMT sollte mal in der Perrypedia nachlesen, welche Folgen dieser operative Eingriff hat. Dann würde er nicht mehr - wie auf Seite 10 - von einer "faktisch nicht vorhandenen" Mentalstabilisierung schreiben...

J. Kreis, 10.09.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Ulrich Werth (11.09.2011):

Also mir hat der Roman seit langem wieder mal richtig gut gefallen, der in meinen Augen letzte beste Roman war der von Verena Themsen (Die Planetenbrücke), die langweiligsten und mega-dünnsten von CM (sorry, CM). Endlich mal wieder keine verdünnte gestreckte Geschichte, sondern ein von vorne bis hinten mit Handlung gefülltes Heft, mehr will ich ja nicht. Viele überraschende Wendungen. Etwas nervig: Ramoz-Mondra und Perrys psychedelisches Ausflippen mithilfe Mikru-Jon, hält sich zum Glück in Grenzen. Leichte Ungereimtheiten nehme ich gerne in Kauf, wie sollen sonst die vielen Überraschunsmomente entstehen können?


Gastkommentar von Joe (10.09.2011):

Dieses Heft hat Glück, dass es unmittelbar nach dem unsäglichen Alaska-Block erscheint, denn dadurch wirkt es trotz objektiv erheblicher Schwächen nicht gar so schlimm.

Dabei ist es ziemlich unlogisch. Perry verlässt sich z.B. blind auf seinen Wundertüten-Anzug, über den er gar nichts weiß, und unternimmt eine Landpartie, bei der wohl der Anzug (?) dafür sorgt, dass er nicht geortet wird und durch undurchdringliche Schutzschirme schleichen kann. Darauf hätte sich nicht mal der frühe tollkühne Perry eingelassen. Es ist einfach nur idiotisch. Fast so idiotisch wie die Aktionen des "Logikers" Saedelaere im vorherigen Viererblock.

Oder dann: Ein Software-Update sorgt für neue Schutzschirme und neuen Ortungsschutz. Hä? Nix gegen ein ordentliches Update dann und wann, aber hier übertreibt MMT (oder UA?) schamlos.

Und dann das übliche Lamento - Handlung, die für 10 oder 15 Seiten reicht, wird auf Heftlänge gestreckt, und dazwischen muss MMT aufs Schauderhafteste schwafeln, damit die Seiten voll werden. Laaangweilig! Öööde!



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