PR 2608
© Pabel-Moewig
Verlag GmbH,
Rastatt



Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2607 «
» PR 2609 »
Perry Rhodan Nr. 2608: Konflikt der Androiden

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

Nach Alaska Saedelaeres subjektivem Empfinden sind zehn bis zwölf Monate seit jenem Tag im April 1463 NGZ vergangen, als er sich mit der LEUCHTKRAFT auf die Suche nach Samburi Yura begeben hat. Sicher ist er nicht, denn das Kosmokratenschiff hat seinen eigenen Zeitablauf. Infolge ihrer Erlebnisse auf dem Planeten Tolmar sind der Maskenträger und der Androide Eroin Blitzer zu echten Kameraden geworden - wenn nicht sogar zu Freunden. Diese Entwicklung wird von den anderen Androiden misstrauisch beobachtet, und es kommt Alaska so vor, als reagiere auch der Zentralrechner DAN zunehmend mit Ablehnung auf den menschlichen Kommandanten.

Der Konflikt tritt offen zu Tage, als die LEUCHTKRAFT eine Galaxie erreicht, die einst zum Reich der Harmonie gehört haben soll (jetzt jedoch sind alle georteten Planeten verheert und unbewohnt), und sich einer seltsamen, aus zwei Schwarzen Löchern bestehenden Konstellation nähert. Zwischen den Singularitäten befindet sich eine instabile Sphäre undefinierbarer Raumzeit, die eine schädliche Wirkung auf den Walzenraumer auszuüben scheint, denn es kommt zu einem unfreiwilligen Zwischenstopp. Saedelaere ist davon überzeugt, hier eine Spur Samburi Yuras finden zu können, aber DAN verweigert eine weitere Annäherung. Deshalb dringen Saedelaere und Blitzer mit dem Beiboot ROTOR-G in die Sphäre ein. Etwas, das die beiden als "Entartete Strangeness" bezeichnen, setzt dem Schiff schwer zu. Es stellt sich heraus, dass Saedelaeres Cappin-Fragment eine wachsende Zone der Ruhe erzeugt, so dass der Weiterflug möglich ist.

Ein kleines Raumschiff aus Formenergie wird geortet und in die ROTOR-G hineingezogen. Zwei winzige Wesen entsteigen dem Schiff, das wie eine riesige Walnuss aussieht. Sie bestehen aus einem flauschig bepelzten Hauptkörper von der Größe einer Kinderfaust mit großen Augen, spitzen Ohren und einer kleinen Nase, sowie einem achtzig Zentimeter langen Schwanz, an dessen Ende ein Antigravitationsorgan sitzt, mit dessen Hilfe sie sich quer durch die Luft fortbewegen können. Die beiden Fremden sind zutraulich. Besonders Saedelaere hat es ihnen angetan, denn die Ausstrahlung seines Cappin-Fragments ist für sie sehr angenehm.

Die Translatoren versagen, deshalb erfahren der Terraner und der Androide nicht, dass ihre beiden neuen Gefährten zum Volk der Firibirim gehören, das in mehreren Stöcken innerhalb der Anomalie lebt. Ihre Namen sind Mel-anta-Sel (Wissenssucher mit schwarzem Pelz) und Dom-helo-Rom (Künstler mit orangefarbenem Pelz). Sie sind aufgebrochen, um etwas gegen eine Flotte von Eindringlingen zu unternehmen, die das Energiegefüge innerhalb der Sphäre stören, das den Firibirim als Nahrung dient. Die Störung führt dazu, dass bei den Firibirim fast nur noch solche Individuen geboren werden, die im Erwachsenenalter zur Kaste der rotfelligen Befehlsgeber gehören. Braune Firibirim, die für alle möglichen Arbeiten zuständig sind, und violette Firibirim, die sich als einzige ihrer Art fortpflanzen können, werden immer seltener.

Die Aufregung der kleinen Fellkugeln kennt keine Grenzen mehr, als die Orter der ROTOR-G ein hundert Meter langes Schiff zeigen, das die Form eines an beiden Enden abgesägten Baumstammes hat. Die Firibirim kennen Einheiten dieses Typs - es sind die schädlichen Eindringlinge. Ein Bildfunkkontakt kommt zustande. Humanoide Wesen sind zu sehen. Alle tragen Masken - genau wie die Darsteller des mahnenden Schauspiels von Tolmar…

Kommentar:

Dieser Roman scheint Hubert Haensel mehr Spaß gemacht zu haben als PR 2606. Die Schilderung der quirligen kleinen Firibirim und ihres Gesellschaftssystems scheint ihm besonders am Herzen zu liegen. Die sympathischen Kerlchen könnten zu einer echten Bereicherung der Serie in Sachen Humor werden, aber die Autoren sollten es damit nicht übertreiben. Haensel zum Beispiel schlittert hart am Rand der Lächerlichkeit entlang, kriegt die Kurve aber doch immer wieder. Bei den Firibirim gibt's immer mehr Häuptlinge, aber kaum noch Indianer. Das kann natürlich nicht funktionieren. Da können die wenigen verbliebenen Arbeiter schon mal an Überbeanspruchung eingehen. Kommt mir irgendwie bekannt vor...

Ich kann übrigens nur schwer akzeptieren, dass weder Saedelaeres Translator noch sein kosmokratisches Pendant in der ROTOR-G in der Lage sein sollen, die Sprache der Firibirim zu übersetzen. Und wenn man Haensels überflüssige Momentangaben streichen würde ("in dem Moment", "im selben Moment", "im nächsten Moment" und so weiter und so fort), dann wäre der Roman plötzlich nur noch halb so dick!

Ansonsten gibt's nicht viel zu dem Roman zu sagen. Wir nähern uns immer mehr dem ehemaligen Reich der Harmonie, das den Vorankündigungen zufolge eine wichtige Rolle in diesem Zyklus spielen soll. Viel scheint davon nicht übrig zu sein. Wer wohl für die Vernichtung der Planeten und die Entstehung der Anomalie-Sphäre verantwortlich sein mag? Einen Moment lang hatte ich gedacht, diese Sphäre könne womöglich mit dem seltsamen Raum identisch sein, in dem sich das Solsystem neuerdings befindet. Dazu ist sie zwar eigentlich zu klein, aber aufgrund ihrer "undefinierbaren Raumzeit" könnte sie ja innen größer sein, als es von außen besehen den Anschein hat.

Mir ist erst heute aufgefallen, dass ich letzte Woche vergessen habe, den "Deine Meinung" - Button einzubauen. Sorry! Das habe ich jetzt nachgeholt. Solltet ihr also einen Kommentar zu PR 2607 loswerden wollen, dann könnt ihr das jetzt tun!

J. Kreis, 14.08.2011


« PR 2607 «
» PR 2609 »






Gastkommentare


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden.


Gastkommentar von Joe (14.08.2011):

Ich will zu diesem Quatsch nicht viele Worte verlieren. Nur soviel: HuHae hat sich noch vergleichsweise achtbar aus der Affäre gezogen.

Wenn UA uns mehr von der Sorte auftischt, müsste Neo, auf das ich mich übrigens (nicht nur aber auch wegen dieses Heftes) recht ordentlich freue, eigentlich der totale Selbstläufer werden. Wirklich, die beste Entscheidung von Verlag und Redaktion seit langer, langer Zeit.



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)