PR 2603
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Perry Rhodan Nr. 2603: Die instabile Welt

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Heatha Neroverde führt den Todringer Awkurow durch die CHISHOLM, um ihm die Mentalität der Galaktiker näher zu bringen. Als Awkurow erfährt, dass Lor-Eli Alucc aufgrund des Paraflimmerns im Sterben liegt, sieht er eine Möglichkeit, wie sich die noch unsicheren Beziehungen zwischen Galaktikern und Todringern verbessern lassen. Obwohl er aufgrund seines früheren Verhaltens von seinem Volk ausgestoßen wurde und bei einer Rückkehr den Tod zu gewärtigen hat, nimmt er Heatha Neroverde und Sinaid Velderbilt mit in die Unterwelt von Orontes. Er wird zwar grausam bestraft, aber letztlich sehen die Todringer ein, dass sein Vorhaben gerechtfertigt ist. Sie lassen zu, dass er den autistischen Todringer Retepko in die CHISHOLM bringt. Dessen Paragabe ermöglicht die Dämpfung hyperenergetischer Einflüsse. Auf diese Weise schirmt Retepko Lor-Eli vom Paraflimmern ab, so dass Pic Lershimon sie heilen kann.

Perry Rhodan eilt den in Bedrängnis geratenen BASIS-Korvetten SENCO AHRAT und HARL DEPHIN mit MIKRU-JON zu Hilfe, muss aber schnell feststellen, dass selbst die überlegenen Mittel seines Schiffes nicht ausreichen, um die Gefährten herauszuhauen. Beide Korvetten sind schwer angeschlagen, die HARL DEPHIN kann kaum noch aus eigener Kraft manövrieren. Weit über 700 Einheiten zweier Völker aus Chanda haben die Korvetten eingekesselt. Auf der einen Seite stehen die Quolnäer Keretzen mit ihren Schwingenraumern, auf der anderen die Tulpenschiffe von Pflanzenwesen, die sich Sabyren nennen. Beide Gruppen greifen sich zwar auch gegenseitig an, gehen aber insbesondere gemeinsam gegen die Galaktiker vor. Trotz aller Anstrengungen drohen die Korvetten vernichtet zu werden. Die Angreifer sind gnadenlos und reagieren auf keinen Funkruf. Rhodan kann nichts tun - er hat nur noch die Wahl, entweder sein eigenes Leben zu retten oder zusammen mit den Gefährten zu sterben.

Durch einen Erkundungssprung in eine Einheit der Quolnäer Keretzen findet Gucky heraus, dass diese Wesen, deren Gesichter von überdimensionierten, nach unten gebogenen Stoßzähnen dominiert werden, zwar nur knapp einen Meter groß, aber extrem aggressiv und gefährlich sind. Die Aggression von Einzelwesen und Gruppen schaukelt sich immer wieder ähnlich wie bei der halutischen Drangwäsche derart auf, dass sie nicht mehr aufgehalten werden können. Es gibt keine Kommandostruktur, aber eine Art Schwarminstinkt, der größere Gruppen lenkt. Jedes Einzelwesen hat eine übergeordnete Bewusstseinsebene bzw. eine Art Psi-Organ: das Tantoram. Durch das Tantoram sind alle Wesen miteinander und irgendwie auch mit ihren Schiffen verbunden. Das Tantoram kann die Oberhand gewinnen und es den Quolnäer Keretzen ermöglichen, Paragaben abzuwehren. Außerdem ist es ihnen möglich, einen Todesimpuls auszustrahlen, den die Galaktiker als "Blitzwelle" bezeichnen. Dadurch begehen die Quolnäer Keretzen Selbstmord und reißen alle Lebewesen im näheren Umkreis mit in den Untergang. Als MIKRU-JON in den Randbereich einer Blitzwelle gerät, verändert sich der Zustand von Ramoz erneut auf bedenkliche Weise, da er den Todesimpuls auffängt.

In letzter Sekunde materialisieren die beiden 300-Meter-Schlachtkreuzer MISSISSIPPI und TUBLIR. Mit ihrer schweren Bewaffnung und dem Überraschungseffekt auf ihrer Seite schießen sie den drei anderen Schiffen einen Fluchtkorridor frei. Alle fünf Einheiten fliehen in die Korona einer nahen Sonne. Dort werden die Korvetten instand gesetzt, so dass endlich ein gemeinsamer Durchbruchsversuch gestartet werden kann. Die Umgebung der Sonne wurde jedoch vermint. Die MISSISSIPPI bleibt zurück, um den anderen Schiffen Luft zu verschaffen, wird dabei aber schwer beschädigt. Perry Rhodan versucht zu helfen, muss aber fliehen, als die Quolnäer Keretzen eine weitere Blitzwelle auslösen. Rhodan, der sich als Mentalpilot mit MIKRU-JON verbunden hat, leitet die Energie zu einem "Blitzableiter" ab: Ramoz bzw. der Kokon, von dem er umgeben ist, fängt den Todesimpuls auf. Daraufhin verwandelt sich das kleine Katzenwesen in einen menschengroßen Humanoiden. Er fragt Mondra Diamond, ob ihr seine tatsächliche Gestalt gefalle, und verkündet, es sei schön, wieder zu Hause zu sein...

Kommentar:

Irgendwie erinnern mich die Verhältnisse in Chanda an einen bestimmten Abschnitt des Atlan-Zyklus (klassische Heftserie) "Die Abenteuer der SOL". Ab Heft 600 war Atlan mit der SOL in der Galaxie Xiinx-Markant unterwegs, und dort hatten die Beauftragten von Anti-ES den so genannten "Kampfzwang" installiert. Dadurch waren sämtliche Lebewesen der Galaxie gezwungen worden, permanent gegeneinander oder gegen gemeinsame Feinde zu kämpfen. Vermutlich haben wir es in Chanda mit einem ähnlichen Einfluss zu tun, und wer sonst als QIN SHI sollte wohl dahinter stecken? Einen Zusammenhang zur Atlan-Serie sehe ich hier aber nicht, das ist lediglich Ideen-Recycling.

Ansonsten fand ich diesen Roman eher langweilig - Raumschlachten ohne Ende... das kann in einem Kinofilm oder in einem Computerspiel packend inszeniert und optisch beeindruckend sein, aber in einem Roman? Da brauche ich das nicht, jedenfalls nicht in diesem Umfang. Zumal ja sowieso fest steht, dass Perry Rhodan nicht in der Schlacht fallen wird. Zum Glück sorgen wieder einige Kapitel mit den Leuten von der CHISHOLM und den Todringern für Abwechslung.

Ich hatte Recht mit meiner Vermutung, dass Ramoz aus Chanda stammt. Und wie es der in der PR-Serie immer wieder zuschlagende Zufall will, wird das Vieh ausgerechnet genau den Einflüssen ausgesetzt, die nötig sind, seine wahre Gestalt zum Vorschein zu bringen. Also haben wir es schon wieder mit einem mysteriösen Unbekannten zu tun, als würden Ennerhahl und Delorian noch nicht reichen. Aber wer weiß, vielleicht gibt der neue Ramoz ja mehr von sich als nebulöse Andeutungen. Da er aus Chanda stammt, könnte er interessante Informationen auf Lager haben. Ob er sie seinem Frauchen wohl verraten wird?

Damit ist der erste Viererblock abgeschlossen, im nächsten Roman wird ins Solsystem umgeblendet. Ich muss sagen: Bis jetzt hat mich der neue Zyklus eher kalt gelassen. Die Hefte sind ganz nettes Lesefutter ohne Höhen und Tiefen, aber mehr wurde bisher nicht geboten. Keine Aufsehen erregenden Enthüllungen, keine unerwarteten Zusammenhänge - und vor allem keine besondere Spannung. Ein paar vielversprechende neue Nebenfiguren wurden eingeführt, ein neuer Schauplatz wird nur ganz allmählich enthüllt, gut und schön. Aber irgendwie vermisse ich etwas, das mich vom Hocker reißt, das mich dem Roman der nächsten Woche entgegenfiebern lässt. Wie ich zu PR 2600 schon schrieb: Wir hatten sehr ähnliche Szenarien wie das jetzige einfach schon viel zu oft, als dass ich dem noch besonders viel abgewinnen könnte.

J. Kreis, 11.07.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Ulrich Werth (12.07.2011):

Band 2600 hat mir richtig gut gefallen und die Vorfreude auf den neuen Zyklus geweckt, Band 2601 und 2602 waren nicht schlecht zu lesen, aber eher langweilig und hätten auf ein halbes Heft zusammen gefasst werden können. Band 2603 hätte auf 5 Seiten Platz gehabt; wäre da nicht der Cliffhanger mit Ramoz, hätte ich jetzt gesagt "und tschüss".

Ich lese gerade parallel den Cappin-Zyklus. Da ist in einem Heft mehr Abwechslung drin als in den letzten 3 Heften des neuen Zyklus zusammen.


Gastkommentar von Joe (11.07.2011):

Dieses Heft war für mich der klare bisherige Tiefpunkt des Zyklus. Eine Hälfte wieder Mami-Roman, die andere Hälfte ein wirres, unglaubwürdiges und mit grauenhaft zurechtgebogener Logik ausgestattetes Geballer, das einem AE-Roman alle Ehre gemacht hätte. Nichts gegen Geballer, wenn es gut ist, wohlgemerkt. Schade, von MMT hatte ich bisher noch einen recht positiven Eindruck, aber der Doppelband 02/03 war nun wirklich Murks.



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