PR 2601
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Perry Rhodan Nr. 2601: Galaxis in Aufruhr

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Rund um die BASIS tobt eine Raumschlacht. Es sieht nicht gut für die Galaktiker aus, denn aufgrund unbekannter Einflüsse versagt ihre Technik und sie selbst geraten aufgrund der Paragabe der Dosanthi in Panik. Die Angreifer schießen viele Beiboote ab, mit denen die Galaktiker ihr verlorenes Mutterschiff verlassen. Selbst MIKRU-JON ist dem Ansturm nicht gewachsen. Perry Rhodan bringt das Schiff noch rechtzeitig in den Hyperraum - er ist gezwungen, seine Leute im Stich zu lassen und zu fliehen.

Nemo Partijan prägt den Begriff "Paraflimmern" für das störende "Hintergrundrauschen" in der instabilen Materiebrücke, die die beiden Bestandteile der Doppelgalaxie Chanda miteinander verbindet. Möglicherweise ist eine merkwürdige Veränderung, die mit Ramoz - bzw. mit den "Gamaschen", die er trägt - auf das Paraflimmern zurückzuführen. Ramoz verliert das Bewusstsein und die Gamaschen beginnen zu wuchern. Aufgefangenen Funksprüchen zufolge existiert in Chanda eine Vielzahl kleiner und mittelgroßer Machtblöcke, die sich alle gegenseitig bekämpfen. Hinweise auf QIN SHI oder eine andere übergeordnete Organisation gibt es nicht.

Am 7. September wird der BASIS-Tender CHISHOLM im Orbit einer Sonne vom Sol-Typ aufgefunden, die als Sammelpunkt infrage kommt. Der Tender besteht aus einer 1300 Meter breiten und 1000 Meter langen Plattform mit einem 500 Meter durchmessenden Kugelraumer als Kommandozelle, sowie einem unter der Plattform angeflanschten Kontor-Modul mit diversen Handels- und Vergnügungseinrichtungen. Die Besatzung besteht hauptsächlich aus einfachen Raumfahrern ohne besondere militärische Ausbildung, hinzu kommen hunderte Zivilisten. Die CHISHOLM ist den Dosanthi entkommen, wurde aber schwer beschädigt und droht in die Sonne zu stürzen. Aufgrund eines von der Sonne ausgehenden Einflusses hat fast die gesamte Besatzung das Bewusstsein verloren. Nur die Ertruserin Sinaid Velderbilt (leitende Sicherheitsoffizierin) und der Báalol Rynol Cog-Láar sind noch handlungsfähig. Cog-Láar ist Bandleader der Musikgruppe "Cosmolodics". Er hält sich selbst sowie die Ertruserin mit seinen Anti-Fähigkeiten wach - die er aber nur einsetzen kann, wenn er auf seinem Kitharon spielt.

MIKRU-JON schleppt den Tender aus dem Orbit der Sonne, die den Namen Morpheus erhält. Beide Schiffe landen auf der Glutwelt Orontes, dem zweiten Planeten, damit die CHISHOLM repariert werden kann. Das ganze System scheint unbewohnt zu sein, aber auf dem Mond von Orontes gibt es eine robotische Station, die vor einer tödlichen Gefahr warnt. Gucky und Nemo Partijan erkunden den Mond und stellen fest, dass Orontes vor mindestens 6000 Jahren von etwas heimgesucht worden sein muss, das als "Weltengeißel" bezeichnet wird. Nach der Landung kommen die Galaktiker der CHISHOLM wieder zu sich. Major Lew Totshenko, ein zalitischer Logistik-Positroniker, leitet die Reparaturarbeiten. Da Kommandantin Electra Pauk, eine Algustranerin, einen Nervenzusammenbruch erlitten hat, übernimmt der 1. Offizier Bylyi Hüfenyr, ein Blue, das Kommando. In Heatha Neroverde, einer TLD-Agentin in Ausbildung, die auf der CHISHOLM ein Undercover-Praktikum absolvieren sollte, gewinnt Perry Rhodan eine wertvolle Mitarbeiterin. Auch auf der CHISHOLM gibt es jemanden, der wie Ramoz in verstärktem Ausmaß unter dem Paraflimmern leidet: Die achtjährige Ferronin Lor-Eli Alucc, Schwester der Cosmolodics-Sängerin Tres Alucc, liegt im Sterben. Picuolvnag Lershimon, genannt "Pic", Ara-Mediziner im Rang eines Mantar-Heilers, kann nichts für sie tun.

Plötzlich graben sich fremde Kampfroboter aus dem Planetenboden und gehen sofort zum Angriff über. Mit den Mitteln MIKRU-JONS und Guckys Parafähigkeiten können die Maschinen zwar problemlos besiegt werden, aber die Galaktiker müssen erkennen, dass Orontes nicht so leblos ist, wie sie angenommen hatten. Nemo Partijan postuliert die Existenz "camouflierender" Hyperkristalladern in der Planetenkruste, die alles tarnen, was sich unter der Oberfläche befindet. Um zu klären, welche Überraschungen die Unterwelt von Orontes für die Galaktiker bereithält, sollen Gucky, Sinaid und Rynol dorthin vordringen.

Tief unter der Planetenoberfläche regt sich ein mächtiges Wesen namens Syb, das den Galaktikern bereits die Kampfroboter entgegengesandt hat. Jetzt sollen die Todringer zum Einsatz gebracht werden...

Kommentar:

Ich muss jetzt erst einmal damit beginnen, meinen urlaubsbedingten Lese-Rückstand aufzuholen, deshalb fasse ich mich mit dem Kommentar kurz. Viel gibt es aber auch wirklich nicht zu sagen, denn in diesem Roman geschieht eigentlich nicht viel und über Chanda erfährt man nur, dass die gesamte Doppelgalaxie irgendwie instabil, vermutlich extrem weit von der Milchstraße entfernt und von vielen Völkern bewohnt ist, die sich untereinander bekämpfen. Rhodan kann im Moment nicht viel mehr tun, als mit dem Aufbau eines Stützpunkts zu beginnen und die CHISHOLM zu reparieren, damit man mit der Suche nach etwaigen anderen Überlebenden des Dosanthi-Angriffs beginnen kann. Im Grunde haben wir also eine Ausgangssituation, wie sie in der PR-Serie schon x-mal konstruiert wurde: Rhodan fern der Heimat in Feindesland, mit nur geringen Machtmitteln in der Hand und praktisch unwissend.

Dass der Roman trotz der relativen Ereignislosigkeit nicht langweilig wird, liegt zum Teil an der Besatzung der CHISHOLM. Mir scheint, darin verbirgt sich einiges an Potential. Potential für ungewöhnliche Typen, Individualisten mit Ecken und Kanten, die aber nicht zu übertrieben dargestellt werden. An solchen Charakteren mangelt es seit einiger Zeit in der Serie, will sagen: Es wäre schön, wenn wieder einige interessante Nebenfiguren eingeführt werden würden, die über einen längeren Zeitraum hinweg sorgfältig aufgebaut werden und nicht nur in einem oder zwei Romanen eine Rolle spielen, dann aber ignoriert werden. Übrigens: Wer die Vorab-Infos zum geplanten Kostümfest auf dem PR-Weltcon gelesen hat, der wird wissen, dass sich hinter Tres und Lor-Eli Alucc zwei Töchter von Leo Lukas verbergen!

J. Kreis, 10.07.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Joe (11.07.2011):

Nun ja, ein Jahrhundertroman war es sicher nicht, aber doch der, der mir bis jetzt (2603) am besten gefallen hat. Ein bisschen Retro-Feeling, endlich mal wieder sowas wie eine Geschichte mit Spannungsbogen. Leider können die Nachfolgebände nicht halten, was dieser hier verspricht.



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