PR 2599
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Perry Rhodan Nr. 2599: Der letzte Tag

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Icho Tolot und Kardo Tarba erklären die Kapitulation der Galaktiker. Die Jaranoc verzichten deshalb auf Kampfhandlungen. Erneut erscheint VATROX-VAMU in Sinnafochs Gestalt bei Perry Rhodan und vervielfältigt sich. Eritrea Kush aktiviert die letzte Krathvira-Seelenfalle, so dass ein Sinnafoch nach dem anderen verschwindet. Gleichzeitig werden Fesselfelder gegen den Schlachtlicht-Avatar eingesetzt. VATROX-VAMU scheint geschwächt und verwirrt zu sein, jedenfalls verzichtet er vorerst darauf, sich das PARALOX-ARSENAL einzuverleiben. Das ARSENAL teilt sich in zwei Kugelsphären auf. Trotz ihres Todesschreis ist die Superintelligenz ES nicht gestorben, sondern hat sich in das Konzept Lloyd/Tschubai versetzt, das jetzt die Gestalt des Alten von Wanderer annimmt. Rhodan wird von dieser Verkörperung von ES nach Gleam versetzt. Auf diesem Planeten, der allmählich zu einer Scheibenwelt wird, kommt es zum Zweikampf zwischen den Avataren der Entitäten. Der Alte verwandelt sich in Schmetterlinge, die "Sinnafoch" aussaugen. ES nimmt VATROX-VAMU in sich auf.

Rhodan und der Alte kehren zu MIKRU-JON zurück. Das Schiff bringt den Alten zum ARSENAL. Wanderer wurde nicht völlig vernichtet. Die Scheibenwelt befindet sich in der Mitte einer "Nabelschnur", die die beiden Sphären miteinander verbindet. Der Alte löst sich in goldenes Leuchten auf, das als Funkenregen auf Wanderer niedergeht. Eis und Schnee verschwinden, ein neuer Frühling entsteht auf der Scheibenwelt. Alle psi-materiellen Artefakte der versteinerten Anthurianer gehen in ES auf. Perry Rhodan und Mondra Diamond werden nach Wanderer eingeladen, wo sich auch Atlan befindet. Sie begegnen den wieder körperlich gewordenen Neo-Globisten, die ES vor kurzem verschlungen hat. Die Menschen erhalten die Erlaubnis, in ihr früheres Leben zurückzukehren, aber viele entscheiden sich dafür, im Bewusstseinskollektiv von ES zu bleiben. Auch die Schohaaken sind vor Ort. Der zu Eis erstarrt gewesene Homunk ist ebenfalls wieder wohlauf.

Mit Atlans Ritteraura als Katalysator nimmt ES die Psi-Materie des ARSENALS in sich auf und teilt sich in zwei Entitäten: ES und TALIN. ES ist über einen langen Zeitraum hinweg durch die Trennung von ESTARTU und Anti-ES sowie durch verschiedene andere Ereignisse so sehr geschwächt worden, dass er durch die Zweiteilung der Mächtigkeitsballung fast zerrissen worden wäre. Seine von den Kosmokraten gewünschte Weiterentwicklung zur Materiequelle wäre unausweichlich geworden, und das wäre gleichbedeutend mit dem Ende aller Völker in seiner Mächtigkeitsballung gewesen. Um das zu vermeiden, hat ES den Tod riskiert. Durch die Aufteilung in zwei fast identische Entitäten sind nun beide Probleme gelöst. In ihrer neuen Form kann die Superintelligenz die extrem weit voneinander entfernten Bestandteile ihrer Mächtigkeitsballung betreuen und die Weiterentwicklung zur Materiequelle ist auf Jahrmillionen aufgeschoben. TALIN wird künftig auf der neuen Scheibenwelt Peregrinus (ehemals Gleam) in Anthuresta residieren, während ES auf Wanderer in der Milchstraße bleibt. Atlan muss vorerst ebenfalls auf Wanderer bleiben. Markanu wird in TALIN ANTHURESTA verankert. Die Elfahder wollen dort siedeln. Lloyd/Tschubai verschmilzt wieder mit ES. Betty Toufry und viele andere Altmutanten sind jedoch endgültig tot. Als Mondra Diamond nach Delorian fragt, gibt ES vor, ihn nicht zu kennen.

ES/TALIN gibt die gesamte Mentalsubstanz der Vatrox und aller vier aus ihnen entstandenen Geisteswesen frei. Daraus entsteht die neue Entität VAMU. Zehntausende Netzweber "läutern" dieses Wesen, indem sie ihm sämtliche Erinnerungen nehmen. VAMU zieht ab, begleitet von einem Teil der Jaranoc-Flotte. Mehrere zehntausend Schiffe der Jaranoc bleiben jedoch zurück. Tolot und Karba wollen eine neue Heimat für sie finden. Perry Rhodan löst das Problem der Schattenmaahks, die nicht in Andromeda bleiben dürfen: Sie werden sich künftig um die Betreuung des Polyport-Netzes kümmern, das nun wieder allen Völkern offen steht. Der Handelsstern JERGALL wird den Terranern zur Verfügung gestellt. Perry Rhodan spielt mit dem Gedanken, sich aus der Politik zurückzuziehen und den Wundern der Polyport-Galaxien auf den Grund zu gehen...

Kommentar:

Wenn ich seit geraumer Zeit fast jedes PR-Heft verbal in Grund und Boden ramme, dann kann das daran liegen, dass ich ein notorischer Nörgler, Schlechtmacher, Schwarzseher, Spielverderber und eine langweilige Spaßbremse bin. Oder daran, dass ich einfach nicht fähig bin, die überragende literarische Qualität der PR-Heftromane zu erkennen. Kann, muss aber nicht. Es könnte auch ganz einfach daran liegen, dass wir einen grottenschlechten Zyklus hinter uns haben. Und so wartet auch der letzte Roman wieder mit dem üblichen Psi-Mumpitz und dem bei Zyklusende unvermeidlichen Kehraus auf. Am Ende ist alles wieder in Butter, alle haben sich lieb. Wie schön.

Hat jemand ernsthaft an den Tod von ES geglaubt? Wenn ich einfach mal annehme, dass die Autoren ihre Leser nicht bewusst verhöhnen wollen (sicher bin ich mir da allerdings nicht), dann kann ich nur zu dem Schluss kommen, dass ihnen überhaupt nicht klar ist, was sie mit solch lächerlichen Ideen wie dem vermeintlichen Tod von ES, der sich natürlich als Trick oder Scherz herausstellt, beim Leser eigentlich anrichten. Ich will so etwas jedenfalls nicht lesen. Wenn die Autoren nicht den Mut haben, eine Hauptfigur zu töten, dann sollten sie auch nicht so tun als ob. Für mich ist keine Hauptfigur sakrosankt. Wenn es gut geschrieben ist und zur Handlung passt - bitte sehr, warum nicht? Von mir aus hätte auch Tifflor sterben dürfen. Das wäre jedenfalls besser gewesen, als ihn mit blauem Puderzucker zu überstäuben. Wie ich schon schrieb: Ohne ES wären die Terraner besser dran. Jetzt wollen sich ES und TALIN wieder mehr um ihre Schützlinge kümmern. Mal sehen, was daraus wird. Mehr als das übliche kryptische Gefasel, das uns auch in diesem Roman nicht erspart bleibt, erwarte ich nicht. ES behauptet wieder einmal, er habe Rhodan nicht in seine Pläne eingeweiht, weil die Kosmokraten sonst Wind davon hätten bekommen können. Das halte ich für Unsinn. Jedenfalls kann ich kaum glauben, dass die Kosmokraten keine Möglichkeit haben, an diese Information heranzukommen, wenn nur ES im Bilde ist.

Egal, Schwamm drüber. Ich werde mich bemühen, diesen Zyklus so schnell wie möglich aus meinem Gedächtnis zu streichen. Zuvor aber ein Blick zurück.

Der "Stardust"-Zyklus... was hatte ich mir davon nicht alles versprochen. Nach dem vorherigen, 200 Romane umfassenden Großzyklus rund um TRAITOR hatte ich auf eine deutliche Kehrtwende gehofft. Weg von Invasionsszenarien, riesigen Raumschlachten und sonstigen gigantomanischen Entgleisungen, hin zu Sense of Wonder, Entdeckung neuer Welten und ähnlichem. Die Romane PR 2436 bis PR 2439, ergänzt durch PR-Extra 7 und 8, hatten diese Hoffnung geweckt. Darin ging es um die Neubesiedlung eines unbekannten Schauplatzes durch Terraner, die sich von der LFT emanzipierten und etwas völlig eigenständiges aufbauen wollten: Die "Stardust-Menschheit". Da wurden starke neue Charaktere eingeführt, es wurde endlich mal klare Kritik an ES geübt, der neue Schauplatz war faszinierend und bot viele Ansatzpunkte für abenteuerliche Entdecker-Geschichten. So etwas wie Aufbruchsstimmung machte sich breit, ein bisschen wie beim Weg der Terraner zu den Sternen in den Anfangstagen der Serie. Ich hatte angenommen, die Erkundung des Stardust-Systems, die Weiterentwicklung der Stardust-Menschheit und ihrer Beziehungen zu den anderen Völkern auf den besiedelten Planeten würden in einem Zyklus, der ja nun mal den Namen dieses Systems trägt, fortgeführt werden. Darauf hatte ich mich wirklich gefreut.

Dann kam die Ernüchterung, oder vielmehr der ultimative Tiefschlag: PR 2500. Meiner Meinung nach der absolut schlechteste Zyklus-Auftakt aller Zeiten, möglicherweise der schlimmste PR-Roman, der jemals geschrieben wurde. Hasserfüllte Hauptpersonen, die sich durch die x-te Invasionsgeschichte in Folge metzeln. Schon wieder ein super-duper-Transportsystem, das mal eben irgendwo gefunden und ins Solsystem geschleppt wurde, als ob noch nie jemand die Geschichte vom Trojanischen Pferd gehört hätte. Es gab einen Zeitsprung von mehr als hundert Jahren, wobei mit Informationen über die Geschehnisse seit dem Abzug TRAITORS erst einmal gegeizt wurde. Viel mehr kam im weiteren Verlauf des Zyklus nicht hinzu. Man erfuhr fast nichts über das Schicksal früherer Neben-Hauptpersonen usw., und wenn, dann blieb es bei Andeutungen. Das Neue Galaktikum ist eine ebenso rühmliche, aber viel zu kurz abgehandelte Ausnahme wie das Schicksal der heimatlosen Akonen und der in der Lokalen Gruppe zurückgebliebenen Traitoristas. Dass eines der wichtigsten Elemente des vergangenen Großzyklus, nämlich die Organisation der Friedensfahrer, überhaupt keine Rolle mehr spielte, sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Vom Stardust-System war erst einmal nur am Rande die Rede, dann wurde es zwar ein paarmal in die Handlung eingebunden, verkam schließlich aber zu einem beliebigen Kriegsschauplatz unter vielen und wurde ansonsten ziemlich stiefmütterlich behandelt.

Es ging nach PR 2500 zwar nicht ganz so fürchterlich weiter, sehr viel besser wurde es aber auch nicht. Einzelne gute bis sehr gute Romane waren durchaus vorhanden, aber es wollte sich einfach kein stimmiges Gesamtbild entwickeln. Schnell stellte sich der Eindruck völliger Ziellosigkeit ein. Die verschiedenen Handlungsebenen dümpelten orientierungslos im weiten Expose-Ozean umeinander herum, mal berührten sie sich, mal nicht, und sie schienen kaum etwas miteinander zu tun zu haben. Es fehlte das verbindende Element, die starke Mitte. Manches lief auch einfach ins Leere oder geriet in Vergessenheit, beispielsweise das zweite Galaktische Rätsel, die Konflikte im Volk der Gaids und anderes. Symptomatisch für diese Schwäche ist die Tatsache, dass sich dem Leser viele Zusammenhänge und Hintergründe nicht durch die Romanhandlung erschlossen - stattdessen wurden sie von Rainer Castor im PR-Kommentar erklärt. Es mag sein, dass das Chaos durch Robert Feldhoffs viel zu frühen Tod verursacht wurde, sprich: Dass seine Nachfolger mit der Aufgabe überfordert waren, die Geschichte stringent weiterzuerzählen. Man hätte aber erwarten können, dass sie irgendwann die Kurve kriegen.

Stattdessen wurde alles immer zerfahrener. Neu eingeführte Personen und Völker wie Milton DeBeer, die Tennar-Familie, die Young Boys, die Halbspur-Changeure und die Tryonische Allianz wurden einfach ignoriert. Was nicht heißen soll, dass ich ihnen auch nur eine einzige Träne nachweinen würde! Im gesamten Zyklus wurden nur sehr wenige gute Nebenfiguren eingeführt - und wenn, dann wurden sie nicht weiter aufgebaut, sondern führten nur noch ein Schattendasein oder wurden zu nutzlosem Ballast wie Ramoz. Unnötigerweise wurden auch noch Personen wieder aus der Mottenkiste hervorgezaubert, die längst hätten tot sein sollen (die Altmutanten), nach ihrer "Wiederbelebung" kaum eine Rolle spielten und denn auch bald abserviert wurden. Das war ärgerliche Effekthascherei, sonst nichts. Die zweite Hälfte des Zyklus war geprägt von Konflikten und Problemen höherer Wesen, die viel zu abstrakt sind, als dass man als Leser irgendwie davon gepackt werden könnte, und vom immer unmäßiger werdenden Gebrauch der Psi-Materie.

Psi-Materie wurde zum Allheilmittel - ist ja klar: Wenn niemand weiß, welche Eigenschaften das Zeug überhaupt hat, dann kann man alles damit machen. Das Sterben von ES zog sich hin wie Kaugummi, erst in der Endphase des Zyklus wurde überhaupt genauer darauf eingegangen. ES mutierte zum kosmischen Staubsauger und sorgte für den unvermeidlichen Kehraus: Schohaaken, Altmutanten und Funkenleute (aus denen ja sonst neue Mutanten hätten werden können) wurden kurzerhand entsorgt. Die als Hauptgegner aufgebauten Vatrox mit ihren zunächst als unüberwindlich dargestellten Schlachtlichtern degenerierten zu Papiertigern, die von unseren glorreichen Helden einfach überrannt und buchstäblich ausgerottet wurden. Doch damit nicht genug: Ihre Bewusstseinsinhalte wurden bedenkenlos an ES verfüttert, obwohl klar war, dass das nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein konnte. Die nachträgliche Umwandlung aller Vatrox zu einer neuen körperlosen Entität rechtfertigt nicht den zuvor von den Terranern und ihren Verbündeten begangenen Völkermord. Zweifellos wird sich aber niemand mehr auch nur einen Dreck um diese unglaubliche und völlig überflüssige Tat scheren. Übrigens: Alle von Frank Borsch verfassten Vatrox-Romane dieses Zyklus könnte man problemlos überspringen - man würde nichts vermissen.

Unzählige Cliffhanger, die meist auf völlig lächerliche Art und Weise aufgelöst wurden, eine viel zu sehr über -zig Doppelbände gestreckte Handlung, absurde Ideen wie z.B. Tifflors Jahrmillionenmarsch und ein im Hauruckverfahren herbeigezwungenes Ende gaben dem Zyklus den Todesstoß. Alaska Saedelaeres Reise mit der LEUCHTKRAFT wirkte darin wie ein Fremdkörper. Diese Romane sollen zweifellos auf den nächsten Zyklus überleiten, aber sie haben in mir nicht ansatzweise die Hoffnungen geweckt wie die oben verlinkten Stardust-Romane im Negasphären-Zyklus, die dort natürlich aus demselben Grund eingebaut worden sind.

Damit will ich's mal genug sein lassen. Ich könnte noch ewig so weitermachen und weitere Gründe dafür aufzählen, warum mich dieser Zyklus so gar nicht begeistert hat. Aber wenn ihr die letzten 100 Hefte gelesen habt, dann wisst ihr ohnehin, wo die Probleme liegen. Wenn ihr sie nicht gelesen habt, dann müsst ihr nur eines beherzigen: Belasst es dabei und tut euch diesen Unfug nicht an.

J. Kreis, 12.06.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von R. Scherpenstein (13.06.2011):

Da hat ein Schrott-Zyklus ein würdiges Ende gefunden und sogar das Ekelpaket ES hat dann doch noch überlebt. Ich glaube zukünftig lese ich doch erst wieder Sonntags den Kommentar von Kreis und kaufe dann nur die guten Bände. Aber was mache ich dann Freitags wenn das Heft rauskommt und ich neugierig bin? Der nächste Freitag wird's zeigen.
Schnell vergessen die letzten 100 Bände!


Gastkommentar von Norbert Schulte (14.06.2011):

Im Gegensatz zu einigen anderen fand ich die Handlung um Alaska Saedelaere immer recht unterhaltsam. Allein sie wirkte wie ein Fremdkörper im Zyklus. Während im Negasphärezyklus die Handlung um den Exodus der Stardustterraner noch inhaltlich direkt mit der Handlung des Zyklus zu tun hatte, war hier einfach ein komplett anderer Handlungsstrang, der sooo offensichtlich in einen nächsten Zyklus führen sollte, dass ich es schon als unverschämt empfinde.
Stardust hat auch bei mir andere Assoziationen geweckt. Ich bin enttäuscht über die vertanen Möglichkeiten. Natürlich sind Fragen im Stardustsystem offen und es ist anzunehmen, dass es - wegen den immateriellen Städten - im kommenden Zyklus eine Rolle spielt. Dennoch ist es entzaubert, die Position ist nun bekannt, die Entfernung ja ach sooo weit (eine Erklärung für die Strangeness beim Übergang damals ist das aber noch lange nicht, oder sehe ich das falsch).
Ein Wort zu ES: Seine Handlungen waren moralisch zutiefst fragwürdig. Dass ES sich einfach der Bewusstseine bedient und nicht fragt, ist unerträglich und degradiert die Menschheit zu Statisten. Wie passt dies zu der Aussage, dass ES bereit sei für eine menschliche Superintelligenz Platz zu machen? Ich hätte ES lieber tot gesehen, allein um der Frage willen, wie sich die Menschheit ohne "Mentor" entwickelt. Wahrscheinlich nicht anders als mit ihm, denn im entscheidenen Moment hat ES ja sowieso nichts relevantes getan, obwohl er - wie in Bezug auf TRAITOR - ja anderes behauptet.
Ich hoffe, dass das Expose des nächsten Zyklus mehr aus einem Guss ist.


Gastkommentar von Wolfgang Tiegges (14.06.2011):

Abgesehen von den inhaltlichen Schwächen und dem grottigen Aufbau/Ablauf des Zyklus nerven immer mehr die eklatanten handwerklichen Schwächen der Autoren. Stundenlanges Gesülze und Gegrübel..., keine Handlung, keine wirkliche Struktur in den Romanen (Packender Anfang, Mitte mit Konflikten und Spannungsaufbau und ein packendes Ende)... Die Inhalte vieler Hefte sind genauso zerfasert wie der komplette Zyklus. Was mir auch extrem auf die Nerven geht, sind die permanenten Zeitsprünge. Wenn schon Zeitspünge, dann bitte nicht permanente Wechsel innerhalb eines Heftes. Das gilt übrigens für die nervigen permanenten ViewPoint-Wechsel innerhalb eines Heftes (siehe die z.B. die letzten 5 Hefte, Ich bin... ). Und BITTE BITTE: Lasst NIE WIEDER Rainer Castor einen "Roman" schreiben - Dann kann ich mir auch ein Lexikon oder ein Geschichtsbuch kaufen - das liest sich mindestens genauso spannend!


Gastkommentar von Thomas Harbach (14.06.2011):

Hallo Johannes, es ist bewundernswert, dass Du Dich durch die ganzen Bände kämpfst und den Überfliegern unter den Lesern eine Handlungszusammenfassung gibst. Das niedrige Niveau der "Perry Rhodan" wäre angesichts auch des Exposeredakteurwechsels nach Robert Feldhoffs frühen Tod vielleicht noch zu verkraften, müsste man nicht zusätzlich das Sendungsbewusstsein der Perry Rhodan Redaktion insbesondere in Person Christian Montillon - sein Infotransmitter stempelt ihn inzwischen zu einer Art Pausenclown beim PR - QVC Kanal ab - oder Klaus N. Fricks verkraften, welche die Serie auf neuen Höhenflügen sehen. Da fühlt man sich als Käufer/Leser eher auf den - positiv gesprochen - Arm genommen als hinsichtlich der Hilflosigkeit, mit der ein durchschnittliches Team - das hat weniger mit der Bezahlung zu tun, es gibt keine Alternativen, wie "Sternenfaust" jede 2. Woche stilistisch unterirdisch und handlungstechnisch allenfalls handwerklich bieder beweist - alles am Ball kann: Aufpumpen, Einfetten - nicht mehr notwendig - und ordentlich ins Ballnetz tun. Inspirierten Fussball können sie allerdings nicht mehr spielen.

Du brauchst den Kommentar für Band 2599 als Zyklusende nicht unbedingt veröffentlichen, es spielt fatalistisch auch keine Rolle. Bei "Perry Rhodan" wird sich nicht viel ändern, solange die Verkaufszahlen einigermaßen stimmen. Ich stelle es Dir frei. Viele Grüße Thomas


Gastkommentar von Dirk (14.06.2011):

...und letztendlich hat es dieser Zyklus doch geschafft, dass man darüber redet und man PR-Romane weiter kauft. Um das sinkende Niveau dieser Heftserie zu verbessern, müsste man wahrscheinlich den Heftpreis erhöhen, um neue (bessere) Autoren zu motivieren hier mitzumachen.
Ich finde die Rezitationen von J. Kreis immer wieder amüsant, auch wenn er ein bisschen lockerer seine Meinung vertreten sollte, trotzdem weiter so! Die PR-Serie kann nur besser werden!


Gastkommentar von Dr. S (19.06.2011):

Ich kann den vielen kritischen Stimmen zu dem letzten Zyklus im Großen und Ganzen nur zustimmen: ein seltsam amorpher und insgesamt wirrer und brutaler Handlungsfaden geht zu Ende, die übliche Großinvasion, angereichert mit kosmischen Holocaustphantasien - final wieder relativiert- die x-te scheinbar ultimate Bedrohung des Solsystems und die (vorhersehbare) x-te Rettung via Deus ex machina (wie ES' wunderbare Rettung und Verdoppelung). Die "Probabilität" (R. Stache) wird immer weniger in der Serie beachtet., der Schematismus der Erzählinhalte ist mitunter beängstigend.
Wenige Lichtblicke gab es nur, so etwa die komplexe Geschichte um Sinnafoch und seinen Okrill sowie die zum Teil meisterhaft gelungenen Perspektivenwechsel, die die Sicht der Vatrox und ihre wechselhafte Geschichte als Täter und Opfer perspektivenreich dem Leser vermittelten.
Leider hat Band 2600 erneut nur die generelle Einfallslosigkeit des alten Zyklus wiederholt: Zack, bumm, die nächste Invasion (Entführung des Solsystems.) Schade, THOREGON lässt leider nicht grüßen.



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