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Perry Rhodan Nr. 2598: Tod einer Superintelligenz

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

11. Mai 1463 NGZ. Die Psi-Materie des PARALOX-ARSENALS muss ES zugeführt werden, aber VATROX-VAMU und mehrere zehntausend Jaranoc-Kampfschiffe sind erschienen. Die Entität bleibt jedoch noch passiv - anscheinend fürchtet sie sich davor, ein zweites Mal bei der Vereinnahmung des ARSENALS zu scheitern. Plötzlich materialisiert der Planet Markanu an Wanderers ehemaligem Standort innerhalb von TALIN ANTHURESTA. Die Scheibenwelt der Superintelligenz wird in das von ES gefressene Loch in der Dyson-Hülle versetzt. Gleichzeitig erzeugen die in TZA'HANATH zurückgebliebenen ES-Mutanten mit letzter Kraft einen Aufriss, in dem TALIN ANTHURESTA erscheint. Die Mutanten haben es geschafft, das Wunder von Anthuresta in den Normalraum zu bringen - aber sie bezahlen diesen Erfolg mit ihrem Leben. Wanderer bewegt sich langsam auf das ARSENAL zu, doch VATROX-VAMU schiebt sich dazwischen.

Die Entität nimmt körperliche Gestalt an und erscheint in der Form des Frequenzfolgers Sinnafoch bei Perry Rhodan, um ihm ein Angebot zu machen. Rhodan soll VATROX-VAMU dabei helfen, die Psi-Materie zu vereinnahmen. Im Gegenzug wird die Entität, die inzwischen die Besatzungen aller terranischen Schiffe mental unterjocht hat, danach abziehen und die Lokale Gruppe nicht weiter behelligen. Rhodan wird in eine Scheinwelt versetzt, in der er sich zwischen Sinnafoch und Lotho Keraete entscheiden muss. Er lehnt das Angebot der Entität ab. VATROX-VAMU will zuschlagen, verschwindet aber plötzlich, denn Betty Toufry und Eritrea Kush haben drei Krathvira-Seelenfallen erhalten, die gegen die Entität eingesetzt werden konnten. VATROX-VAMU will sich jetzt offenbar auch ohne Rhodans Hilfe am ARSENAL laben und nähert sich diesem, während Wanderer vermutlich nicht rechtzeitig dort ankommen wird, obwohl es ihm gelingt, eine Transition durchzuführen. Die Terraner erhalten endlich Verstärkung aus Andromeda: Die JULES VERNE und tausende Einheiten der galaktischen Flotte treffen ein.

Betty Toufry ruft Perry Rhodan zu sich, aber als er mit MIKRU-JON bei ihrer Silberkugel eintrifft, erkennt sie, dass er mangels Ritteraura nichts ausrichten kann. Die Mutantin lenkt ihre Silberkugel direkt in das ARSENAL hinein, so dass eine Art Riss entsteht - dabei findet sie den endgültigen Tod. VATROX-VAMU nimmt die Gestalt eines Schlachtlichts an und attackiert Wanderer. Die Scheibenwelt wird verwüstet und löst sich auf, nachdem eine Art Todesschrei der Superintelligenz erklungen ist.

Kommentar:

Ich bin es leid, Woche für Woche dasselbe zu schreiben. Deshalb spare ich mir den Verriss - so er denn nötig sein sollte - für das Zyklusfazit auf, vor dem ich mich nächste Woche wohl nicht drücken kann.

Heute nur so viel: Sollte ES wirklich tot sein, ist es mir egal. Wie ich schon mehrmals sagte: Ohne die Superintelligenz werden die Völker der Lokalen Gruppe besser dran sein. "Aber das Machtvakuum!" schreien die Expokraten. Na und? Hat ES die Terraner etwa in den letzten Jahrhunderten auch nur vor einem einzigen Angreifer geschützt? Und wie viel schlimmer als TRAITOR kann es denn wohl noch werden? Rhodan wäre besser beraten gewesen, VATROX-VAMUS Angebot anzunehmen. Komisch, wie sich alles wiederholt, nicht? Genau dieselbe Situation hatten wir am Ende des letzten Zyklus schon einmal.

Sollte ES aber nicht tot sein, dann wäre das Ende dieses Romans nur ein weiteres Beispiel für die vielen unverzeihlichen Leser-Verarschungen in diesem Zyklus. Dass da noch irgendwas im Busch ist, kann man wegen des Weiterbestehens des Konzepts Lloyd/Tschubai vermuten. Vielleicht werden ja am Ende nicht nur ES, sondern auch alle vermeintlich endgültig gestorbenen Mutanten, Schohaaken, Globisten, Anthurianer und was weiß ich wer sonst noch wieder aus dem Hut hervorgezaubert. "Ätsch! Reingelegt! War doch alles nicht so schlimm."

Damit die Kritik nicht zu negativ klingt: Sie gilt nur für den großen Handlungsrahmen, den Marc A. Herren zu beachten hatte. "ES und VATROX-VAMU zanken sich um das PARALOX-ARSENAL". Was soll man denn da bitteschön herausholen außer Psi-Geschwurbel, mentalen Aufschreien und irrealen Erlebnissen in fiktiven Welten? Marc umgeht dieses Problem zumindest teilweise, indem er auf die Gefühle und Ängste der Protagonisten eingeht. Das gelingt ihm immerhin so gut, dass mir Betty Toufrys (vermutlich) endgültiger Tod im Gegensatz zum (möglichen) Ende von ES nicht egal ist.

J. Kreis, 05.06.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von R. Scherpenstein (05.06.2011):

Auch beim letzten Zyklus war die Auflösung dann doch eher mau. Allerdings waren da die Romane besser, von den letzten 100 Bänden lohnten höchstens ein gutes Dutzend den Leseaufwand. Wenn ES nun abtritt, umso besser, ich denke die Funktion des Großen Lenkers der Menschheit hat ES doch schon lange nicht mehr. Da aber eine Superintelligenz nach dem Zwiebelschalensystem in allen Dimensionen existiert, kommt ES bestimmt bald wieder, wird uns wohl nicht erspart bleiben. Ich denke, es ist auch schwer für die Autoren, nach 50 Jahren ist eigentlich alles erzählt, alles war schon mal da. Vergessen wir nicht, die PR Serie war ursprünglich nur für wenige Ausgaben konzipiert, schon 100 Hefte waren eine Sensation. Vielleicht wäre langsam Zeit für einen Abschluss. Die Menschheit tritt die Nachfolge von ES an und die Bewusstseinsinhalte bilden eine eigene Mächtigkeitsballung. Na ja, warten wir's ab und hoffen auf die nächsten 100 Bände.



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