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Perry Rhodan Nr. 2593: Das PARALOX-ARSENAL

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Julian Tifflor durchwandert die Jahrmillionen im Zeitspeer und sammelt weitere Perianth-Schlüssel, was ihm mal leicht und mal nur unter Schwierigkeiten gelingt. Je weiter er im Zeitspeer vordringt, desto mehr verwirrt sich sein Geist. Kristallstaub setzt sich auf seinem Körper fest, so dass sich allmählich eine dünne zweite Haut bildet, die ihn komplett einhüllt und nicht entfernt werden kann. Ein Unbekannter, den er manchmal schattenhaft sehen kann, hilft ihm bei seiner Suche. Als Tiff sich in Nischen und Seitenkorridoren des Zeitspeers verirrt und an Selbstmord denkt, begegnet er seinem Doppelgänger, der behauptet, Tiff habe das Schlimmste bereits hinter sich. In einem weiteren Zeitkorn muss er die bereits gesammelten Perianth-Schlüssel einsetzen, um einem Roboter namens Safri-16 die Rückkehr in dessen Relativgegenwart zu ermöglichen. Tiff gibt dem Roboter sein Notizbuch mit. Auf unbekanntem Wege wird dieses Buch eines Tages in den Besitz von Duleymon gelangen...

Das nächste Zeitkorn ist leer. Irgendjemand muss die gesamte Psi-Materie entfernt haben. Nur der Perianth-Schlüssel ist noch vorhanden. In Zeitkorn Nr. 18 scheint Tiffs Detektor zu versagen - der Perianth-Schlüssel kann nicht geortet werden. Da erscheint Tiffs Doppelgänger ein weiteres Mal. Er hat den Schlüssel dieses und der letzten beiden Zeitkörner bereits in seinem Besitz und teleportiert (oder: teletemporiert) mit Tiff in Zeitkorn Nr. 20. Tiff erkennt, dass sein vermeintlicher Doppelgänger ein Anthurianer namens Banlaroguel ist, der verschiedene Gestalten annehmen kann. Tiff erfährt, dass die Anthurianer TALIN ANTHURESTA als Arche für die von der erhöhten Hyperimpedanz betroffenen Völker erschaffen haben, dass Wanderer eine der dortigen Scheibenwelten ersetzt hat, dass es ESTARTU erst durch die Vergeistigung von 50 Millionen Anthurianern (bekannt als "der große Gesang") ermöglicht wurde, sich von ES zu trennen, und dass Banlaroguel, den es irgendwann danach in das Zeitkorn verschlagen hat, die Schuld am Irrsinn Fogudares trägt.

Banlaroguel hat einen Plan. Er will das PARALOX-ARSENAL wieder zusammenfügen und ein Zeitparadoxon verursachen. Er will die Entstehung des Zeitspeers und der Schneise von Anthuresta ungeschehen machen, um sein Volk vor den Vatrox zu retten. Tifflor soll ihm dabei als Werkzeug dienen, denn Banlaroguel kann nur wenige Zeitkörner weit vordringen, und dabei nimmt seine Kraft ständig ab. Tiff wird mit Psi-Materie aufgeladen, wodurch sein Zellaktivator plötzlich wieder die Arbeit aufnimmt. Der Terraner erhält einen posthypnotischen Block und wird zu Duleymon versetzt. Ihr nimmt Tiff den letzten Schlüssel ab. Alle zwanzig fügen sich selbsttätig zusammen. Tiff hat nun die volle Kontrolle über alle Zeitkörner. Mit Hilfe seiner Kristallhaut gelingt es ihm, Banlaroguels Einfluss abzuwehren. Der Anthurianer entleibt sich daraufhin selbst. Tiff steht vor einem Dilemma: Wenn er die Zeitkörner wieder zusammensetzt, bedeutet das das Ende aller Lebewesen im Zeitspeer. Verzichtet er darauf, stirbt ES. Deshalb zweigt er eine kleine Menge Psi-Materie ab, die die Krusten stabilisieren soll. Dann trifft er verschiedene Arrangements, die in seiner Relativgegenwart dazu führen werden, dass er derjenige ist, der den Zeitspeer betritt. Zuletzt versetzt er sich ins Standarduniversum und in MIKRU-JON, wo sich seine Freunde bereits Sorgen machen, weil Tanio Ucuz unverrichteter Dinge zurückgekehrt ist.

Für Perry Rhodan ist Tiff nun ein Fremder. Er wirkt nicht nur wegen seiner bläulichen Kristallhaut wie ein höheres Wesen oder ein Bote der Hohen Mächte - zum Glück gibt er sich nicht so geheimnisvoll wie diese Entitäten, sondern erzählt, was er erlebt hat. Am 11. Mai 1463 NGZ erscheinen 18 Zeitkörner und fügen sich zu einem 1088 Kilometer durchmessenden Objekt zusammen, das aus 675 Millionen Kubikkilometern reiner Psi-Materie besteht.

Kommentar:

Wie ich letzte Woche schon schrieb: Tiffs Jahrmillionenmarsch ist viel zu absurd, als dass man als Leser etwas damit anfangen könnte. Ich hatte noch gehofft, Tiff bilde sich das Ganze nur ein, es sei nur ein Sinnbild oder so etwas Ähnliches. Aber es vergehen wohl wirklich Jahrmillionen. Jetzt erinnert Tiff von Aussehen und Gehabe her an Typen wie Lotho Keraete, Homunk und Konsorten. Mal sehen, wie lange die Autoren das durchhalten. Tiffs ZA funktioniert plötzlich auch wieder. Na so was! Wer hätte das gedacht. Na ja, Schwamm drüber. Wenigstens ist LLs Schreibe wie immer gut lesbar. Ich habe in der Zusammenfassung sehr viel ausgelassen; fast alles von Tiffs Abenteuern in den Zeitkörnern. Genau die machen den Roman unterhaltsam, es wäre aber vergebliche Liebesmüh' das alles zusammenfassen zu wollen, denn es dürfte keinerlei Relevanz für den Zyklus haben. So ganz nebenbei wird noch die Geschichte der Anthurianer und TALIN ANTHURESTAS abgehandelt. Kommt es mir nur so vor, oder wird in die letzten zehn Hefte alles in komprimierter Form hineingepackt, was man besser häppchenweise über den ganzen Zyklus verteilt hätte?

Immerhin ist das PARALOX-ARSENAL jetzt endlich da. Das ging schnell, oder? Nachdem im ganzen vergangenen Zyklus noch nicht mal richtig danach gesucht wurde? Jetzt besitzen die Terraner Psi-Materie in Mengen, die jeder Beschreibung spotten. Psi-Materie. Das war früher etwas ganz besonderes, das höchstens mikrogrammweise aufgetreten ist. Und jetzt? Werden wir auch in künftigen Zyklen immer wieder mit Psi-Materie gequält werden, jenem Zaubertrank, der alles möglich macht und dem man immer wieder neue Eigenschaften andichten kann? Übrigens: Wem gehört das PARALOX-ARSENAL eigentlich? Den Terranern? Den Vatrox? Oder all den Völkern, denen die Vatrox die Psi-Materie als Tribut abgenommen haben? Egal, die Psi-Materie wird demnächst an ES verfüttert werden, danach wird alles wieder in Butter sein. Daran habe ich gar keinen Zweifel.

Der ganze Roman - wie auch der von letzter Woche - ist so vollgestopft mit unglaubwürdigen, herbeigezwungenen Zufällen und Zusammenhängen, dass man es kaum glauben kann. Woher kommt das Kristallzeug, dem Tiff seinen Sieg über Banlaroguel zu verdanken hat? Warum ist der Jahrmillionentunnel mit Vitalenergie geflutet, d.h. woher kommt die? Warum lädt sie ausschließlich Tiffs ZA auf, ist aber bei allen anderen Lebewesen wirkungslos? Warum gibt es den Tunnel überhaupt? Wenn er Bestandteil des von den Vatrox installierten Sicherheitssystems ist, dann kommt er mir ziemlich sinnlos vor, denn die Vatrox könnten ihn ja niemals durchqueren. Vielleicht ist er erst durch die Zeitversetzung entstanden. Das wäre dann wiederum einer der erwähnten Zufälle. Warum sind alle Zeitkörner gerade so groß, dass Tiff genug Zeit hat, sie ganz zu durchqueren? Als Tiff dann doch eines erreicht, das zu groß ist, als dass er es in 62 Stunden durchqueren könnte, taucht plötzlich der Anthurianer auf und löst das Problem durch Teletemporation. So ein Zufall aber auch! Warum kommt Tiff nicht früher auf die Idee, die bereits gesammelten Schlüssel irgendwie zu verwenden? OK, um das gesamte Arsenal zu kontrollieren, scheint man alle 20 zu benötigen. Aber offensichtlich kann man schon einiges bewirken, wenn man mehrere zusammensetzt.

Fragen über Fragen. Interessieren mich die Antworten wirklich? Nein. Schlimm genug.

J. Kreis, 01.05.2011


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