PR 2591
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Perry Rhodan Nr. 2591: Im Auftrag der Superintelligenz

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Ein wurmartiges Objekt löst sich aus Lotho Keraetes Mund und setzt sich auf Tifflor fest. Das Ding ist eine Art "Sicherheitsmodul" des Metallmenschen, das auch nach seinem Tod noch aktiv bleiben kann. Es hat ein Eigenbewusstsein, trägt den Namen TiefenEins und teilt Tifflor mit, wie Keraete wieder zum Leben erweckt werden kann. Nachdem das erledigt ist, kehrt TiefenEins zu Keraete zurück. Gemeinsam erzählen sie, wie es zu der aktuellen Situation gekommen ist.

Am 22. Februar 1291 NGZ tritt Lotho Keraete als neuer Bote in die Dienste von ES. Am 17. August 1323 NGZ zeigt ES ihm das Stardust-System in Anthuresta und den sich aufbauenden Sextadim-Schleier. Nach der Übersiedlung von Millionen Terranern in diese neue Heimat und dem Erlöschen der Teletrans-Weiche am 13. November 1346 NGZ reist Keraete zur Schneise von Anthuresta, wo er sich in einem einst von ESTARTU zu Beobachtungszwecken eingerichteten Planetoiden mit einer Silberkugel, einem Fiktivtransmitter, einem Sextadim-Schleier und einem Zeitumformer ausrüstet. ESTARTU hatte vor ihrer Trennung von ES (die mit Hilfe der Anthurianer erfolgte) herausgefunden, dass die Schneise bei einer zehn Millionen Jahre zurückliegenden Katastrophe entstanden ist, die zur Entmaterialisierung aller Sonnen und Planeten in diesem Gebiet geführt hat. In der Schneise existieren mehrere Nullfeldblasen, die "in die Zukunft weisen" und als Zeitkörner bezeichnet werden. Das erste Zeitkorn ist auf den Moment der Katastrophe zu datieren. In ihrer Gesamtheit bilden die Nullfeldblasen den "Zeitspeer".

Schon jetzt weiß ES, dass die im PARALOX-ARSENAL gesammelte Psi-Materie bald lebenswichtig sein wird, und Keraete soll das ARSENAL finden. Er reist ins Jahr 297.388 v. Chr. zurück, also in jene Zeit, in der das letzte Zeitkorn entstanden ist und in der VATROX-VAMU versucht hat, sich das zu diesem Zeitpunkt noch im Zentrum von TZA'HANATH positionierte ARSENAL einzuverleiben. Es ist genau wie TALIN ANTHURESTA im Psionischen Netz verankert. Keraete begibt sich zum Handelsstern TAQARAN in Andromeda. Ganz in der Nähe ist einst der Frostrubin kurzzeitig materialisiert, bevor er von den Porleytern verankert wurde, und durch dieses Ereignis ist TAQARAN ins Standarduniversum zurückgefallen. Hier werden in wenigen Wochen die Hathor Yuga und Marduk Lethos jenen Andury begegnen, die sich zu Elfahdern weiterentwickeln werden. Außerdem befindet sich in der näheren Umgebung der Planet Gleam. Bevor er sich gegenüber TAQARAN als Hochrang-Bevollmächtigter ausweist, macht Keraete einen Abstecher zu diesem Planeten. Danach wird ihm der Zutritt zum Handelsstern verweigert. TAQARAN wird mit immer mehr Psi-Materie geflutet und verwandelt sich in ein Fanal, durch das VATROX-VAMU angelockt wird. Die Entität verschlingt die Psi-Materie und greift Lothos Silberkugel an, die sich jedoch wehren kann. Es entsteht eine Nabelschnur zwischen TAQARAN und dem ARSENAL, in die Keraete einfliegt, verfolgt von VATROX-VAMU. Die Entität versucht Keraete mental zu beeinflussen. TiefenEins verwandelt sich unter anderem in Keraetes längst tote Geliebte Negra Tolt, um den Metallmenschen zum Widerstand zu motivieren. Keraete setzt den Sextadim-Schleier ein, woraufhin sich die Nabelschnur auflöst und VATROX-VAMU verschwindet.

TiefenEins aktiviert den Zeitumformer, um in die Zukunft zurückzukehren. Erst dadurch kommt es zu der Katastrophe, durch die das ARSENAL in Zeitkörner zerfällt und die Schneise entsteht. Das ARSENAL wird zehn Millionen Jahre in die Vergangenheit geschleudert, wobei es in zwanzig Etappen große Mengen von Psi-Materie absondert, die in Nullfeldblasen ohne eigenen Zeitablauf eingebettet sind. Diese Zeitkörner verteilen sich über den in die Vergangenheit gerichteten Vektor und bilden den Zeitspeer. Der weitaus größte Teil kommt in Anthuresta zur Ruhe. Durch dieses Ereignis werden alle Sonnen und Planeten in einem viele Lichtjahre umfassenden Gebiet in den Hyperraum versetzt, wo sie vermutlich verpuffen. Keraete wird in Hyperstasis versetzt.

Damit endet Keraetes Bericht. Um sein Versagen wieder gut zu machen, muss sich jemand mittels des immer noch aktiven Zeitumformers, der irgendwie mit dem Irrläufermond verbunden ist, in dem Keraete gefunden wurde, in den Zeitspeer begeben. Das ist die letzte Chance, die Psi-Materie des ARSENALS zu bergen und in die Relativgegenwart zu bringen. Mit einer Silberkugel erreichen Rhodan, Tifflor, Tolot und Keraete den Mond. Eine Art Tor bildet sich und eine mentale Stimme erklingt. Sie verkündet, nur eine Person könne das Tor durchschreiten. Unermessliches Leid und Belastungen erwarten den Auserwählten.

Kommentar:

Nicht der "Wurm" erzählt Lotho Keraetes Lebensgeschichte, wie ich letzte Woche annahm, nein - Keraete macht es selbst. Ich war also zu optimistisch. Denn Keraete ist natürlich gar nicht so tot, wie angenommen wurde. Tifflor wird mit Sicherheit ebenfalls nicht sterben. Am Ende des Romans wird der Name desjenigen genannt, der in den Zeitspeer eindringen soll. Wir erfahren ihn nicht, aber ich tippe auf Tiff. Wie schon gesagt: Die Autoren haben einfach nicht den Schneid, Hauptfiguren sterben zu lassen. Ich kann übrigens nicht für die Richtigkeit obiger Zusammenfassung garantieren, denn irgendwie steige ich so allmählich durch die zerfaserte Handlung dieses Zyklus nicht mehr durch.

MMT liefert einen Roman ab, der zwar wenig Handlung enthält, dafür aber endlich Antworten gibt. Und was für Antworten! Die muss man sich erst mal auf der Zunge zergehen lassen. Lotho Keraete und TiefenEins sind verantwortlich für das Verschwinden des PARALOX-ARSENALS und die Entstehung der Zeitkörner, nicht etwa VATROX-VAMU. Außerdem haben sie eine kosmische Katastrophe zu verantworten, die zur Entstehung der Schneise von Anthuresta geführt hat. Vielleicht ist es durch das Erscheinen der Reste des PARALOX-ARSENALS zehn Millionen Jahre in der Vergangenheit sogar zur ersten Hyperdepression gekommen? Zeitlich müsste das hinkommen, oder? Wenn ja, dann wären Keraete und TiefenEins letzten Endes auch Schuld am Erstarken der Frequenz-Monarchie mit allen daraus resultierenden Folgen. Durch Keraetes Entsendung hätte ES also erst die Misere herbeigeführt, mit der sich Rhodan & Co. jetzt herumschlagen müssen.

Außerdem wird behauptet, ES habe sich nur deshalb bisher nicht um die Frequenz-Monarchie gekümmert (von deren Existenz die Superintelligenz schon lange gewusst hat), weil ES zu sehr mit ESTARTU und ANTI-ES beschäftigt gewesen sei. Wollen wir's mal glauben. Ich tue mich mit diesen irgendwie herbeigezwungen wirkenden Verknüpfungen mit Ereignissen der Vergangenheit immer etwas schwer.

Wieder einmal kommen diese Antworten in komprimierter Form, d.h. irgendwer erscheint aus heiterem Himmel und präsentiert die wichtigen Informationen in Form einer Erzählung. Unsere Helden haben nicht die Chance, durch eigene Anstrengungen allmählich verschiedene Puzzleteilchen zusammenzutragen und allmählich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzusetzen. "Ihr wollt Antworten? Da, bitteschön!" Ich finde das unbefriedigend. Wenigstens gibt sich Keraete nicht so geheimnisvoll und wortkarg wie zum Beispiel Homunk.

Übrigens wird in diesem und dem Heft der letzten Woche mit Salkrit herumhantiert. Angeblich sollen sogar die Vatrox im Besitz dieses Hyperkristalls gewesen sein. Wie soll das gehen? Salkrit kommt nur im Goldenen System der Charon-Wolke vor, und die ist von außen unerreichbar. Ganz zu schweigen davon, dass sie Millionen Jahre lang in einen Hyperkokon eingebettet war. Woher also soll das Salkrit bitteschön kommen?

Na, immerhin sind jetzt die Weichen für die letzten Hefte des Zyklus gestellt. Die Suche nach den Zeitkörnern ist zu Ende, bevor sie richtig begonnen hat. Es kann jetzt nur noch darum gehen, die Dinger irgendwie in die Gegenwart zu transferieren, die Psi-Materie ES zuzuführenů und dann? Die Frequenz-Monarchie existiert nicht mehr, aber VATROX-VAMU lauert noch im Hintergrund. Wird ES gegen diese Entität kämpfen müssen?

J. Kreis, 17.04.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Claus (17.04.2011):

- Die Hyperdepression gilt zumindest nach derzeitigem Kenntnisstand im ganzen Universum und wurde willentlich von den Kosmokraten, wenn nicht ausgelöst, so doch begrüßt.

- Wenn ich das richtig im Kopf habe, war Salkrit auch TRAITOR bekannt. Ich denke mal, dass es so wie das PEW-Metall von Zeut sehr selten aber durchaus an mehr als einem Ort im Universum auf unterschiedliche Weise entstehen kann.

Vielleicht ist auch ESTARTU in einer Zeitschleife, denn es scheint, als habe man das Ereignis in Taqaran genau vorrausgesehen.

Mit den unterschiedlichen Informationen muss ich auch erst mal sehen.
Anthuresta war SETH-APOPHIS bekannt und ist somit in der Nähe der Lokalen Galaxiengruppe.
Gibt es da noch eine entfernte Verbindung zu den abschließenden Geschehnissen um TRIICLE-9?
Und wie schon früher von mir mal gefragt, warum ist Plan A nicht die Erzeugung wie etwas wie den Baolin-Deltaraum oder ein abgespecktes INSHARAM?



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