PR 2582
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Perry Rhodan Nr. 2582: Ein Kind der Funken

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Tanio Ucuz ist der Sohn zweier Menschen, die 1347 NGZ vom Goldenen Funkenregen berührt worden sind. Er besitzt mehrere Parafähigkeiten. Zum einen ein intuitives Gespür für alle denkbaren energetischen Erscheinungen, zum anderen die Fähigkeit, sich wie ein Parapoler in Energieflüsse einzufädeln, wobei er sogar das Psionische Netz nutzen sowie Gegenstände und Personen mitnehmen kann. Außerdem ist er "Parakommunikator". Als solcher kann er die vordergründigen Gedanken von Menschen wahrnehmen und seine eigenen in ihren Geist projizieren, selbst wenn es sich um Mentalstabilisierte handelt. Diese Fähigkeiten sind erst in TALIN ANTHURESTA erwacht. So erklärt sich sein mentaler Kontakt mit Stalwart Agrester und sein plötzliches Verschwinden. Allmählich lernt er seine Gaben und sich selbst zu beherrschen. Er begleitet Tifflor in die Zentrale der JULES VERNE, aber auch dort sind alle Besatzungsmitglieder bewusstlos.

Derweil kommt es zum Kampf zwischen den beiden Erkundungsteams und Agresters Robotern. Akika Urismaki wird von einem ertrusischen Gruppenmitglied in Sicherheit gebracht. Er findet heraus, dass sich in unmittelbarer Nähe der in Hyperkälte erstarrten Scheibenwelt ein Objekt befindet, das einem Kybb-Titanen ähnelt. Mondra präsentiert ihren Controller, so dass die Maschinen zögern. Sie hat eine Vision von Homunk, der ihr seinerzeit auf Wanderer etwas gesagt hat. Plötzlich erinnert sie sich an den Namen "Agrester" und an einen Code. Sie spricht beides aus und legitimiert sich somit gegenüber Agrester, der alles beobachtet, als Befugte von höchster Rangordnung. Er zeigt sich persönlich, spricht mit ihr und erfährt somit, wie es zum Tod Fogudares gekommen ist. Er vertraut ihr aber noch nicht vollständig, da sie kaum etwas über TALIN ANTHURESTA weiß. Einem direkten Befehl von ihr muss er aber Folge leisten, und so strecken die Roboter die Waffen.

Zwei Ereignisse überzeugen Agrester schließlich, dass er mit den Terranern zusammenarbeiten muss. Pral erscheint und behauptet, Fogudares Geist lebe im Psionischen Netz weiter. Ucuz macht ihm klar, dass er TALIN ANTHURESTA nicht allein retten kann. Nur mit der JULES VERNE wäre es möglich, die Psi-Materie-Dispenser zu erreichen und vielleicht zu reparieren. Agrester deaktiviert das Fesselfeld und den Einfluss, der den Terranern die Lebensenergie entzieht. Letzteres nimmt jedoch Tage in Anspruch. Derweil werden Mondra, Pral und Ucuz von Agrester ins Herz von TALIN ANTHURESTA geführt. Sie erfahren, dass sowohl die erstarrte Scheibenwelt als auch ein Bereich in der Nähe des Zentrums für ihn unerreichbar sind. Letzterer ist ein "Verborgener Raum". Mondra entdeckt den Zugang. Homunk erscheint, zeigt sich enttäuscht darüber, dass Perry Rhodan nicht anwesend ist und verschwindet wieder - Rhodan hat gerade den Verborgenen Raum in NEO-OLYMP betreten. Mondra hat also wieder einmal Grund, sich ausgiebig über den Boten von ES zu ärgern.

Der Psi-Sturm wird immer stärker. Als die JULES VERNE am 9. Mai zu starten versucht, hebt sie nicht einmal ab. Das Ende TALIN ANTHURESTAS und somit auch der Besatzung der JULES VERNE steht unmittelbar bevor.

Kommentar:

Homunk wiederholt gebetsmühlenartig, ES liege im Sterben und müsse gerettet werden, was nur mit dem PARALOX-ARSENAL möglich sei. Bitte, liebe Autoren, verdeutlicht doch wenigstens ein einziges Mal, warum ES denn unbedingt gerettet werden muss. Gut, jemand wie Rhodan würde die Superintelligenz allein schon aus moralischen Gründen und purer Hilfsbereitschaft retten wollen. Um den Aufwand zu rechtfertigen, der dafür betrieben wird, und um dem aktuellen Zyklus einen Sinn zu verleihen, sollte dem Leser aber wenigstens klar gemacht werden, dass die Rettung der Superintelligenz den Terranern nutzt. Dass sie ES brauchen, von ES beschützt werden oder was auch immer. Bisher wurde immer einfach vorausgesetzt, dass solche Gründe existieren. Aber welche Gründe sind das? Ganz konkret? Ich wüsste keinen zu nennen. Im Moment wirkt es so, als würden Rhodan und seine Freunde einfach blind tun, was die Superintelligenz von ihnen verlangt. Sie wissen aber nicht, warum sie das tun sollen, d.h. zu welchem Ziel alles führen wird. Woher wollen sie wissen, dass sie etwas Gutes tun, wenn sie ES retten? Gehört ES, der alte Lügner und Betrüger, überhaupt zu "den Guten"? Hat ES in den letzten… hm… 500 Romanen irgendetwas getan, das seine Rettung rechtfertigen würde?

Bei Wanderer - wenn es sich bei der hyperkalten Scheibenwelt denn tatsächlich um Wanderer handelt - befindet sich eine Sektorknospe. Ist das Ding auf Wanderer abgestürzt und hat somit die Hyperkälte erst herbeigeführt? Ob die Sektorknospen wirklich mit den aus dem Sternenozean-Zyklus bekannten Kybb-Titanen identisch sind, und wie die Dinger den Kybb in die Hände gefallen sind, interessiert mich schon - wenigstens etwas, worauf man in diesem Zyklus noch gespannt sein kann. ES hat in TALIN ANTHURESTA einen Verborgenen Raum eingerichtet. Es kann also kein Zweifel mehr daran bestehen, dass die Superintelligenz entweder mit den Anthurianern zusammengearbeitet oder sich ihre Hinterlassenschaften unter den Nagel gerissen hat.

Ansonsten fällt mir zum Roman nicht viel ein. Wir erfahren, wer Genistos Befurisfagis ist bzw. was der Name bedeutet (die Bedeutung des Nachnamens hatte ich mir schon zusammengereimt): "Genieße das, bevor ich es vergesse". LL erzählt zwischendurch eine amüsante kleine Fabel, die nichts mit der eigentlichen Romanhandlung zu tun hat. "Mutant" ist nach Tifflors Meinung im 14. Jahrhundert eine politisch inkorrekte Formulierung. Man sagt jetzt "Paranormal Begabte". Für solche kleinen Gags lohnt sich die Lektüre eines Romans voller Psi-Geschwurbel dann doch.

J. Kreis, 13.02.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Claus (15.02.2011):

Da ist eine Superintelligenz, Herr über ganze Teile einer Galaxiengruppe und kann nicht mehr als eine einzelne Spezies am Rande eines Spiralarms auftreiben, um sich zu retten. Hat wohl keine Freunde... und macht sich mit nichtssagenden arroganten Hilferufen auch keine.
ESTARTU ist ja Verwandtschaft... und schickt mit den Elfahdern gerade mal 'ne Karte.
Jetzt hat sich ES einen Schnupfen geholt und braucht Psionische Energie oder PSI- Materie als Erkältungsmittel. Wenn die einzelne Scheibenwelt wirklich ihr Wohnsitz ist, schwebt er doch im Schlaraffenland.
Ich verstehe auch nicht, warum sich ES nicht beizeiten oder sowieso als normale Essensbeilage etwas gebaut hat, um jederzeit Zugang hierzu zu haben. Wie den Baolin-Nda-Deltaraum oder INSHARAM. Oder etwas wie das Paratau. Und was ist mit dem Psionischen Netz selbst? OK, niemand isst Schlangen roh oder Baumrinde in Minzsauce. Aber richtig zubereitet...
Ach ja... warum schwebt ES eigentlich nicht im Sol-System herum. Beim sechsdimensionalen Juwel...


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