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Perry Rhodan Nr. 2580: Handelsstern im Visier

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Der Tod von Iltu und Jumpy hat Gucky so schwer getroffen, dass er selbst nach seiner körperlichen Wiederherstellung weder den schwächer werdenden Parablock unterstützen noch sich an Perry Rhodans nächstem Kommandoeinsatz beteiligen kann. Zunächst greifen mehrere Funkenleute und ES-Mutanten auf die Psi-Materie zu, die in der aus TALIN ANTHURESTA mitgebrachten Sonde gespeichert ist. Die freigesetzte Energie von vier Kilogramm Psi-Materie stärkt den Parablock und wird zum größten Teil ES zugeführt. So wird zwar etwas Zeit gewonnen, aber es ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Nach einer Diskussion mit Timber F. Whistler, der zunächst nicht bereit ist, seine Leute für ein Selbstmordkommando zur Verfügung zu stellen, fliegen sieben mit Stardust-Terranern bemannte Silberkugeln zum TZA'HANATH-Forschungszentrum der Frequenz-Monarchie. Betty Toufry, eine aus dem Bewusstseinsreservoir von ES entlassene Mutantin, ist mit von der Partie. Perry Rhodan führt den Verband mit MIKRU-JON / Silberkugel Nr. 8 an. Nur vergleichsweise wenige Schlachtlichter bewachen die aus acht Handelssternen bestehende Konstellation, aber es gelingt Rhodan trotz mehrerer Versuche nicht, die Systeme der Handelssterne neu zu starten, um es seinen Leuten zu ermöglichen, dort zu landen. Die Schlachtlichter können die Silberkugeln zwar nicht orten, schießen sich aber dennoch auf sie ein. Noch halten die Schutzschirme der Silberkugeln der Belastung stand, und es werden viele Schlachtlichter abgeschossen, doch der Einsatz ist gescheitert. Perry Rhodan befiehlt den Rückzug. Er wird jedoch von VATROX-DAAG matt gesetzt und bleibt mit MIKRU-JON zurück.

VATROX-DAAG erscheint in der Projektionsgestalt eines Vatrox in dem Obeliskenraumer, der vorübergehend nicht mehr geschützt ist und von zahlreichen Schlachtlichtern begleitet wird. Die Entität schlägt Rhodan einen Pakt vor. Die Terraner sollen gemeinsam mit der Frequenz-Monarchie gegen VATROX-VAMU kämpfen. Angeblich will VATROX-DAAG im Gegenzug nicht nur auf das PARALOX-ARSENAL, sondern auch auf die Nutzung des Polyport-Netzes verzichten, sofern VATROX-VAMU vernichtet werden kann. Für Rhodan ist klar, dass er getäuscht werden soll, und lehnt ab. Daraufhin gibt VATROX-DAAG den Zündbefehl für das ins Solsystem eingedrungene Feuerauge und befiehlt die Vernichtung MIKRU-JONS. Perry Rhodan hat jedoch vorgesorgt und den Netzweber Radyl-im-Abstrakten herbeigerufen. Dieser versetzt MIKRU-JON an einen sicheren Ort. Dann bittet Rhodan den Netzweber erneut um Hilfe.

Kommentar:

Christian Montillon sollte ab und zu mal ein Nachschlagewerk zu Rate ziehen, zum Beispiel die Perrypedia. So schön es nämlich ist, dass Betty Toufry mal wieder in den Mittelpunkt gestellt wird und dass einige Rückblicke auf ihre Vergangenheit eingebunden werden - so unschön ist es, dass gerade das wichtigste Ereignis völlig falsch dargestellt wird und ein zumindest fragwürdiges Licht auf Betty wirft. Warum sollte ein sechsjähriges Mädchen einen geladenen Revolver im Nachttisch liegen haben? Auch hat Betty keineswegs schon länger vorgehabt, ihren Vater zu erschießen. Wenn ich mich richtig erinnere, wusste sie erst gar nicht, dass ihr Vater von einem IV übernommen worden war. Sie hat dann innerhalb von Sekunden erkannt, was mit ihm los ist und was er am nächsten Tag tun wollte. Daraufhin hat sie ihm die Waffe telekinetisch entrissen, ohne es bewusst zu wollen, und mehr oder weniger automatisch abgedrückt. Montillon macht daraus einen geplanten Mord. Das hat Betty nicht verdient.

Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man nach Jahrhunderten aus dem Mentaldepot von ES entlassen wird? Wie war es, darin zu existieren, eingebettet in den Geist einer Superintelligenz? Müssten "wiedergeborene" Leute wie Betty Toufry nicht alles über ES wissen? Keiner der Autoren hat die sich aus diesen Fragen ergebenden Chancen genutzt. Christian Montillon zieht sich aus der Affäre, indem er Betty sagen lässt, sie könne es einfach nicht beschreiben...

Perry Rhodan versucht Whistler ausgerechnet damit zu überzeugen, dass ES gerettet werden müsse. Eine Superintelligenz also, die die gesamte Stardust-Menschheit von Beginn an getäuscht und für ihre eigenen Zwecke benutzt hat. Das scheint mir kein geschickter Schachzug Rhodans zu sein. Dass Whistler trotzdem weich wird, ist erst recht unverständlich. Warum muss ES denn unbedingt gerettet werden? Ich behaupte, die Menschheit und die Stardust-Terraner wären ohne die Superintelligenz besser dran. Sie werden von ES doch nur permanent in Konflikte hineingezogen, an denen sie ohne die Superintelligenz gar nicht beteiligt wären - ganz so, wie es im "mahnenden Schauspiel" dargestellt wird.

Wenigstens schlägt Rhodans wagemutiger Einsatz fehl. Warum eigentlich? Mal ist sein B-Controller das Allheilmittel, dann funktioniert er wieder nicht. Eine Erklärung dafür bleibt man uns schuldig. Allerdings ist nicht mehr besonders viel Zeit bis zum Ende des Zyklus. Wahrscheinlich wird der zweite Versuch also glücken. Vielleicht wird Rhodan den Netzweber bitten, ihn direkt in einen der Handelssterne zu versetzen.

Übrigens: Zündimpuls für's Sol-Feuerauge. Ja klar. Zweifelt irgendwer daran, dass das Solsystem nicht vernichtet wird? Ebenso, wie sicher niemand angenommen hat, dass Gucky sterben würde? Warum verzichten die Autoren nicht endlich mal auf derart lächerliche Cliffhanger...

J. Kreis, 30.01.2011


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