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Perry Rhodan Nr. 2579: Der Spieler und die Toten

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Mit den Mitteln der ROTOR-G scannt Eroin Blitzer die Raumschiffe, die Tolmar umkreisen, und stellt fest, dass es in keinem davon Leben gibt - ebenso wenig wie auf dem Planeten selbst, den er wenig später nochmals aufsucht. Die Auswertung des regen Funkverkehrs im System zeigt, dass es sich ausschließlich um Aufzeichnungen handelt. Alle Lebewesen in dem System sind bereits vor 2000 bis 2500 Jahren gleichzeitig gestorben. Außerdem stellt der Androide fest, dass die Strahlung der Dreieckskonstellation auf den Bereich der Bühne des mahnenden Schauspiels fokussiert wird, und dass ein normales Lebewesen diese Strahlung nicht lange überleben kann. Für Eroin Blitzer steht fest, dass Alaska Saedelaere in Lebensgefahr ist, und dass alle Bewohner Tolmars - einschließlich der Schauspieler - lediglich Projektionen einer mächtigen körperlosen Entität sind. Auf Tolmar begegnet er Vetri, die sich jetzt alles andere als freundlich verhält. Sie verwandelt sich in Gommrich Dranat, den Darsteller des Narren im mahnenden Schauspiel. Die Projektionsgestalt stürzt sich auf den Commo'Dyr, doch dieser wehrt sich erfolgreich mit einem Dimensionsstopper. Danach zapft er die planetaren Datennetze an und macht sich auf den Weg, um Saedelaere zu retten.

In seiner Logenkapsel nimmt Saedelaere am mahnenden Schauspiel teil. Die Emotionen der Schauspieler werden verstärkt und in seinen Geist projiziert. Diese Qual bringt ihn beinahe um, aber mit Hilfe seines SERUN gelingt es ihm, sich aus der Kapsel zu befreien. Die mentale Beeinflussung, der er unterliegt, klingt soweit ab, dass er seinen freien Willen zurückgewinnt. Er nähert sich der Unterseite der Bühnenplattform, wo er auf die "Schauspieler" trifft. Da er annimmt, dass das Schauspiel den Tod für die Insassen der anderen Logenkapseln bedeutet (dass es keine anderen Zuschauer gibt, weiß er nicht), fordert er dessen Abbruch. Die Schauspieler greifen ihn an, wobei sie zu einer einzigen Wesenheit verschmelzen. Diese greift durch den Helm des SERUN und reißt Saedelaeres Maske herunter. Das Cappinfragment verströmt seine Energien, die mit der Ausstrahlung der Dreieckskonstellation interagieren und die Realität für Saedelaere in ein Kaleidoskop von Visionen zersplittern lassen. Eine davon zeigt ihm Samburi Yuras erste Mission im Auftrag der Kosmokraten:

Samburi Yura sucht Tolmar auf, um das mahnende Schauspiel ein für alle Mal zu beenden. Die Wesenheit Tafalla, ein Splitter einer anderen Entität, wiederholt es immer wieder, obwohl bei den Proben zur ersten Aufführung alle Zuschauer getötet wurden. Der Raumsektor wurde danach zur Tabuzone erklärt. Da sich Tafalla uneinsichtig zeigt, will Samburi Yura die Bühnenplattform vernichten, doch Tafallas Projektionsgestalten töten ihre Androiden. Samburi Yura hat Visionen von verschiedenen alternativen Zukünften - in einer davon stattet sie Alaska Saedelaere mit einem Cappin-Fragment aus. Die Enthonin flieht in die LEUCHTKRAFT und will nun sowohl die Plattform als auch Tolmar und Tafalla vernichten, doch plötzlich erscheint der Konstrukteur Sholoubwa in Gestalt einer amorphen Masse aus flüssigem Metall in der Kosmokratenwalze. Er behauptet, Tolmar werde für ein Projekt der Kosmokraten benötigt. Deshalb zieht Samburi Yura unverrichteter Dinge ab, da sie annimmt, ihr Werkzeug Alaska Saedelaere werde ihren Auftrag zu Ende führen.

Eroin Blitzer rettet Saedelaere vor Tafallas Projektionsgestalt, indem er diese mit den Waffen der ROTOR-G zerstrahlt. Die Bühnenplattform wird vernichtet. Eroin Blitzer informiert Saedelaere über seine Erkenntnisse. Danach war Tolmar eine Fabrikwelt Sholoubwas - und zwar nur eine von vielen, deren Positionen nun in DAN gespeichert sind. Auf einer davon hat Sholoubwas wahrscheinlich das BOTNETZ erschaffen. Die Ultradimperforation unweit Tolmars, ebenfalls eine Schöpfung des Konstrukteurs, könnte für Zeitreisen und Reisen in Parallelwelten genutzt werden. Die PROTENOR GAVRAS stammt aus dem Reich der Harmonie.

Saedelaere fragt sich verbittert, ob Samburi Yura ihm das Cappin-Fragment womöglich nur verliehen hat, um eine ihrer Zukunftsvisionen Realität werden zu lassen und ihn zu ihrem Werkzeug zu machen

Kommentar:

Angesichts des Titels hatte ich eigentlich angenommen, Ronald Tekener sei eine Hauptfigur dieses Romans. Leider ist dem nicht so.

Marcs Roman der letzten Woche hat mir ja ganz gut gefallen, aber diesmal kommen für meinen Geschmack zu viele Visionen, Pararealitäten und sonstige unerklärlichen Phänomene vor - ganz zu schweigen von langen Passagen aus dem mahnenden Schauspiel, die sich auch noch regelmäßig wiederholen. Sie wirken selbst dann ermüdend, wenn man annimmt, dass das Reich der Harmonie irgendwann später, vielleicht im nächsten Zyklus, noch von Bedeutung sein wird. Zieht man die Theaterstück-Auszüge ab, was verlustfrei möglich ist, dann ist der Roman plötzlich nur noch halb so lang. Da drängt sich der Eindruck auf, dass wieder mal ein Einzelroman künstlich zum Doppelroman aufgebläht wurde.

Saedelaeres Suche nach Samburi Yura erinnert mich allmählich auf unangenehme Weise an frühere Zyklen, z.B. an Atlans Planeten-Hopping auf dem Weg nach Hangay. Es wird eine Zwischenstation nach der anderen abgeklappert, wo man diesem und jenem Volk begegnet, das nie wieder eine Rolle spielt, sondern auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Hier und da findet man einen Informationsschnipsel, der zur nächsten Zwischenstation führt. Ich kann nur hoffen, dass sich das jetzt nicht wieder über -zig Romane hinziehen wird, denn ich muss feststellen, dass mich diese Storyline nicht besonders interessiert. Der "Hauch des Kosmischen", der den Maskenträger ja immer umwehen muss, reißt es nicht heraus.

Zum Glück verliert Marc seine Hauptfiguren (Saedelaere und Blitzer) nicht aus dem Blick. Blitzer tritt allmählich aus Alaskas Schatten heraus. War er zuvor kaum mehr als Beiwerk, so wird er jetzt richtig sympathisch. Ob Alaskas Befürchtungen wohl zutreffen? Hat Samburi Yura einfach nur ihre Zukunftsvisionen realisieren wollen? Wenn ja, dann wäre es wohl nichts mit der "kosmischen Bestimmung" des Maskenträgers. Dann wäre er nichts weiter als ein Werkzeug für die Kosmokratendienerin - genau wie die Androiden. Wäre womöglich auch besser so. Dann käme Alaska vielleicht endlich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

J. Kreis, 23.01.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von kidgforce (30.01.2011):

"Saedelaeres Suche nach Samburi Yura erinnert mich allmählich auf unangenehme Weise an frühere Zyklen, z.B. an Atlans Planeten-Hopping auf dem Weg nach Hangay. Es wird eine Zwischenstation nach der anderen abgeklappert, wo man diesem und jenem Volk begegnet, das nie wieder eine Rolle spielt, sondern auf Nimmerwiedersehen verschwindet."

Momentmal: Wo sind wir den Halbspur-Changeuren zum ersten Mal begegnet? Das vielgeschmähte Planeten-Hopping hat gleich mehrere strategische Vorteile für Autoren, Expokraten und damit auch für Leser und Spekulierer:
1. Es geht schnell handlungstechnisch voran. Klar, dass man dafür manche rätselhaften Völker und Phänomene erstmal am Rande liegen lassen muss.
2. Gerade weil jeder glaubt "sehen wir doch nie wieder" - kann man Dinge einbauen, die später erst wichtig werden. Nette Überraschung, wenn's dann soweit ist.
3. Die Völker "am Rande" geben den Autoren die Chance, mal richtige SF zu schreiben, andere Welten, Sitten, Gebräuche, soziale oder technische Entwicklungen anzudenken, ohne dass es gleich "zyklusrelevant" werden muss (Wie auch die sogenannten "Lückenfüller").

Ich finde, das alles macht die Serie lesbarer, überraschender, unterhaltsamer. Immer nur Handlungsfortschritt um jeden Preis, das wäre mir zu wenig.


Gastkommentar von Claus (26.01.2011):

Nun ist es ist wohl ziemlich eindeutig, dass der Hauptrechner der Leuchtkraft Informationen zurückhält, denn Frau Samburi hatte beim Ausschalten der Aufführungen im Auftrag der Kosmokraten gehandelt. Warum sollte jemand da was löschen.

Ob Samburi wirklich Alaska als Werkzeug gemeint hat, ist eine offene Frage, da Eroin Blitzer die Bühne zerstört hat. Und vergessen wir nicht die gemeinsame Nacht mit der Proto-Enthonin (2558), auch wenn das für die Inbesitznahme des Anzugs der Vernichtung eine Rolle spielte. Andererseits waren die Juwelen-Brotkrumen für Alaska gedacht...

Irritiert bin ich hinsichtlich der Zeitabläufe. Da kommt der Konstrukteur Sholoubwa auf die LEUCHTKRAFT und verkündet, dass der Kristallplanet nicht zerstört werden darf. Beim Abenteuer in der Immateriellen Stadt hieß es noch, er wäre zum Dank für die Mitkonstruktion des BOTNETZes in die Stadt gebracht worden und dort gestorben.

Übrigens waren die LEUCHTKRAFT-Abenteuer die Doppelnummern 2538,2539; 2558,2559; 2578,2579. Wenn man so weitermacht, sind die nächsten 2598,2599, in fünf Monaten...


Gastkommentar von Eric (26.01.2011):

Nettes Detail am Rande: Der Kanzler spricht von "blühenden Landschaften".


Gastkommentar von Callibso (24.01.2011):

Kurze Spoiler von Uwe Anton über "Das Reich der Harmonie", den nächsten Zyklus und wann es mit Alaska weitergeht:

http://forum.perryrhodan.net/index.php?showtopic=20531&st=20#
(Kommentar #25 und #27)


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