PR 2578
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Perry Rhodan Nr. 2578: Das mahnende Schauspiel

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Auf der Suche nach dem "Schwarzen Loch, das singt" - der einzigen Spur Samburi Yuras - erreicht Alaska Saedelaere mit dem Raumschiff LEUCHTKRAFT eine seltsame kosmische Konstellation. Ein Sonnensystem mit einem einzigen hauptsächlich aus Hyperkristallen bestehenden Planeten, eine in sich selbst gekrümmte Hyperperforation, von der eine unbekannte Strahlung ausgeht, und ein harmonisch mitschwingendes Schwarzes Loch bilden ein Dreieck mit einer Kantenlänge von 1,8 Lichtjahren. Die Strahlung beeinflusst unglaublicher Weise die Systeme der Kosmokratenwalze. Im Sonnensystem sind unzählige Raumschiffe versammelt. Aus dem aufgefangenen Funkverkehr entnehmen die Besatzungsmitglieder der LEUCHTKRAFT, dass auf Tolmar, dem Planeten, demnächst das "mahnende Schauspiel vom See der Tränen" stattfinden soll.

Die LEUCHTKRAFT wird angefunkt, obwohl sie unsichtbar sein sollte. Noch überraschender als diese Tatsache ist die Art und Weise, wie die Besatzung begrüßt wird: So, als seien sie alte Bekannte, die Tolmar schon einmal besucht hätten. Eroin Blitzer streitet jedoch ab, je hier gewesen zu sein. Alaska und Eroin Blitzer werden als Ehrengäste auf Tolmar empfangen. Vetri, eine betörend schöne Frau, die Alaskas Gefühle durcheinanderbringt, führt die beiden Besucher zu einer Unterkunft und erklärt, was es mit dem alle 23 Jahre stattfindenden Schauspiel auf sich hat. Darin geht es um das "Reich der Harmonie", das einst von einem Abgesandten der Hohen Mächte aufgesucht und in Konflikte hineingezogen worden sein soll, die zu seinem Niedergang geführt hätten. Alaska sieht zwar Zusammenhänge zu sich selbst, kann seine Vermutungen aber nicht präzisieren. Er nimmt an, das Reich der Harmonie habe wirklich existiert und Sholoubwa, der Konstrukteur des BOTNETZES, habe irgendetwas mit der ganzen Sache zu tun. Er findet jedoch keine Hinweise auf Sholoubwa oder Samburi Yura.

Alaska begegnet Martus, einem krötenähnlichen Wesen, das als Kritiker auf Tolmar weilt und angeblich Informationen über das Reich der Harmonie besitzt. Eroin Blitzer soll sich später mit Martus in dessen Raumschiff treffen. Alaska trennt sich trotz eines unguten Gefühls von seinem Gefährten, denn er will unbedingt am mahnenden Schauspiel teilnehmen. Er hört nicht auf Eroin Blitzers Warnungen und erkennt zunächst nicht, dass er beeinflusst wird und seinen freien Willen bereits verloren hat. Erst als er mit einer Raumkapsel ins All befördert wird, wo sich die eigentliche Bühne (eine Art Raumstation) befindet, erlebt er einen Moment der Klarheit. Doch als das Theaterstück beginnt, ist es damit wieder vorbei. Die Gedanken und Gefühle der Schauspieler werden mehrfach verstärkt und zwei Lichtjahre weit ausgestrahlt, so dass jeder innerhalb dieses Gebietes den Eindruck erhält, selbst an den dargestellten Ereignissen teilzunehmen. So ergeht es auch Alaska.

Eroin Blitzer betritt derweil die PROTENOR GAVRAS, das Raumschiff des Kritikers. Martus ist zwar an Bord, aber er muss schon mindestens seit Jahrhunderten tot seinů

Kommentar:

Marc A. Herren wieder mal in guter Form. Er präsentiert einen faszinierenden Schauplatz, beschreibt die Protagonisten so plastisch, dass man sie vor sich zu sehen glaubt, und versteht es geschickt, die Handlung so aufzubauen, dass alles zwar in sich schlüssig, aber dennoch zunächst einmal rätselhaft bleibt. Im Roman der nächsten Woche wird er allerdings beweisen müssen, dass er auch eine gute Auflösung für die jetzt aufgebauten Geheimnisse parat hat. Gleichzeitig widmet er sich intensiv der Innenwelt Alaskas, des Mannes, der immer noch nach sich selbst sucht. Es wäre schön, wenn jeder Hauptfigur solch große Aufmerksamkeit gewidmet werden würde. Alaska meint, Samburi Yura könne ihm helfen, seine "wahre Bestimmung" zu finden. Na, wenn sich Marc, der ja jetzt anscheinend dauerhaft für Alaska "zuständig" ist, da mal nicht zu viel vorgenommen hat. Wie es immer so ist mit heiß Ersehntem: Wenn man es erreicht hat, ist man entweder enttäuscht oder weiß nicht, was danach noch kommen soll! Armer Alaska: Dauernd bringen irgendwelche Damen seine Hormone und Gefühle in Wallung. Er muss ja ziemlich unter Druck stehen...

Egal. Im Moment versteht man noch nicht so recht, was es mit der eigenartigen Konstellation aus einem Schwarzen Loch, einem Dimensionsriss und einem Hyperkristall-Planeten auf sich hat. Vielleicht ergibt sich alle 23 Jahre eine Besonderheit in dieser Konstellation, die dazu führt, dass der Riss passierbar wird? Die Frage wäre dann: Kommt etwas daraus hervor, oder wird Alaska ihn durchqueren? Martus ist gleichzeitig tot und lebendig (sofern es sich denn um ein und dieselbe Person handelt) und die LEUCHTKRAFT soll schon einmal in dem System gewesen sein. Befindet sich Alaska etwa in einer Zeitschleife? Dass Alaska bei seiner Ankunft als neuer Kommandant des Schiffes begrüßt wird, spricht gegen diese Annahme.

Jedenfalls haben wir es offensichtlich wieder einmal mit wahrhaft "kosmischen" Ereignissen zu tun. Schließlich geht es um nichts Geringeres als ein Reich, das von einem Abgesandten der Hohen Mächte in Angelegenheiten hineingezogen worden ist, durch die es zugrunde gegangen ist. Diese Gefahr droht auch den Terranern seit vielen Jahren und Zyklen...

J. Kreis, 16.01.2011


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Gastkommentare


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Gastkommentar von MAH (24.01.2011):

Wie immer: gut geschrieben, Johnny Kreisz! ; )

@Vorredner: Der Vergleich Hohe Mächte - Konzerne ist für mich ein ganz stimmiger. *Daumen hoch*


Gastkommentar von Claus (22.01.2011):

Ich habe die Saedelaere-Hefte des letzen Jahres gerade zusammenhängend gelesen und wenn man das macht, geht einem diese ewige Selbstfindung ganz schön auf den Geist. Wie ein heulender 15 jähriger. Wie viel tausend Jahre ist er nochmal?

Das Kosmokratenschiff wird durch Strahlung beeinflusst. Da wird ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen. Warum benutzen Chaosdiener dies nicht als Waffe?


Gastkommentar von kidgforce (22.01.2011):

"Schließlich geht es um nichts Geringeres als ein Reich, das von einem Abgesandten der Hohen Mächte in Angelegenheiten hineingezogen worden ist, durch die es zugrunde gegangen ist. Diese Gefahr droht auch den Terranern seit vielen Jahren und Zyklen..."

Die Parallelen sind offensichtlich. Ich finde es logisch und durchaus legitim, dass jemand, der schlechte Erfahrungen mit den Hohen Mächten gemacht hat, vor ihnen warnt.

Die HM allerdings können keine Kritik vertragen und verhalten sich wie ein Konzern gegen einen Blogger, der ihnen ihr Produkt schlechtmacht: Einfach abschalten lassen. Deshalb sind wohl alle im System eigentlich längst tot.

Allerdings geistert die Botschaft weiter herum, man weiß nicht genau woher, vielleicht gespeichert in den Psi-Kristallen auf dem Planeten oder in einer vom Black Hole erzeugten Parallelrealität.

Auch das eine hüsche Analogie zum Web.

"Armer Alaska: Dauernd bringen irgendwelche Damen seine Hormone und Gefühle in Wallung. Er muss ja ziemlich unter Druck stehen..."

Kein Wunder. Hat er nicht schon mal irgendwo darüber nachgedacht, dass die Maske und das Cappinfragment die Partnerfindung mit normalen Terranerinnen ziemlich erschweren? Drum ist er auch immer hinter weiblichen Überwesen her, die mit solchen Äußerlichkeiten zurechtkommen würden. Die allerdings sind meistens unerreichbar.


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