PR 2575
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Perry Rhodan Nr. 2575: Flucht nach Anthuresta

Autor: Susan Schwartz

Inhalt

Lucba Ovichat wird von der ekstatischen Menge zerrissen und zertrampelt, doch ihr Vamu stirbt nicht. Es geht ins Bewusstseinskollektiv aller gestorbenen Vatrox ein und wird mehr als 38.000 Jahre später mit allen Erinnerungen in einem geklonten Körper wiedergeboren. Ihr Weg zurück ins Leben ist schwer, da sie selbst Widerstand leistet. Kitapor, ein männlicher Vatrox, wird ihr als Referror (Berater) zur Seite gestellt. Lucba begreift, dass sich die Gesellschaftsform ihres Volkes grundlegend gewandelt haben muss. Die männlichen Vatrox sind nun an der Macht, und ihre ursprüngliche Heimatwelt existiert nicht mehr. Die Vatrox sind in eine andere Galaxie übergesiedelt. Wie viel Zeit seit ihrem körperlichen Tod wirklich vergangen ist, erkennt Lucba erst, als Kitapor verschiedene Episoden der Vergangenheit mit dem von ihr selbst entwickelten Verfahren der Holo-Memo-Simulation in ihr wieder erstehen lässt. Kitapor ahnt allerdings nicht, dass Lucba dabei über Raum und Zeit hinweg echten Kontakt mit mehreren weiblichen Vatrox herstellt, deren Vamu längst ins Kollektiv eingegangen ist. Diese Vatrox übermitteln Lucba weit mehr Informationen als von Kitapor vorgesehen, außerdem bleibt auf diese Weise die Erinnerung an Lucba über Jahrzehntausende hinweg stets lebendig.

848 Jahre nach Lucbas Tod: Zum mächtigen Vamu-Orden, der sich stetig weiterentwickelt hat, gehören neben Mentalinnen, die auch ohne die Bildung eines Kreises Gedanken lesen können, so genannte Vamu-Fängerinnen. Sespa Bradogi ist solch eine besonders begabte Empathin. Die Vamu-Fängerinnen können ihr Bewusstsein willentlich vom Körper lösen, das Vamu von Verstorbenen aufspüren und die verirrten Seelen solcher Vatrox zurückführen, die nicht den Weg ins Kollektiv gefunden haben. Das Kollektiv ist an riesige Depots aus Tiovam-Hyperkristallen auf dem Planeten Vat gebunden. Diese Hyperkristalle sind ein weiteres Ergebnis des tiotronischen Hyperimpulses, dem die Vatrox ihre Fähigkeiten zu verdanken haben. In dieser Zeit beginnen die Vatrox, die inzwischen die überlichtschnelle Raumfahrt entwickelt haben, mit der Gründung eines Sternenreiches.

9178 Jahre nach Lucbas Tod: Das Sternenreich der Vatrox umfasst 1500 Siedlungswelten. Aus den Mentaldepots sind drei gewaltige Tiovam-Berge geworden. Ihre Anziehungskraft ist so stark, dass das Vamu über Lichtjahre hinweg dorthin zurückfindet. Die Kollektive haben sich zu eigenständigen Entitäten entwickelt, die nach den Kontinenten ihrer Standorte benannt wurden: VATROX-VAMU, VATROX-DAAG und VATROX-CUUR. Sie treten als Herrscher der Vatrox auf und kommunizieren über Sprecherinnen mit ihrem Volk. Conca Vinnochac ist eine davon. Die Entitäten behaupten, sie hätten eine kritische Größe erreicht und müssten sich teilen, um nicht vernichtet zu werden. In Wahrheit wollen sie durch die Teilung ein "Kind" erschaffen, das nicht mehr an die Tiovam-Kristalle gebunden wäre. So wollen sie eine höhere Evolutionsstufe erreichen. Sie rufen Millionen von Raumschiffen zurück ins Heimatsystem und zwingen 27 Milliarden Vatrox in den Selbstmord, um deren Vamu aufzusaugen und eine vierte Entität zu erschaffen. Das Kind wendet sich jedoch gegen seine Schöpfer und verschlingt VATROX-VAMU. Die beiden anderen Entitäten versuchen es zu bekämpfen. Dabei werden weitere Milliarden Vatrox getötet oder von den Entitäten vereinnahmt, manche sogar körperlich. Als VATROX-VAMU das Vatar-System endlich verlässt, sind Vat und die anderen Planeten verwüstet oder ganz vernichtet. Nur 2,5 Milliarden Vatrox haben überlebt - die Toten sind meist Frauen. Die beiden verbliebenen Entitäten wenden ihre Gunst nun den Männern zu.

Der neue Anführer der Vatrox ist männlich und trägt den Namen Codesfatt. Er nimmt Conca zur Frau. Unter seiner Führung verlassen die Vatrox, begleitet von den beiden Entitäten, ihr Ursprungssystem, um eine neue Heimat und Sicherheit vor VATROX-VAMU zu finden. 226 Jahre später sind von der ursprünglich ca. eine Million Schiffe großen Flotte nur noch 122.000 zusammengekoppelte Einheiten und 1,5 Milliarden Vatrox übrig. Nur 100.000 Personen sind ständig aktiv, der Rest ruht im Tiefschlaf. Die Reise droht zu scheitern, denn die Schiffe überstehen die von den Entitäten eingeleiteten Transitionen kaum noch, und die nächste Galaxie ist viele Lichtjahre entfernt. Da erscheint die Anthurianerin Sholkira mit einer Sektorknospe und bietet ihre Hilfe an. Die Flotte wird zunächst in die Galaxie Bra-Nok-Zo und von dort in die Galaxie Duerchan (= Andromeda) versetzt. Dort siedeln sich die Vatrox auf einer Welt an, in deren Orbit ein Polyport-Hof installiert wird. Den Vatrox wird die Nutzung des Polyport-Netzes gestattet. Etwa 50 Jahre später haben die Vatrox gelernt, das Vamu der Toten ins Leben zurückzuholen - und zwar mit Hilfe der Körper von Schläfern, die sich als hirntot erwiesen haben.

38.402 Jahre nach Lucbas Tod: Die Vatrox sind zum wichtigsten Hilfsvolk der sanftmütigen und stets uneigennützig handelnden Anthurianer geworden. Sie leben in Duerchan und Anthuresta. Die Wiedergeburt ist zum Standard geworden, allerdings werden inzwischen Klone eingesetzt. Der Prozess findet auf acht Welten in den beiden Galaxien statt, auf denen Tiovam-Depots eingerichtet wurden. Diese Technik ist allerdings nicht perfekt, denn bei jeder Wiedergeburt gehen Teile der Erinnerung verloren (wahrscheinlich durch die Bindung an die beiden Entitäten), außerdem sind die Klone nicht zeugungsfähig. Somit pendelt sich die Vatrox-Population auf zwei Milliarden ein. Es gibt nur ca. 500.000 lebende Anthurianer, aber 50 Milliarden, die versteinert sind. Die Vatrox haben einige Reliquien aus alter Zeit aufbewahrt. Eine davon ist eine Blutprobe Lucba Ovichats. So kann die Heilsbringerin geklont und ins Leben zurückgeholt werden. Die Vatrox hoffen, sie werde Mittel und Wege finden, gegen den zunehmenden Erinnerungsverlust vorzugehen.

Damit enden die HMS-Präsentationen. Lucba arbeitet insgeheim mit Solia Innamboch vom Vamu-Orden zusammen, dessen Ziel in der Entmachtung der Männer besteht. Lucba stößt auf die von den Anthurianern erschaffenen Esnur und verwendet deren Kristallstrukturen, um den ersten Induktionsdamm zu entwickeln. Dieses neue Organ soll den Vatrox gegen den Gedächtnisverlust helfen. 143 Jahre nach ihrer Erweckung wird Lucba mit zu einem Planeten in einem Sternhaufen in Anthuresta genommen, auf dem ein versteinerter, aber irgendwie noch lebender Anthurianer entdeckt worden ist. Als die männlichen Vatrox das Feuer auf den Anthurianer eröffnen, um zu testen, wie man diese Wesen am besten tötet, erkennt Lucba, dass ihr Volk den Anthurianern die Macht entreißen will. Sie stellt sich den Soldaten entgegen, kann aber nicht verhindern, dass der Körper des Anthurianers vernichtet wird. Nur ein unzerstörbares psi-materielles Artefakt bleibt übrig, welches ihr Vamu aufnimmt, als sie ein zweites Mal getötet wird.

Lucbas Vamu überdauert Jahrmillionen meist in tiefem Schlaf. Sie erwacht, als ein Stardust-Terraner das Artefakt im 14. Jahrhundert NGZ berührt. Seitdem ist sie wach und schickt ihren Geist auf Reisen, wobei sie von der Psi-Materie unterstützt wird. Dann wird ihr Vamu eingefangen und aus dem Artefakt geholt. Nachdem sie ihre Lebensgeschichte erzählt hat, bittet sie darum, aus dem Vamu-Kerker befreit zu werden.

Kommentar:

Meinem Kommentar zum Roman der letzten Woche habe ich nicht viel hinzuzufügen - der zweite Teil des Doppelromans ist genauso aufgebaut wie der erste. Er wirkt daher wieder etwas episodenhaft, diesmal wird das aber durch die Fülle der Informationen ausgeglichen. Wir wissen jetzt, wie und warum das Vamu der Vatrox immer zu den Hibernationswelten zurückkehrt, warum es praktisch keine weiblichen Vatrox mehr gibt und was es mit einigen ihrer körperlichen / mentalen Besonderheiten auf sich hat. Alles sehr interessant und unterhaltsam geschrieben, also ein richtig schönes Weihnachtsgeschenk. Nur die Kontaktaufnahme Lucbas mit weiblichen Vatrox der Vergangenheit war für mich ein bisschen schwer zu schlucken.

Auch wird eine etwas rätselhafte Begebenheit des ersten Romans geklärt. Usgan Faahr, ein männlicher Vatrox, der scheinbar mit Lucba zusammen gelebt hat und im Verlauf des Romans irgendwie spurlos verschwunden ist, war gar keine reale Person. Es war ihr Zwillingsbruder, der vor oder bei der Geburt gestorben ist und dessen Vamu Lucba aufgenommen hat. Möglicherweise hat sie auf diese Weise erst ihre besondere Begabung erlangt bzw. wurde durch den Verlust ihres Zwillings dazu gebracht, in die entsprechende Richtung zu forschen.

Es besteht ja wohl kein Zweifel daran, dass Lucba befreit werden und sich danach mit den Stardust-Terranern verbünden wird. Schließlich ist sie bestimmt nicht gut auf die heutigen Vatrox zu sprechen! Vielleicht verschmilzt sie ja irgendwie dauerhaft mit Sichu Dorksteiger. Dann hätten die Stardust-Terraner nicht nur eine Superwissenschaftlerin in ihren Reihen, die wie McGyver mal eben aus Büroklammern und Bierdeckeln einen revolutionären Ortungsschutz zusammenbasteln kann, sondern in Personalunion auch noch eine mit noch gar nicht vollständig bekannten Paragaben gesegnete Vatrox, die bestens über große Teile der Geschichte ihres Volkes informiert ist. Ist das nicht zu viel auf einmal? Aber gut: Wir haben ja bereits drei Viertel des Zyklus hinter uns. In dieser Phase entdecken unsere Helden ja immer üblicherweise irgendeine Superwaffe oder dergleichen, womit dem aktuellen Gegner der Garaus gemacht werden kann...

J. Kreis, 26.12.2010


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