PR 2569
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Perry Rhodan Nr. 2569: Das Goldene Zeitalter

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Ein von der KATARAKT angeführtes Geschwader der Stardust-Flotte kehrt am 27. März 1463 NGZ nach KREUZRAD zurück, wo die Elfahder die Situation inzwischen unter Kontrolle haben (mit anderen Worten: Alle Streitkräfte der Frequenz-Monarchie wurden vernichtet). Der Polyport-Hof konnte durch den von Perry Rhodan zurückgelassenen Controller gesperrt und somit endgültig gesichert werden. Am 30. März erhält Stuart Lexa eine Hyperfunkmeldung, aus der hervorgeht, dass beim Planetoiden P-17-25-1463 "etwas vorgeht". Von Kom Agonis und Vacucha Sabo, den einzigen Überlebenden des Prospektorenschiffes PROSPERO, hat Lexa bereits erfahren, dass dort Schlachtlichter verborgen waren. Anscheinend ist eines dieser Schiffe jetzt havariert. Ein aus Stardust-terranischen und elfahdischen Schiffen bestehender gemischter Verband fliegt zum Planetoiden, um die feindliche Einheit aufzubringen. Extrem schwere Hyperstürme erschweren die Annäherung. Nur mit Hilfe eines geistig und körperlich kranken Jugendlichen namens Marten, der aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten bei der Datenanalyse eigens von Lexa aus Stardust-City geholt worden ist, kann ein Weg durch das hyperenergetische Chaos gefunden werden. Marten putscht sich durch Drogen auf, muss ständig ärztlich behandelt werden und ist bei der Besatzung unbeliebt. Das beruht auf Gegenseitigkeit: Marten ist erfüllt von Selbsthass und Abscheu vor all seinen Mitmenschen. Unterwegs entdeckt er Ortungsechos eines unbekannten Objekts mit 17 Kilometern Durchmesser, das den Elfahdern bekannt zu sein scheint.

Auf P-17-25-1463 gibt es eine feindliche Station, die unter einem undurchdringlichen Schutzschirm liegt. Das abgestürzte Schlachtlicht kann jedoch problemlos geentert werden. Fast die gesamte Besatzung ist tot - bis auf zwei humanoide Lebewesen; einen Mann mit rotem Haar und eine Frau, die eindeutig aus dem Volk der Hathor stammt. Beide werden in die KATARAKT gebracht. Der Anblick der weiblichen Fremden löst in Oberprotektor Bellyr einen Erinnerungsschub aus. Er kann sich nun wieder an Ereignisse aus seiner eigenen Vergangenheit und an die Geschichte seines Volkes erinnern. Diese Erinnerungen sind vor geraumer Zeit von ESTARTU blockiert worden. Bereits durch die Begegnung mit Perry Rhodan und dem Sextadim-Schleier wurde die Blockade etwas gelockert, aber erst jetzt kann Bellyr den Stardust-Terranern berichten, dass die Elfahder schon seit viel längerer Zeit in ESTARTUS Diensten stehen als bisher bekannt.

Die Superintelligenz hatte einst eine elfahdische Expedition nach Hathorjan (Andromeda) entsandt, wo sie die Hathor um Hilfe bitten sollten. Diese waren aber mehr damit beschäftigt, einen merkwürdigen Weißen Zwergstern zu beobachten, der über eine Art "Nabelschnur" mit einem weit entfernten gewaltigen Psi-Materie-Reservoir verbunden war und ein Geisteswesen angelockt hatte (VATROX-VAMU). Die Entität hatte versucht, in den Weißen Zwerg einzudringen, aber das hatte nur zum Verschwinden der Psi-Materie-Ballung geführt. Die Hathor hatten den Elfahdern erklärt, dass sich das Reservoir in einem weit entfernten Bereich der Mächtigkeitsballung von ES befunden habe, welcher zusammen mit den anderen Teilen des Einflussgebietes der Superintelligenz im Gleichklang des Eiris stehe, so dass die weite Entfernung keine Rolle spiele. Der Weiße Zwerg hatte sich durch Absolute Bewegung entlang des Psionischen Netzes an einen anderen Standort versetzt und war von den Hathor in einen Sextadim-Schleier gehüllt worden. Sowohl die Hathor in Hathorjan als auch jene in der Nachbargalaxie waren nicht bereit, die Elfahder zu begleiten. Diese hatten somit unverrichteter Dinge zu ESTARTU zurückkehren müssen.

Im Laufe der Zeit hatte eine körperliche Veränderung bei ihnen eingesetzt, die sie auf den Kontakt mit dem Weißen Zwerg bzw. den Einfluss der Psi-Materie zurückführten. Das Volk der Elfahder hatte sich danach gespalten. Einige hatten sich von ESTARTU abgewandt. Ein Teil war bekanntlich lange Zeit später von einem weißen Zwergstern bedroht worden und danach unter die Herrschaft der Ewigen Krieger geraten. Nachdem sie deren Joch abgeschüttelt hatten, wollten sie ihre Ahnen finden und gelangten im Verlauf ihrer Suche nach Diktyon. Hirdal, eine Inkarnation ESTARTUS, war erschienen und hatte die Ankunft eines Boten von ES angekündigt. Tatsächlich war Ernst Ellert an Bord eines 17 Kilometer durchmessenden kugelförmigen Objekts mit vielen Fortsätzen und Dornen - einer Sektorknospe - erschienen. Ellert hatte die Elfahder nach Far Away gebracht und ihnen die zur Benutzung des Polyport-Netzes benötigten Informationen übermittelt. Hirdal hatte sich erneut gemeldet und ihnen den Auftrag erteilt, den Terranern zu helfen. Das PARALOX-ARSENAL sei in Zeitkörner zerfallen. Diese müssten gefunden werden, um den Tod von ES zu verhindern.

Damit endet Bellyrs Bericht. Martens Organe versagen nach und nach, außerdem beginnt er durchzudrehen und die auf P-17-25-1463 gelandeten Soldaten zu gefährden. Er stirbt am 23. April.

Kommentar:

Letzte Woche Technobabble, diese Woche Psychogeblubber, nächste Woche Preiserhöhung um zehn Cent. Toll.

Es ist ja immer lobenswert, wenn ein Autor versucht, die Innenwelt seiner Protagonisten für die Leser greifbar und verständlich zu machen. Aber was soll's in diesem Fall? Marten ist ein Niemand, der aus dem Nichts kommt und auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Deshalb wirkt das endlose Gefasel über seine diversen Probleme bestenfalls ermüdend (der größte Teil des Romans wird aus seinem Blickwinkel erzählt), schlimmstenfalls weckt es im Leser dieselben Gefühle, die die Besatzung der KATARAKT dem Typen entgegenbringt.

Immer wieder werden solche Nebenfiguren in die Serie eingebaut - wäre es nicht viel schöner, wenn die Autoren den Hauptfiguren solch große Aufmerksamkeit angedeihen lassen würden? Und mit "schöner" Regelmäßigkeit liest man von geistesgestörten oder bis zum Beinahe-Wahnsinn exzentrischen Besatzungsmitgliedern terranischer Raumschiffe. Gut, in diesem Fall handelt es sich um einen Zivilisten, der von Lexa wegen seiner überragenden Fähigkeiten an Bord geholt worden ist. Das ist natürlich an sich schon wieder ein Klischee: Marten ist der typische verfettete, lebensunfähige Computer-Nerd, der bereits jeglichen Bezug zur Realität verloren hat. Man stelle sich vor: Der Kommandant eines Flugzeugträgers der US-Streitkräfte holt einen durchgedrehten Hacker an Bord und überträgt diesem die Kontrolle über alle Schiffssysteme, weil er zufällig besser mit den Ortungsinstrumenten umgehen kann als die eigentliche Besatzung. Wie realistisch klingt das? Prompt bringt Marten die Landungstruppen in Gefahr. Ich habe es satt, dauernd einen solchen Unsinn vorgesetzt zu bekommen.

Aber egal, der Roman enthält ja wenigstens noch ein paar interessante Informationen. Zum Beispiel fällt erneut der Begriff "Sektorknospe" (vgl. PR 2566). Die Sektorknospen müssen einst zum Arsenal von ES gehört haben. Jetzt scheinen sie bzw. ihr Depot im Besitz der Frequenz-Monarchie zu sein. Einer Sektorknospe ist die KATARAKT offenbar beinahe begegnet. Wer hat sie wohl gelenkt? Der Planetoid P-17-25-1463 hat schon in PR 2511 und PR 2520 eine Rolle gespielt - und die beiden Humanoiden, die auf dem abgestürzten Schlachtlicht gefunden wurden, sind natürlich Sichu Dorksteiger und Fyrt Byrask. Das Schlachtlicht war die VOSTAR, die am Ende von PR 2563 ins Stardust-System eindringen sollte. Es sollte mich sehr wundern, wenn die beiden nicht zu wertvollen Verbündeten der Terraner werden würden. Merkwürdig übrigens, dass ausgerechnet diese beiden den Hypersturm überlebt haben.

Hat es sich bei dem Weißen Zwerg, unter dessen Einfluss die Elfahder sich zur jetzigen Form entwickelt haben, um einen Handelsstern gehandelt? Um denselben, der einst über eine Nabelschnur mit dem PARALOX-ARSENAL verbunden war? Wieder mal muss alles mit allem verknüpft werden. Das entwickelt sich allmählich zu einer Unsitte im Perryversum. Der Roman enthält außerdem eine Erklärung für die weite Entfernung zwischen den Fernen Stätten und den übrigen Bereichen der Mächtigkeitsballung von ES. Angeblich schwingen alle Bestandteile "im Gleichklang des Eiris", was immer das heißen mag. Beim Versuch VATROX-VAMUS, auf das PARALOX-ARSENAL zuzugreifen, ist dieses in Zeitkörner zerfallen. Na klasse: Das heißt, dass wir es nicht mit der Suche nach einem einzigen Objekt zu tun haben, stattdessen müssen mehrere gefunden werden. Das bietet natürlich genug Stoff, um die ohnehin schon stark gestreckte Handlung dieses Zyklus noch mehr in die Länge zu ziehen.

J. Kreis, 14.11.2010


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