PR 2568
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Perry Rhodan Nr. 2568: Einsatzkommando Infiltration

Autor: Rainer Castor

Inhalt

11. Februar 1463 NGZ: Die von KREUZRAD zurückgekehrten Raumschiffe der Stardust-Flotte sowie einige Perlkugelraumer der Elfahder sitzen außerhalb des Sextadim-Schleiers fest, der das Stardust-System einhüllt. Nachdem sie den mentalen Schock überwunden haben, der ihnen durch die Anwesenheit VATROX-DAAGS und VATROX-VAMUS versetzt wurde, und nachdem die Schlachtlichter der Frequenz-Monarchie vor VATROX-VAMU geflohen sind, beobachten die Besatzungen, dass der Hyperdim-Perforator den Sextadim-Schleier durchlässig macht. Sean Legrange, dem der Schock fast überhaupt nicht zugesetzt hat, kann Kontakt mit der Raumstation SOLAR SYSTEM herstellen. Dort gibt es einen funktionsfähigen Transmitter, über den man ins Innere des Systems vordringen und zum Polyport-Hof NEO-OLYMP weiterreisen könnte. Legrange stellt einen Einsatztrupp aus jenen Menschen zusammen, die den Schock am besten überstanden haben. Es handelt sich vor allem um Personen, die vom Goldenen Funkenregen berührt wurden oder Eltern haben, denen dies widerfahren ist. Hinzu kommen einige Elfahder.

Als das Team am Ziel ankommt, macht sich VATROX-VAMUS Mentaldruck deutlich bemerkbar. Erneut scheint Legrange wenig davon beeindruckt zu sein. Die Besatzung der Raumstation ist entweder bewusstlos oder steht unter dem Einfluss der Entität. Jaranoc machen sich in der Station zu schaffen. Es muss davon ausgegangen werden, dass ähnliches überall im System geschieht. Master-Sergeant Lucrezia DeHall entwickelt unter dem Einfluss des Mentaldrucks plötzlich Mutantenfähigkeiten. Sie kann teleportieren und Gedanken lesen. Es gelingt ihr nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell, diese neuen Gaben zu beherrschen. Sie stellt fest, dass mit Legrange etwas nicht stimmt - von ihm ist nur ein dumpfes Mentalecho wahrnehmbar. Jetzt kann Legrange die Wahrheit nicht länger verheimlichen. Er ist kein Mensch, sondern ein VARIO-1000-Roboter in einer Kokonmaske aus lebendem Gewebe - und Duncan Legrange, sein "Vater", war ebenfalls nur eine solche Maske für denselben Roboter.

Der VARIO-1000 ist einer jener drei Roboter, die 1346 NGZ von der LFT ins Stardust-System geschmuggelt worden sind. Sie wurden von je einem Matten-Willy betreut und sollten die Aussiedler beobachten. Ihr von der Hundertsonnenwelt stammendes Bioplasma hat durch gezielte Manipulationen ein echtes Individualbewusstsein gewonnen. Lotho Keraete, der Bote von ES, hatte alle drei Roboter nach ihrer Ankunft im Stardust-System durch Zusatzmodule und Nano-Roboter im Sinne von ES verändert. Nur dem VARIO-1000, der später in der Gestalt von Duncan Legrange zum wichtigsten Mitarbeiter Timber F. Whistlers wurde, war es mit Hilfe des Matten-Willys Ducy gelungen, diese Beeinflussung zumindest in Schach zu halten. Trotzdem hatte sich mehrmals ein von ES initiiertes Sonderprogramm bemerkbar gemacht. Die anderen beiden VARIOS waren dadurch dazu gebracht worden, Whistler einen Unfall erleiden zu lassen, infolge dessen er zu einem quasi unsterblichen Cyborg gemacht werden musste. Legrange selbst hatte unter dem Einfluss des Zusatzprogramms den Polyport-Hof entdeckt. Auf Talanis hatte er verschiedene Visionen, unter anderem von einem gewaltigen sternförmigen Schatten in einem mit Eis gefüllten Krater auf einer Scheibenwelt, und vom Sterben der Superintelligenz ES.

Legranges Begleiter müssen diese Informationen erst einmal verdauen. Dann erfahren sie, dass im Stardust-System immer wieder Menschen spurlos verschwinden. Außerdem verspüren einige Mitglieder des Einsatzteams einen mentalen Ruf, der sie nach Talanis lockt. Es steht fest, dass sich dort der Widerstand gegen VATROX-VAMU organisiert. Das Einsatzteam erreicht NEO-OLYMP. Die dort eingesetzten Wissenschaftler und Soldaten sind unbeeinflusst geblieben, der Hof wurde noch nicht vom Feind betreten. Nachdem er die Chefwissenschaftlerin Florence Istban begrüßt hat, setzt Legrange seinen Controller ein und entdeckt einen verborgenen Raum, der einer plötzlich verfügbaren Information des ES-Programms zufolge mit dem "Palast der vier Himmel" auf Talanis verbunden ist. Diese Verbindung ist aber noch blockiert. Die Blockade soll erst aufgehoben werden, wenn sich das "Tor nach Terra" öffnet. Legrange beschließt, zunächst Kontakt mit den auf Talanis agierenden Widerstandskämpfern aufzunehmen.

Terrania am 26. April 1463 NGZ: Atlan kehrt mit der JULES VERNE-1 ins Solsystem zurück. Auf der Erde ist ein Nebeldom erschienen - genau dort, wo sich früher Atlantis befunden hat. Der Kristallschirm wird aktiviert, denn ein Feuerauge nähert sich Sol. Es wird bald mit dem Kristallschirm kollidieren.

Kommentar:

Ich kaufte den Perry Rhodan Heftroman am 5. November 2010 gegen 14:30 Uhr in der Buchhandlung des Hauptbahnhofs Mainz. Das 222 mm hohe, 155 mm breite, 3 mm dicke und nur wenige Gramm schwere Heft kostete 1,85 Euro - im Ausland hätte ich mehr bezahlen müssen, nämlich 2,10 Euro in Österreich, 3,60 Franken in der Schweiz und 2,20 Euro in Luxemburg. Ich begab mich zum Bahnsteig Nr. 4 und wartete auf den Intercity Nr. 2012, der um 14:48 Uhr in Mainz abfuhr und gegen 19:40 Uhr in Herford ankam - verspätet, so dass ich meinen Anschluss, die WFB Nr. 39773, verpasste und ein Taxi für die Weiterreise nehmen musste, wofür ich fast 20 Euro ausgab. Während ich die ca. 60 mit zwei metallenen Klammern zusammengehefteten Seiten des Romans las, zu denen noch das farbige Deckblatt, ein elfseitiger PR-Report, die Leserkontaktseite, ein PR-Kommentar, ein Glossar und etwas Werbung hinzukamen, fragte ich mich wieder einmal, warum der Autor seine Texte immer mit derart vielen irrelevanten Informationen zumüllen muss...

Immerhin: Rainer Castors jüngstes Machwerk ist nicht ganz so unlesbar wie seine vorherigen Mega-Datenblätter, zuletzt PR 2515. Diesmal sind sogar so viele Handlungsrudimente vorhanden, dass man fast von einem echten Roman sprechen könnte. Der eigentlich "Knalleffekt" dieses Romans, nämlich die Enttarnung Duncan/Sean Legranges als VARIO-Roboter, geht in dem Wust von Technobabble und den viel zu langen Rückblicken auf Ereignisse, die noch gar nicht so lange zurückliegen, völlig unter. Schade drum. Castor hätte das schön ausarbeiten können, aber er füllt lieber endlose Seiten mit Wiederholungen längst bekannter Fakten und detailgenauen Beschreibungen, zum Beispiel von Aufbau und Funktion der VARIOS. Alles Sachen, die für die Handlung keinerlei Bedeutung haben und die Lektüre nur zu einer ermüdenden Pflichterfüllung machen. Immerhin kann man diese Passagen ebenso gut querlesen, ohne etwas Entscheidendes zu verpassen. Es gibt also noch zwei weitere VARIOS im Stardust-System. Welche Identitäten sie wohl angenommen haben mögen?

Das "ES-Sonderprogramm" ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Superintelligenz die Stardust-Menschheit von Anfang an belogen und für ihre eigenen Zwecke benutzt hat. Ich kann mich nur wiederholen: Lasst ES doch einfach sterben. Die Menschheit wird ohne diese intrigante Entität nicht schlechter dran sein als mit ihr. Legranges Vision von einem sternförmigen Schatten in einem Krater auf einer Scheibenwelt könnte darauf hindeuten, dass etwas auf WANDERER abgestürzt ist, das zur "Vereisung" der Kunstwelt und zu den Problemen der Superintelligenz geführt hat. Sternförmig… hm… ein Handelsstern vielleicht?

Auch Castor kann es nicht lassen - wieder mal wird das Solsystem in Gefahr gebracht. Bully argwöhnt, der Kristallschirm könne das Feuerauge womöglich nicht aufhalten. Mag sein. Aber selbst wenn: Glaubt irgendwer, Sol und Terra würden vernichtet werden? Cliffhanger dieser Art sind nicht nur sinnlos, sondern ärgerlich. Zweifellos wird über den "fünften Himmel" eine Verbindung zwischen Terra und dem Stardust-System hergestellt werden können. Damit wird eine weitere Lüge von ES offensichtlich werden. Die Superintelligenz hatte behauptet, ein Kontakt zwischen der alten Heimat und den Fernen Stätten werde nach dem Erlöschen der Teletrans-Weiche nie wieder möglich sein. In Wahrheit hätte der alte Gauner eine solche Verbindung sicherlich jederzeit herstellen können.

Übrigens: Ich hatte PR 2549 so verstanden, dass VATROX-CUUR erlischt. Jetzt wird behauptet, die Entität sei vom Krathvira "eingefangen" worden. Habe ich da wieder mal was falsch verstanden?

J. Kreis, 07.11.2010


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Gastkommentare


Gastkommentar von Eric (20.11.2010):

Was die übrigen Varios angeht: Ich habe Whistlers Ex in Verdacht. Ansonsten muss ich Dir zustimmen: Was ein Brocken von Roman. Für einen Castor aber schon lesbar (aaah, mir liegt die ganze Zeit ein Castor-Demo Witz auf der Zunge, aber ich verbeiße... ach Mist).


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