PR 2567
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Perry Rhodan Nr. 2567: Duell an der Schneise

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Fünf Raumschiffe der Tryonischen Allianz haben MIKRU-JON eingekreist und mit Fesselfeldern eingefangen. Die Fremden geben sich jedoch freundlich. Adentoco Porvistar, ihr Wortführer und Kommandant des Globusraumers PACADEMO, lädt Perry Rhodan zu sich ein. Ihm geht es ausschließlich um die Psi-Materie in der Sonde, die immer noch wie eine Warze an MIKRU-JONS Hülle klebt. Der Obeliskenraumer wird eingeschleust, Rhodan, Lloyd/Tschubai und Scotty Sutter treffen sich mit Porvistar und einigen anderen ebenfalls humanoiden Wesen in der PACADEMO. Rhodan gibt so wenig wie möglich von sich selbst und seinen Absichten preis. Er erfährt, dass die Tryonische Allianz die immer wieder im Bereich der so genannten "Schneise" materialisierende Psi-Materie als ihr Eigentum betrachtet. Die Schneise, in der wegen der Piratengefahr regelmäßige Patrouillen geflogen werden, ist ein 10.000 Lichtjahre langer, 500 Lichtjahre durchmessender Raumsektor im Bereich des Restkerns der Galaxie Anthuresta. Dort gibt es fast keine Sterne, aber sehr viel interstellaren Staub - möglicherweise Überreste deflagrierter Psi-Materie. Das Alter der Schneise wird auf mehrere Millionen Jahre geschätzt. Als Rhodan die Namen der vier Mitgliedsvölker der Tryonischen Allianz erfährt und ihr Erscheinungsbild berücksichtigt, gewinnt er eine weitere wichtige Erkenntnis, denn Porvistar, ein Arki, gleicht einem Barkoniden, die Ashen ähneln den Shuwashen, die Ator sehen aus wie Hathor und die Ana sind Ebenbilder der Motana. Für Rhodan steht fest, dass ES bei der Ansiedlung dieser Völker in Anthuresta seine Hand im Spiel gehabt haben muss. Die Tryonische Allianz scheint nichts von TALIN ANTHURESTA zu wissen und es bleibt zunächst unklar, in welcher Beziehung die vier Völker zur Frequenz-Monarchie stehen, denn Lloyd/Tschubai kann ihre Gedanken nicht richtig lesen.

Da Rhodan sich nicht sehr auskunftsfreudig gibt, die Herausgabe der Psi-Materie verweigert und stattdessen sorgfältig dosierte Drohungen ins Gespräch einfließen lässt, um Porvistar zur Freigabe MIKRU-JONS zu bewegen (er gibt sich sogar als Vertreter einer höheren Macht aus), entsteht eine Pattsituation. Rhodan bringt Bewegung in die Dinge, indem er sich und die Young Boys von Lloyd/Tschubai in die PACADEMO teleportieren lässt, um Mikrobomben zu verteilen. Mikru nimmt Rhodans Gestalt an und lenkt Porvistar in der Zwischenzeit ab. Die Young Boys stoßen auf ein Wesen aus einem fünften Volk: Es ist humanoid, hat aber einen haarlosen Kopf in Form eines fleischigen Ovals und ohne Gesicht - aber mit völlig menschlichen Augen. Die Terraner werden entdeckt und festgenommen. Scotty Sutter setzt zuvor den Mikroroboter Freddy frei, der ihm Informationen über die Schneise und über das Flugziel der PACADEMO bringt: Der Globusraumer ist unterwegs zum Handelsstern JERGALL. Dann explodieren die Bomben. Lloyd/Tschubai bringt seine Gefährten zurück in MIKRU-JON. Die Fesselfeldgeneratoren wurden zwar zerstört, aber das Hangarschott wurde nicht wie geplant weggesprengt. Soldaten der Tryonischen Allianz greifen an.

Scotty Sutter bringt neue Bomben am Hangarschott an und riskiert dabei sein Leben, denn er wird durch die Explosion ins All gewirbelt und droht zurückzubleiben, als MIKRU-JON flieht. Der Obeliskenraumer wird nicht nur von der PACADEMO und ihren Begleitschiffen verfolgt, sondern auch von fünf plötzlich auftauchenden Schlachtlichtern der Frequenz-Monarchie. Es gelingt Lloyd/Tschubai, den im All treibenden Sutter telepathisch zu orten und per Teleportation zu retten. Rhodan lenkt MIKRU-JON direkt auf eines jener Netze zu, die schon in TALIN ANTHURESTA beobachtet wurden und die für die Zwangstransition MIKRU-JONS verantwortlich waren. Dieses Netz hat die PACADEMO schon länger verfolgt. Wie erwartet transportiert das Netz MIKRU-JON auch diesmal weg. Rhodan verliert trotz des Entzerrungsschmerzes nicht das Bewusstsein, sondern hat den Eindruck, etwas zu verlieren - ganz so, als flösse etwas aus seinem Geist heraus.

Kommentar:

Na, was kann das wohl sein, das aus Rhodan "herausfließt"? Die Ritteraura nicht, denn die hat Rhodan ja schon verloren. Vielleicht eines der Bewusstseine MIKRU-JONS, mit denen der Mentalpilot möglicherweise eine Verbindung eingegangen ist? Wahrscheinlich ist es etwas ganz anderes. Wieder mal ein Cliffhanger also, aber damit kann ich leben. Denselben Kniff setzt Marc in diesem Roman schon früher ein, er wirkt da aber weniger überzeugend: Scotty Sutter treibt mit deaktiviertem SERUN im All und glaubt zu sterben. Erst in letzter Minute wird er von Lloyd/Tschubai gerettet. Fellmer Lloyd ist Telepath und Orter, Sutter ist nicht mentalstabilisiert (jedenfalls war davon bis jetzt nicht die Rede). Warum sollte der Mutant den Terraner also nicht finden können, zumal er die Gedanken der Mitgliedsvölker der Tryonischen Allianz nicht bzw. nur sehr schwer lesen kann? Da müsste Sutters Bewusstsein ja geradezu herausstechen wie ein Leuchtfeuer.

Es zeichnen sich interessante Zusammenhänge ab, die noch deutlicher werden, wenn man Rainer Castors Kommentar zu diesem Roman liest. Die Völker, die sich zur Tryonischen Allianz zusammengeschlossen haben, sind allesamt Nachkommen von Hochzivilisationen, die irgendwie mit ES zu tun hatten oder als mögliche Vorfahren der Menschheit gelten. Die von ES erschaffenen Motana sind das älteste dieser Völker. Die drei anderen waren alle erst nach dem Ende der dritten Hyperdepression aktiv, also vor über 2,5 Millionen Jahren. Soweit wir wissen, sind die ersten drei Hyperdepressionen relativ schnell aufeinander gefolgt, aber dann gab es eine jahrmillionenlange Pause, in der die Frequenz-Monarchie kein Thema mehr war. Die "Schneise" ist ebenfalls mehrere Millionen Jahre alt, was bedeutet, dass die dort materialisierende Psi-Materie wahrscheinlich nicht aus TALIN ANTHURESTA stammt.

Castor weist außerdem darauf hin, dass sich ES und ESTARTU ungefähr in der Zeit der ersten Hyperdepression (vor über 9 Millionen Jahren) voneinander getrennt haben. In diese Phase fällt auch der "Große Gesang" der Anthurianer. Ich nehme an, dass die Expokraten wieder einmal daran arbeiten, ganz neue Verknüpfungen herzustellen. Im Perryversum muss ja bekanntlich immer alles irgendwie mit allem zusammenhängen. Hat die Superintelligenz also vielleicht unter Mitarbeit der Anthurianer bis vor 9 Millionen Jahren für abgesenkte Hyperimpedanz-Werte in ihrer Mächtigkeitsballung gesorgt, konnte das nach der Trennung aber nicht mehr leisten, so dass die Frequenz-Monarchie erstarken konnte?

Vielleicht hatte ES ja vor, in Anthuresta ein aus vier "importierten" Hochkulturen bestehendes Bollwerk gegen die Frequenz-Monarchie zu errichten? Vielleicht haben diese Völker es unter Benutzung von Psi-Materie nach dem Ende der dritten Hyperdepression zwei Millionen Jahre lang geschafft, eine vierte Hyperdepression zu verhindern? Wenn man Psi-Materie benutzen kann, die Hyperimpedanz dauerhaft zu erhöhen, dann kann man damit vielleicht auch das Gegenteil erreichen. Möglicherweise wurde die in der "Schneise" deflagrierte Psi-Materie zu genau diesem Zweck genutzt. Dieses Vorhaben könnte wirklich funktioniert haben, muss dann aber gründlich danebengegangen sein, denn allem Anschein nach arbeitet die Tryonische Allianz jetzt mit dem Feind zusammen.

J. Kreis, 31.10.2010


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