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Perry Rhodan Nr. 2561: Insel der goldenen Funken

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

VATROX-VAMU hat den Angriff der Stardust-Mutanten zurückgeschlagen und ist jetzt vorgewarnt. Außerdem sind 45 Menschen gestorben. Die Überlebenden werden von querionischen Medorobots betreut, die sich aus Icho Tolots Silberkugel gebildet haben. Freudig begrüßt der Haluter seine alten Freunde: Tako Kakuta, Kitai Ishibashi, Andre Noir, Betty Toufry, Ribald Corello, Merkosh, Balton Wyt, Lord Zwiebus, Anne Sloane, John Marshall, die Woolver-Zwillinge, Takvorian, Dalaimoc Rorvic, Tatcher a Hainu und einige Ilts (darunter Iltu, Gecko, Jumpy und Ooch) sind aus dem Mentaldepot der Superintelligenz ES entlassen worden, um die Stardust-Menschheit im Kampf gegen den übermächtigen Invasor zu unterstützen. Sie beginnen umgehend mit dem Training der unerfahrenen Stardust-Mutanten. Mit den Silberkugeln wird die Versorgung der Menschen auf Talanis sichergestellt, außerdem werden zu ihrem Schutz Soldaten aus Eritrea Kushs Einheit dort stationiert.

Kardo Tarba stellt seine Vertrauenswürdigkeit unter Beweis. Zunächst weist er seine neuen Freunde darauf hin, dass es laut den in JOKER gespeicherten Informationen an jedem Standort einer Immateriellen Stadt Maschinenhallen wie jene unter der Stardust-Felsennadel gibt. Außerdem hat er die Standorte von zwei weiteren Immateriellen Städten gefunden: Ultramarin-Stadt und Rubin-Stadt. Letztere wird als "verschollene Stadt" bezeichnet. Dann verlässt Tarba die Felsennadel und bittet VATROX-VAMU, aus dessen Diensten entlassen zu werden. Zur Überraschung Tolots gewährt die Entität diese Bitte - Tarba ist frei. Der Haluter erkundet die Kavernen unter dem Standort von Rubin-Stadt. Dort ist eine Projektion Anthurestas zu finden, in der unter anderem die Standorte von zwölf Handelssternen und zwei Hibernationswelten der Frequenz-Monarchie eingezeichnet sind. Diese Darstellung ähnelt der Projektion der Milchstraße, die die Terraner einst auf Impos gefunden haben.

VATROX-VAMU, dem immer noch der Siganese Vorremar Corma als Aktionskörper und "Anker" dient, versucht vergeblich, NEO-OLYMP und Talanis zu erreichen. Der Polyport-Hof ist durch eine Signatur von ES geschützt, und selbst schwerer Beschuss der Nebelkuppeln erbringt kein Ergebnis. Corma, der manchmal wieder zu sich selbst zurückfindet, erfährt durch den Mentalkontakt, dass VATROX-VAMU weiß, wer ES und ANTI-ES sind. Durch einen früheren Kontakt mit der Superintelligenz ist VATROX-VAMU erst auf die Fernen Stätten aufmerksam geworden. VATROX-VAMU hat sich stets als Vertreter des "Lebens an sich" verstanden. Den Kampf gegen seine Schöpfer hat VATROX-VAMU einst aufgenommen, um zu verhindern, dass diese mit ihm zu einer negativen Superintelligenz verschmelzen konnten und das "Leben an sich" mit dem PARALOX-ARSENAL gefährdeten. VATROX-VAMU wollte das Arsenal angreifen, wurde aber von einer Sicherheitseinrichtung weggeschleudert. Das Arsenal ist daraufhin verschwunden.

Zweieinhalb Monate nach dem ersten Angriff auf VATROX-VAMU wagen die inzwischen 2500 Menschen, die aus eigener Kraft oder mit Hilfe der Silberkugeln nach Talanis gelangt sind, einen zweiten Versuch. Sie werden von den ES-Mutanten und dem Palast der Vier Himmel unterstützt. Tolot setzt Psi-Materie frei, Ribald Corello erschafft noch mehr von dieser Substanz, und auch die Howanetze, an deren Energie sich VATROX-VAMU in den letzten Wochen gelabt hat, greifen ein. Corello koordiniert den Parablock und setzt die gesamte Energie auf einen Schlag durch telepsimatischen Zugriff gegen VATROX-VAMU frei. Die Entität und die Jaranoc-Kegelraumer werden mehrere tausend Lichtjahre weit weggeschleudert, Vorremar Corma kommt ums Leben. Der Hyperdim-Perforator wird pulverisiert. Die Stardust-Mutanten erfahren durch einen kurzen Mentalkontakt mit VATROX-VAMU dessen Geschichte.

Alle Menschen im Stardust-System sind nun wieder frei. Am 30. April 1463 NGZ verabschieden sich die ES-Mutanten. Sie kehren in die Funkensäule zurück, warnen zuvor aber noch vor dem drohenden Tod der Superintelligenz ES. Es zeigt sich, dass Talanis nicht nur Verbindung zu vier Welten des Stardust-Systems hat, sondern auch zu Terra. Diese Verbindung aktiviert sich jetzt. Daraufhin haben alle auf Talanis Anwesenden eine Vision, in der ihnen ein bedrohliches Feuerauge gezeigt wird, das alles verschlingt.

Kommentar:

Die Autoren lernen es wohl nie mehr. Cliffhanger mit der drohenden Vernichtung Terras können einfach nicht funktionieren. Wollen wir wetten, dass die Heimatwelt der Menschheit auch diesmal ebenso wenig zerstört wird wie in den gefühlten 10.000 Fällen zuvor? Ebenso nervt der offensichtliche Versuch, wieder einmal diverse alte Elemente des Perryversums mit der aktuellen Handlung zu verknüpfen. Immer muss alles mit allem zusammenhängen. Die Auflösung ist nicht immer plausibel oder interessant - mal sehen, was der Zyklus diesbezüglich noch so alles bringen wird. Kann man eigentlich von den Talanis-Zweigstellen im Stardust-System aus jetzt Terra erreichen und umgekehrt?

Zum Glück verschwinden die ES-Mutanten mit dem Ende dieses Romans wieder. Die "Wiedersehensfreude" hat sich meinerseits in Grenzen gehalten - erwartungsgemäß waren ein paar Albernheiten der Mausbiber zu ertragen, ansonsten haben all diese alten Bekannten praktisch keine Rolle gespielt. Viel mehr als die Nennung ihrer Namen hat der Autor nicht zustande gebracht. Ihr Auftritt war wenigstens nicht so sinnlos wie die kleine Nebenhandlung mit dem als "Gelbling" bezeichneten Typen, den Porfino für einen Saboteur gehalten hat (er wollte nur durch die Goldenen Funken das ewige Leben gewinnen), schließlich wäre VATROX-VAMU ohne ihre Hilfe nicht oder wenigstens nicht so schnell zu besiegen gewesen. Die Gelbling-Nebenhandlung sowie diverse Kapitel mit langweiligem Mutantentraining und Wiederholungen längst bekannter Fakten waren wohl nötig, um die dürftige Handlung auf Doppelromanlänge zu strecken. Au Weia. Wie oft habe ich den letzten Satz wohl in den letzten Monaten schon in unterschiedlichen Abwandlungen geschrieben?

Lustig: VATROX-VAMU ist eigentlich auf der Seite der Galaktiker, denn er will das "Leben an sich" verteidigen und die Entstehung einer negativen Superintelligenz verhindern. Dummerweise interessiert er sich bei der Verfolgung dieser Ziele anscheinend nicht für das Schicksal von Wesen, die nicht zu seinen Hilfsvölkern gehören. Bei denen geht er überraschend zartfühlend vor, wie man am Beispiel Kardo Tarbas sehen kann. Sollten wir es hier endlich einmal mit einem Gegner zu tun haben, der nicht einfach nur das "Böse an sich" ist, sondern durchaus "gute" Ziele verfolgt - wenn auch mit den aus der Sicht der Galaktiker falschen Mitteln? Wäre ja mal ganz was Neues.

Eins verstehe ich nicht. VATROX-VAMU und die Jaranoc-Schiffe sollen mehrere tausend Lichtjahre weit weggeschleudert worden sein. Moment: Das Stardust-System liegt doch hinter dem Sextadim-Schleier, oder? Wie sind die Entität und die Schiffe denn da bitteschön durchgekommen? Mehrere tausend Lichtjahre Durchmesser wird das Sonnensystem doch wohl nicht haben? Oder habe ich da was falsch verstanden? Wurde nicht der systemumspannende Schleier reaktiviert, sondern der rund um den ganzen Sternhaufen?

Übrigens: Wenn man sich das Titelbild so anschaut, dann könnte man meinen, der Roman müsse eher "Insel der roten Funkenmariechen" heißen. Musste es denn ein tanzender Haluter mit Hängebauch sein?!?

J. Kreis, 19.09.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von balpirol (20.09.2010):

Ziemlich konfuses Durcheinander in der Serie. Mir fehlt irgendwie der rote Faden. Teilweise unschlüssig und wie schon beschrieben unlogisch. Ein Wiedersehen mit alten Bekannten (Rorvic, Hainu, Woolver-Zwillinge - sind die nicht tot? u.a.) finde ich gut, hat mir damals viel Spaß bereitet und sie hätten ruhig länger in der Serie verbleiben können. Ansonsten noch mehr Superentitäten (hat Perry nur noch mit denen zu tun?) mit Über-Überkräften. Wird allmählich etwas abgedroschen, da waren die Kaiserin und Bardioc noch richtig Klasse, jetzt wird es ein bisschen viel nach der Dualen SI nun noch (mehrere) andere SI. Es reicht...


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