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Perry Rhodan Nr. 2560: Das Raunen des Vamu

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Nicht alle intelligenten Wesen im Stardust-System werden von VATROX-VAMU mental versklavt. Sein Hilfsvolk, die Jaranoc, bleiben natürlich unbeeinflusst, das gilt aber auch für Icho Tolot, Timber F. Whistler und all jene Menschen, die vom Goldenen Funkenregen berührt wurden oder deren Eltern zu diesem Personenkreis gehören. Diese Menschen retten sich nach Talanis, wo sie VATROX-VAMU auf ihre Art Widerstand leisten wollen.

Administrator Whistler, der ständig gegen die Fremdbeeinflussung ankämpfen muss, sucht die Stardust-Felsennadel auf. Dort verschwindet der Mentaldruck sofort. Niemand reagiert auf seine Kontaktversuche, nicht einmal der Großrechner CREST. Dann trifft jedoch Tolot via Käfigtransmitter ein. Er wird von dem ihm treu ergebenen Kardo Tarba begleitet und hat sich Captain Eritrea Kush unter einen Arm geklemmt. Auch die Stardust-Terranerin wird innerhalb der Anlage von VATROX-VAMUS Einfluss befreit. In der Stardust-Felsennadel gehen einige Veränderungen vor sich. Kartuschen aktivieren sich und grau verkapselte Maschinenblöcke erscheinen aus dem Nichts. Ein über der Transmitterhalle gelegener Bereich wird zugänglich. Dort befindet sich eine Steuerzentrale mit Wohnbereichen und Lagern. JOKER, die Kontrollinstanz der Felsennadel, meldet sich, verkündet den "Krisenfall Fremdeinfluss" und erkennt Whistler sowie Tolot als befehlsberechtigt an. Durch das Berühren bestimmter Kartuschen wird ein Sextadim-Schleier aktiviert, der die Felsennadel von der Außenwelt abschirmt und nur von innen deaktiviert werden kann. Auch der systemumspannende Schleier existiert plötzlich wieder.

In der tiefsten Etage wird eine riesige Maschinenhalle entdeckt, in der acht "Silberkugeln" und ebenso viele humanoide Statuen stehen. Tolot nimmt an, dass ES bei Bedarf einige jener Wesen aus seinem Bewusstseinspool entlässt, die als "Oldtimer" bekannt sind, und dass deren Technik in der Felsennadel zum Einsatz gekommen ist. Der Haluter lässt JOKER alle Käfigtransmitter und die Zugänge nach Talanis sperren. Somit haben weder die Jaranoc noch Vorremar Corma, der immer noch als Auserwählter bzw. Inkarnation VATROX-VAMUS dient, Zugang zu der Felsennadel und den Inseln im Nebel. Es geht VATROX-VAMU jedoch nicht unbedingt um die Stardust-Menschheit. Die Entität sucht vielmehr nach ihren wahren Gegnern: Der Frequenz-Monarchie und VATROX-CUUR sowie VATROX-DAAG.

Am 21. Februar 1463 NGZ unternehmen Whistler und Kush erste Silberkugel-Testflüge. Während Whistler einen seinerzeit aus NEO-OLYMP geborgenen Behälter mit 5,4 Pikogramm Psi-Materie von STARDUST XXII holt, bringt Kush so viele Soldaten wie möglich von Katarakt in die Felsennadel. Whistler holt zahlreiche Mitarbeiter der Administration von Aveda, unter anderem auch Admiral Furtok. All diese Aktionen laufen aufgrund der überlegenen Silberkugel-Technik weitgehend unbemerkt ab. Zwei Tage später sind bereits hunderte Menschen in Sicherheit gebracht worden. Tolot unternimmt nun eine Expedition nach Talanis.

Dort haben sich die Menschen zum "Palast der Vier Himmel" begeben, einer 500 Meter hohen und einen Kilometer durchmessenden Wolke aus goldenen Funken. Dieses gewaltige Funkengestöber versorgt die Menschen, die sich nun zu einem Parablock zusammenschließen, mit Psi-Energie. Damit wollen sie VATROX-VAMU in Gestalt Vorremar Cormas angreifen, doch die feindliche Entität ist zu mächtig und schlägt zurück. Der Parablock zerbricht, die Menschen verlieren das Bewusstsein. Nur Porfino und seine Schwester Parfina, die zu spät zum Palast der Vier Himmel kommen, bleiben verschont. Sie beobachten die Ankunft der Silberkugel. Tolot und seine Begleiter wiederum sehen, wie vertraute Gestalten aus dem Funkengestöber materialisieren: Der Movator Takvorian, das ungleiche Gespann Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu (mit Kaffekanne), der Neandertaler Lord Zwiebus (mit Keule) und eine ganze Horde possierlicher Mausbiber...

Kommentar:

Ich weiß nicht, ob ich es schön finden soll, dass erneut einige der beliebtesten Serienfiguren aus der Versenkung hervorgeholt werden. Mit Ras Tschubai / Fellmer Lloyd hat's ja auch nur eingeschränkt funktioniert, d.h. die beiden stören zwar nicht, erfüllen aber auch keine sinnvollere Funktion als jede andere beliebige Hauptfigur. Warum muss man immer wieder solch olle Kamellen aufwärmen? Als Zugeständnis an Altleser, die gern in der Vergangenheit schwelgen? Außerdem möchte ich gar nicht wissen, was z.B. Leo Lukas aus den Mausbibern machen wird, sollte er sie jemals in einen Roman einbauen - ganz zu schweigen von Rorvic und a Hainu. Die Art von Humor, an die ich mich in Bezug auf diese beiden Typen erinnere, würde ich heute wahrscheinlich nicht mehr gut finden. Mit 15 war das natürlich anders... Aber wer weiß, vielleicht können die aus dem Bewusstseinspool von ES entlassenen alten Bekannten ja nur auf Talanis existieren. Das würde ihre Verwendbarkeit natürlich enorm einschränken.

Abgesehen davon hat der Roman vor allem Informationen zu bieten. Eine echte Geschichte wird hier dagegen eigentlich nicht erzählt. Was man erfährt, ist ein weiterer Beweis dafür, dass ES von Anfang an gelogen hat. Wäre das Stardust-System wirklich so sicher, wie früher behauptet wurde, dann wäre es gar nicht nötig gewesen, JOKER für den "Krisenfall Fremdeinfluss" zu programmieren und die Felsennadel entsprechend auszustatten. Jetzt versuchen ein paar Amateur-Mutanten in den Kampf einzugreifen. Zu ihnen gehören zwei neue Charaktere namens Porfino und Parfina. Aus denen bin ich noch nicht so richtig schlau geworden. Und wieder einmal wird mit Psi-Phänomenen herumhantiert. "Psi" ist für mich bereits zum Unwort dieses Zyklus geworden.

Arndt Ellmer lässt Timber F. Whistler auf Seite 13 überlegen, dass die Leistungsfähigkeit seines Robotkörpers auf einen Beobachter übermenschlich erscheinen müsse, während er in einem anderen Blickwinkel "untermenschlich" sei. Ach du meine Güte, diese Wortwahl tut weh. Überlegen die Autoren sich eigentlich gar nicht, was sie da manchmal schreiben?

In einem früheren Kommentar hatte ich moniert, dass "Stardust-Alpha" fälschlicherweise penetrant als "Ares-Alpha" bezeichnet wird. Ellmer repariert diesen Autorenfehler im vorliegenden Heft. Angeblich wurde die Zentrale anlässlich der Gründung der Stardust-Union umbenannt.

J. Kreis, 12.09.2010


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