PR 2557
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Perry Rhodan Nr. 2557: Der Mentalpilot

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Perry Rhodan beruhigt sich schnell, als er feststellt, dass er zwar Kontakt mit den in MIKRU-JON gespeicherten Bewusstseinsfragmenten der früheren Piloten erhält, von diesen aber nicht verschlungen wird. Er wird für würdig befunden, das Schiff zu steuern, was ihm auch prompt gelingt. Er verlässt den Tank und kann sich nun mental mit dem Schiff verbinden, wenn er im Pilotensessel sitzt. Doch die Verbindung ist nicht vollständig. Irgendetwas tief im Inneren Rhodans scheint sich gegen die Verbindung zu sträuben. Mikru ist enttäuscht.

Da kein Kontakt mit der JULES VERNE hergestellt werden kann, versucht Perry Rhodan eines von zwei riesigen Gebilden zu erreichen, bei denen es sich um Zusammenballungen von Psi-Materie handelt. Als er sich mit dem B-Controller orientiert, stellt er fest, dass dieser sich selbsttätig mit einem weiteren Controller synchronisiert. Dieser ist in MIKRU-JON integriert. Mikru behauptet, nichts davon gewusst zu haben. In Kombination mit den beiden Controllern ist Rhodans Geist dazu in der Lage, die Psi-Materie zu manipulieren. So erzeugt er einen Korridor, durch die MIKRU-JON in die Wolke einfliegen kann. Im Inneren befindet sich ein 1177 Meter langes goldfarbenes Gebilde, dessen Aufbau (zwei parallel aneinandergekoppelten Röhren mit je zwei Fortsätzen, die in Kugeln enden) an ein Doppel-Nudelholz erinnert. Kleine Beiboote verlassen diese Station und verschwinden mit unbekanntem Ziel. Clun'stal Niemand erinnert sich, an der Konstruktion der Station mitgearbeitet zu haben. Es ist ein "Psi-Materie-Dispenser", und die 10 Meter langen Sonden sind Jäger, deren Aufgabe in der Eliminierung von Fremdkörpern besteht. Eine von ihnen greift MIKRU-JON an. Perry Rhodan nimmt wieder im Pilotensessel Platz und weicht der Sonde aus, aber dann dockt sie an und vollzieht eine Transition mitsamt dem Schiff aus TALIN ANTHURESTA heraus.

Mondra Diamond durchlebt Erinnerungen an ihren Aufenthalt auf Wanderer. Sie stellt fest, dass sich die Halle der 1000 Aufgaben offensichtlich doch nicht im Stardust-System befindet. Es ist vermutlich eine Kopie, die auf Wanderer errichtet wurde. Mehrere Wissenschaftler untersuchen die Kartuschen. Es sind nur Projektionen, aber eine davon nimmt Mondra wahr. Es ist Geoffry Abel Waringer. Er behauptet, die Halle berge Antworten auf Fragen, die möglicherweise zu viel für normale Menschen sind - und die den Gegnern der Superintelligenz nicht in die Hände fallen dürfen. Gemeinsam versuchen die beiden, die Bedeutung bestimmter Kartuschen herauszufinden, aber es gelingt ihnen nicht. Von Homunk erfährt Mondra, dass das neue Galaktische Rätsel weit komplexer und langfristiger angelegt ist als das erste. Dann greifen Soldaten der Stardust-Menschheit an. Sie jagen Mondra, der die Flucht gelingt. Sie sieht in Eis erstarrte Bereiche der Maschinenstadt, aus denen Blut strömt, als Roboter sie anbohren. Dann erwacht sie. Ihre Umgebung verschwindet.

Kommentar:

Leser-Verarsche: Ist alles nicht so tragisch. Natürlich war Perry Rhodan gar nicht in Gefahr. Selbstverständlich ist Mondra nicht wirklich nach Aveda versetzt worden. Oder vielleicht doch? Wie sonst sollten Stardust-Soldaten Jagd auf sie machen können? Welche Verbindung besteht zwischen der Kartuschenhalle auf Wanderer und der auf Aveda? Existiert sie an beiden Orten gleichzeitig? Hört dieses Geschwurbel von Visionen, Illusionen, Träumen, Psi-Materie-Gefummel und dergleichen denn nie mehr auf? Dazu dann noch das unvermeidliche nebulöse Geschwafel von Homunk... ich habe genug davon. Zum Glück wechselt nächste Woche die Handlungsebene. Es kann nur besser werden.

Warum meint Mikru eigentlich, das Schiff sei zusammen mit dem beschränkten Geist eines Menschen leistungsfähiger als vorher? Nun, es stimmt, aber nur, weil Rhodans Geist sich irgendwie mit dem Controller gekoppelt hat, der wiederum irgendwie ein Upgrade durch einen in MIKRU-JON verborgenen Controller erfahren hat. Aber von alldem konnte Mikru nichts ahnen. Das Ganze war sowieso nur nötig, damit der "Psi-Materie-Dispenser" erreicht werden konnte, was dazu geführt hat, dass MIKRU-JON jetzt praktisch vor die Tür gesetzt wurde. Ich hätte nichts dagegen, wenn sie draußen bliebe, denn aus dem Schauplatz TALIN ANTHURESTA, den ich anfangs noch interessant fand, ist eine der ödesten Handlungsebenen dieses Zyklus geworden!

TALIN ANTHURESTA könnte das PARALOX-ARSENAL sein. All die viele Psi-Materie! Aber irgendwie passen die Beschreibungen nicht richtig zusammen. Die Vatrox hätten keinen Grund gehabt, das Arsenal als Zufluchtsort für verschiedene Völker einzurichten (immerhin: auch die Ur-Darturka leben dort), aber vielleicht haben sie das Arsenal ja gar nicht selbst erbaut, sondern nur von irgendwem übernommen. Aber es lassen sich keine Anzeichen für die Anwesenheit von Vatrox finden. Hm.

J. Kreis, 22.08.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Oliver Jagnow (23.08.2010):

Ich habe den Eindruck, dass die Autoren seit Robert Feldhoffs Tod vor einem Jahr selber nicht mehr wissen, wo sie hinwollen. Es ist nicht zu erkennen, was aus der zweiten Hälfte des Zyklus werden soll.
Wie nach dem überraschenden Ableben von Willi Voltz 1984 irrt man scheinbar planlos umher.
Hoffen wir, dass die Serie dieses Tief überlebt.


Gastkommentar von Erwin (24.08.2010):

Ich habe auch den Eindruck, dass die Serie einen gewaltigen Durchhänger hat. Umsomehr danke ich Oliver, dass er weiterhin den Inhalt der Romane so übersichtlich zusammenfasst.


Gastkommentar von Oliver Jagnow (29.08.2010):

@ Erwin
Zuviel der Ehre. Du meintest natürlich Jo Kreis, der uns seit langer Zeit mit bewundernswerter Geduld und Zuverlässigkeit über den Stand der Dinge in der Serie auf dem Laufenden hält.


Gastkommentar von kidgforce (20.09.2010):

"Wie nach dem überraschenden Ableben von Willi Voltz 1984 irrt man scheinbar planlos umher."

Finde ich gut, im Gegensatz von diesen durchschaubar konzipierten, geplanten, immer irgendwie sterilen und im Endeffekt außer bisschen Feuerwerk ziemlich einfallslosen Zyklen. Die wirren 400-450, der konzeptionslose Anfang des Schwarm-Zyklus, auch die Cantaro, der plötzliche Break der Abruse, das waren Sachen wo ALLES möglich war. Im Gegensatz zu so einem Nullsummenspiel und Soap-Musical wie dem Sternenozean.

Uwe Anton orientiert sich im Augenblick ein bisschen viel an Publikumswünschen, Wiederauftauchen der Mausbiber, größere Rolle für ES, da wird sich bald herausstellen, wieso seine Vorgänger das nicht gemacht haben. Schon Feldhoff war mit seinem Alle-mit-allem-Verknüpfen-Trip nicht mehr wirklich auf der Linie, den Mythos und die Spannung aufrecht zu halten.

Fazit: ich finde spannende Orientierungslosigkeit für die Serie im Endeffekt besser als standardisiertes Konzept.

PS: Das müsste man auch mal den ganzen Leuten im Forum klarmachen, was da schiefläuft, aber mich da zu registrieren machen die zu kompliziert.



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