PR 2547
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Perry Rhodan Nr. 2547: Garrabo in den Tod

Autor: Marc A. Herren

Inhalt

Die Frequenz-Monarchie belagert FATICO, in dessen Schutz sich die Schiffe der Alliierten zurückgezogen haben. Da der Handelsstern nicht gefährdet werden darf, greifen die Schlachtlichter nicht an. Allerdings steht möglicherweise ein Angriff "von innen" bevor. Es scheint so, als sei jemand mit einem B- oder C-Controller vor Ort, der die Kontrolle über den Handelsstern zu gewinnen versucht. Tifflor begibt sich durch einen Transferkamin nach DARASTO und wechselt in die JULES VERNE über, die sich in ihre drei Zellen aufteilt. Atlan bringt nun die Flottenteile der Alliierten wie die Figuren eines Garrabo-Spiels in Position - jenes Spiels, das er 8036 v.Chr., im Alter von sieben Jahren, von seinem Mentor Fartuloon auf Gortavor gelernt hat.

Julian Tifflor übernimmt das Kommando über das JV-Mittelteil. Perry Rhodan verbleibt mit der JV-2 beim Handelsstern, um diesen immer wieder mit seinem B-Controller zu resetten und somit die Übernahmeversuche der Frequenz-Monarchie zu vereiteln. Atlan, der die JV-1 kommandiert, verlegt Flottenteile nach FATICO, die dort eine zweite Front eröffnen, so dass die Schlachtlichter empfindliche Verluste erleiden und sich schließlich zurückziehen. Atlan beteiligt sich nicht an den Kämpfen, sondern fliegt weiter zum Holoin-Fünfeck, das ebenfalls immer noch belagert wird. Diese Bedrohung muss ausgeschaltet werden, denn über diesen Sonnentransmitter wird der Nachschub aus der Milchstraße sichergestellt. Es kommt zu einer Raumschlacht, in der die Flotte der Frequenz-Monarchie aufgerieben wird. Das Fallensystem des Raum-Zeit-Labyrinths erweist sich hierbei als entscheidender Vorteil. Erneut wird beobachtet, wie eine Werftplattform der Paddler beinahe - aber nicht ganz - materialisiert.

Nach diesen Erfolgen wird der gleichzeitige Angriff auf die verbliebenen Hibernationswelten vorbereitet. Zahlreiche Krathvira-Seelenfallen werden an die Flottenteile verteilt. Während der Wartezeit empfängt Atlan den Atto RourSi, der sich bereits mit Gucky angefreundet hat. RourSi gibt seine Erkenntnisse über die Okrivar an Atlan weiter (sie stammen ursprünglich aus Anthuresta und es können offenbar weder Klone noch Duplos von ihnen angefertigt werden). Danach unterhält er die Besatzung des Schiffes mit einer Geschichte und zelebriert das Flämmchenritual der Atto. Doch am 24. April, dem Tag vor dem entscheidenden Angriff, demonstriert die Frequenz-Monarchie noch einmal, dass sie noch Trümpfe in der Hand hat. Zwei "Feueraugen" wie jenes, das vor der Vernichtung Sicatemos erschienen ist, tauchen in der Nähe von FATICO auf.

Dann bricht der 25. April an und der Angriff auf die Hibernationswelten beginnt. Wie schon zuvor soll die Frequenz-Monarchie durch Täuschungsmanöver abgelenkt werden. Zu diesem Zweck greifen die Alliierten die Distribut-Depots KJALLDAR und HASTAI im Bengar-Sternhaufen an. Doch auch hier materialisiert ein Feuerauge, das sich der Flotte der Alliierten nähertů

Kommentar:

Wenn ich Perry Rhodan-Romane kommentiere, frage ich mich manchmal, ob ich nicht zuviel von dieser Art Trivialliteratur erwarte. An noch schlimmeren Tagen frage ich mich sogar, warum ich mir diese Hefte überhaupt noch antue. Aber dann stoße ich wieder auf Texte wie das Einleitungskapitel dieses Romans - und dann weiß ich wieder, warum ich Perry Rhodan lese, und dass es Autoren gibt, von denen man doch mehr erwarten kann als Raumschlachten, Roboter-Feuergefechte oder sonstige hohle Action.

Zugegeben: Der größte Teil des Romans besteht aus den x-ten Raumschlachten des aktuellen Zyklus, wieder einmal werden geradezu gebetsmühlenhaft eigene und feindliche Flottenstärken aufgelistet, Aufmarschpläne heruntergebetet und Schiffe zu Hunderten und Tausenden vernichtet. Mir scheint aber: Marc hat selbst erkannt, dass man mit so was keinen ganzen Roman füllen kann, deshalb lockert er das Geschehen mit Rückblicken in Atlans Jugend auf - und diese kurzen Kapitel sind für mich das Highlight des Romans. Und zwar nicht nur wegen der sehr gut gelungenen Charakterisierung des jungen Arkoniden und seines Mentors, sondern auch deshalb, weil Marc kleine Details einfließen lässt, die in all jenen Lesern, die die "klassische" Atlan-Heftromanserie kennen, wehmütige Erinnerungen wachrufen.

RourSi hat mir das eine oder andere Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Die Information, dass die Okrivar aus Anthuresta stammen und nicht geklont/dupliziert werden können, hat sicher was zu bedeuten. Nur: was? Übrigens verstehe ich den Ablauf des Flämmchenrituals nicht. Der Atto schüttet Zucker in den Espresso und trinkt das Gemisch aus. Danach, so heißt es, hält er das Espresso-Zucker-Gemisch in die Kamera usw. - wie soll das funktionieren? Hm. Das probiere ich lieber doch nicht selbst aus.

Was jetzt folgt, ist keine Kritik an Marc, sondern am Expose: Wieder gewinnen die Alliierten. Die Expokraten sind auf dem "besten" Weg, den anfangs als total überlegen dargestellten Gegner dieses Zyklus zu demontieren. Sie lernen offenbar einfach nicht hinzu. Aber man muss abwarten, was die "Feueraugen" noch ausrichten werden. Außerdem bin ich zumindest irritiert über den Zynismus, der sich mit dem Einsatz der Krathvira-Seelenfallen in die Serie einschleicht. Die Flottenkommandanten haben den Auftrag, beim Angriff auf die Hibernationswelten so viel Vamu wie möglich zu sammeln. Mit anderen Worten: Sie sollen Völkermord begehen. Denn ob es eine strategische oder taktische Notwendigkeit dafür gibt, so viele Vatrox wie möglich zu töten, wird nicht diskutiert. Also werden auch Vatrox getötet, die gar nicht an den Kämpfen teilnehmen? Die vielleicht in der Verwaltung arbeiten oder so? Kriegsgefangene werden nicht gemacht?

Die Alliierten scheinen zu wissen, dass man VATROX-VAMU und/oder VATROX-DAAG durch den Entzug von Vamu schädigen kann (woher wissen sie das überhaupt?), anders kann ich mir diese Vorgehensweise nicht erklären. Technisch gesehen sind die Vatrox ja auch nicht ganz tot. Aber wer sagt denn, dass es überhaupt möglich ist, sie wieder aus dem Krathvira zu entlassen - und wo sollten sie wiedergeboren werden, wenn alle Hibernationswelten vernichtet sind? Wurde je getestet, ob das Vamu durch die Gefangenschaft in der Seelenfalle geschädigt wird oder nicht? Wohl kaum.

J. Kreis, 13.06.2010


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