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Perry Rhodan Nr. 2545: Vatrox-Tod

Autor: Michael Marcus Thurner

Inhalt

Am 10. April 1463 NGZ trifft das fünfte Kontingent der Galaktischen Flotte ein: 30.000 Einheiten, darunter 10.000 Schiffe der Haluter, verstärken die Streitkräfte der Alliierten. Die Gesamtstreitmacht wird aufgeteilt. 40.000 Schiffe sind durch die Sicherung des Handelssterns gebunden, 45.000 Einheiten fliegen am 15. April in den Facettennebel ein, um Hibernation-3 anzugreifen. Der Vorstoß wird von Perry Rhodan und Atlan geplant, der Oberbefehl bleibt jedoch beim Arkoniden. Starke Truppenteile führen an verschiedenen Stellen in Andromeda Ablenkungsmanöver durch. Es kommt zu großen Verlusten, aber die Aktion ist erfolgreich: Atlans Flotte kann sich der Hibernationswelt unbemerkt nähern. Der Planet wird durch 10.000 Schlachtlichter aller Größenklassen geschützt - eigentlich eine viel zu große Übermacht.

Die Hoffnung der Alliierten ruht auf der Krathvira-Seelenfalle. Der angehende Nexialist Roman Schleifer arbeitet schon seit einigen Tagen mit dem Maahk Grek 17 und den Wissenschaftlern der JULES VERNE zusammen, um das Gerät so zu modifizieren, dass damit das Vamu verstorbener Vatrox aufgefangen werden kann. Auf diese Weise soll die Wiedergeburt der wichtigsten Strategen des Feindes verhindert werden. Schleifer, der über die Fähigkeit verfügt, die "Auren" anderer Lebewesen zu sehen, ihren emotionalen Zustand zu erkennen und teilweise sogar zu manipulieren, erkennt schließlich, dass die ÜBSEF-Konstanten der Vatrox durch eine bestimmte Hyperschwingung zu den Hibernationswelten geleitet werden. Er vermutet, dass sich der Name "Frequenz-Monarchie" auf jene Frequenz des Suchimpulses im Dakkar-Bereich bezieht, den das Vamu im Augenblick des Todes aussendet, woraufhin es von einer Hibernationswelt "angezogen" wird. Auf diese Frequenz muss das Krathvira nun ausgerichtet werden. Dann wird es auch möglich sein, den Aufenthaltsort lebender Vatrox zu ermitteln.

Das Krathvira wird auf dem Ultraschlachtschiff MICHAEL FREYT III installiert, das den Angriff auf Hibernation-3 als "Brecher" anführen soll. Die gesamte Flotte durchquert einen von der MOTRANS-Plattform MYLES KANTOR erzeugten Situationstransmitter. Die Schlacht beginnt. Es kommt zu schrecklichen Verlusten auf beiden Seiten. Roman Schleifer ist an vorderster Front dabei, als ein zur Frequenz-Monarchie gehörendes Gaid-Schiff geentert wird. Da mit Hilfe des Krathvira erkannt wurde, dass sich ein Vatrox an Bord befindet, soll die Wirkung der Seelenfalle hier getestet werden - und tatsächlich fängt sich das Vamu nach dem Tod des Vatrox in dem Aggregat. Zu Schleifers Überraschung verwandelt sich ein verwundeter Okrivar, der sich ergeben wollte, in einen großen weißen Hasen. Es ist ein Gestaltwandler aus dem Volk der Atto. Die Galaktiker nehmen das Wesen mit. Schleifer muss Grek 17 paralysieren, um den terranischen Raumsoldaten den Rückzug zu ermöglichen; der Maahk war dagegen.

Im weiteren Verlauf der Schlacht lockt das Krathvira ein Vamu nach dem anderen an und saugt es auf. Die feindliche Flotte verhält sich zunehmend unkoordiniert. Schließlich können die Gaids, die sich ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben in den Kampf werfen, Angriffe auf die Hibernationswelt fliegen. Sie wollen sie nicht erobern, sondern vernichten - aus Rache für das, was ihrem Volk angetan wurde, und um zu verhindern, dass von hier aus weiter Gefahr für ihr nahes Heimatsystem ausgeht. Atlan hindert sie nicht daran, er gesteht ihnen die Rache zu. Das Vamu von 150 Millionen Wesen wird vom Krathvira aufgefangen. Die Alliierten verlieren fast 20.000 Schiffe, davon allein 13.500 Gaid-Raumer.

Kommentar:

Das ist ein hoher Blutzoll, wieder einmal werden unzählige Tote mehr oder weniger im Nebensatz abgehakt. Aber es passt zur Rolle, die Atlan in der PR-Serie hat, dass die Verluste Kauf genommen werden. Die Vernichtung der Hibernationswelt ist ebenfalls nur konsequent, und dieser Schlag ist ein noch wichtigerer Erfolg als die Eroberung des Handelssterns. Aber trotz der Verluste meine ich: Das geht alles zu einfach und zu schnell. Kaum sind die Galaktiker in Andromeda angekommen, schon wird die Frequenz-Monarchie entscheidend getroffen. Man fragt sich, warum erst Rhodan, Atlan & Co. eingreifen mussten. Die Völker Andromedas hätten sich auch allein wirksam wehren können, alle Mittel dazu (große Flotten, das Krathvira) hatten sie an der Hand. Gut, sie waren untereinander verfeindet oder jedenfalls nicht miteinander verbündet, und sie verfügen vielleicht nicht über die nötigen Informationen. Aber dass das Bündnis ausgerechnet von unseren Helden gestiftet werden musste, und dass nur unsere Helden im Besitz wichtiger Informationen sind, wirkt ein bisschen arg konstruiert.

Das Krathvira ist eine jener plötzlich mehr oder weniger aus dem Nichts auftauchenden Superwaffen, die sich schließlich als kriegsentscheidend erweisen. Solche Waffen hat es bis jetzt noch in jedem Zyklus gegeben. Wie sonst sollte man einem anfänglich aus purer Effekthascherei als übermächtig geschilderten Gegner beikommen? Die Paradim-Panzerbrecher, der Carapol-Strukturbrenner und die VRITRA-Kanonen seien beispielhaft genannt. Wenigstens gibt es einen nachvollziehbaren Grund für die Existenz des Krathvira - vielleicht wurden die Schattenmaahks ja sogar nur deshalb in den aktuellen Zyklus eingebaut, damit die Terraner in den Besitz des Krathvira kommen konnten...

Durch den Einsatz dieser Superwaffe haben die Alliierten offenbar zufällig immer genau jene Schlachtlichter vernichtet, auf denen sich die wichtigsten Vatrox-Flottenkommandanten aufgehalten haben. Anders kann die Behauptung, dadurch sei die feindliche Flotte entscheidend geschwächt worden und habe ihre Koordination verloren, keinen Sinn ergeben. Dass die Wiedergeburt irgendwelcher Vatrox verhindert wird, kann nicht der Grund für die Schwächung des Feindes sein, denn wir wissen ja, dass es sowieso länger dauert, bis sie nach der Wiedergeburt wieder einsatzfähig sind.

Wem das jetzt alles zu negativ klingt, der sei beruhigt: Der Roman ist trotz ein bisschen viel Technobabble angenehm zu lesen, es wird gescherzt und Tischtennis gespielt. Hätte nicht Atlan Perry Rhodan als Beuteterraner bezeichnet, und hätte nicht Rhodan den Arkoniden mit dem Wasservers aufgezogen, dann hätte die Flachserei sogar einen Sinn ergeben.

Übrigens: Solltet ihr die Atto nicht kennen, dann lest den Andromeda-Taschenbuchzyklus. Die großen weißen Hasen treten in Band 3 dieses Minizyklus erstmals auf. Mal sehen, welche Rolle sie jetzt zu spielen haben werden. Gestaltwandler als Verbündete der Alliierten in den Reihen der Frequenz-Monarchie wären sicher von Vorteil.

J. Kreis, 30.05.2010


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