PR 2544
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Perry Rhodan Nr. 2544: Gefangene des Handelssterns

Autor: Leo Lukas

Inhalt

MIKRU-JON ist in einem riesigen Hangar des Handelssterns FATICO gefangen. Das Schiff wurde von Energiefeldern umhüllt und von Panzerfahrzeugen umstellt. Atlan, der mit der JULES VERNE und einer 40.000 Einheiten umfassenden gemischten Flotte in sicherem Abstand geblieben ist, wartet vergeblich auf Nachricht. Perry Rhodan beschließt, die Initiative zu ergreifen, und verlässt das Schiff zusammen mit seinen Gefährten und Kampfrobotern - allesamt in Darturka-Masken. Satwa, die Klon-Tefroderin und Autochthon-Ordonnanz des Frequenzfolgers Vastrear, lässt sich jedoch nicht täuschen. Sie durchschaut die Maskerade, fordert die Eindringlinge zur Kapitulation auf und lässt eine Strukturlücke im Energieschirm schalten. Gucky und Tschubai/Lloyd nutzen diese Gelegenheit, um zu teleportieren. Doch es gibt einen zweiten, weiter gefassten Energieschirm, der die Teleporter aufhält. Während Tschubai/Lloyd, der Perry Rhodans Hand ergriffen hat, zum Ausgangspunkt zurückgeschleudert wird, verfangen sich Gucky und der Schattenmaahk Pral im Energienetz. Ihre Parafähigkeiten behindern sich gegenseitig, so dass der Teleportationsvorgang endlos fortdauert. Guckys Vitalenergie beginnt infolgedessen zu schwinden.

Rhodan und Tschubai/Lloyd werden in eine Zelle gesperrt und verhört. Es gelingt Rhodan, Satwa zu verheimlichen, dass er einen Zellaktivator trägt. Derweil werden die terranischen Kampfroboter von Okrivar-Technikern demontiert. In einem Roboter hat sich die Posbi Jawna Togoya versteckt gehalten, jetzt bricht sie wie eine Furie hervor. Sie nimmt den Okrivar Irdelph als Geisel und erfährt, dass die einzelnen Bereiche des Handelssterns in sich geschlossene Mini-Universen bilden, die nur durch ein überregionales Transportsystem verlassen werden können - und nur hochgestellten Persönlichkeiten wie Satwa ist die Nutzung dieses Systems gestattet. Die Posbi nimmt daraufhin Satwas Gestalt an, so dass sie die Computersysteme des Handelssterns täuschen kann. Sie klinkt sich ins bordinterne Kommunikationsnetz ein und hinterlässt verschlüsselte Geheimbotschaften, um ihre Gefährten auf sich aufmerksam zu machen. Diese Aktivitäten bleiben Vastrears Kriegsordonnanz Bhustrin nicht verborgen. Da er ohnehin eifersüchtig auf seine Konkurrentin ist, informiert er den Frequenzfolger sofort, so dass Satwa in eine peinliche Lage gerät und sich rechtfertigen muss.

Derweil können sich Gucky und Pral aus der Falle retten, indem sie vorübergehend ihre Parafähigkeiten tauschen. Sie schmuggeln sich in eine Darturka-Kampfeinheit ein. Gucky stößt auf Jawnas Botschaften und nimmt Kontakt mit ihr auf. Als es der Posbi auch noch gelingt, die Energiefelder zu deaktivieren, die die Bereiche des Handelssterns voneinander trennen, wird Großalarm gegeben. Satwa, die gerade dabei war, Ras/Fellmers Geist mit Hilfe ihres Symbiosepartners S'Karbunc zu knacken, muss erneut bei Vastrear vorsprechen. Die Galaktiker treffen sich derweil in MIKRU-JON und rüsten sich neu aus. Nun endlich kann Rhodan sich mit dem B-Controller der Zentrale des Handelssterns nähern und einen Neustart sämtlicher Systeme initiieren. Während die Anlagen wieder hochfahren, ist der Handelsstern hilflos und nicht mehr als echte Sonne getarnt, so dass Atlan angreifen kann. Als Vastrear sieht, wie sich die Flotte nähert, erkennt er, dass er verloren hat. Er schickt die wenigen Schlachtlichter und Kampftruppen, die ihm verblieben sind, in einen aussichtslosen Kampf und deckt damit seine Flucht. Bhustrin und Satwa nimmt er mit. Zuvor sperrt er sämtliche Funktionen des Handelssterns mit seinem C-Controller.

Die Alliierten besetzen FATICO noch am selben Tag, dem 5. April 1463 NGZ. Dieser Sieg ist genau der Erfolg, den Atlan und Rhodan zur endgültigen Festigung des "Pakts von Sicatemo" gebraucht haben. Allerdings müssen die Alliierten erkennen, dass sie aufgrund der Sperrung nichts mit dem Handelsstern anfangen können. Jetzt müssen sie sich auf den zu erwartenden Gegenschlag der Frequenz-Monarchie vorbereiten.

Kommentar:

Einen Augenblick mal. Woher weiß Jawna Togoya, wie Satwa aussieht? Bis hin zum Iris- und Retinamuster, das sie angeblich perfekt nachbildet, so dass sie von den Computersystemen FATICOS als befehlsberechtigt anerkannt wird? Die Galaktiker haben Satwa (oder ihr "Vorbild" Sativa Nobili) doch noch nie gesehen, die Posbi-Frau kann sie gar nicht kennen! Habe ich da irgendwas überlesen oder falsch verstanden? Ich glaube nicht! Und somit basiert der Erfolg der Alliierten auf einer Unmöglichkeit, was die Tatsache, dass Perry Rhodan eines der größten Machtmittel des Feindes im Handumdrehen durch eines seiner berüchtigten Husarenstückchen erobern konnte, noch unerträglicher macht. Wie oft hatten wir das in der PR-Serie schon? Durch die x-te Wiederholung wird es nicht glaubwürdiger.

Die Eroberung geht sowieso viel zu leicht vonstatten. Dem Frequenzfolger stehen zwar nur "wenige" Schlachtlichter zur Verfügung (also immerhin mehr als eines), dennoch müsste es diesen Schiffen, die zu Beginn des Zyklus noch als supergefährlich beschrieben wurden, eigentlich möglich sein, ein Gemetzel unter den Angreifern anzurichten. Davon ist aber nicht die Rede. Wieder einmal wird die anfängliche Unbesiegbarkeit eines ach so überlegenen Gegners im weiteren Verlauf des Zyklus einfach ignoriert.

Übrigens: Habe ich das richtig gelesen, dass Gucky & Co. vor dem Einsatz geringe Mengen Psi-Materie gegessen haben? Ich wusste gar nicht, dass das überhaupt möglich ist - und abgesehen davon, welche Vorteile Lebewesen druch das Inkorporieren dieses Zeugs gewinnen sollen. Bewusst nutzen können sie es ja wohl nicht. Verdauen sicherlich auch nicht. Es zu verschlucken und später wieder auszuscheiden wäre reine Verschwendung. Da hätten sie es genauso gut einfach in die Tasche stecken können.

Ein Roman voller Ungereimtheiten. Wenigstens amüsant zu lesen.

J. Kreis, 23.05.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von ? (23.05.2010):

Soweit ich mitbekommen habe, weiß die Posbi von Satwas Aussehen durch eine Bildübertragung ihrer Geisel. Erst nach diesem Kontakt konnte die Posbi Satwa imitieren. Man hat es sich im Roman zwar etwas einfach gemacht, doch trotzdem nicht einfach vergessen, dass Satwa eine Unbekannte ist.


Gastkommentar von Bernd Kunst (24.05.2010):

Nachdem ich an den letzten beiden Romanen kein gutes Haar gelassen habe, folgt jetzt ein begeisterter Kommentar (Lieber Herr Kreis, wir scheinen hier wohl immer anderer Meinung zu sein ;-) Lukas treibt die Handlung voran, wechselt gekonnt die Perspektiven der handelnden Personen, schreibt spannend und flüssig und fügt ganz lässig einiges "Grundwissen" über die Handelssterne mit ein: grandios, so liebe ich PR!
P.S.: Woher weiß Jawna Togoya, wie Satwa aussieht? => siehe Seite 35: die kurze Bild-Verbindung von Irdelph zu Satwa "hatte ihr gereicht, um Satwas Gestalt anzunehmen". Nun, das las sich für mich recht einleuchtend, auch wenn es zugegebenermaßen wohl den Terranern (vom Autor) wieder einmal recht leicht gemacht wurde. B. Kunst



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