PR 2543
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Perry Rhodan Nr. 2543: Flucht nach Talanis

Autor: Hubert Haensel

Inhalt

VATROX-VAMU "scannt" alle Bewohner des Stardust-Systems und scheint nicht nur alle erreichbaren Informationen über das System zu sammeln, sondern außerdem etwas ganz Bestimmtes zu suchen. Die mentale Präsenz der Entität ist zuviel für die Menschen und anderen Lebewesen. Alle verlieren das Bewusstsein. Der in viele Prozesse eingebundene Großrechner CREST verhindert das Schlimmste, ist damit aber restlos ausgelastet. Nur Menschen, die vom Goldenen Funkenregen berührt wurden (und Nachkommen derselben) bleiben handlungsfähig. Dazu gehören Shanda Sarmotte, Huslik Valting und Rence Ebion. Letzterer verdient seinen Lebensunterhalt als freier Mitarbeiter großer Konzerne, deren Produkte er optimiert. Sein neuestes Projekt ist die Verbesserung robotischer Kampfraumschiffe der Whistler-Stardust & Co. Shanda glaubt einen Ruf zu vernehmen, der sie auffordert, nach Talanis zu fliehen. Sie erhält mentalen Kontakt zu Rence, der den Ruf ebenfalls vernommen hat und sich den beiden anschließen will. Valting, der noch gültige Codes aus seiner Zeit als Politiker besitzt, macht einen Gleiter startklar. Um Fakan Noorgeg und Vorremar Corma mitnehmen zu können, aktiviert Valting den Tragerobot des Siganesen.

Einige Stunden nach VATROX-VAMUS Ankunft erwachen die Menschen wieder, sind aber nicht mehr sie selbst und scheinen sich nicht für ihre Umwelt zu interessieren, obwohl sie miteinander sprechen. Als Rence einen dieser wie ferngesteuert wirkenden Menschen berührt, werden plötzlich alle auf ihn aufmerksam und bedrängen ihn. Sie können einander, aber nicht Rence mental wahrnehmen. Der junge Mann entkommt mit knapper Not. Auch Shanda und Valting geraten in Gefahr. Vorremar Corma erwacht ebenfalls, doch er ist von einer fremden Wesenheit besessen. VATROX-VAMU hat ihn auserwählt, da er bereits auf Talanis gewesen ist. Er verlangt, in die Halle des galaktischen Rätsels gebracht zu werden und wird wütend, als der Forderung nicht sofort Folge geleistet wird. Er schickt sich an, seinen Roboter auf Shanda schießen zu lassen, doch da erscheint Rence vor dem Gleiter.

Rence erkennt, was vor sich geht. Durch die Ereignisse der letzten Stunden, möglicherweise durch die Anwesenheit VATROX-VAMUS, wurde eine Parafähigkeit in ihm aktiviert, von der er bisher nichts gewusst hat. Er kann Materie Kraft seines Willens desintegrieren - und genau das macht er mit dem Waffenarm des Roboters. Shanda schnappt sich den Siganesen, der daraufhin bewusstlos wird. Sie verhindert jedoch, dass Rence ihn tötet. Gemeinsam fliegen die drei Gefährten nun Richtung Talanis. Fakan Noorgeg und Vorremar Corma werden zurückgelassen. Die Landung auf der Insel wird dem Gleiter nicht verwehrt. Als sie aussteigt, glaubt Shanda die Anwesenheit vieler Menschen zu spüren, die so sind wie Rence und sie selbst.

Kommentar:

Vorremar Cormas Hypothese stimmt also: Kinder von Paaren, die vom Goldenen Funkenregen berührt wurden, besitzen Parafähigkeiten. All diese Menschen sind quasi immun gegen VATROX-VAMUS Beeinflussung. Zufall? Kann man sich kaum vorstellen. ES verfolgt mit Sicherheit einen bestimmten Plan. Wahrscheinlich hat ES gewusst, dass VATROX-VAMU kommen und die Stardust-Menschheit versklaven würde, und wollte sich eine immune Kampftruppe aufbauen. Shanda nimmt jedenfalls an, dass VATROX-VAMU für ES kein Unbekannter ist. Das wäre ein weiterer Beweis für die Rücksichtslosigkeit der auch so positiven Superintelligenz: Erst werden die Auswanderer durch Lug und Trug in einen neuen Lebensraum gelockt, der mehr Gefahren birgt als das von TRAITOR belagerte Solsystem, dann werden sie hilflos in VATROX-VAMUS Gewalt zurückgelassen. Nur ein paar tausend Menschen dürfen frei bleiben und sich vermutlich künftig für ES aufopfern. Kann nicht endlich mal jemand, am besten PR, diese Entität zum Feind der Menschheit erklären?

Ansonsten geschieht wieder nicht besonders viel in diesem Roman, aber genau wie im Heft der letzten Woche wird die Zeit für gute Charakterszenen und Schilderungen des Alltagslebens in Stardust City verwendet. Das finde ich gut. Weniger gut finde ich die Entwicklung in der Handlungsebene Stardust-System. Die Zeit der Entdeckungsreisen ist vorbei, jetzt geht's auch hier nur noch um die Invasion durch die Frequenz-Monarchie bzw. VATROX-VAMU. Somit ist das System nur noch einer von vielen austauschbaren Kriegsschauplätzen.

Icho Tolot wird übrigens mit keinem Wort erwähnt. Ob er wohl auch immun und nach Talanis gereist ist?

J. Kreis, 16.05.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Bernd Kunst (19.05.2010):

Nach dem Roman der Vorwoche hatte ich die schlimmsten Befürchtungen... Haensel schaffte es problemlos, diese wahr werden zu lassen. Was er hier in zwei Romanen an Handlungsfortschritt schafft, hätte m. E. kaum gereicht um 5 bis bestenfalls 10 spannende Seiten zu füllen. Für mich blieben auch die neuen "Mutanten-Charaktere" blass bis nahezu unsympathisch. Nach der 10.ten Wiederholung, dass sich Shanda mal wieder von der Umwelt hat ablenken lassen, nervt das nur noch. Aus einem "Lückenfüller-Roman" gleich zwei zu machen, grenzt (bei einem Abo-Preis von 2,10 ) schon an moderne Wegelagerei. Ich hoffe nur, dass Uwe Anton als Expose-Autor im weiteren Verlauf des Zyklus nicht noch mehr solcher "Einschlafhilfen" zulässt. B.Kunst



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