PR 2540
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Perry Rhodan Nr. 2540: Unter dem Schleier

Autor: Christian Montillon

Inhalt

Seit dem Verschwinden von Amethyst-Stadt und dem Start des Hyperdim-Perforators sitzen 88.000 Jaranoc ohne Aussicht auf Nachschub und Verstärkung auf Katarakt fest. Sie können die von der Stardust-Menschheit errichteten Paratron-Riegelfelder nicht durchbrechen und an eine Kapitulation ist nicht zu denken. Es ist den Jaranoc unmöglich, sich einem Feind zu ergeben, den sie mit einem ehrlosen Gemetzel beleidigt haben. Zwar hoffen sie, dass VATROX-VAMU irgendwann eintreffen wird, aber die Nahrungsmittelvorräte reichen nur noch für drei Tage. Verzweifelte Pläne werden diskutiert. Unter anderem schlägt Vuran Khitar die Tötung der Hälfte aller Soldaten vor, um der anderen Hälfte ein längeres Überleben zu ermöglichen. Kardo Tarba, Khitars ehemaliger Schüler, hat eine bessere Idee, die er jedoch verwirklichen muss, ohne jemanden zu informieren. Als Icho Tolot, dem die Lage der Jaranoc bekannt ist, zu Verhandlungen bei der Energiekuppel erscheint, tritt Kardo Tarba ihm als Unterhändler entgegen. Er fordert den Haluter zu einem Zweikampf bis zum Tod heraus. Sollte Kardo Tarba gewinnen, muss die Stardust-Menschheit sein Volk mit Lebensmitteln versorgen. Sollte er unterliegen, werden die Jaranoc kapitulieren - was sie in diesem Fall tun könnten, ohne ihr Gesicht zu verlieren.

Das Duell findet am 5. Februar 1463 NGZ statt. Kardo Tarba rechnet mit seinem Tod. Er weiß, dass er seine Leute in jedem Fall retten wird (schließlich wird die Stardust-Menschheit selbst Feinde nicht einfach verhungern lassen), will Tolot aber einen guten Kampf liefern. Er versetzt sich daher in Kampftrance. In diesem Zustand können die Jaranoc schwache Parafähigkeiten entfalten. Kardo Tarba kann nun Materie beeinflussen. Er macht den Boden durchlässig, so dass Tolot versinkt. Danach verfestigt er den Untergrund wieder. Allerdings verausgabt er sich dabei so sehr, dass er zusammenbricht. Der Haluter kann sich problemlos befreien. Er verzichtet jedoch darauf, seinen Gegner zu töten. Die Gesetze seines Volkes verlangen von dem Jaranoc, sich zum Diener seines Bezwingers zu erklären. Von nun an ist Kardo Tarba Icho Tolots Vasall.

Derweil bittet Vorremar Corma Administrator Whistler um die Überlassung eines der neu entwickelten Mutanten-Detektoren. Seinen Nachforschungen zufolge sind im Stardust-System in den letzten Jahren bei zahlreichen Menschen starke Psi-Kräfte festgestellt worden. Corma will beweisen, dass es sich um Menschen handelt, die vom Goldenen Funkenregen berührt worden sind, bzw. Eltern haben, die von diesem Phänomen beeinflusst worden sind. Als Whistler nicht sofort einwilligt, bittet der Siganese seinen alten Freund Huslik Valting um Hilfe. Dieser "leiht" sich ein solches Gerät in der Medoklinik aus, in der er regelmäßig auf mögliche Anzeichen Explosiven Zellverfalls untersucht wird.

Dann gehen die beiden einer anderen Theorie Cormas nach. Der Siganese hat herausgefunden, dass sich auf dem Mond Crest eine Explosion ereignet hat - und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als der zweite Sextadim-Schleier aktiviert wurde. Da die Furtok Interstellar Company ganz in der Nähe des Explosionsortes eine Werft betreibt, vermutet Corma, dass diese Firma insgeheim an jenen unbekannten und mutmaßlich uralten Aggregaten forscht, die den Schleier erzeugen. Die beiden dringen in die Werft und in das Sperrgebiet der Explosionsstelle ein. Allerdings ist nichts von Fremdtechnik zu sehen, sondern lediglich ganz normale, wenn auch gewaltige Meiler zur Energieerzeugung (auch Sonnenzapfanlagen) und unzählige Paratron-Konverter eindeutig stardust-terranischer Bauweise. Corma wird von den Wachsoldaten entdeckt und beschossen.

Kommentar:

Man könnte zwar monieren, dass wieder mal eine etwas dürftige Handlung auf einen Doppelband gestreckt wird - im Grunde geht's in einer Hälfte des Romans um nicht viel mehr als den Zweikampf Tarba-Tolot - aber Montillon nutzt diese Gelegenheit, um die Jaranoc und Kardo Tarba etwas genauer zu charakterisieren. Positiv ist dabei hervorzuheben, dass die Jaranoc nicht als tumbe, durch und durch böse Feinde dargestellt werden. Obwohl ihre Vorstellungen von Ehre usw. ein wenig klischeehaft wirken, ist das insgesamt in Ordnung. Somit kann man diese Hälfte schon mal goutieren.

Die andere finde ich allerdings interessanter. Was geht auf dem Mond Crest vor? Ist der Sextadim-Schleier gar kein solcher, sondern nur ein riesiger Paratronschirm? Wenn ja: Ist Cormas Verdacht, wonach die Halle der 1000 Aufgaben eine große Täuschung sein könnte, wirklich zutreffend? Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Dazu ist dort zuviel geschehen, was nur mit der Einmischung durch ES erklärt werden kann. Was sollte mit einer solchen Täuschung außerdem bezweckt werden? Und ein Paratronschirm hätte die DC-Schlachtlichter, die dort hineingeflogen sind, nicht bis zum Stillstand abgebremst (vgl. PR 2523), sondern allenfalls vernichtet. Nein, die von Corma entdeckte Anlage muss einen anderen Zweck haben. Nächste Woche geht es um das "Geheimprojekt Stardust", also werden wir bald mehr erfahren.

J. Kreis, 25.04.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von kidgforce (27.04.2010):

Ich denke ja eher, dass der gute Corma aufgrund seiner singular-siganesischen Einsamkeit irgendwelche wüsten Verschwörungstheorien entwickelt. Ein dubioser Charakter ist er auch noch.
Wahrscheinlicher, dass Furtok, sowieso immer ein Vertreter der militärischen Verteidigung, in seinem Werk an einem klassischen systemumspannenden Paratronschirm baut. Das ist terranische Technologie, die man auch im Stardust System locker nachbauen kann. Anscheinend hat es einen Unfall gegeben, als man das Ding hochfahren wollte. Aber zum Glück hat ES ja noch den Schleier hinterlassen.



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