PR 2538
Titelbild © VPM


Perrypedia



Archiv-Startseite
PR - Übersicht
Heftromane
Zyklus-Übersicht
« PR 2537 «
» PR 2539 »
Perry Rhodan Nr. 2538: Aufbruch der LEUCHTKRAFT

Autoren: Robert Feldhoff und Uwe Anton

Inhalt

Als Alaska Saedelaere am 10. April 1463 NGZ durch Terrania schlendert, bemerkt er plötzlich, dass er verfolgt wird. Er stellt den Unbekannten zur Rede. Es ist ein Besatzungsmitglied des Raumschiffes LEUCHTKRAFT, ein kleiner humanoider Androide namens Eroin Blitzer. Samburi Yura, so berichtet Blitzer, ist spurlos verschwunden. DAN, der Bordrechner der LEUCHTKRAFT, ist der Meinung, dass nur Saedelaere die Spur der Enthonin finden kann. Diese Ansicht wird von den Androiden zwar nicht geteilt, aber da sie führungslos und verzweifelt sind, bitten sie den Maskenträger dennoch um Hilfe. Saedelaere stimmt zu, denn er ahnt, dass sich jetzt die entscheidenden Ereignisse anbahnen, die er schon seit längerer Zeit vorausgeahnt hat. Er besorgt sich noch schnell einen SERUN aus seiner Wohnung, dann wird er mit der ROTOR-G, einem Beiboot der LEUCHTKRAFT, zum Dengejaa Uveso gebracht, wo die Kobaltblaue Walze wartet.

Samburi Yura hat eine Botschaft hinterlassen. Sie lautet: "QIN SHI ist erwacht. Das BOTNETZ steht bereit". Die Nachricht wurde in der Galaxie Totemhain aufgezeichnet. Saedelaere beschließt, dort mit der Suche zu beginnen. Das Ziel wird erst nach einigen Wochen erreicht. Saedelaere klärt seine Beziehung zu den Androiden. Blitzer (der den Maskenträger penetrant "Alraska" nennt) muss ihn als Kommandanten der LEUCHTKRAFT anerkennen. Das einzige technisch hochstehende Volk in Totemhain sind die straußengleichen Lokopter vom Planeten Kopters Horst. Auf diesem erdähnlichen Planeten gibt es nur 48 Großstädte, die entlang des Äquators verteilt sind. Über ihnen schweben Raumschiffe oder Stationen im Orbit, die so gut abgeschirmt sind, dass sie selbst mit der Kosmokratentechnik nur geortet, aber nicht näher untersucht werden können. Saedelaere vermutet, dass sie nicht von den Lokoptern erbaut worden sind. Die ROTOR-G nähert sich dem Planeten.

Saedelaere erkundet den Planeten allein und findet einen Zeitbrunnen, der vor kurzem benutzt worden sein muss, jetzt aber erloschen ist. Möglicherweise hat Samburi Yura diesen Weg genommen. Während Saedelaere den Zeitbrunnen untersucht, wird er von einem zwei Meter großen perfekten Humanoiden mit ölig glänzender, pechschwarzer Haut und leuchtend grünblauen Augen angesprochen. Der Fremde stellt sich als Ennerhahl vor und gibt sich geheimnisvoll. Er lenkt Saedelaeres Interesse absichtlich auf eine kurz bevorstehende Zeremonie der Lokopter, mit der die 48 "Schreine der Ewigkeit" erneuert werden sollen. Dabei soll die "Klausur der alten Mächtigen" durch neue "Mächtige" ersetzt werden. Dann verschwindet Ennerhahl. Von den Beobachtungsgeräten der ROTOR-G wurde er nicht aufgezeichnet, aber es wird eine Spur von ihm gefunden, die in die Hauptstadt Lokops Nest führt.

Bevor sich Saedelaere dorthin begibt, macht er ein Schläfchen. Im Traum oder in einer Vision erscheint ihm Samburi Yura. Sie warnt vor einer großen Gefahr im Zusammenhang mit QIN SHI und dem BOTNETZ und bittet Saedelaere um Hilfe. Dann erwacht der Maskenträger. Die Androiden sind auf eine Legende der Lokopter gestoßen, die von den "48 Blütenblättern der Zeitrose" spricht. Saedelaere erhält von Blitzer ein handliches Gerät, mit dem er sich unsichtbar machen oder die Gestalt eines Lokopters vortäuschen kann. So getarnt, mischt er sich in Lokops Nest unters Volk. Er betritt das Geschäft eines Händlers, der einen A-Controller anbietet. Dabei handelt es sich aber nur um einen Scherz Ennerhahls, der die Gestalt des Händlers angenommen hat - der Controller ist nicht echt. Man beschließt, gemeinsam weiter zu ermitteln.

Mit vereinten Kräften gelingt es Ennerhahl und Saedelaere, in einen "Schrein der Ewigkeit" einzudringen. Hierbei handelt es sich um 100 Meter durchmessende halbkugelförmige Objekte, die im Zentrum jeder Stadt in zwei Kilometern Höhe in einer Säule aus Formenergie schweben. Das Innere des Schreins ist jedoch absolut unspektakulär: Anscheinend handelt es sich um ganz normale Unterkünfte mit Versorgungseinrichtungen. Es ist keine Spur von irgendwelchen "Mächtigen" zu sehen. Nur die Anzahl der hier lebenden Lokopter gibt zu denken: Es sind 343 (7 x 7 x 7). Plötzlich marschieren Kampfroboter eindeutig nicht-lokoptischer Herkunft auf; Ennerhahl und Saedelaere wurden entdeckt. Ein Wächter erscheint, der verkündet, das Leben der Eindringlinge sei verwirkt. Doch da stellt sich Ennerhahl als Inkarnation der Zeitrose bzw. des BOTNETZES vor und fordert den Wächter auf, sich zu unterwerfen.

Kommentar:

Romane dieser Art kommen so sicher wie das Amen in der Kirche irgendwann in jedem Zyklus der Perry Rhodan-Serie vor, oft sogar mehrfach. Man merkt deutlich, dass die Weichen für den weiteren Verlauf gestellt werden, aber dabei wird nicht etwa die bisherige Handlung konsequent weiterentwickelt, d.h. es handelt sich nicht um die logische Fortführung bisheriger Ereignisse. Stattdessen werden neue Schauplätze, Hauptpersonen und Begriffe aus dem Hut hervorgezaubert, von denen man noch nie zuvor gehört hat, die aber entscheidende Bedeutung für den Zyklus haben werden. Zu Beginn des Zyklus waren das die Frequenz-Monarchie und das Polyport-Netz, jetzt sind es eben QIN SHI / das BOTNETZ und Ennerhahl. Vielleicht auch die Lokopter, obwohl ich eher vermute, dass dieses Volk in ein paar Wochen schon wieder auf Nimmerwiedersehen in der Versenkung verschwinden wird - wie es schon bei allzu vielen mit großem Trara eingeführten neuen Völkern geschehen ist.

Plötzlich befinden wir uns an einem völlig unbekannten Handlungsschauplatz und wie aus dem Nichts erscheinen Figuren wie der undurchsichtige Ennerhahl, der offensichtlich nicht nur bestens über die Gefahr informiert ist, vor der Samburi Yura gewarnt hat, sondern auch das Polyport-Netz kennt, das doch angeblich so wahnsinnig geheim ist. Das ist wieder so eine unwahrscheinliche "zufällige" Begegnung - wenn es denn ein Zufall ist. Vielleicht ist Ennerhahl ja Samburi Yura in Verkleidung? Warum sollte sie es übrigens nötig haben, sich still und heimlich davonzuschleichen? Oder wurde sie entführt? Was soll's, könnte man sagen, gegen gute neue Ideen ist ja nichts einzuwenden. Nur leider hat dieser Roman es nicht einmal ansatzweise geschafft, mein Interesse zu wecken. QIN SHI ist die x-te ominöse Bedrohung - jedenfalls geht Alaska davon aus, dass das BOTNETZ von dieser Person (oder Entität, oder was auch immer es sein mag) bedroht wird. Irgendwie kommt mir das alles zu bekannt vor, ähnliche Konstellationen hat es einfach schon zu oft gegeben.

BOTNETZ - das klingt vertraut, allerdings nicht aus dem Perryversum. In der Realität sind Software-Bots kleine Computerprogramme, die routinemäßig und selbständig bestimmte Aufgaben abarbeiten können. Einmal in Gang gesetzt, machen sie das ohne Zutun eines Menschen. Internet-Suchmaschinen verwenden zum Beispiel Bots (so genannte Webcrawler), die eigenständig Webseiten abgrasen und deren Inhalte auswerten. Sind mehrere Bots bzw. die Rechner, auf denen sie laufen, miteinander vernetzt, dann spricht man von einem Botnetz. Mit etwas ähnlichem haben wir es vermutlich auch hier zu tun. Was genau es damit auf sich hat, werden wir sicher bald erfahren. Aber wisst ihr was? Eigentlich interessiert es mich überhaupt nicht.

J. Kreis, 11.04.2010


« PR 2537 «
» PR 2539 »






Gastkommentare


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden!

Gastkommentar von Dirk (11.04.2010):

Ihre Zusammenfassung und Ihr Kommentar, wie immer, kurz, knapp und informativ. Leider in letzter Zeit auch immer widersprüchlicher. Wenn Einem der Roman auf den Wecker geht, dann sollte 'mann' es eben lassen.

Mein Tipp: selber mitschreiben und besser machen.


Gastkommentar von oldman (11.04.2010):

Da werden Namen und Begriffe wie "Leuchtkraft", "Botnetz" und "Samburi Yura" einfach so gebracht und es wird gehofft, dass uns ein Schauer über den Rücken läuft. Wie's für mich war? Ich hab nichts gespürt. Kein Sense of wonder oder ähnliches. Aha, das war also der Aufbruch der Leuchtkraft. Ja und? A bissel mehr Kunst gehört schon dazu, um den Leser gekonnt ad astra zu entführen. Na ja, das kann ja mal passieren.


Gastkommentar von Gnarrader Blek (12.04.2010):

Hmm,

bezüglich des Kommentars kann ich nur sagen, dass es wohl anders kommen wird in diesem Fall.

Lt. UA spielt das ganze Geschehen eine Rolle für den Zyklus ab 2600, obwohl wohl noch ein Alaskaheft in diesem Zyklus erscheinen wird. (siehe dazu http://forum.perryrhodan.net/index.php?s=&showtopic=19378&view=findpost&p=682648 und http://forum.perryrhodan.net/index.php?s=&showtopic=19378&view=findpost&p=682649)

Was Ennerhahl angeht, das könnte auch ein Chaosdiener sein. Der Cliffhanger kann auch ein schlichter Fake sein, um nicht direkt erschossen zu werden.

Was das BOTNETZ angeht. In der Tat sind mir direkt Spambots in den Sinn gekommen. Könnte darauf hindeuten, dass hier jemand vielleicht das Psionische Netz oder gar den moralischen Kode (in Form der Kosmonukleotide) infiziert, um diesen zu missbrauchen.

Zu einfach wäre es, wenn Qui Shi mit Vatrox-VAMU gleichzusetzen ist, das kann ich mir nicht vorstellen. Ebensowenig wie das Botnetz mit dem Paralox-Dingsbums identisch ist.

Aber man wird sehen.


Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)