PR 2537
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Perry Rhodan Nr. 2537: Der Handelsstern

Autor: Leo Lukas

Inhalt

Perry Rhodan und seine Gefährten sind nur kurz bewusstlos, bleibende Schäden trägt keiner davon. MIKRU-JON wird in einen Hangar der JULES VERNE geholt. Rhodan und Atlan begrüßen sich freudig und tauschen Informationen aus. Tefroder, Maahks, freie Gaids und Galaktiker besiegeln ihr neues Bündnis am runden Tisch. Grek 11 kündigt die Ankunft von 2500 schweren Schlachtschiffen an, die rings um den Bengar-Sternhaufen im Ortungsschutz von Sonnen positioniert werden sollen. Außerdem können die Maahks einige erbeutete Befehlscodes der Frequenz-Monarchie zur Verfügung stellen. Als Symbol des Pakts wird die Supernova von Sicatemo gewählt. Die Alliierten planen einen Schlag gegen den von der Frequenz-Monarchie missbrauchten Handelsstern. Die JULES VERNE fliegt zunächst einen der "ausgebrannten" Handelssterne an. Es wird festgestellt, dass der größte Teil der vermeintlichen Sonne nichts anderes als eine pseudomaterielle Projektion ist. Der eigentliche Handelsstern ist ein nur 16,5 Kilometer durchmessendes kugelförmiges Objekt, von dem zahlreiche bis zu 117 Kilometer lange Stachel, Türme und dergleichen ausgehen. Er enthält noch 920 Gramm Psi-Materie. Da dieser Handelsstern tot ist und auch nicht mittels des B-Controllers aktiviert werden kann, wird er nicht genauer untersucht.

Nachdem weitere Einheiten der Galaktischen Flotte in Andromeda eingetroffen sind, wird der Angriff auf den Bengar-Stützpunkt vorbereitet. Atlan übernimmt den Oberbefehl über die Streitkräfte, die sich in der Nähe von Bengar bereithalten sollen. Perry Rhodan will mit MIKRU-JON direkt in die Höhle des Löwen fliegen. Zu diesem Zweck wird das Schiff als Beiboot der Frequenz-Monarchie getarnt. Rhodan, Mondra Diamond, Gucky, Lloyd/Tschubai und Pral bilden die Besatzung und legen Darturka-Ganzkörpermasken an. Hinzu kommen hundert auf dieselbe Weise verkleidete Kampfroboter. Der Einsatz beginnt am 5. April 1463 NGZ. Alles scheint problemlos zu verlaufen. Die von MIKRU-JON abgestrahlten Codes werden akzeptiert, das Schiff darf in den Handelsstern einfliegen. Dieses Exemplar hat einen Durchmesser von mindestens 2000 Kilometern. Es reagiert nicht auf Signale des B-Controllers. MIKRU-JON dockt in einem gewaltigen Hangar an - und wird mit fünfdimensionalen Fesselfeldern festgesetzt. Die Galaktiker sind der Frequenz-Monarchie in die Falle gegangen. Satwa, eine aus dem Erbgut der Chatria-Tefroderin Sativa Nobili geklonte Frau, die genau wie das "Original" über eine extrem hohe Sagh-Quote verfügt, hat diese Falle aufgestellt.

Satwa lebt in Symbiose mit dem amorphen, parabegabten Wesen Pü S'Karbunc im Handelsstern FATICO. Sie weiß kaum etwas von ihrer Vergangenheit und durchläuft eine längere Ausbildung, ein gnadenloses Ausleseverfahren, das sie als einzige überlebt. Die letzte der zahlreichen zu bewältigenden Aufgaben besteht in der Ausarbeitung einer Drohung, mit der die Völker Andromedas und der Milchstraße eingeschüchtert werden sollen. Satwa schlägt die Zündung Sicatemos vor. Sie besteht die Prüfung und wird zur Autochthon-Ordonnanz des Frequenzfolgers Vastrear ernannt. Sie erhält weitreichende Vollmachten, ihre Psi-Fähigkeiten wachsen enorm an. Um zu verhindern, dass ein anderer Klon Sativas ihr eines Tages den Rang abläuft, tötet sie den Chefausbilder FATICOS. Sie denkt sogar an die Ermordung Vastrears, aber der macht ihr klar, dass dieses Vorhaben Selbstmord wäre, denn er und seine Kriegsordonnanz können Pü S'Karbunc jederzeit per Gedankenbefehl töten, und das wäre gleichbedeutend mit dem Ende Satwas, seiner Symbiosepartnerin. Ihr Vorhaben, FATICO als Falle für die Galaktiker zu verwenden, ist zwar riskant (der größte Teil der Besatzung wurde abgezogen und nach Anthuresta verlegt), aber Vastrear lässt Satwa gewähren. Der Erfolg gibt ihr Recht. Als Pü S'Karbunc ihr vorwirft, sie würde ihrem prominentesten Opfer wohl am liebsten den Zellaktivator entreißen und sich zum neuen Faktor I aufschwingen, antwortet sie, eine junge Frau brauche nun einmal ein Vorbild…

Kommentar:

Da ist dem Leo Lukas doch mal wieder ein richtig netter, amüsanter Roman gelungen. Manchmal schießt er allerdings über das Ziel hinaus. Sehr weit, wenn Gucky und Mondra Diamond Ballett tanzen (noch dazu in Darturka-Maske), weniger weit, wenn die launigen Dialoge etwas zu salopp werden. Insgesamt aber kann man aber sehr zufrieden sein und sich bestens unterhalten fühlen. Dabei übersieht man leicht die bittere Ironie: Ausgerechnet Sativa selbst (siehe PR 2527), bzw. ihr durch beschleunigtes Wachstum vorzeitig erwachsen gewordener Klon, ist für die Vernichtung des Sicatemo-Systems verantwortlich. Satwa scheint absolut skrupellos zu sein und ist ein nicht zu unterschätzender neuer Gegner. Mal sehen, was die Autoren noch so alles mit ihr vorhaben - vielleicht wird sie sogar zu einer wertvollen Verbündeten der Galaktiker? Ihre Ambitionen könnten dem entgegenstehen.

Ich verstehe nicht, warum die Galaktiker den "ausgebrannten" Handelsstern nicht näher untersuchen. Das Ding mag irreparabel zerstört sein, aber wer weiß, was sich in dem Wrack doch noch hätte finden lassen. Da hätte man wenigstens ein Erkundungsteam hineinschicken können. Stattdessen geht's gleich weiter zu FATICO. Rhodan und Atlan diskutieren kurz über das weitere Vorgehen. Sehr passend: Atlan, der alte Pragmatiker, schlägt einen massiven Flotteneinsatz vor, um den Handelsstern kompromisslos zu vernichten. Genau das wäre auch meine Empfehlung gewesen. Aber nein, Rhodan muss ja wieder mal eines seiner Husarenstückchen wagen. Dass er prompt die Quittung erhält, gefällt mir gut. Aber selbstverständlich wird Rhodan letzten Endes doch Erfolg haben. Er spricht davon, dass er noch einen Trumpf in der Hinterhand hat, von dem er seinen Gefährten sonst nichts verrät. Was könnte das sein? Die von Homunk erhaltene Psi-Materie kommt nicht in Betracht, denn deren Existenz ist ja nicht geheim. Das gilt auch für die Krathvira-Seelenfalle. Welches Mittelchen wird er also diesmal in letzter Sekunde aus dem Hut hervorzaubern?

Tja, und was dann? Wird FATICO den Galaktikern in die Hände fallen? Das wäre dann in der Tat ein sehr empfindlicher Schlag gegen die Frequenz-Monarchie. Würde auch zur Zyklus-Halbzeit passen. Schließlich wechselt ja jetzt erstmal der Schauplatz. Der nächste Viererblock dreht sich um Alaska Saedelaere. Frühestens mit Band 2541 wird es in Andromeda weitergehen...

Hat sich eigentlich noch jemand an Star Wars erinnert gefühlt? Erbeutete Befehlscodes, die zur Infiltrierung des Todessterns... Pardon! ...Handelssterns benötigt werden? Ganz ähnliche Szenen gab es in Krieg der Sterne und Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Beabsichtigt oder nicht beabsichtigt?

J. Kreis, 02.04.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Claus (07.04.2010):

Diese ganzen coolen Teenager, die alle spacig drauf sind gehen mir mächtig auf den Keks. Solche Tick, Trick und Track- Texte sind der Grund, weshalb ich um meine 1,85 Euro trauere.

Sechsdimensionale Energiefeldgefängnisse, bei denen sich die Cappins die Hände gerieben hätten, und Ortungen aus der Ferne von grammweise PSI-Materie in einer riesigen Anlage. Ein Hoch auf die Hyperdepression.


Gastkommentar von Hairry (08.04.2010):

Eine an sich gute Alien-Idee wird hier durch die alberne Namensgebung (Furunkel und Komedonen) wieder entwertet. Ich mag Lukas' Humor, wenn er damit die Handlung weiterbringt, wie im legendären "Schwinge von Raffat" aber dieses und auch die Anklänge an Commodore, Atari und Sinclair sind eben nur Kalauer ohne wirklichen Wert für die Story.
Welchen Sinn soll der von Aki Kaurismäki abgeleitete Name haben, der schon ein paar Hefte früher eingeführt wurde, durch diese Nur-Albernheiten wird jeder Anflug eines Sense of Wonder verhindert. Das errinnert fatal an manche Namen aus der Frühzeit der SF, als die Protagonisten "Tenalp" oder "Etekar" hießen.


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