PR 2536
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Perry Rhodan Nr. 2536: Der verborgene Raum

Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Perry Rhodan wird von Homunk im verborgenen Raum des Polyport-Hofes DARASTO begrüßt. Der Androide ist zwar nur in Gestalt eines Hologramms vor Ort, kommuniziert aber in Echtzeit mit Rhodan. Er erklärt, nur jemand, der sich mit dem von ES überreichten B-Controller und Perry Rhodans Zellaktivatorchip legitimieren kann, könne diesen Raum betreten. DARASTO soll Rhodan in Andromeda als Basis dienen. Homunk klärt Rhodan über die Geschichte der Vatrox auf und berichtet, die Anthurianer hätten durch die Einwirkung der in ihrer Heimat Anthuresta überreichlich vorkommenden hochwertigen Hyperkristalle diverse Paragaben erlangt und seien in der Lage gewesen, geradezu spielerisch mit Psi-Materie umzugehen. Der Terraner erfährt außerdem, dass es in Andromeda vier Handelssterne gibt. Alle können mit dem B-Controller genau lokalisiert, aber nicht kontrolliert werden. Bis auf einen sind alle ausgebrannt. Der letzte aktive Handelsstern steht am Rand des Bengar-Sternhaufens im Sicatemo-System. Das PARALOX-ARSENAL, das sich einst in Anthuresta befunden hat, enthält so viel Psi-Materie, dass ES damit revitalisiert werden könnte. Psi-Materie wird auch beim Kampf gegen die Frequenz-Monarchie eine wichtige Rolle spielen, denn Homunk überreicht Rhodan drei Schachteln, die ja 5,4 bzw. 10 Gramm dieser hochbrisanten Substanz enthalten. Die Behälter können nur mit dem B-Controller bedient werden. Mehr hat Homunk nicht zu sagen, das Hologramm erlischt.

Am 16. März ist MIKRU-JON startbereit. Akika Urismaki, Grek 363 und Perbo Lamonca bleiben in DARASTO zurück. Der Halbspur-Changeur soll Rhodans Stellvertreter sein und den Polyport-Hof sichern. Der Schattenmaahk Pral, Grek 11 und fünf Maahk-Techniker kommen an Bord. Der Gesandte der Dezentralen Überwachungsinstanz hält Wort und bringt eine Krathvira-Seelenfalle mit. MIKRU-JON verlässt den Polyport-Hof, der sich im Orbit eines 1190 Lichtjahre von Gleam entfernten Gasriesen befindet und nicht geortet werden kann. Rhodans Ziel ist der Standort des Handelssterns, wo sich, wie der Terraner weiß, auch die Streitkräfte der Galaktischen Flotte und der freien Völker Andromedas versammelt haben. Das Ziel wird nach gut fünf Tagen erreicht. Rhodan muss etwas Psi-Materie opfern, damit MIKRU-JON die Strecke überhaupt zurücklegen kann. Als das Schiff ins Sicatemo-System einfliegt, verschwindet der Handelsstern. Durch die heftige Strukturerschütterung werden MIKRU-JONS Systeme überlastet. Perry Rhodan verliert das Bewusstsein.

22. März 1463 NGZ: Nach der Vernichtung Sicatemos versucht die Besatzung der JULES VERNE so viele Daten wie möglich zu sammeln. Dabei wird festgestellt, dass die Supernova durch die Explosion von 13 Gramm Psi-Materie im Sonnenzentrum ausgelöst worden ist. Sonden entdecken am früheren Standort der verschwundenen roten Sonne ein 1000 Kilometer durchmessendes "Feuerauge" mit einem fußballgroßen dunkleren Kern. Das lodernde Objekt besteht aus mehreren Kilogramm Psi-Materie. Atlan, der davon ausgeht, die sonnenzerstörende Waffe der Frequenz-Monarchie zu sehen, will sich lieber nicht vorstellen, wie viele Sonnen damit noch zur Nova gemacht werden könnten. In 30.000 Kilometern Abstand treibt ein 70 Meter langer Obelisk durchs All. Atlan vermutet, es könne sich um die Steuerstation des Feuerauges handeln. Das Objekt reagiert nicht auf Funksprüche. Das Feuerauge löst sich allmählich auf, die im System tobenden Hyperstürme bleiben allerdings bestehen. Atlan lässt den Obelisken mit Traktorstrahlen in die JULES VERNE holen.

Kommentar:

Ich habe es in der Handlungszusammenfassung nicht erwähnt, aber in diesem Roman wird erneut von Coubertin berichtet, dem merkwürdigen Haushaltsroboter von Semwat Lenz. Von den Eskapaden dieses Roboters der Sembro-Klasse haben wir schon in PR 2517 gelesen, und diesmal erfahren wir, dass möglicherweise nicht Coubertin selbst sich so seltsam verhält, sondern ein Gestaltwandler, der die Form des Roboters angenommen hat. Ich weiß nicht, was daraus noch werden soll, aber in der LKS wird von einem "Running Gag" gesprochen, hinter dem angeblich noch mehr steckt. Na, dieser "Running Gag" wirkt viel zu gezwungen und konstruiert, um noch lustig zu sein. Soll damit etwa an alte Zeiten angeknüpft werden? Soll das sowas sein wie die berüchtigten Eigenkreationen von H.G. Ewers? Das kann so nicht funktionieren. Übrigens: Warum hat Lenz den Roboter eigentlich nach dem Gründer des Internationalen Olympischen Komitees (Pierre de Fredy, Baron de Coubertin) benannt?

Ansonsten besteht der Roman zu großen Teilen aus der Wiederholung von uns längst bekannten Informationen. Die Vernichtung Sicatemos wird rekapituliert, dabei werden die Vorgänge in der Zentrale der JULES VERNE minutiös aus dem Blickwinkel Shaline Pextrels (Chefin der Abteilung Funk und Ortung) geschildert. Das gleiche geschieht bei der DARASTO-Handlungsebene, dort geht es um Details aus der Kosmogonie der Vatrox, die wir längst kennen. Das ist reine Seitenschinderei. Immerhin weiß Perry Rhodan jetzt Bescheid. Und wenigstens kommen ein paar neue Informationen hinzu, etwa über die Anthurianer und Anthuresta. In der Ringgalaxie hat sich die erste HI-Erhöhung wegen der dort vorkommenden Hyperkristalle besonders stark ausgewirkt, und diese Auswirkungen sind über die Eiris-Verbindung zwischen den beiden weit entfernten Teilen der Mächtigkeitsballung von ES auch in die Lokale Gruppe geschwappt. Es sind Hyperraumaufrisse entstanden, an denen die Anthurianer ihr Polyport-Netz aufgebaut haben.

In der Zeit zwischen 10 Mio. v. Chr. und 7 Mio. v. Chr. hat es drei Hyperdepressionen gegeben, die auf natürliche Weise entstanden sind. Sie haben jeweils mehrere Jahrzehntausende gedauert. Dann hat es sieben Millionen Jahre lang - bis zur künstlichen HI-Erhöhung durch die Kosmokraten - nichts dergleichen mehr gegeben. Dadurch wird zwar erklärt, warum niemand mehr etwas von der Frequenz-Monarchie weiß, aber man kann sich die Frage stellen, was an den ersten drei Hyperdepressionen "natürlich" war, d.h. wodurch sie eigentlich hervorgerufen worden sind, und warum das nur genau drei Mal und dann nie wieder auf natürlichem Wege geschehen ist. Ach ja - und quasi im Nebensatz wird erwähnt, dass die Frequenz-Monarchie mindestens einen C-Controller besitzt. Das war ohnehin klar, sonst hätten sie den Handelsstern nicht als Waffe einsetzen können.

Des Cliffhangers hätte es auch nicht gerade bedurft, d.h. man kann wohl davon ausgehen, dass die Besatzung von MIKRU-JON nur bewusstlos ist. Na, wenigstens sind Rhodan und Atlan jetzt bald wieder vereint, können Informationen austauschen und mit vereinten Kräften gegen die bösen Frequenzmonarchisten vorgehen.

J. Kreis, 27.03.2010


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Gastkommentare


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Gastkommentar von Oliver Jagnow (29.03.2010):

Hallo Kringel!

In der aktuellen PR-Rezension (2536) bin ich gerade über die Formulierung "in der Zeit zwischen 10 Mio. v.Chr. und 7 Mio. v.Chr." gestolpert, die Du wahrscheinlich so aus dem Roman übernommen hast. Ich frage mich: Bedarf es bei solchen Formulierungen wirklich noch des Zusatzes "v.Chr."? Bei solchen Zeiträumen kommt es eigentlich nicht auf zwei oder drei Jahrtausende an, oder?

Ansonsten sehe ich die aktuellen Romane zu mehr als 50% nur noch als Seitenschinderei bzw. Füllromane an, weshalb ich seit einigen Monaten nur noch Deine wöchentlichen Zusammenfassungen lese.

Gut gefallen mir auch Deine Buchbesprechungen. Zuletzt habe ich mir "Metro 2033" und die Fortsetzung besorgt. Guter Tipp!

Viele Grüße aus Hamburg,
Oliver


Gastkommentar von Uwe Willan (02.04.2010):

Moin, moin aus Hamburg.

Seit Januar lese ich die Hefte eigentlich nur noch quer und in der Zusammenfassung. Wir sind halt in der üblichen Lückenfüller-Phase, um mit Band 2349 wieder was größeres passieren zu lassen.

Habe ich dabei was verpasst? Auf Seite 10 von 2336 heißt es "... in der gigantischen 2500-Meter-Kugel der JV-1 ...". Ist die Kugel aufgepumpt oder ausgetauscht worden, um von 800 auf 2500 Meter zu kommen?

Grüße von der Elbe an den Rhein
Uwe



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