PR 2533
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Perry Rhodan Nr. 2533: Reise in die Niemandswelt

Autor: Wim Vandemaan

Inhalt

Mondra Diamond kann nicht glauben, dass Perry Rhodan tot sein soll. Da nicht die geringsten Überreste seines Körpers zu finden sind, klammert sie sich an die Hoffnung, dass er irgendwie an einen unbekannten Ort transportiert worden ist. Von den Fundamentalisten, die sich neuerdings wieder umgänglich zeigen, erhält sie die Erlaubnis, im Polyport-Hof nach ihm zu suchen. Ras/Fellmer, Grek 363, Perbo Lamonca und Ramoz begleiten sie. Erste Hinweise erhalten sie von den Berach Puofanii - diese seltsamen Wesen finden eine Spur Rhodans, bzw. einer Gruppe von Schattenmaahks, die sich in DARASTO versteckt halten. Als die Gefährten dort ankommen, finden sie Rhodans teilweise verkohlten Körper vor. Sein Bewusstsein wurde paramechanisch konserviert. Mediker der Schattenmaahks bemühen sich, ihn zu retten, aber es scheint so, als habe sich der Terraner noch nicht entschieden, ob er weiterleben oder sterben will...

Tatsächlich ist Rhodans Bewusstsein mit Hilfe der Maahks in die "Niemandswelt" eingetreten. Es findet sich in einer Art Parallelwelt wieder, die eine negative Spiegelung der wirklichen Welt zu sein scheint. In seinem Bungalow am Goshun-See begegnet Rhodan seinem Butler, der ihn künftig begleitet. Nach und nach begreift Rhodan, dass er sich in einer irrealen, von seinem eigenen Geist erschaffenen Umgebung befindet. Der Butler ist niemand anderer als jener Grek-1, dem Rhodan in OROLOGION, einem Polyport-Hof in der Galaxie Diktyon, begegnet ist. Dieser Schattenmaahk trägt den Eigennamen Pral und hat Rhodan bei der Explosion auf der Hinrichtungsplattform gerettet, was ihm nur unter Zuhilfenahme der vom Zellaktivator verströmten Vitalenergie gelungen ist. Rhodan erfährt, dass sich sein Bewusstsein dabei gespalten hat. Seine von Machtgier getriebene "dunkle Seite" hat sich selbstständig gemacht und möchte die Niemandswelt nicht mehr verlassen. Der "Dunkle" Perry Rhodan fühlt sich dort, in der von ihm selbst geschaffenen und beherrschten metarealen Welt, durchaus wohl.

Rhodan nimmt eine Art Netz wahr, das ganz Andromeda durchzieht. Pral erklärt, hierbei handele es sich um ein von der Frequenz-Monarchie angelegtes Transportsystem für das Vamu. Es basiert teilweise auf dem natürlichen psionischen Netz, und kann auch von den Schattenmaahks genutzt werden. In diesem Netz befindet sich auch mindestens ein Handelsstern, aber Pral geht davon aus, dass diese zum Teil psi-materiellen Gebilde ausgebrannt sind, wofür möglicherweise VATROX-VAMU verantwortlich ist. Rhodan sieht außerdem schwarze Wirbel, die gefährlich zu sein scheinen. Auch hierfür hat Pral eine Erklärung parat. Diese Wirbel sind ein Waffensystem der Fundamentalisten, Seelenfallen namens Krathvira, die verhindern sollen, dass die Schattenmaahks ihre besonderen Fähigkeiten einsetzen. Durch sie ist auch Grek-259 gestorben. Rhodan und Pral treffen ein Abkommen. Der Terraner will den Schattenmaahks beim Kampf gegen das Krathvira helfen, doch zu diesem Zweck muss sein Körper gerettet werden. DARASTO ist die letzte Zuflucht der Schattenmaahks aus Diktyon, denn fast alle dortigen Polyport-Höfe wurden inzwischen von der Frequenz-Monarchie erobert.

Nachdem es sich wieder mit seinem "dunklen Ich" vereinigt hat, kehrt Rhodans Bewusstsein in den kaum noch lebensfähigen Körper zurück. Mondra nimmt dies erleichtert zur Kenntnis, doch die Freude währt nicht lange, denn die Fundamentalisten haben ein falsches Spiel getrieben. Sie haben Mondra die Suche nach Rhodan nur erlaubt, weil sie zu Recht angenommen haben, dass auf diese Weise auch die letzten Schattenmaahks aufgespürt werden können. Jetzt greifen sie an, um die Verfolgten endgültig auszulöschen.

Kommentar:

Na, der arme Perry wird die nächsten Wochen und Monate wohl hauptsächlich im Krankenbett verbringen, denn sein Körper müsste jetzt eigentlich von Grund auf rekonstruiert werden - er hat so starke Verbrennungen erlitten, dass seine Organe versagen, 37% der Haut sind völlig zerstört. Wer sich mit Brandverletzungen ein bisschen auskennt, der weiß, dass das eigentlich gleichbedeutend mit dem Tod des Betroffenen ist. Da sein Körper nicht zu gebrauchen ist, bewegt sich Perrys Geist durch eine irreale Welt, eine Umgebung also, in der alles möglich ist. Das ist für Hartmut Kasper natürlich ein gefundenes Fressen, denn bekanntlich möchte er sich nicht durch die Gesetzmäßigkeiten des Perryversums einengen lassen und sucht nach immer neuen Wegen, diese zu umgehen. Also wird das Geschehen dorthin verlegt, wo Kasper die Regeln selbst bestimmen kann.

Kasper kann's einfach nicht lassen und packt auch diesen Roman wieder mit dem für ihn so typischen Ideenmüll zu. So witzig, verblüffend und elegant formuliert diese vielen kleinen Kabinettstückchen auch sein mögen: Sie haben keine Relevanz für das Perryversum, den laufenden Zyklus oder auch nur den aktuellen Roman - im Grunde machen gerade sie zwar den Reiz von Kaspers Romanen aus, aber irgendwie nerven sie irgendwann nur noch. Vor allem dann, wenn man gerade einen Text wie Die Stadt der tausend Welten hinter sich gebracht hat. Auf den in diesem Roman übrigens angespielt wird: Caadil, Rhodans Love-Interest aus der Trilogie Die Tefroder, ist inzwischen Tamrätin der Transgenetischen Allianz und besucht Rhodan noch manchmal. Worüber Mondra dann jeweils not amused ist...

Zugegeben: Ein anderer Autor hätte Rhodans Reise in die Niemandswelt vermutlich nicht so gekonnt schildern können wie Kasper. Ein bisschen Ideenklau ist aber auch dabei: Rhodans Spaltung in eine gute und eine böse Hälfte erinnert frappierend an die Star Trek-Episode Kirk : 2 = ?.

Letzte Woche habe ich ein neues Layout für die Heftroman-Reviews ausprobiert. Da es nicht ungeteilten Zuspruch gefunden hat, versuche ich es heute mit einem anderen Entwurf. Wie findet ihr den?

J. Kreis, 07.03.2010


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