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Perry Rhodan Nr. 2530: Der Oxtorner und die Mehandor



Autor: Frank Borsch

Inhalt

Sinnafoch, Steelion Hartok und Philip sind mit einer beschädigten Space-Jet von Oxtorne entkommen. Reginald Bull hat ihre Spur verloren. Sie werden von Mehandor der Uhlmin-Sippe aufgenommen und geben sich wahrheitsgemäß als Pilger aus. Patriarch Vandur und dessen missgebildete Tochter Kithara trauen den Neuankömmlingen zwar nicht, gewähren ihnen aber Unterschlupf in der UHLM, dem einzigen Schiff der Sippe. Der Raumer ist knapp 2800 Meter lang und wurde von jedem Patriarchen erweitert; an einem walzenförmigen "Rückgrat" sind zahlreiche Container, Aggregate und andere Module eingeklinkt, die Zentrale bildet den "Kopf" dieses an einen skelettierten Fisch erinnernden Gebildes. Vandur ist alt und merkt, wie sein Einfluss in der Sippe schwindet. Kithara, eine Frau mit dem Körper eines Kleinkindes, ist seine einzige Vertraute.

Sinnafoch setzt seine Gabe des Paraschleichens und Philips überlegene Kräfte ein, um die Zentrale der UHLM zu erobern. Er nimmt einige Geiseln, unter anderem Vandurs Sohn Yemin. Die Schiffssteuerung kann jedoch von Vandur blockiert werden. Sinnafoch will Vandur zwingen, die UHLM zu einem bestimmten Punkt zu fliegen, doch der Patriarch kann es sich nicht leisten, Schwäche zu zeigen. Er gewinnt die Zustimmung seiner Sippe, als er zum Angriff aufruft. Die Attacke schlägt jedoch fehl - auch Vandur fällt Sinnafoch in die Hände. Jetzt bleibt den Mehandor nichts übrig, als das vorgegebene Ziel anzusteuern: Den Planeten Oaghonyr, einst Hauptwelt der Superintelligenz ARCHETIM und auch heute noch Standort von ARCHETIMS HORT.

Unterwegs bemerkt Hartok, der Sinnafoch bisher bedingungslos gefolgt ist, eine merkwürdige Veränderung an sich selbst. Etwas in ihm scheint dem Drang nachgeben zu wollen, Sinnafochs Ziel per Hyperfunk zu verraten. Kithara beobachtet das Geschehen im Schutz eines Deflektors und redet ihm zu. Der Oxtorner schickt seine Botschaft schließlich ab, und so wird die UHLM im Oa-System von Bulls LEIF ERIKSSON gestellt. Sinnafoch hat aber noch einen Trumpf im Ärmel: Ein DC-Schlachtlicht erscheint. Dem hat das terranische Ultraschlachtschiff nichts entgegenzusetzen, Bull muss fliehen.

Als Sinnafoch mit einem Beiboot zum Schlachtlicht übersetzen will, greift Kithara ihn an. Philip überwältigt sie jedoch. Sinnafoch will sie töten, aber dieser Anblick bringt Hartoks Konditionierung endgültig zum Zusammenbruch. Er versucht auf Sinnafoch zu schießen, doch der Vatrox setzt erneut die Fähigkeit des Paraschleichens ein. Er verlässt die UHLM und verzichtet darauf, Hartok oder die Springer zu züchtigen.

Vandur gibt seine Stellung als Patriarch auf, Kithara wird zum neuen Oberhaupt der Sippe. Hartok quittiert den Dienst. Der Oxtorner und der Mehandor starten mit einer von Reginald Bull als Abschiedsgeschenk zur Verfügung gestellten Space-Jet ins Ungewisse.

Kommentar:

Ich weiß nicht warum, aber irgendwie kann ich mich seit einiger Zeit nicht mehr für Frank Borschs Romane begeistern. Das war früher mal anders. Und auch diesmal beginnt der Roman richtig gut; die Beschreibung der alt gedienten UHLM und der Lebensweise der Mehandor haben mir gefallen. Leider endet diese Phase mit Sinnafochs Ankunft abrupt. Borsch versucht den Vatrox zu einer ambivalenten Figur aufzubauen und die belanglose Story des Romans zu einem menschlichen Drama zu machen. Beides gelingt ihm allenfalls bedingt, das Ganze gleitet ohnehin irgendwann gegen Ende in unerträgliches Pathos ab.

Man kann Hartoks Wandlung akzeptieren, wenn man sie auf die sich allmählich auflösende Konditionierung schiebt, aber was Sinnafoch antreibt, bleibt völlig unklar. Mal ist er ohne Bedenken zu Grausamkeiten bereit, am Ende lässt er alle in Frieden ziehen. Das soll man glauben? Hartok nimmt seinen Abschied als TLD-Agent. Ein Bauernopfer? Er wurde schließlich psychomechanisch manipuliert und kann nicht für sein Handeln verantwortlich gemacht werden. Reginald Bull trägt die Schuld für das Debakel, und eigentlich ist er es, der die Verantwortung übernehmen müsste - er müsste vom Amt des Verteidigungsministers zurücktreten. Aber das wird wohl kaum geschehen.

So interessant die Schilderung des Lebens der Mehandor auch beginnt: Kitharas Lebensgeschichte hätte Borsch sich sparen können. Aber es musste ja mal wieder ein Doppelroman sein. Also muss man sich durch die Geschichte einer Nebenfigur quälen, von der man niemals wieder etwas hören wird. Nein, mit Borschs Romanen werde ich nicht mehr warm. Schade eigentlich.

Woher wusste Sinnafoch, dass bei Oaghonyr ein Schlachtlicht warten würde? War das Schiff schon immer dort? Warum ist es dann der Superintelligenz ARCHETIM nie aufgefallen? Oder wurde es erst kürzlich ins Oa-System beordert? Wenn ja: Was sucht es dort? Fragen über Fragen...

J. Kreis, 13.02.2010



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