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Perry Rhodan Nr. 2529: Der Weg des Vatrox



Autor: Frank Borsch

Inhalt

Frequenzfolger Sinnafoch, der den Terranern bei der zweiten Schlacht um ITHAFOR in die Hände gefallen ist, wird im Schutz eines Ambientalanzuges auf der Höllenwelt Oxtorne ausgesetzt. Dort schließt er sich dem Oxtorner Steelion Hartok an, einem von 3000 Pilgern, die auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung zur letzten Ruhestätte Deshwan Jankoffs reisen. Jankoff hatte vor seinem Tod Erkenntnisse gewonnen, die für manche Galaktiker zu einer Art Heilslehre geworden sind. Immer wieder begeben sie sich auf eine beschwerliche Pilgerfahrt und verzichten dabei so weit wie möglich auf technische Hilfsmittel. Für Sinnafoch wird diese Reise nicht nur zur körperlichen Herausforderung. Durch die vielfältigen Gefahren, denen er auf Oxtorne ausgesetzt ist und die Gespräche mit Hartok, vor allem aber durch die freundschaftlichen Gefühle, die ihn bald mit Hartoks Okrill Philip verbinden, wird seine bisherige Sicht der Dinge verändert. Obwohl ihm klar ist, dass diese Situation ganz bewusst von den Terranern herbeigeführt worden sein muss, ignoriert er die Forderung seiner Induktivzelle, Selbstmord zu begehen, um auf einer Hibernationswelt der Frequenz-Monarchie wiedergeboren zu werden.

Sinnafoch bereitet seine Flucht vor, doch dabei erfüllt er unwissentlich Reginald Bulls Plan. Der Liga-Verteidigungsminister beobachtet den Pilgerzug vom im Orbit schwebenden Leichten Kreuzer DESERT SUN aus. Bull hofft, dass Sinnafoch ihn bei seiner Flucht zu einem Geheimstützpunkt der Frequenz-Monarchie führen wird. Hartok ist ein TLD-Agent und soll Sinnafoch bewachen. Doch Hartok erweist sich als unzuverlässig. Er wurde vor seinem Einsatz psychomechanisch manipuliert, so dass er jetzt selbst glaubt, ein Strafgefangener zu sein, der von Jankoffs Thesen überzeugt ist. Die Manipulation ist zu hastig erfolgt, und so erliegt Hartok schließlich Sinnafochs Einflüsterungen. Der Oxtorner hält den Vatrox für eine Art Hüter des Lichts, dem er sich anschließen muss, um ein höheres Ziel erreichen zu können. Mit Philips Hilfe gelingt es Sinnafoch, am Zielort der Pilgerreise ein Chaos zu verursachen. Der Okrill treibt gefährliche Raubtiere auf die Pilger zu, so dass eine Panik ausbricht. Im entstehenden Durcheinander kapert Sinnafoch eines der zur Abholung der Pilger bereitstehenden Schiffe. Hartok wirft sein Amulett weg, um ganz mit seinem alten Leben zu brechen. Das Schmuckstück ist jedoch ein Peilsender - Bulls einzige Möglichkeit, Sinnafoch zu folgen.

Da Bull nur mit einem einzigen Kreuzer vor Ort ist, kann er unmöglich alle von Oxtorne fliehenden Kleinraumer verfolgen. Sinnafoch entkommt, Hartok begleitet ihn.

Kommentar:

Reginald Bulls "Plan" ist offensichtlich so genial ausgearbeitet, dass Normalsterbliche wie ich seinen Sinn nicht begreifen können. Gut, es ist einzusehen, dass Bully nicht erneut zu Verhörmethoden greift, die sich bereits als unwirksam erwiesen haben. Aber die jetzige Vorgehensweise stellt an Beklopptheit alles in den Schatten, was sich der Verteidigungsminister in der letzten Zeit geleistet hat. Vielleicht war er zu sehr abgelenkt? Schließlich hat er seit ein paar Wochen eine neue Flamme: Ellin, eine junge Frau, von der wir ansonsten praktisch nichts erfahren.

Wahrscheinlich spielen Bullys Hormone verrückt und behindern sein Denkvermögen - anders kann ich mir nicht erklären, dass er darauf verzichtet, Sinnafoch eine Wanze anzuhängen. Mit der Hightech des 15. Jahrhunderts NGZ wäre es sicher kein Problem gewesen, den Frequenzfolger so zu präparieren, dass man ihn überall und jederzeit aufspüren kann, ohne dass er was davon bemerkt. Auch begreife ich nicht, warum nur ein einziger Leichter Kreuzer das Illema-System bewacht, warum man einen Agenten in den Einsatz schickt, dessen Labilität genau bekannt ist, und warum dessen Okrill sich so leicht auf Sinnafochs Seite steht - ich dachte bisher immer, es sei ein extrem hartes Stück Arbeit, das Vertrauen eines solchen Wesens zu gewinnen. Mal abwarten, ob Hartok wirklich "umgekippt" ist, oder ob er nur ein besonders gerissenes Spiel spielt.

Immerhin erfahren wir, dass Deshwan Jankoff den Angriff der Loower überlebt hat (siehe PAN-THAU-RA 1), dass Vatrox Socken tragen, und wie ihre Kosmogonie (Weltentstehungslehre) aussieht:

Die Vatrox glauben, vom Vamu beseelt und auserwählt (wahres Leben) zu sein. Im Zeitalter der ersten Hyperdepression ist dieses Volk auf dem Planeten Vat entstanden, und aus ihrem Vamu haben sich die körperlosen Entitäten VATROX-VAMU, VATROX-CUUR und VATROX-DAAG entwickelt. Diese Entitäten haben über die Vatrox gewacht und weiteres Vamu angesammelt, um ein neues, allmächtiges Geisteswesen zu erschaffen. Doch dieses Wesen hat sich gegen seine Schöpfer gewendet. Vat wurde verheert, VATROX-CUUR und VATROX-DAAG mussten fliehen. Dabei nahmen sie die Vatrox mit sich. VATROX-VAMU, der stärkste des Triumvirats, blieb zurück, wurde aber überwältigt. Das neue Geisteswesen verleibte sich VATROX-VAMU ein und nahm seinen Namen an. Die geflohenen Vatrox entdeckten eine Station der Anthurianer und traten in die Dienste dieses Volkes. Gleichzeitig suchten sie nach einem neuen Weg zu leben und erschufen sich eine Zuflucht in Hathorjan.

Und genau dorthin ist Sinnafoch möglicherweise unterwegs. Ob die Vatrox dort je Kontakt mit den MdI hatten? Jedenfalls wissen wir jetzt, warum die Jaranoc mit der Frequenz-Monarchie verfeindet sind. Sie sind ein Hilfsvolk VATROX-VAMUS, und diese Entität verfolgt die Vatrox - oder vielmehr deren Herren, die beiden anderen Geisteswesen - noch immer.

Auffällig ist: Frank Borsch verwendet extrem kurze Sätze, betont einfache Formulierungen usw. - ein perfekt für die ADHS-Generation geeigneter Roman.

J. Kreis, 07.02.2010



Gastkommentare


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Gastkommentar von Rudolf (08.02.2010):

Steelion Hartok?

Ich hätte ein paar schöne Anagramme anzubieten:

"Kilo Sahnetorte"
"Haerte Kolonist"
"Rohkost Anteile"

und natürlich:

"Lethos Kreation"

Was bin ich froh, dass z.B. Reginald Bull noch vor der Anagrammismuszeit benannt wurde und höchstens so etwas wie "Gallen Urbild" hergibt.



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