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Perry Rhodan Nr. 2528: Transmitter-Roulette



Autor: Christian Montillon

Inhalt

Die neue USO ermittelt noch immer gegen die TRAITOR-Jäger. Eine heiße Spur führt zur Achati Uma (AU), einem mächtigen akonischen Konzern, der überall in der Milchstraße mit Transmittern handelt. Es gibt eine eindeutige Übereinstimmung zwischen den Aktivitäten der AU und Attentaten der TRAITOR-Jäger. In 90% aller Fälle war die AU kurz zuvor auf den jeweiligen Planeten aktiv. Nachdem Ronald Tekener die beiden Mor'Daer und den Ganschkaren, die von der USO auf Zorbar II gerettet worden sind, zu einem geheimen Exilplaneten gebracht hat, versucht er undercover an den AU-Konzernchef Simul tan Harol heranzukommen. In der Identität des Sonderermittlers Aerga Egrega vom Planeten Neann Ocis verschafft er sich Zugang zur LEMCHA OVIR, der mobilen AU-Firmenzentrale. Angeblich hat er einen Mord aufzuklären, der als Transmitterunfall getarnt wurde - dass der entsprechende Transmitter von der AU geliefert worden ist, ist das einzige wahre Detail in dieser frei erfundenen Geschichte.

In der LEMCHA OVIR, einem 5200 Meter langen Raumschiff mit der Form eines längs halbierten Ellipsoids, dessen Aufbau an die Kunstwelt Wanderer erinnert und auf dessen Oberfläche sich die Akonen ein Stück Heimat zum Andenken an Drorah erbaut haben, arbeitet Tekener alias Egrega mit dem AU-Sicherheitschef Belar tan Picas zusammen. Dieser muss für den reibungslosen Ablauf einer wichtigen Veranstaltung sorgen: Am 20. Februar 1463 NGZ soll im Virth-System der von der AU neu entwickelte Kokon-Transmitter erstmals öffentlich präsentiert werden. Diese Geräte kombinieren die Funktionsweise von Käfig- und Torbogentransmittern, selbst Kleingeräte haben eine Reichweite von fünf Lichtjahren - für Post-Hyperimpedanzschock-Verhältnisse eine Sensation. Als Tekener heimlich versucht, geschützte Bereiche des Schiffes zu betreten, wird er von drei Akonen angegriffen und verwundet. In letzter Sekunde greift Belar tan Picas ein und rettet Tekener/Egrega das Leben. Die Attentäter werden verhaftet.

Belar tan Picas lässt die Blutspuren untersuchen und findet auf diese Weise heraus, dass Egrega Terraner ist. Dennoch vertraut er ihm, denn spätestens als die Attentäter in ihren Zellen ermordet werden, steht fest, dass etwas an Bord der LEMCHA OVIR faul ist. Er nutzt seinen Hochrang-Code, um sich und Egrega Zutritt zu einem Bereich des riesigen Schiffes zu verschaffen, der eigentlich für ihn tabu ist. Dort finden die beiden einen Hangar vor, in dem ein Schlachtkreuzer steht und der mit einem Situationstransmitter ausgestattet ist. Somit ist klar, wie die TRAITOR-Jäger immer wieder wie aus dem Nichts zuschlagen und anschließend spurlos verschwinden konnten. Simul tan Harol und einige seiner Leute greifen an. Belar tan Picas ruft Verstärkung herbei. Die TRAITOR-Jäger fliehen und richten ein Blutbad an, als sie mitten in die laufende Präsentation hineinplatzen und sich zum Kokon-Transmitter durchkämpfen, um diesen zur Flucht zu benutzen. Das gelingt nur Simul tan Harol. Audemo tan Pinfrari, einer seiner Handlanger, bleibt sterbend zurück. Mit seinen letzten Worten verkündet er, das Akon-Fanal könne nicht mehr aufgehalten werden.

Zwei Tage später besprechen Tekener und Monkey die jüngsten Ereignisse. Die LEMCHA OVIR wurde zwar von der USO beschlagnahmt, aber es gibt ein Schwesterschiff, das den TRAITOR-Jägern möglicherweise ebenfalls als Basis dient. Immerhin kann Monkey berichten, dass das Galaktikum plant, allen in der Milchstraße geborenen Angehörigen von Völkern der Terminalen Kolonne die vollen Bürgerrechte zu verleihen.

Kommentar:

Montillon versucht diesem Lückenfüller aufzuwerten, indem er auf die Stellung der Ex-Traitoristas in der Milchstraße und auf die Entwicklungen bei den Akonen seit der Kabinettisierung Drorahs eingeht. Ersteres interessiert mich nicht mehr so besonders - irgendwie ist TRAITOR jetzt doch abgehakt, ein Roman zu diesem Thema (PR 2512) hätte mir gereicht. Vor allem hätte ich das Kapitel nicht gebraucht, in dem sich der Ganschkare Jarstog an Geschehnisse aus der Zeit vor dem Überfall der TRAITOR-Jäger erinnert. Das ist jetzt, d.h. an dieser Stelle des Zyklus, ziemlich sinnlos. Man hätte das besser in PR 2512 oder einem der unmittelbar folgenden Romane unterbringen sollen. Genauso sinnlos sind die ersten Seiten des Romans, in denen die Legende, die Tekener später Belar tan Picas auftischt, ganz so erzählt wird, als hätte sich das alles wirklich zugetragen. Für mich liest sich das Ganze wie Seitenschinderei.

Im Fall der Akonen sieht die Sache anders aus, da hätte ich mir sogar mehr Informationen gewünscht. Dass sie (bzw. einige von ihnen) hinter den TRAITOR-Jägern stecken, ist nachvollziehbar. Die LEMCHA OVIR passt auch ins Bild: Die Akonen haben ihre Urheimat verloren und versuchen jetzt, sich eine neue zu erschaffen. Wer weiß, was daraus noch wird; vielleicht werden die Akonen ja zu Weltraum-Nomaden? Mal sehen, was es mit dem Akon-Fanal auf sich hat. Soll vielleicht eine Sonne gezündet werden? Es ist übrigens auffällig, dass Montillon gleich drei Begriffe aus dem Lemuria-Taschenbuchzyklus verwendet. Ich dachte zu Anfang, die Sternenarchen würden wieder eine Rolle spielen. Die ACHATI UMA war zum Beispiel Levian Paronns Schiff.

Ansonsten sind mir wieder einmal zahlreiche Fehler aufgefallen, und damit meine ich nicht nur die Rechtschreibung (die aber auch!), sondern vor allem krumme Formulierungen und die falsche Verwendung von Begriffen. Ich will euch übertriebene Beckmessereien ersparen, aber eins muss ich loswerden: Es wäre schön, wenn Montillon ein wenig besser recherchieren würde. Zum Beispiel könnte er sich endlich mal merken, wie ein Desintegrator funktioniert. Damit kann man keineswegs Schmelzspuren in Metall brennen, wie Montillon meint.

J. Kreis, 31.01.2010



Gastkommentare


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Gastkommentar von Friedrich von der Heyden (02.02.2010):

Also mich haben bei diesem Heft einige Sachen genervt:
#1 die USO hat doch glatt 100 Jahre benötigt, um eine Korrelation der Stationen der Lemcha Ovir mit den Tatorten der TRAITOR-Jäger festzustellen?
#2 Hauruck-Einsatz ohne Vorbereitung (Plan: "Ich geh da mal hin, überzeuge die Guten von den Bösen, übernehme einen 5Km-Träger und verhafte die Oberschurken" ...und überhaupt: Wieso ist das nach 100 Jahren plötzlich so eilig?)
--> wäre die Lemcha Ovir ein Schiff unserer Tage, hätte man sie einfach an die Kette gelegt und durchsucht. Feddisch!
#3 Teks ständige Angeberei - nein, nicht ihm, sondern den überlebenden beiden Killern wurde das Leben gerettet (zum Glück war seine Wunde nicht so tief...) - hat er das echt nötig? Anscheinend.
#4 Tek hat mal wieder einen Einsatz verbockt: Es gibt ein Riesengemetzel unter den Augen der Milchstraßenpresse und die Chefs entkommen. Ich würde sagen Tek braucht Urlaub - oder sollte ganz in Pension gehen. Das ist überhaupt ein Problem: Wie sagt man einem ZA-Träger, dass er reif für den Ruhestand ist?



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