Perrypedia
Online-Lexikon
zur PR-Serie
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2526
Weiter zu Nr. 2528


Perry Rhodan Nr. 2527: Kleiner Stern von Chatria



Autor: Arndt Ellmer

Inhalt

Atlan geht Hinweisen nach, die er von Admiral Meruv Tatur erhalten hat. Demnach sind im Machtbereich der Gaids innerhalb kürzester Zeit neue Sonnen entstanden und wieder vergangen. So auch im Sicatemo-System am Rand des Sternhaufens Bengar. In diesem System ist vor Jahren ein kleiner roter Stern erschienen, ohne das Gravitationsgefüge des Systems zu beeinflussen. Chatria, der von Tefrodern besiedelte dritte Planet, wurde wenig später von den Gaids besetzt. Da Chatria trotz des Vorkommens von Altrit als unbedeutende Welt gilt, hat der Virth von Tefrod es bisher nicht für nötig gehalten, gegen die Besetzung vorzugehen. Niemand weiß, was die Gaids überhaupt im Sicatemo-System suchen. Atlan bereitet nun einen Angriff vor, der zur ersten gemeinsamen Aktion mit den Tefrodern und den freien Gaids werden soll.

Eloa Nobili, eine auf Chatria lebende Tefroderin, hat am Tag des Erscheinens des roten Sterns ihre mit einer besonders hohen Sagh-Quote gesegnete Tochter Sativa zur Welt gebracht. Seit der Ankunft der Gaids leiden die Nobilis wie alle anderen Chatria-Tefroder große Not: Die Gaids vernichten Raumstationen und Raumschiffe, wenn deren Besatzungen gegen die von den Gaids aufgestellten Regeln verstoßen, das öffentliche Leben wird immer mehr eingeschränkt, Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung sind an der Tagesordnung. Schließlich müssen sich die Tefroder in unterirdische Städte zurückziehen, wo sie jedoch auch nicht lange sicher sind. Immer mehr Tefroder schließen sich einer Widerstandsbewegung an, so auch Satol, Eloas Ehemann, und ihr Sohn Tokul. Eines Tages begegnet Sativa ihrem Vater bei einem heimlichen nächtlichen Ausflug, doch etwas stimmt nicht. Der Mann ist ihr fremd - und er ist mit anderen Männern unterwegs, die genauso aussehen wie er. So erfahren die Chatria-Tefroder, dass die Gaids Gefangene gemacht und diese entweder geklont oder mit Multiduplikatoren vervielfältigt haben. Wie sich herausstellt, haben die Gaids in einem Gebirge offenbar gefunden, wonach sie gesucht haben, denn sie höhlen das ganze Gebiet aus.

Am 22. März 1463 NGZ greift Atlan mit rund 5000 Schiffen an. Die Gaids verlassen den Planeten und ziehen sich aus dem System zurück, ohne nennenswerten Widerstand zu leisten. Eine einzelne Gaid-Walze kehrt jedoch zurück und funkt die JULES VERNE an. Die Frequenz-Monarchie, so lautet die Botschaft, wird die Einmischung der Galaktiker nicht weiter hinnehmen. Was gleich geschehen wird, kann angeblich überall und jederzeit wieder erfolgen, zum Beispiel im Solsystem. Damit verschwindet das Raumschiff - und wenig später auch der rote Stern. Atlan ahnt, was nun kommen wird, und ordnet den Rückzug der Flotte aus dem System an. Kurz danach wird Sicatemo zur Nova.

Kommentar:

In der Ankündigung des Romans der nächsten Woche heißt es, die Geschehnisse um Chatria hätten gezeigt, dass die Frequenz-Monarchie alte Hinterlassenschaften der MdI wieder in Betrieb nehmen könne. Da muss mir schon wieder was entgangen sein. Was genau ist damit gemeint? Das Erschaffen einer neuen Sonne oder die Zündung Sicatemos? Die Drohungen der Frequenz-Monarchie verheißen nichts Gutes für den weiteren Verlauf des Zyklus. Angeblich kann dasselbe im Solsystem geschehen. Na toll, also haben wir es zum x-ten Mal in Folge mit einer wahnsinnig gefährlichen fremden Macht zu tun, die die Mittel zur Vernichtung der Heimat der Terraner in der Hand hält. Dass es dazu niemals kommen wird, dürfte aber wohl schon jetzt feststehen. Warum verfallen die Exposé-Autoren nur immer wieder auf diesen Unsinn? Muss denn immer dasselbe Bedrohungsszenario wiedergekäut werden?

Ansonsten fällt mir wenig zu dem Roman ein. Die tränendrüsendrückerische Familiengeschichte hat mich nicht gerade mitgerissen und am Ende sterben sowieso alle. Ob die kleine Sativa denn nun parabegabt war oder nicht (eine hohe Sagh-Quote sagt etwas über die Aktivität der Paradrüse der Tefroder aus - das ist eine anatomische Besonderheit dieses Volkes), ist somit also auch egal. Lustiger Name übrigens: Sativa, was auf Tefroda "die Geduldige" heißt. Nicht vielleicht "die Beruhigende" oder so? Denn Cannabis Sativa, die Hanfpflanze, kann zur Herstellung von Haschisch verwendet werden.

Dann bin ich noch über eine Stelle gestolpert, in der Ellmer etwas vom Rückstoß eines Strahlers schreibt. Kann eine Energiewaffe einen Rückstoß haben? Ein Rückstoß entsteht bei Schusswaffen als Gegenreaktion auf den Bewegungsimpuls des Projektils und der Gase der Treibladung. So etwas gibt es bei Strahlwaffen nicht. Und der Rückstoß, der möglicherweise von annähernd lichtschnellen Korpuskelwellen (siehe z.B. Impulsstrahler) erzeugt wird, dürfte kaum manuell zu kontrollieren sein...

J. Kreis, 23.01.2010



Gastkommentare


Gastkommentare werden nicht von J. Kreis verfasst und dürfen nicht auf anderen Homepages oder in Printmedien weiterverwendet werden!

Gastkommentar von Eric (02.02.2010):

Sativa heißt nur soviel wie "angebaut" bzw. "kultiviert" und kommt bei vielen Pflanzen im Namen vor, wie z.B. die Erbse (Pisum sativum) oder die Esskastanie (Castanea sativa). Aber ich musste natürlich auch als erstes ans Gras denken... (google übrigens auch)



Deine Meinung?

(Bei Klick auf diesen Button öffnet sich ein Kontaktformular in einem gesonderten Fenster)
Zur Archiv-Startseite
Zur Perry Rhodan - Übersicht
Zu den Heftromanen
Zurück zu Nr. 2526
Weiter zu Nr. 2528